Murx und Wirkung

Am Anfang schuf der Mensch die Hard-, dann die Software und er erkannte, daß es nicht perfekt war. Doch er baute weiter und es wurde bunt. Die Menschen erfreuten sich der bunten Bilder und Sequenzen, denn sie liebten das Zocken.
Doch es kostete Geld und das Geld wanderte zu den Leuten, die aus dem Geld noch mehr, ja, vielmehr Geld machen wollten. Die Menschen nickten es ab und gaben das Geld, um noch mehr bunte Bilder und Sequenzen haben zu können.
Doch die Leute, die danach das Geld hatten, nahmen es und kauften den Markt, so daß die Menschen fast nur noch ein Betriebssystem benutzten. Fehlende Bausteine des Systems wurden mit Geld einfach eingekauft und wie Bausteine eingebaut. Doch der Mörtel war Murx und bröckelte, manche PC-Systeme stürzen daraufhin ab, bzw. ein und die Menschen mußten es neu installieren. Der Hersteller war zufrieden und befand, daß sein Werk für sich gut war. Die Menschen jedoch ächzten, denn das Betriebssystem hatte noch einen DOS-Kern und gab nur vor, echt multitaskingfähig zu sein.
Doch der Hersteller bediente sich eines anderes Betriebssysetems, das er dann weiterführte. DOS war tot, aber keiner trauerte ihm eine Träne nach, denn das „neue“ System war stabiler, hatte aber immernoch viele viele Fehler.
Es kamen Machtmenschen hinzu, die sich dieser Fehler bedienten, ausforschten und ebenfalls auf unsicheren Systemen ablegten, um viele User auszuspionieren und auf deren PCs zuzugreifen. Denn der „Mörtel“ des neuen Systems war auch nicht gut, es reichte vielleicht gerade so, daß das „Bauwerk“ nicht von selbst in sich zusammenstürzte. Doch die Computer wurden vernetzt und konnten sich so austauschen, es wirkten nun weitaus größere Kräfte am „Bauwerk“, den die User versuchten, mit Virenscannern beizukommen, doch es half mehr schlecht als recht.
Böse kriminelle Machtmenschen griffen nun auf die Fehlerliste der vermeintlich „guten“ Machtmenschen zu und vollführten ein Feuerwerk, um möglichst viele Computer lahmzulegen. Die Menschen erkannten lange nicht, wie abhängig sie sich von einem Computer und einem Betriebbsystem gemacht haben und spürten vielleicht zum ersten Mal, welche Macht wenige Menschen und ein Konzern über sie hat.

Das postfaktische Zeitalter

Ich dachte immer, Entscheidungen, gerade von Verantwortlichen, fußen auf Fakten. Vielleicht war das früher mal so, als man es sich (anscheinend) nicht leisten konnte, „postfaktisch“ zu handeln.
Heute fußen viele Entscheidungen auf Gefühlen. Das fand ich anfangs sehr verwirrend, weil ich ja weiß, das Gefühle nun wirklich nichts sind, worauf man sein Leben aufbauen sollte. Ich glaube, daß Gefühle letztlich ein Ergebnis von Gedanken sind. Und Gedanken könnte man sich ja aufgrund von Fakten machen. Also wären Gefühlswahlen ja dann doch faktenbasiert.
Das Ding ist jedoch, daß die meisten sich kaum um Fakten scheren. Redet man zB mit AfD-Befürworten, merkt man schnell, daß eben diese, ich nenne sie mal „AfDler“ glauben, daß die AfD das tut, was eigentlich die Linken im Programm stehen haben (zb eine gewisse Umverteilung von „reich“ nach „arm“). Wenn man versucht, mit Fakten zu argumentieren, heißt es dann schnell, daß die meisten Menschen die Fakten kognitiv nicht verarbeiten können. Ich bin mir da ehrllichgesagt nicht sicher, vielmehr scheint es mir eher so, als wäre die „breite Masse“ schlichtweg zu faul dazu. Es ist natürlich leichter, sich eine vorgekaute Meinung („scheiß Ausländer!“) anzueignen anstatt sie sich selbst zu bilden (und etwa mal zu schauen, wieviel die „scheiß Ausländer“ uns, verglichen mit zB den Steuerersparnissen von IKEA, Amazon & Co tatsächlich kosten). Entsprechend fallen dann auch die Wahlen aus. Und postfaktisch reagieren da meiner Meinung nach die derzeit regierenden Politiker darauf („wir verstehen den Rechtsruck nicht“), statt mal zu überlegen, ob es nicht vielleicht doch mit Geldverteilung, Lobbyismus und Aushöhlung vom Grundgesetz zu tun hat.
Postfaktisch erlebe ich auch die Benutzung von diversen „praktischen“ Dingen im Internet. Da werden im Prinzip Verträge per Touch (akzeptieren der AGB) abgeschlossen, ohne, daß man sich die Verträge durchgelesen hat.
Postfaktisch ist meiner Meinung nach auch die Tatsache, daß man Windows noch als ein „professionelles System“ benutzt. Dabei begünstigt es zumindest Industriespionage. Meine Beweiskette dazu: Seit 1999 ist bekannt, daß es einen „NSA-Key“ im Windows-System gibt. Seit 2013 (Snowden) wissen wir, daß es tatsächlich das ist, wonach es klingt. Und man ist sich recht sicher, daß die NSA Industriespionage (zumindest begünstigt. Faktisch sehe ich das simpel so, daß man Windows nicht mehr als „professionelles System“ sehen kann (wenn ich den Quellcode dazu nicht einsehen kann).
Aber es wird, wie es so schön heißt, „politisch beschlossen“. Wenn man dumme Entscheidungen trifft, heißt es dann eben auch, „das ist eben politisch“, also eine vornehme Umschreibung für eine Scheißentscheidung.
Wenn wir als Gesellschaft und Politik demnach nicht mehr der Realität ins Auge sehen können, weil sie uns (von den Medien) vorenthalten wird oder wollen, weil sie wir uns mit anderen Dingen davor ablenken, geraten wir alle in eine gewisse Schieflage, die heute schon bemerkbar ist, in Zukunft jedoch viel schlimmer sein wird.
Das Problem sehe ich dabei nicht in den Herausforderungen, die wir haben, sondern darin, daß man sich nicht mehr mit den Problemen beschäftigt, sondern oft irgendwie schnell handelt, um zu zeigen, daß man was tut. Aber eben diese Handlungen erscheinen mir ebenfalls „politisch“.
Ich könnte nun auch anführen, daß wir uns nicht wundern brauchen, daß wir so viele Flüchtlinge kriegen und wer glaubt, Frau Merkel hätte sie einfach so ins Land gelassen, irrt: Merkel reagierte, was hätte sie machen sollen? Einen Schießbefehl erteilen, um zig- oder hunderttausende abzuknallen? Nein, die Flüchtlingswelle ist ein Ergebnis von Waffenlieferungen, fehlenden Geldern zur Ernährung der Flüchtlinge vor Ort und dem Ruinieren der afrikanischen Wirtschaft durch EU-Handelsabkommen („TTIP für Arme“). Das Problem ist also nicht direkt Frau Merkel, die scheinbar unsere Grenze geöffnet hat, sondern die Gier der ganz Reichen (Manager von Waffenherstellern und anderen Großkonzernen), die den Hals nicht vollkriegen. Dagegen müßte man was tun, nicht gegen „die scheiß Ausländer“! Und ja, Frau Merkel bzw. deren Partei begünstigt genau das und wird (trotzdem oder deswegen?) wiedergewählt. Achso ja, und Realsatire ist meiner Meinung nach auch, daß sich jetzt viele darüber Beschweren, daß sie zum 4. Mal antritt. Dazu kann ich nur entgegnen „Wer Jahre und Jahrzehnte lang die Alternativlosigkeit gewählt hat, braucht sich jetzt nicht genau darüber wundern!“
Wahrscheinlich liegt ein Kernproblem in der unterschwelligen Aussage, daß das beste bereits hinter uns liegt und daß es damit unvermeidbar ist, daß wir immer mehr in die Scheiße geraten. Ich glaube jedoch, daß das Blödsinn ist. Möglicherweise geht es uns zu gut, daß wir uns immer mehr „politische Entscheidungen“ leisten können.
Ich bin an der Stelle immerwieder froh, Christ zu sein, auch, weil ich weiß, daß das beste noch vor mir liegt.

Aussenpolitik.

Im Grunde ist es einfach, die Lage in der Türkei einzuschätzen. Gerade wer nüchtern bis 3 zählen kann und im Geschichtsunterricht aufgepaßt hat, sollte erkennen, daß der „Putsch“ vom Führer Erdogan inszeniert wurde, um danach das Land politisch zu säubern. Ich ziehe da eine enge Parallele zum Röhm-Putsch 1934 in Deutschland.
Was nun in der Türkei als nächstes kommt, ist der Umbau von einem Rechts- zu einem Unrechtsstaat. Schon jetzt wurden ettliche mögliche Gegner Erdogans entlassen, nun arbeitet er aktiv daran, die Todesstrafe (wieder) einzuführen, um seine Gegner entgültig unschädlich zu machen. Also es wird auf eine Art Reichsermächtigungsgesetz hinauslaufen.
Wenn der türkische Führer nun innenpolitisch „fertig“ ist, wird er außenpolitisch aktiv werden. Das bedeutet, er wird einen Krieg anzetteln, dessen Beginn natürlich nicht Erdogan bzw. die Türken, sondern „die anderen“ angefangen haben.
Meine Güte, so schwer ist das doch nun wirklich nicht!

Schöne neue, smarte Welt

Es ist schon erstaunlich, wie ein Volk kollektiv seine Freiheit wegschmeißt. Eine Freiheit, die über lange Zeit erkämpft wurde. Aber es ist natürlich nur allzu verführerisch, wie das geschieht. Sicher, vieles wird dem User einfach einfach gemacht – und der blutet dafür versteckt und zunächst unbemerkt umso heftiger. Beispiel Whatsapp: Ich weiß nicht, seit wann es das XMPP (Jabber Chat Protokoll) gibt. Da Jabber noch aus der ICQ-Zeit stammt, ist es sicher schon 15 Jahre alt, eher älter. Es gibt viele Clients für alle Plattformen vom uralt-PC bis hin zu jedem (!) Smartphone. Sicher, die Clients sind oft nicht so gut ausgearbeitet, was jedoch auch oft daran liegt, daß das politisch auch so gewollt ist (zB chatsecure in Apples iOS).
Segen und Fluch zugleich: Freiheit, nämlich, die Freiheit, sich bei einem frei gewählten Jabber-Server anzumelden, mit einem frei gewählten Nicknamen. Alternativ: Einen eigenen Jabber-Server aufmachen. Das funktioniert sogar theoretisch auf einem RaspberryPi hinter einer Fritz!Box, sofern man sich bei NoIP bzw. MyFritz angemeldet hat (um bei wechselnden zugewiesenen IP-Adressen immer denselben Hostnamen zu behalten).
Das scheint aber alles viel zu kompliziert. Nein, es muß für Strunzdoofe sein. Aber auch da gibt es zB bei Pidgin und/oder xabber die Möglichkeit, sich direkt per App sich auf einem Server, der das zuläßt, zu registrieren. Hint: Da Jabber Open Source ist, also, kein Geld dahintersteckt, kennt es keiner.
Nun kommt die Whatsapp daher, krallt sich den ejabberd, modelt ihn um und macht daraus eben den eigenen Whatsapp-Server, bastelt noch ein klickibunti obendrauf und fertig ist die Sause. Scharenweise registrieren sich die Nutzer und so erreicht Whatsapp eine gewisse Marktmacht. Kaum einer denkt daran, was er tut, wenn er sich diese App installiert. Mal Hand aufs Herz: Wer hat sich im einzelnen durchgelesen, worauf diese App alles Zugriff haben möchte? Ich schon – und mir wurde schlecht. Aber mit einem tip auf dem Display ist das auch schon wieder weg. Man verdrängt es, wohlwissend, daß man so etwas unterstützt, was doch eigentlich falsch ist. Aber es ist ja so einfach und alle nutzen es. Und doch bleibt am Ende ein Hauch von schlechtem Gewissen.
Was will denn Whatsapp alles wissen und worauf möchte es Zugriff haben:
1) Die Handynummer.
Für mich als Handy-Nutzer, der sein Handy kaum nutzt, ist das wahrscheinlich egal. Die können sie haben. Ich benutze mein Handy hauptsächlich, wenn ich Rufbereitschaft habe.
2) Standort
Man kann den Standort eines Gerätes sowohl per GPS als auch per Netzwerk feststellen. Das wird verarbeitet. So kann Whatsapp also ein Bewegungsprofil erstellen.
3) Zugriff auf den Handyspeicher
Whatsapp kann auf alles, was gespeichert wurde, zugreifen. Ob dabei ggf. Daten „nach Hause“ (also zu Whatsapp) gefunkt werden, weiß man nicht. Dazu gehören eben auch alle möglichen Bilder und Videos, die man erstellt/geknipst hat.
4) Zugriff auf die Kamera
Nehmt euer Smartphone mit aufs Klo und sie können euch beim Kacken zuschauen. Theoretisch.
5) Zugriff auf das Mikrofon
Wolltet ihr schon immermal eine Wanze mit euch rumschleppen?
6) Zugriff auf Kontoinformationen
Ich gehe mal davon aus, daß man so auch andere Kontoinformationen, mindestens also den Login und den zugehörigen Server, ablesen kann. So weiß man zB, wo man seine E-Mails abruft. Wahrscheinlich könnte man relativ einfach auch die Passwörter dazu hacken.
7) Zugriff auf Kontaktinformationen
Stellt euer Adressbuch doch gleich irgendwo als plain Text (Klartext) online.
8) Zugriff auf SMS
Das muß sie tun, weil man sich per SMS registriert. Das ist ist heute vmtl. weniger wichtig, weil wegen Whatsapp ja kaum noch einer SMS verschickt. Wenn doch, wird auch das natürlich mit hoher Wahrscheinlichkeit „nach Hause“ gefunkt – kost ja nix.
Es gibt noch mehr, was die Whatsapp wissen will, denke ich. Aber das fiel mir gerade so ein.

Die AGB sagt ferner, daß alles, was über Whatsapp verschickt wird, auch an Whatsapp geht. Das heißt also, wenn ihr ein süßtes Kleinkind fotografiert und das per Whatsapp verschickt, und Whatsapp gefällt das und kann das Bild verkaufen, wundert euch nicht, wenn dann eines Tages jenes Kind auf einem Werbeplakat Werbung für NesTea macht (oder sonst einem Zuckerwasser) – verhindern könnt ihr das dann jedenfalls nicht.

Das ist nur ein Beispiel von sicherlich vielen, ach-so-bequemen Apps, die unser Leben ach-so-smart machen. Sport-Apps, die die schritte zählen, etc. pp. Viele „nette“ Spielereien, die am Ende kein Geld – aber doch eure Daten kosten. Und die werden meiner Meinung nach völlig unter Wert verkauft.

Richtig schlimm finde ich, wenn man mehr oder weniger dazu gezwungen wird. Ich fürchte, daß ich eines Tages kein normales Auto, keine Normale Spül- oder Waschmaschine mehr kaufen kann, weil sie dann alle „smart“ sind, sich alle an einem Netzwerk anschließen müssen und sich „im Internet“ erstmal anmelden müssen, bevor sie funktionieren. Der Trend geht dahin und fast alle finden das auch noch geil. Ich nicht. Mir wird, wie gesagt, schlecht bei dem Gedanken.
Es führt noch zu etwas anderem: Wir geben unser Leben aus der Hand. Das ist schön bequem, wenn wir nicht mehr selbst schauen müssen, ob das Waschmittel alle ist, oder kein Käse mehr im Kühlschrank. Es wird automatisch nachbestellt.
Schon heute wird man durch sozialen Druck dazu gezwungen, seine Würde an Whatsapp abzugeben, weil mehr und mehr statt E-Mail die Whatsapp benutzen. Es ist ja so viel bequemer. Und doch hat es einen Haken: Man gibt Kontrolle an einen Konzern ab. Das muß jedem klar sein.

Das gilt auch inzwischen für viele „smarte Geräte“. Apple ist dort sehr konsequent: Ich habe für iOS bislang keinen Jabber-Client gefunden, der wirklich gut funktioniert. Der App „Chatsecure“ wird von Apple verboten, im Hintergrund zu laufen. Kontrolle geht anders: Der Benutzer selbst sollte das doch entscheiden dürfen! Aber das aus-der-Hand-geben von Kontrolle gibts eben auch für Android: Der Benutzer hat eben keine Adminrechte. Erstmal. Verschafft er sich die, erlischt oft der Garantieanspruch. Man kriegt jene „smarte Geräte“ mit Firmwares, die man nicht tauschen kann, deren Programmablauf man nicht beeinflussen bzw. einsehen kann, man kauft also eine „black Box“ und darf sie benutzen, aber nicht wirklich besitzen. Mein Eindruck ist, daß das die meisten auch gar nicht wollen, denn damit schieben sie die Verantwortung der eigenen Datensicherheit auf eben jene Konzerne ab, von denen sie ahnen und glauben, daß ihre Daten nicht geschützt sind. Pseudoargumente sind dabei „ich habe ja nichts zu verbergen“ und „die anderen machen das doch auch“. Letzteres ist kein Argument für mich, denn wenn etwas falsch ist, dann ist es falsch, egal, wieviele es noch tun. Es ist in meinen Augen falsch, weil man betrogen wird: Werden Sicherheitslücken im Android gefunden, werden sie für ältere Geräte nicht mehr geschlossen. Klar, denn eine Firma, die ihr Geld bekommen hat, hat kein Interesse daran, daß der Benutzer das Gerät sicher weiterbenutzen kann, der soll sich gefälligst ein neues kaufen. Apple gibt Upgrades heraus, die jedoch ältere Geräte bis zum Erbrechen ausbremsen und so unbenutzbar machen.

Ich schaue mir das an und frage mich, warum die Menschen ihre Würde, ihre Freiheit bzw. große Teile ihres Lebens dabei einfach so wegschmeißen. Nachvollziehen kann ich es nicht. In immer mehr Bereichen kommen eben diese „smarten Geräte“ und übernehmen letztlich Kontrolle. Und genau darum geht es meiner Meinung nach: Kontrolle.

Nun ist die Politik daran, das Bargeld abzuschaffen, oder, naja, einzugrenzen. Immerwieder wird dabei das Pseudoargument des „Terrorismus“ angeführt, was ich für lächerlich halte. Immer dann, wenn die Politik mehr überwachen oder kontrollieren möchte, geschieht das aufgrund der „Sicherheit“ und weil man etwas gegen den Terror tun muß. Für mich ist das Sicherheitsesoterik. Ist das Bargeld mal weg, können Geldflüsse verfolgt werden. Einmal mehr sind wir gläsern. Einmal mehr wird Kontrolle gegen ein Stück undurchsichtiger Elektronik getauscht.

Ich bin Christ und sehe dem ganzen irgendwie auch gelassen gegenüber, ja, ich fühle mich in meinem Glauben irgendwo auch bestätigt: Die Bibel sagt in Offenbarung 13, 16-17: „Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, dass man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.“ Wenn ich nun „Malzeichen“ gegen „Chip“ (zum Bezahlen) tausche, sehe ich, wo die Reise hingeht.

Lange fragte ich mich, warum Gott die Welt so kaputtmachen will, wie es in der Offenbarung beschrieben wird. Heute glaube ich mehr und mehr, daß die Gesellschaft sich die Suppe selbst einbrockt. Freillig, wissentlich, ignorant und damit auch willentlich. Ich kann darüber nur mit dem Kopf schütteln.

Ziemlich arm…

Ich bin kein Freund der AfD, aber ich bin ein Freund von Pluralismus und einer, der gerne Probleme durch Diskussion ausgefochten sieht. Das geht eben nur, wenn man sich mit einer anderen Meinung auseinandersetzt. Stattdessen wird die andere Meinung einfach versuchsweise insofern mundtot gemacht, daß man sich nicht mit ihr auseinandersetzt oder setzen will.
Die SPD und die CDU hat in Rheinland-Pfalz die sog. „Elefantenrunde“ abgesagt. Die SPD, um sich nicht mit der AfD auseinanderzusetzen und die CDU, weil die SPD nicht erscheinen möchte. Ich finde das arm und absurd und es zeugt in meinen Augen gerade jetzt von einer Unfähigkeit zur Diskussion und zum Abwürgen von Pluralismus.
In diesen Tagen wären Verantwortliche mit Arsch in der Hose gefragt, die sich der AfD stellen, die sie mit ARGUMENTEN entlarven. Anscheinend ist das nicht gewünscht. Das Mantra „Die AfD ist böse“ wird so nicht funktionieren und das, was gerade abgeht, spielt ihr in die Hände. Herzlichen Glückwunsch.
Es zeugt von einer ungeheuren politischen Unfähigkeit, wenn man sich dieser Diskussion entzieht, denn es ist Wasser auf den Mühlen der AfD, die sich nun garnicht argumentativ stellen muß, sondern einfach so weitermachen kann wie bisher.

Ich hätte da mal nen Vorschlag…

Seit Jahren, Jahrzehnten war es Usus, daß, sogar unter Windows, Softwareupgrades eingespielt werden. Das bedeutet, da wurden Fehler entdeckt, die dann geflickt wurden. Das dauerte mehr oder weniger lang und war bisher nie gesetzlich geregelt, weil es im Grunde ja auch funktioniert hat.
Das liegt wohl auch daran, daß bisher Windows fast nur auf einer Plattform (i386-kompatible Prozessoren/PC’s) gelaufen ist. Das heißt, daß ein Windows-Update für alle PCs galt. Nun sind inzwischen auch 64bit-PC’s dazugekommen, aber auch da schien das zu funktionieren, naja, so halbwegs ;-). Unter Linux werden jegliche entdeckte Lücken doch recht zeitnah beseitigt, das ist auch leichter, denn der Quelltext liegt dort offen und im Grunde könnte jeder dort ran, wenn er wollte und könnte.
Nun werden seit Jahren diverse sog. „smarte Geräte“ auf den Markt geschmissen, zB Tablets für den kleinen Geldbeutel, die schon mit einer alten Android-Version daherkommmen und für die es kein Update gibt. Eine Firma ist eben auch nicht daran interessiert, kostenlose Updates zur Verfügung zu stellen, wenn sie bereits das Geld für das Tablet erhalten haben – logisch, eigentlich.
Der Kunde schaut dabei meist in die Röhre und geht trotzdem mit seinem verwundbaren Gerät online und setzt sich somit Cyberkriminellen schutzlos aus. Ich finde, das muß sich ändern.
Ähnlich wie es bei Autos einen Zwang gibt, für ein Modell für ich glaube 10 Jahre Ersatzteile bereitzustellen, muß es auch für Smart-Geräte eine ähnliche Regelung geben. Natürlich ist das nicht ganz vergleichbar, weil man bei Auto-Ersatzteilen ja etwas „handfestes“ bekommt, deswegen kostet das ja auch Geld. Ich finde jedoch, daß Software-Updates kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Die zusätzlichen Kosten müßten dann auf den Anschaffungspreis umgelegt werden. Damit würde das Gerät insgesamt teuerer werden. Alternativ könnten sie ihre Firmware öffnen und zB eine Cyanogenmod-Version bauen (lassen).
Also mein konkreter Vorschlag: Einen Garantieanspruch auf Software-Updates über 7 Jahre auf alle Smart-Geräte. Garantie, nicht Gewährleistung!

Man hört und sieht ja nur noch Flüchtlinge…

Ich bin normalerweise eher ein Mensch, der sich eine Sache lange anschaut, um sie dann hoffentlich besser einordnen zu können. Nun also auch etwas zum Thema Flüchtlinge. Aber nicht nur. Vieles gehört eben zusammen und kann man nicht trennen.
Ich denke, daß wir als (angeblich?) viertgrößter Waffenexporteur in der Welt die moralische Pflicht haben, die Flüchtlinge auch aufzunehmen. Gleichzeitig aber müssen wir den Grund der Flucht schnell eindämmen. Soviel zur Theorie.
Ich war anfangs erleichtert, daß so viele Freiwillige geholfen haben und noch heute helfen, die Flüchtlinge überhaupt unterzukommen. Jemand sagte dazu treffend, daß das Volk in Vorleistung gegangen ist und die Politik nun liefern muß. Das ist Wochen her. Und aus meiner Sicht hat die Politik, speziell die Bundespolitik, nicht geliefert. Das ist das eine, das andere ist, daß unsere Kanzlerin im Grunde per Ordere Mufti beschlossen hat, die Flüchtlinge ins Land zu lassen. Ich will die Entscheidung nicht negativ bewerten, defakto setzte sie sich aber über das Dublin-Abkommen hinweg. „Wir schaffen das!“, wurde eindringlich gesagt, aber wer wurde gefragt, ob wir es schaffen wollen? Wie gesagt, ich kritisiere diese Entscheidung bewußt nicht, möchte aber aufzeigen, was sie für einen Rattenschwanz hinter sich herzieht.
Es ist diese Einzelentscheidung, die mich stört, es fand und findet bis heute keine echte Diskussion darüber statt, ob wir das überhaupt wollen, als würden wir wollen müssen. Kritiker dieser Entscheidung werden von Politik und Medien sofort in die Rechte Ecke gestellt und auf Facebook soll nun eine Zensur eingeführt werden. Komisch, hatten wir das nicht schonmal in Deutschland? Im Osten bis 1990? Wollen wir das wieder? Ja, es gibt genügend Hetze vom rechten Rand, schlimm genug, daß sie von zuvielen ernstgenommen wird, schlimm genug, daß diese kleinen Wortfeuer gerade in Gefahr laufen, einen Flächenbrand zu entzünden. Brenn-, nein Zündstoff ist ja genug da und das sind bei weitem nicht die Flüchtlinge, die sind nur der Funke, der diesen Zündstoff zu entzünden droht. Der Zündstoff ist vielmehr jene Entscheidungen gegen das Volk wie TTIP, wie die Vorratsdatenspeicherung, wie viele viele „Gesetze“, die der „Scheiß EU“ zugeschrieben werden, in Wirklichkeit aber zB von deutschen Lebensmittelketten herrühren (die vielzitierte EU-Banane zB), der NSU-Ausschuß führt genauso ins leeere wie der NSAUA (ich bin dabei oft versucht, es „NS-AUA“ zu nennen, der BND hat, wie ich finde, einen extremen Nazi-Geist, aber darum geht es mir hier nicht).
Ich weiß nicht, ob es typisch deutsch oder einfach menschlich ist, daß die vermeintlich stäkeren auf die schwächeren einprügeln, zunächst mit Worten, dann auch mit Taten, äh, Brandanschlägen. Ich finde es extrem feige, wenn sich die Menschen nicht den eigentlichen Problemen (Politik, Machthaber) stellen, sondern auf schwächere Flüchtlinge einprügeln.
Und dann schimpfen sie auf die „Lügenpresse“, die, das muß man leider auch sagen, ganz oft politisch gesteuert zu sein scheinen, vorallem, wenn ich mir die Springerpresse anschaue.
Die Menschen spüren, daß da was extrem faul ist und sie haben Schiß davor, weil sie etwas zu verlieren haben: Ihr Land. Ihr Land wird ihnen jedoch nicht von Flüchtlingen/Ausländern gestohlen, sondern von unseren eigenen Machthabern, die oft eng zu Konzernen kuscheln und sich zusätzliche Einnahmen sichern. Solange „die da unten“ mit sich beschäftigt sind, solange haben „die da oben“ eben ihre Ruhe. Das ist übrigens in meinen Augen genau das, das bei der Griechenlandkrise passierte: Die Medien beider Länder hetzten die Menschen gegenseitig auf, während Deutschland 160Mrd Euro an Steuerflucht verbuchen muß. 160Mrd€ Stuerflucht pro Jahr heißt: Deutschland wäre in grob 15 Jahren komplett schuldenfrei, Griechenland in 3 Jahren. Und da regen wir uns wegen 10Mrd € auf, die die Flüchtlinge kosten? Achso, ja, Steuerflucht begehen ja meist die „großen“, die „reichen“, die, an die man nicht rankommt, und der unterwürfige, feige Deutsche sagt dann einfach, daß man das nicht ändern kann. Nur: Wie lange noch?
Um Beim „Zündstoff“ zu bleiben: Gerade der Deutsche schimpft viel und gerne. Wenn er Wut hat, dann braucht er das als Ventil. Gerade zischt über eben diese Ventile eine Menge rechter Hetze ab. Das ist richtig und das will ich auch garnicht verschönen. Dennoch ist es ein Ventil. Wenn die Politik nun hergeht, diese Ventile zu verbieten, steigt der Druck. Und irgendwann explodiert das ganze, weil keine Macht diesem Druck standhält – schon gar nicht auf Dauer. Man muß den Druck herausnehmen, indem man endlich die Menschen miteinbezieht, sie reden läßt, auch wenn sie viel Mist reden. Man muß endlich einen gesellschaftlichen Diskurs suchen, miteinander reden, statt unsere Gesellschaft in 2 Lager aufzuspalten, die dann aufeinander losgehen. Auch hier wären die verantwortlichen Machthaber einmal mehr fein raus: Sie hätten ihre Ruhe, wenn die beiden Lager mit sich beschäftigt sind. Wenn man so will ist das eine abartige Variante von „Brot und Spiele“.
A propos: Morgen will der Bundestag ein abartiges Gesetz verabschieden, das all unsere Bewegungsprofile, Internetverbindungen, etc. speichert – und obendrauf noch die Pressefreiheit behindert: Vorratsdatenspeicherung 2.0. Zeitgleich verlaufen NSU-Ausschuß und das NS-AUA im Sand. Und da frage ich mich: Wo ist da der Rechtsstaat und: Warum lassen wir das zu?

Der fällige offene Brief VOR der Abstimmung…

….über die Vorratsdatenspeicherung im Budestag am Freitag.

Sehr geehrte Bundestagsabgeordneten

Am kommenden Freitag findet im Bundestag die Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung statt. Das finde ich nach dem Kippen eben solcher Überwachungsmethoden seitens des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshof für skandalös – und gefährlich. Stimmen Sie für dieses Vorhaben, machen Sie sich mitschuldig am zukünftigen Abbau unserer Demokratie, Freiheit, wozu in diesem Fall auch die Pressefreiheit gehört. Sie sägen mit einem „Ja“ wichtige Kontrollinstrumente einfach ab. Ich weise Sie außerdem darauf hin, daß selbst die Bundesregierung keine Notwendigkeit beweisen kann, dieses Gesetz einzuführen. Falls sie also mit „Ja“ stimmen, verlange ich von Ihnen eine Erklärung, weshalb Sie so gestimmt haben, ich denke, das ist mein gutes Recht, wenn Sie das Grundrecht (aus meiner Sicht) willentlich und wissentlich beugen bzw. brechen – denn etwas anderes ist es nicht!

Ich möchte in diesem Brief ganz besonders Dorothee Bär ansprechen. Ich habe mitbekommen, daß sie sich kürzlich mit der Gruppe „CSUnet“ in München getroffen haben. Das ist – so wie ich das bisher mitbekommen habe – eine Gruppe innerhalb der CSU, die sich tiefer mit IT-Themen, Internet, etc. befaßt, sozusagen eine Art „Expertengruppe“ innerhalb der CSU bei diesem Thema ist. Diese Gruppe sprach sich am 18. Juni diesen Jahres deutlich gegen die Vorratsdatenspeicherung aus. Frau Bär, wie werden Sie abstimmen? Werden Sie ihrer eigenen Partei-Expertengruppe folgen und nach Fakten entscheiden, oder beugen Sie sich dem Druck derer, die politisch um jeden Preis dieses Gesetz durchdrücken möchte?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Popp

Die deutsche Politik scheint mir ratlos…

…oder sie denkt in alternativlosen Bahnen. Irgendwie lese ich seit Jahren, daß sich die Poilitik darüber beklagt, daß es in Europa (oder Deutschland) keinen großen Konzern à la Micro$oft oder Google gibt. Allesamt sind US-amerikanisch und diktieren quasi „den Markt“, der ja alles von selbst regeln soll (haha!). Die Politk scheint immernoch in den Bahnen zu denken, daß man in Europa einen großen Konzern braucht, der Google & Co etwas entgegenstellt, eine Konkurrenz darstellt. Das ist in meinen Augen altbacken und selbst die derzeit führenden Konzerne lagern immer mehr auf Open Source aus, egal, ob Mircro$ofts .net oder Google Android – beides ist heute im Grunde quelloffen. Nur Apple ist (noch?) ein weitgehend in sich geschlossenes propritäres System, auch wenn dessen MacOsX nach eigenen Angaben ein „vollwertiges Unix“ ist.
Die Europäische Antwort auf jene US-Konzerne kann nur Open Source heißen und so heißt sie auch. „Wir“ Europäer haben Linux und man sieht schon an seltsam gelenkter Politik, daß die US-Konzerne Schiß davor haben, daß es sich noch weiter durchsetzt (in meinen Augen ist das letztlich ein Angriff auf quelloffene Lösungen, der allein im Interesse propritärer Anbieter ist!). Auch der Angriff auf LiMux, der Migration der Münchner Verwaltung von Windows auf Linux, der ohne echte Fakten geschieht, sagt mir, daß irgendwo Lobbyisten sitzen, die unseren Vertretern einfach Scheiße erzählen – die auch noch geglaubt wird, vielleicht sogar gegen einen Obulus (Schmiergeld), aber beweisen kann ich das freilich nicht.


Wahrscheinlich sagen die Konzern-Lobbyisten, daß man mit Open Source kein Geld verdienen kann und vielleicht flüstern sie unseren Vertetern ein, daß Open Source unsicher ist, weil es ja offen, also, für jeden einsehbar ist. Tatsächlich hat Open Source einfach keine große Lobby, aber das war’s dann auch schon und unsere Politiker sollten sich an der Stelle ganz genau fragen, wen sie vertreten. Warum lagert Micro$oft sonst sein ganzes .net aus? Weil es damit besser von vielen Leuten gepflegt wird – damit besser funktioniert und obendrein noch auf mehr Plattformen läuft.
Mit Open Source kann man sehr wohl Geld verdienen, nur eben nicht mit Patenten (irrwitzig, wenn man überlegt, daß Micro$oft mal versucht hat, sich den Prozentbalken patentieren zu lassen…), sondern mit Dienstleistung, also ganz normaler Arbeit. Und ja, das ist total unamerikanisch, jedenfalls macht mir das den Eindruck.
Natürlich würde mit Open Source der Datenschutz auch besser funktionieren, weil der normale Benutzer damit Werkzeuge in die Hand bekäme, die auch funktionieren und eben keine vorprogrammierte und -gekaute „Black Box“, von der man nich weiß/nachvollziehen kann, was sie noch so alles unbemerkt „nach Hause“ funkt. Will die Politik das etwa deshalb nicht, um den Geheimdiensten leichter den Zugang zu „unseren“ (haha! Wir haben sie zwar gekauft, aber…) Geräten zu ermöglichen? Uih, spätestens jetzt wird mir die Politik sagen, daß ich einer Verschwörungstheorie aufliege, wobei… nein, eigentlich nicht, ich denke nur konsequent das weiter, was ich bisher so alles über NSA, Android, Micro$oft & Co gelesen habe, nur die Politik scheint ihre Augen genau davor zu verschließen und wirft denen vor, die dabei klaren Verstand zu behalten scheinen vor, „Verschwörungstheoretiker“ zu sein – übrigens sagte man mir das damals auch, als ich berichtete, daß Windows seit der Version 95b einen sog. „NSA-Key“ enthält… 🙂
Also, liebe Politiker, wenn Sie weiter an Open Source herumsägen, sägen sie damit die Chance ab, in Europa eine echte Alternative zum US-amerikanischen Konzernsystem zu etablieren und ermöglichen eben jenen Konzernen, deren Macht Sie oft so kritisieren, noch fester Fuß in Europa zu fassen. Bedenken Sie das!

Wieder in Schritt in Richtung „Konzern-DDR“

Irgendwie bietet ja der Heise-Verlag immerwieder Themen, die anderswo gar nicht behandelt werden. Offenbar juckt es auch keinen. Ich habe bei mir mehrere Router stehen, auf denen DD-WRT läuft. Es läuft flüssiger und besser als die Firmware, die orginal draufgespielt wurde und bietet zusätzlich noch ein paar Gimmicks, die ganz nett sind. Abgesehen davon sind laufen diese Router sicherer, weil es oft schnellere Updates bei Sicherheitslücken gibt als bei anderen Routern, deren Hersteller sich oft gar nicht um die Sicherheit es Kunden scheren.
Ich benutze seit 1996 Linux und fragte mich von Anfang an, wo wir da in unserem Land „Marktwirtschaft“ haben. Marktwirtschaft heißt für mich, daß sich die Produkte durchsetzen, die billger und besser sind. Jeder IT-ler, der nicht von Micro$oft & Co bezahlt wird, wird mir übereinstimmen, daß da Linux als Betriebssystem Windows schon immer um Längen voraus war (im Handling war das früher anders, hat sich aber nun auch massiv gändert). Linux setzte sich aber nicht (auf Desktops) durch, einfach, weil Micro$oft seine „Marktmacht“ genutzt hat und aktiv verhinderte, daß es Software (inkl. Treiber) für Linux gibt.
Nun setzt sich Linux langsam aber stetig doch immer mehr durch und *schwupps* schon reagiert die Polktik: Open Source Treiber für WLAN-Chips sollen defacto verboten werden. So verstehe ich jedenfalls diesen Artikel.
Die EU schießt sich einmal mehr im Softwarebereich ins Knie und jeder Politiker, der anmahnt, daß wir keinen europäischen Softwarekonzern haben, sei gesagt, daß er ohne klare Position gegen diese bescheuerte EU-Richtlinie eben jene US-Konzerne stärkt, denen es nutzt: Apple, Micro$oft und Google. Ja, wir Europäer haben keinen großen Softwarekonzern, wir haben aber was viel besseres: Ein Open Source Betriebssystem, das ohne Softwarepatente auskommt und in Vergangenheit gezeigt hat, sicherer zu sein als alle Konkurrenten. Das nimmt die Politik aber nicht wahr – oder sie darf und/oder will es nicht wahrhaben.
Falls diese Richtlinie wirklich so durchgezogen wird, wie in diesem Artikel angedroht, laufen meine Wlan-Geräte, und zwar alle, die ich benutze, illegal..? Linux bzw. Open Source wird hinterhältig weiter geschädigt, ja, ausgeknipst.
Wenn ein solcher Unsinn (ich frage mich immernoch, wozu das überhaupt reguliert werden muß?) beschlossen wird, muß ich mich fragen, wem es nützt: US-Konzerne und dann müssen sich die dafür verantwortlichen Politiker (Liebe Medien, ich hätte dazu mal Namen recherchiert bekommen, achne, das könnte ja im #Landesverrat enden?) erklären, wieso sie das getan haben, am besten noch mit einem transparenten Nebeneinkünstenachweis dazu.
Hier wird Markt bereinigt und der Wettbewerb wird eingeschränkt. Schritt für Schritt geht unsere Politik immer mehr in diese Richtung, das hier ist nur ein Schritt von vielen. Am Ende werden die Märkte unter Konzernen aufgeteilt und Wettbewerb findet nicht mehr statt. Wollen wir das? Will das die Politik? Ist das euer Ernst?