Die enge Pforte

Mir kommt in den letzten Tagen immerwieder der Bibelvers aus Matthäus 7,13 in den Sinn. Da heißt es: „Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen.“
Ja, mir ist bewußt, daß man vieles „vergeistlichen“ und somit verteufeln kann, was im Grunde erstmal garnichts mit Gott und seinem Wort zu tun hat. Meist sind es kulturelle Dinge, die dann vergeistlicht-verteufelt werden, wie zB der Spruch „Rock’n’Roll ist vom Teufel“, der – Gott sei Dank – inzwischen doch einigermaßen der Vergangenheit angehört (voralllem, weil er in meinen Augen Blödsinn ist).
Dennoch kommt mit die Gesellschaft, die Menschenmasssen schon ziemlich manipuliert vor – und sie lassen es ja auch mit sich machen. Der technische Fortschritt wird dabei in keinster Weise hinterfragt und so werden unhinterfragt Techniken benutzt, deren Ausmaße nicht faßbar sind. Noch nicht.
Mir geht es dabei in erster Linie um den Datenschutz. Der wird zwar an vielen Stellen hochgehalten (was auch gut ist), aber an immer mehr Stellen ist er den Menschen im Grunde scheißegal. Vorallem junge Menschen wollen ein Smartphone haben, mit denen sie Whatsapp & Co benutzen wollen. Ungeachtet, was das Ding danach über den Besitzer „nach Hause funkt“. Ja, theoretisch weiß es jeder, zB Whatsapp macht daraus auch keinen Hehl – und trotzdem viel Geld mit der Methode oder dem „Geschäftsmodell„. Mir kommt es als „Außenstehender“ vor wie großer Datenklau. (Auch) Die Cloud klaut Daten. Und dabei ist es völlig egal, wer das tut.
Ich höre immerwieder dieses „Was wollen sie bei mir schon finden, ich hab doch nix zu verbergen“. Wenn ich zB im Adreßbuch eines Smartphones stehe, auf dem Whatsapp läuft, werden so auch meine Daten mitübertragen. Ich will das nicht, mich stört das und ja, da stelle ich mich auch an! Es gibt inzwischen sogar ein Gerichtsurteil, das genau das verbietet und Whatsapps Geschäftsmodell als illegal bezeichnet.
Immerhin: Viele meiner Freunde gingen von Whatsapp weg und benutzen das zumindest clientseitig quelloffene Telegram, das ich meistens über meinen Jabber-Transport nutze. Ja, da weiß ich zwar auch nicht, was von dem, was ich übermittel, gespeichert wird, aber immerhin läuft da nix drauf, was in meinem Gerät herumschnüffelt und „nach Hause funkt“.
Dennoch: Die breite Masse benutzt unbeirrt Whatsapp, Snapchat, also irgendwelche Chatsysteme, die einfach zu installieren, „kostenlos“ und eben „hipp“ sind. Gerade Teenager werden davon angesprochen – und in meinen Augen ausgenutzt. Nicht selten kommt da noch hinzu, daß sie meist abgelegte, alte und damit softwaremäßig unsichere Smartphones von ihren Eltern oder älteren Geschwistern benutzen. Es ist in meinen Augen jener „breite Weg“, den die Bibel hier beschreibt. Breit, weil es so einfach und bequem ist, breit, weil es „alle“ so machen. Aber ich denke, es ist falsch.
Wer Datenschutz wirklich ernstnimmt, müßte eigentlich diverse Dienste schlichtweg nicht benutzen und ignorieren. Ich glaube, es geht nicht anders, auch wenn es bei jenen Apps um 3. Untermenü hinten links ein „Häkchen“ gibt, das den Datenschutz aktiviert und in Social Medias als „Trick“ verkauft wird. An diese Tricks glaube ich nicht, denn man hat es mit einer „Black Box“ zu tun, von der man nicht weiß, was sie außer dem, was man nutzt, noch so alles ausspioniert und auf einschlägigen Servern speichert. Der ach-so-tricksige Haken könnte also theoretisch garnix bewirken.
Ich gehe sogar so weit, daß ich „Mainstream“ Closed Source Smartphones (Also orginal Firmwares) nicht vertraue. Gerade Chinesische „Billig“-Smartphones haben Apps vorinstalliert, die man nicht löschen kann und eben alles mögliche wegfunken. Für Samsung, Apple & Co lege ich meine Hand jedenfalls nicht ins Feuer, nach Snowden schon garnicht.
Was bleibt? Entweder ein Smartphone ohne Google-Dienste und LineageOS (=Open Source Android), oder man vertraut auf Jollas SailfishOS, das wegen Lizenzgeschichten auch nur zum Teil quelloffen ist. Letzteres gefällt mir sehr gut, vorallem, weil es ein richtiges, echtes Linux ist. Es hat jedoch auch seine Macken, keine Frage, dennoch habe ich die letzten fast 3 Jahre gemerkt, daß sich Jolla viel Mühe mit Upgrades gibt. Das Gerät meiner Frau bekam sicher 5, gefühlt eher 10 Systemupgrades, die einfach so durchliefen und funktionierten. Dennoch: Es ist kein Androide, es ist anders, obwohl man auf den nativen SailfishOS-Geräten auch Android-Apps laufen lassen kann, die dann eben in einer „Sandbox“ laufen und bei denen das SailfishOS aufpaßt, daß sie nix wegschnüffeln.
Für mein Sailfish-OS-Gerät gibt es gar keine Android-Umgebung, da es kein natives SailfishOS-Gerät ist. Ich kann darauf leicht verzichten und bin zufrieden. Dennoch ist es gefühlt schon der „schmale Weg“, die „enge Pforte“, weil man so vieles zu verpassen scheint. Aber der Preis dafür ist mir schlichtweg zu hoch, denn ich will keine Wanze mit mir rumschleppen, die auch noch meine Geo-Daten abschürfen. Das verstößt für mein Gefühl schon gegen Artikel 1 unseres Grundgesetzes: Es entbehrt jeglicher Würde und stempelt jeden, der das benutzt, zu einem Konsumäffchen ab. Die Jugend scheint da schon besonders gut gedrillt zu sein.
Was könnte man mit den Daten anstellen? Gerade als junger Mensch wird man so gläsern wie sonstwas. Einkäufe, Geldflüsse, Aufenthaltsorte werden, sagen wir mal vereinfacht, in ein Verzeichnis auf irgendeinem Server abgespeichert. Über Jahre. Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche, Fitnesstudios, Spielhöllen, Diskotheken, alles wird aufgezeichnet. Im Grunde erstmal nichts schlimmes. Und doch reicht eine falsche Auswertung aus. Du gehst oft zum Orthopäden und hast ein Problem? *Zack* kriegst du Werbung. Auch noch nicht schlimm. Dann willst du dich aber später bewerben und der zuständige Personalheini kauft einfach mal einen Blick in eben „dein Verzeichnis“, das du übrigens selbst nicht kennst. Mit einer fertigen, möglicherweise falschen Auswertung. Danach bist du spielsüchtig (Spielhölle), krank (Arztbesuche) und damit wirst du „komischerweise“ ständig abgelehnt. Man stellt sicherheitshalber jemanden ein, der eine vermeintlich saubere Weste hat. Sozialer Abstieg ist dabei vorprogrammiert. Das wäre in etwa ein Szenario, das ich für durchaus denkbar halte. Dann geht es nicht mehr um Leistung oder Qualifikation, sondern darum, wie du drauf bist und das wird daran gemessen, was alles von dir gespeichert wird.

Murx und Wirkung

Am Anfang schuf der Mensch die Hard-, dann die Software und er erkannte, daß es nicht perfekt war. Doch er baute weiter und es wurde bunt. Die Menschen erfreuten sich der bunten Bilder und Sequenzen, denn sie liebten das Zocken.
Doch es kostete Geld und das Geld wanderte zu den Leuten, die aus dem Geld noch mehr, ja, vielmehr Geld machen wollten. Die Menschen nickten es ab und gaben das Geld, um noch mehr bunte Bilder und Sequenzen haben zu können.
Doch die Leute, die danach das Geld hatten, nahmen es und kauften den Markt, so daß die Menschen fast nur noch ein Betriebssystem benutzten. Fehlende Bausteine des Systems wurden mit Geld einfach eingekauft und wie Bausteine eingebaut. Doch der Mörtel war Murx und bröckelte, manche PC-Systeme stürzen daraufhin ab, bzw. ein und die Menschen mußten es neu installieren. Der Hersteller war zufrieden und befand, daß sein Werk für sich gut war. Die Menschen jedoch ächzten, denn das Betriebssystem hatte noch einen DOS-Kern und gab nur vor, echt multitaskingfähig zu sein.
Doch der Hersteller bediente sich eines anderes Betriebssysetems, das er dann weiterführte. DOS war tot, aber keiner trauerte ihm eine Träne nach, denn das „neue“ System war stabiler, hatte aber immernoch viele viele Fehler.
Es kamen Machtmenschen hinzu, die sich dieser Fehler bedienten, ausforschten und ebenfalls auf unsicheren Systemen ablegten, um viele User auszuspionieren und auf deren PCs zuzugreifen. Denn der „Mörtel“ des neuen Systems war auch nicht gut, es reichte vielleicht gerade so, daß das „Bauwerk“ nicht von selbst in sich zusammenstürzte. Doch die Computer wurden vernetzt und konnten sich so austauschen, es wirkten nun weitaus größere Kräfte am „Bauwerk“, den die User versuchten, mit Virenscannern beizukommen, doch es half mehr schlecht als recht.
Böse kriminelle Machtmenschen griffen nun auf die Fehlerliste der vermeintlich „guten“ Machtmenschen zu und vollführten ein Feuerwerk, um möglichst viele Computer lahmzulegen. Die Menschen erkannten lange nicht, wie abhängig sie sich von einem Computer und einem Betriebbsystem gemacht haben und spürten vielleicht zum ersten Mal, welche Macht wenige Menschen und ein Konzern über sie hat.

Aus der Reihe: BWL-Unfug in Technikgeräten.

Wenn ich mich über etwas ärgere, dann über konstruktiv gewolltes Versagen von Geräten nach relativ kurzer Zeit. Seit ein paar Jahren haben wir „Ting-Stifte“ im Haus. Das sind so Hör-Stifte, mit denen Kinder über ein dafür gemachtes Buch fahren und sich Sachen dazu anhören können.
Konstruktiv sind die Dinger im Grunde ein kleiner Computer mit einem Lesekopf und einem „Betriebssystem“ auf einer Micro-SD-Karte. Das ganze ist natürlich verpreßt und verklebt. Bis auf die Micro-SD-Karte selbst. Die steckt unverankert im Stift. Wenn nun Kinder damit spielen, kommt es natürlich vor, daß so ein Stift auch mal runterfällt. Die Karte lockert sich und bewegt sich Stoß für Stoß weg. Ergebnis: Stift geht nicht mehr. Ich weiß nicht wieviele Stifte wie genau deshalb schon zurückgegeben haben, doch irgendwann ist die Garantie vorbei und dann muß man selbst Hand anlegen.
Zunächst habe ich den Stift mit einem Teppichmesser geöffnet. Ich habe dazu einen Beitrag bei funtech.org gefunden, der sehr schön die Sachlage und Reparatur erklärt. So ähnlich habe ich das auch gemacht. Bei mir ist dabei jedoch der Stecker des Akku zerbröselt, sodaß ich den Akku nur mit feiner Lötspitze, Lupe und Pinzette wieder drangekriegt habe. Ergebnis: Ting-Stift geht wieder! Allerdings schaut er nun etwas rampuniert aus.
Jetzt mal echt ehrlich: Hätte man diese Micro-SD-Karte gleich reingeklebt, wäre das nicht passiert. Da war ein BWL-Fuzzi am Werk, der einmal mehr Geld sparen wollte.
Da ich Linux nutze und mich schon früher mit dem Tingstift softwaremäßig befaßt, und dazu ein Shell-Script geschrieben hatte, schaute ich mich da nochmal um und fand ein Pythonscript von „Kurzhaardackel“ im Ubuntu-Forum, das ich noch etwas verbessert habe: https://github.com/HoSnoopy/ting

Aussenpolitik.

Im Grunde ist es einfach, die Lage in der Türkei einzuschätzen. Gerade wer nüchtern bis 3 zählen kann und im Geschichtsunterricht aufgepaßt hat, sollte erkennen, daß der „Putsch“ vom Führer Erdogan inszeniert wurde, um danach das Land politisch zu säubern. Ich ziehe da eine enge Parallele zum Röhm-Putsch 1934 in Deutschland.
Was nun in der Türkei als nächstes kommt, ist der Umbau von einem Rechts- zu einem Unrechtsstaat. Schon jetzt wurden ettliche mögliche Gegner Erdogans entlassen, nun arbeitet er aktiv daran, die Todesstrafe (wieder) einzuführen, um seine Gegner entgültig unschädlich zu machen. Also es wird auf eine Art Reichsermächtigungsgesetz hinauslaufen.
Wenn der türkische Führer nun innenpolitisch „fertig“ ist, wird er außenpolitisch aktiv werden. Das bedeutet, er wird einen Krieg anzetteln, dessen Beginn natürlich nicht Erdogan bzw. die Türken, sondern „die anderen“ angefangen haben.
Meine Güte, so schwer ist das doch nun wirklich nicht!

Ziemlich arm…

Ich bin kein Freund der AfD, aber ich bin ein Freund von Pluralismus und einer, der gerne Probleme durch Diskussion ausgefochten sieht. Das geht eben nur, wenn man sich mit einer anderen Meinung auseinandersetzt. Stattdessen wird die andere Meinung einfach versuchsweise insofern mundtot gemacht, daß man sich nicht mit ihr auseinandersetzt oder setzen will.
Die SPD und die CDU hat in Rheinland-Pfalz die sog. „Elefantenrunde“ abgesagt. Die SPD, um sich nicht mit der AfD auseinanderzusetzen und die CDU, weil die SPD nicht erscheinen möchte. Ich finde das arm und absurd und es zeugt in meinen Augen gerade jetzt von einer Unfähigkeit zur Diskussion und zum Abwürgen von Pluralismus.
In diesen Tagen wären Verantwortliche mit Arsch in der Hose gefragt, die sich der AfD stellen, die sie mit ARGUMENTEN entlarven. Anscheinend ist das nicht gewünscht. Das Mantra „Die AfD ist böse“ wird so nicht funktionieren und das, was gerade abgeht, spielt ihr in die Hände. Herzlichen Glückwunsch.
Es zeugt von einer ungeheuren politischen Unfähigkeit, wenn man sich dieser Diskussion entzieht, denn es ist Wasser auf den Mühlen der AfD, die sich nun garnicht argumentativ stellen muß, sondern einfach so weitermachen kann wie bisher.

Liebe Firma Brother….

…. ich hatte bisher keine Probleme mit Ihren Linuxtreibern. Sie liefen erstaunlich einfach und gut. Daher hatte ich zunächst auch keine Bauchschmerzen, als mein Schwiegervater (der Linux benutzt) fragte, ob er das von Ihnen angebotene Kombigerät „MFC-8510DN“ kaufen kann, oder nicht. Ich riet ihm dazu, auch, weil ich schnell einen (passenden) Treiber auf Ihrer Webseite fand. Löblich, daß diese Treiber als deb und rpm zum Download bereitstehen (schade, daß es keine armhf-Dateien gibt).
Nun habe ich die Treiber installiert und der Scanner lief auch auf Anhieb. Ebenfalls muß ich loben, daß sie die schon vorhandene SANE-Schnittstelle nutzen.
Doch der Druckertreiber lieferte nur ein „filter failed“. Ich habe es auf 32- und 64-Bit-Systemen (alle mit Debian 8.2/“Jessie“) ausprobiert, überall dasselbe Problem. Nach etwas Suchen fand ich heraus, daß der von Ihnen angebotene Treiber einen (symbolic) Link ins leere generiert hatte. Ihr Treiber ist also erstmal Murx.
Ein Franzose hatte wohl dasselbe Problem und stellt gefixte scripte bereit. Die habe ich, ehrlichgesagt, auch nicht ganz verstanden, ab er mit dessen Hilfe konnte ich den Drucker zum Laufen bringen.
Ich bitte Sie, dieses nachzubessern.

Buchempfehlung: „Der Sieg des Kapitals“ :)

Nun habe ich doch mal ein Buch gelesen, das Highlund mir empfohlen hat. Man lese und staune! 😀
Erstmal: Kapital ist nicht zwingend Geld, sondern eine Steigerung der Produktivität. Also: Kapital wird investiert, um die Produktivität zu steigern.
Ich kann nur sagen, daß das Buch einleuchtend und oft auf Basis von Geschichtswissen den Kapitalismus erklärt. Zudem entwirrt es Begriffe, die oft damit verbunden werden, die jedoch bei Licht betrachtet eigentlich eine Lüge darstellen.
Dazu gehört zB, daß man im Kapitalismus, anders als im Sozialismus, eine freie Marktwirtschaft hat. Das ist in weiten Bereichen eine glatte Lüge, Ulrike Herrmann beschreibt es eher als „kapitalistische Planwirtschaft“ – zurecht, bedenkt man, daß knapp 2/3 der Wertschöpfung in den westlichen Ländern auf <1% aller Firmen geht. Das heißt im Umkehrschluß: Für ca. 1/3 der Wirtschaft existiert Marktwirtschaft, für 2/3 eben nicht. Entsprechend fließt eben auch das Geld und die Botschaft ist klar: Leistung lohnt sich nicht, bzw. (weit) weniger als Seilschaften und das knalle ich nun jedem an den Kopf, der mir was von "Marktwirtschaft" erzählen will. Das erklärt im Übrigen auch für mich, wieso sich das miese Micro$oft Windows gegenüber anderen "Konkurrenten" durchgesetzt hatte: Weil es nie einen fairen Wettbewerb gab, ich würde es eher als "Kapitalistische Planwirtschaft" eintüten: Mit Geld kauft man eben Markt(macht), fertig, das ist Kapitalismus und wer dabei von einem Wettbewerb spricht, heuchelt ihn allenfalls vor, der findet, wenn, in Nischen statt. Als nächstes wurden die Bankenkrisen erklärt, die sich wiederholen. Sehr schön dabei die Erklärung, wie sich Bänkster selbst "Geld machen". In meinen Worten ist es so als würden sie Scheiße bunt einpacken und immerwieder neu verpacken und diese Scheiße gegen Geld den Kunden andrehen. Die Kunden wissen erst zu spät, daß es Scheiße ist. Das gilt für Anlagen wie eben auch für die sog. "Kapitalgedeckte Rente": Es ist Betrug, denn es gibt eben keine Zinsen mehr für risikolose oder -arme Anlagen. Erklärt wurde auch, daß Kapitalismus nur in Verbindung mit dem Staat fuinktioniert. Das sieht man bei der Bankenkrise 2008 deutlich: Ohne den Staat wären Banken zusammengekracht, reihenweise, wie eben 1929. Der Staat stützte die Banken und griff ein, da war er bei den Bänkstern gerne gesehen, während er oft "zu regulierend" eingreift. Oder anders gesagt: Gewinne (Boni) sollen privatisiert und Kosten (Schulden) sozialisiert werden. Auch hier ist es eine Umverteilung von unten nach oben, oder anders gesagt: Betrug soll einfach von Staatswegen leichter gemacht werden. Ulrike Herrmann sagt auch, daß man Betriebswirtschaftslehre nicht mit Volkswirtschaftslehre verwechseln darf, was heute oft geschieht. Das habe ich ehrlichgesagt nicht ganz verstanden. Daß die EZB heute "Geld druckt", findet sie sogar gut, denn sonst würden wir in eine Deflationskrise (1929) stürzen. Nach ihrer Meinung hätte jedoch der Mindestlohn mindestens 10€/Stunde betragen müssen. Sie sagt aber auch das Ende es Kapitalismus voraus: Wenn die Rohstoffe am Ende sind, wird er nicht mehr funktionieren.

Man hört und sieht ja nur noch Flüchtlinge…

Ich bin normalerweise eher ein Mensch, der sich eine Sache lange anschaut, um sie dann hoffentlich besser einordnen zu können. Nun also auch etwas zum Thema Flüchtlinge. Aber nicht nur. Vieles gehört eben zusammen und kann man nicht trennen.
Ich denke, daß wir als (angeblich?) viertgrößter Waffenexporteur in der Welt die moralische Pflicht haben, die Flüchtlinge auch aufzunehmen. Gleichzeitig aber müssen wir den Grund der Flucht schnell eindämmen. Soviel zur Theorie.
Ich war anfangs erleichtert, daß so viele Freiwillige geholfen haben und noch heute helfen, die Flüchtlinge überhaupt unterzukommen. Jemand sagte dazu treffend, daß das Volk in Vorleistung gegangen ist und die Politik nun liefern muß. Das ist Wochen her. Und aus meiner Sicht hat die Politik, speziell die Bundespolitik, nicht geliefert. Das ist das eine, das andere ist, daß unsere Kanzlerin im Grunde per Ordere Mufti beschlossen hat, die Flüchtlinge ins Land zu lassen. Ich will die Entscheidung nicht negativ bewerten, defakto setzte sie sich aber über das Dublin-Abkommen hinweg. „Wir schaffen das!“, wurde eindringlich gesagt, aber wer wurde gefragt, ob wir es schaffen wollen? Wie gesagt, ich kritisiere diese Entscheidung bewußt nicht, möchte aber aufzeigen, was sie für einen Rattenschwanz hinter sich herzieht.
Es ist diese Einzelentscheidung, die mich stört, es fand und findet bis heute keine echte Diskussion darüber statt, ob wir das überhaupt wollen, als würden wir wollen müssen. Kritiker dieser Entscheidung werden von Politik und Medien sofort in die Rechte Ecke gestellt und auf Facebook soll nun eine Zensur eingeführt werden. Komisch, hatten wir das nicht schonmal in Deutschland? Im Osten bis 1990? Wollen wir das wieder? Ja, es gibt genügend Hetze vom rechten Rand, schlimm genug, daß sie von zuvielen ernstgenommen wird, schlimm genug, daß diese kleinen Wortfeuer gerade in Gefahr laufen, einen Flächenbrand zu entzünden. Brenn-, nein Zündstoff ist ja genug da und das sind bei weitem nicht die Flüchtlinge, die sind nur der Funke, der diesen Zündstoff zu entzünden droht. Der Zündstoff ist vielmehr jene Entscheidungen gegen das Volk wie TTIP, wie die Vorratsdatenspeicherung, wie viele viele „Gesetze“, die der „Scheiß EU“ zugeschrieben werden, in Wirklichkeit aber zB von deutschen Lebensmittelketten herrühren (die vielzitierte EU-Banane zB), der NSU-Ausschuß führt genauso ins leeere wie der NSAUA (ich bin dabei oft versucht, es „NS-AUA“ zu nennen, der BND hat, wie ich finde, einen extremen Nazi-Geist, aber darum geht es mir hier nicht).
Ich weiß nicht, ob es typisch deutsch oder einfach menschlich ist, daß die vermeintlich stäkeren auf die schwächeren einprügeln, zunächst mit Worten, dann auch mit Taten, äh, Brandanschlägen. Ich finde es extrem feige, wenn sich die Menschen nicht den eigentlichen Problemen (Politik, Machthaber) stellen, sondern auf schwächere Flüchtlinge einprügeln.
Und dann schimpfen sie auf die „Lügenpresse“, die, das muß man leider auch sagen, ganz oft politisch gesteuert zu sein scheinen, vorallem, wenn ich mir die Springerpresse anschaue.
Die Menschen spüren, daß da was extrem faul ist und sie haben Schiß davor, weil sie etwas zu verlieren haben: Ihr Land. Ihr Land wird ihnen jedoch nicht von Flüchtlingen/Ausländern gestohlen, sondern von unseren eigenen Machthabern, die oft eng zu Konzernen kuscheln und sich zusätzliche Einnahmen sichern. Solange „die da unten“ mit sich beschäftigt sind, solange haben „die da oben“ eben ihre Ruhe. Das ist übrigens in meinen Augen genau das, das bei der Griechenlandkrise passierte: Die Medien beider Länder hetzten die Menschen gegenseitig auf, während Deutschland 160Mrd Euro an Steuerflucht verbuchen muß. 160Mrd€ Stuerflucht pro Jahr heißt: Deutschland wäre in grob 15 Jahren komplett schuldenfrei, Griechenland in 3 Jahren. Und da regen wir uns wegen 10Mrd € auf, die die Flüchtlinge kosten? Achso, ja, Steuerflucht begehen ja meist die „großen“, die „reichen“, die, an die man nicht rankommt, und der unterwürfige, feige Deutsche sagt dann einfach, daß man das nicht ändern kann. Nur: Wie lange noch?
Um Beim „Zündstoff“ zu bleiben: Gerade der Deutsche schimpft viel und gerne. Wenn er Wut hat, dann braucht er das als Ventil. Gerade zischt über eben diese Ventile eine Menge rechter Hetze ab. Das ist richtig und das will ich auch garnicht verschönen. Dennoch ist es ein Ventil. Wenn die Politik nun hergeht, diese Ventile zu verbieten, steigt der Druck. Und irgendwann explodiert das ganze, weil keine Macht diesem Druck standhält – schon gar nicht auf Dauer. Man muß den Druck herausnehmen, indem man endlich die Menschen miteinbezieht, sie reden läßt, auch wenn sie viel Mist reden. Man muß endlich einen gesellschaftlichen Diskurs suchen, miteinander reden, statt unsere Gesellschaft in 2 Lager aufzuspalten, die dann aufeinander losgehen. Auch hier wären die verantwortlichen Machthaber einmal mehr fein raus: Sie hätten ihre Ruhe, wenn die beiden Lager mit sich beschäftigt sind. Wenn man so will ist das eine abartige Variante von „Brot und Spiele“.
A propos: Morgen will der Bundestag ein abartiges Gesetz verabschieden, das all unsere Bewegungsprofile, Internetverbindungen, etc. speichert – und obendrauf noch die Pressefreiheit behindert: Vorratsdatenspeicherung 2.0. Zeitgleich verlaufen NSU-Ausschuß und das NS-AUA im Sand. Und da frage ich mich: Wo ist da der Rechtsstaat und: Warum lassen wir das zu?

Die deutsche Politik scheint mir ratlos…

…oder sie denkt in alternativlosen Bahnen. Irgendwie lese ich seit Jahren, daß sich die Poilitik darüber beklagt, daß es in Europa (oder Deutschland) keinen großen Konzern à la Micro$oft oder Google gibt. Allesamt sind US-amerikanisch und diktieren quasi „den Markt“, der ja alles von selbst regeln soll (haha!). Die Politk scheint immernoch in den Bahnen zu denken, daß man in Europa einen großen Konzern braucht, der Google & Co etwas entgegenstellt, eine Konkurrenz darstellt. Das ist in meinen Augen altbacken und selbst die derzeit führenden Konzerne lagern immer mehr auf Open Source aus, egal, ob Mircro$ofts .net oder Google Android – beides ist heute im Grunde quelloffen. Nur Apple ist (noch?) ein weitgehend in sich geschlossenes propritäres System, auch wenn dessen MacOsX nach eigenen Angaben ein „vollwertiges Unix“ ist.
Die Europäische Antwort auf jene US-Konzerne kann nur Open Source heißen und so heißt sie auch. „Wir“ Europäer haben Linux und man sieht schon an seltsam gelenkter Politik, daß die US-Konzerne Schiß davor haben, daß es sich noch weiter durchsetzt (in meinen Augen ist das letztlich ein Angriff auf quelloffene Lösungen, der allein im Interesse propritärer Anbieter ist!). Auch der Angriff auf LiMux, der Migration der Münchner Verwaltung von Windows auf Linux, der ohne echte Fakten geschieht, sagt mir, daß irgendwo Lobbyisten sitzen, die unseren Vertretern einfach Scheiße erzählen – die auch noch geglaubt wird, vielleicht sogar gegen einen Obulus (Schmiergeld), aber beweisen kann ich das freilich nicht.


Wahrscheinlich sagen die Konzern-Lobbyisten, daß man mit Open Source kein Geld verdienen kann und vielleicht flüstern sie unseren Vertetern ein, daß Open Source unsicher ist, weil es ja offen, also, für jeden einsehbar ist. Tatsächlich hat Open Source einfach keine große Lobby, aber das war’s dann auch schon und unsere Politiker sollten sich an der Stelle ganz genau fragen, wen sie vertreten. Warum lagert Micro$oft sonst sein ganzes .net aus? Weil es damit besser von vielen Leuten gepflegt wird – damit besser funktioniert und obendrein noch auf mehr Plattformen läuft.
Mit Open Source kann man sehr wohl Geld verdienen, nur eben nicht mit Patenten (irrwitzig, wenn man überlegt, daß Micro$oft mal versucht hat, sich den Prozentbalken patentieren zu lassen…), sondern mit Dienstleistung, also ganz normaler Arbeit. Und ja, das ist total unamerikanisch, jedenfalls macht mir das den Eindruck.
Natürlich würde mit Open Source der Datenschutz auch besser funktionieren, weil der normale Benutzer damit Werkzeuge in die Hand bekäme, die auch funktionieren und eben keine vorprogrammierte und -gekaute „Black Box“, von der man nich weiß/nachvollziehen kann, was sie noch so alles unbemerkt „nach Hause“ funkt. Will die Politik das etwa deshalb nicht, um den Geheimdiensten leichter den Zugang zu „unseren“ (haha! Wir haben sie zwar gekauft, aber…) Geräten zu ermöglichen? Uih, spätestens jetzt wird mir die Politik sagen, daß ich einer Verschwörungstheorie aufliege, wobei… nein, eigentlich nicht, ich denke nur konsequent das weiter, was ich bisher so alles über NSA, Android, Micro$oft & Co gelesen habe, nur die Politik scheint ihre Augen genau davor zu verschließen und wirft denen vor, die dabei klaren Verstand zu behalten scheinen vor, „Verschwörungstheoretiker“ zu sein – übrigens sagte man mir das damals auch, als ich berichtete, daß Windows seit der Version 95b einen sog. „NSA-Key“ enthält… 🙂
Also, liebe Politiker, wenn Sie weiter an Open Source herumsägen, sägen sie damit die Chance ab, in Europa eine echte Alternative zum US-amerikanischen Konzernsystem zu etablieren und ermöglichen eben jenen Konzernen, deren Macht Sie oft so kritisieren, noch fester Fuß in Europa zu fassen. Bedenken Sie das!

Wieder in Schritt in Richtung „Konzern-DDR“

Irgendwie bietet ja der Heise-Verlag immerwieder Themen, die anderswo gar nicht behandelt werden. Offenbar juckt es auch keinen. Ich habe bei mir mehrere Router stehen, auf denen DD-WRT läuft. Es läuft flüssiger und besser als die Firmware, die orginal draufgespielt wurde und bietet zusätzlich noch ein paar Gimmicks, die ganz nett sind. Abgesehen davon sind laufen diese Router sicherer, weil es oft schnellere Updates bei Sicherheitslücken gibt als bei anderen Routern, deren Hersteller sich oft gar nicht um die Sicherheit es Kunden scheren.
Ich benutze seit 1996 Linux und fragte mich von Anfang an, wo wir da in unserem Land „Marktwirtschaft“ haben. Marktwirtschaft heißt für mich, daß sich die Produkte durchsetzen, die billger und besser sind. Jeder IT-ler, der nicht von Micro$oft & Co bezahlt wird, wird mir übereinstimmen, daß da Linux als Betriebssystem Windows schon immer um Längen voraus war (im Handling war das früher anders, hat sich aber nun auch massiv gändert). Linux setzte sich aber nicht (auf Desktops) durch, einfach, weil Micro$oft seine „Marktmacht“ genutzt hat und aktiv verhinderte, daß es Software (inkl. Treiber) für Linux gibt.
Nun setzt sich Linux langsam aber stetig doch immer mehr durch und *schwupps* schon reagiert die Polktik: Open Source Treiber für WLAN-Chips sollen defacto verboten werden. So verstehe ich jedenfalls diesen Artikel.
Die EU schießt sich einmal mehr im Softwarebereich ins Knie und jeder Politiker, der anmahnt, daß wir keinen europäischen Softwarekonzern haben, sei gesagt, daß er ohne klare Position gegen diese bescheuerte EU-Richtlinie eben jene US-Konzerne stärkt, denen es nutzt: Apple, Micro$oft und Google. Ja, wir Europäer haben keinen großen Softwarekonzern, wir haben aber was viel besseres: Ein Open Source Betriebssystem, das ohne Softwarepatente auskommt und in Vergangenheit gezeigt hat, sicherer zu sein als alle Konkurrenten. Das nimmt die Politik aber nicht wahr – oder sie darf und/oder will es nicht wahrhaben.
Falls diese Richtlinie wirklich so durchgezogen wird, wie in diesem Artikel angedroht, laufen meine Wlan-Geräte, und zwar alle, die ich benutze, illegal..? Linux bzw. Open Source wird hinterhältig weiter geschädigt, ja, ausgeknipst.
Wenn ein solcher Unsinn (ich frage mich immernoch, wozu das überhaupt reguliert werden muß?) beschlossen wird, muß ich mich fragen, wem es nützt: US-Konzerne und dann müssen sich die dafür verantwortlichen Politiker (Liebe Medien, ich hätte dazu mal Namen recherchiert bekommen, achne, das könnte ja im #Landesverrat enden?) erklären, wieso sie das getan haben, am besten noch mit einem transparenten Nebeneinkünstenachweis dazu.
Hier wird Markt bereinigt und der Wettbewerb wird eingeschränkt. Schritt für Schritt geht unsere Politik immer mehr in diese Richtung, das hier ist nur ein Schritt von vielen. Am Ende werden die Märkte unter Konzernen aufgeteilt und Wettbewerb findet nicht mehr statt. Wollen wir das? Will das die Politik? Ist das euer Ernst?