Radfahrn…

Also es ist ja schon interessant, wieviel Aufmerksamkeit diese Dopinggeschichte macht, da gibts Sondersendungen auf ARD und ZDF und ein mords Terz und es ist die Rede vom „Radsport, der in Gefahr“ sein soll.

Dabei ist die Sache doch ganz klar: Es wurde gedoped und beschissen und die einzigen, die es wirklich trifft, sind die Radfahrer selbst. Und die sind selbst dran schuld. Der Rattenschwanz hintendran sind doch nur diverse Firmen und „Sportfunktionäre“, und letztlich eben das (Dumm)Volk, das sich brav für den (passiven) Radsport interessiert.

Warum, so frage ich mich, regen sie sich so drüber auf, wenn sie sich gleichzeitig die Rennen reinziehen und samit Angriffsfläche für Radsportsponsoren bieten?

Für mich ist klar, daß ich aktiv Radfahre und das aus purem Spritsparegoismus und daß mir die Rennprofis gestohlen bleiben können – sie interessieren mich halt nicht, von mir aus können sie sich dopen bis zum Umfallen.

Gleichzeitig finde ich aber auch interessant, daß es keine Sondersendungen zum Thema „Grundgesetzumbau a la Schäuble“ gibt. Interessiert das wirklich keinen oder was ist los? Oder soll das Interesse gedämpft werden? Oder abgelenkt?

Wahrscheinlich sind die Sender auch nix anderes als Radfahrer: Nach oben buckeln, nach unten treten.

Demokratie!?!

Laut Umfragen sind weit über 75% der Deutschen gegen Onlinedurchsuchungen am PC. Aber wie jetz Politiker das abwiegeln wollen, ist schon dreist. Für wie bescheuert halten die mich eigentlich?

In einem Interview sagte Dieter Wiefelspütz (SPD): „Es gibt auch auf der Festplatte des Computers ein Schlafzimmer, das niemanden etwas angeht, sofern auf dem Computer keine Kinderpornographie gespeichert ist.“

Der Satz ist schon bezeichnend. Also lieber Dieter: Wenn es ein solches „Schlafzimmer“ (in dem Intimsphäre gewährleistet ist?) wirklich geben sollte, woran ich sowieso nicht glaube, dann wüßten sie auch garnicht, daß es da Kinderpornos, so sehr ich auch dagegen bin, gibt.

Für mich stehen die Zeichen auch in der SPD zunehmend auf Sturm, und hey, bei der nächsten Demo bin ich dabei, des könnd ihr xing!

Endlich!

*smile*

Das ist das Bedienelement zum Umschalten auf Pöl/Diesel mit Füllanzeige des Pöltanks im Heck.
Elsbett_innen

So schauts jetzt im Motorraum aus

Elsbett_Motorraum

Und so im Kofferraum:

Poeltank

…und die ersten 20l habe ich schon verbrannt *g*

Geht sehr gut, nur die Dieselvorförderpumpe knackelt etwas *grins*

*juchuuh*

Werbung ;-)

So, liebe Autoindustrie, die ihr es nicht auf die Reihe bringt, ein sparsames Auto zu bauen. Eine relativ kleine Firma machts euch vor:

Loremo Loremo.

Verbrauch: 1,5 bzw. 2,7l auf 100km Diesel (je nach Ausführung).

Maximalgeschwindigkeit: 160km/h bzw. 220km/h

Preis: 10990€ bzw. 14990€

Und das made in Germany.

Einziges Manko: Es soll erst 2009 in Serie gehen. Bis dahin wirds vmtl. von den üblichen Wirtschaftskriminellen kaputtgemacht, so ähnlich wie seiner Zeit der Elsbettmotor…

Bequemlichkeit kotzt mich an.

Egal, wo ich in letzter Zeit hinschaue, hocken Leute, scheinbar die ganze Welt im Sumpf. Ich behaupte, im Sumpf der Bequemlichkeit. Ich fange mal bei der Politik an. Es ist keine Woche her, da wurde bekanntgegeben, daß bis 2050 die Nordpolarkappe weggeschmolzen ist. Schuld daran sind die CO2-Emissionen. Diese KÖNNTE man zB durch sparsamere Autos reduzieren. Und genau das WILL die Autoindustrie nicht. Es heißt da lapidar, daß der „Markt dafür nicht reif ist“. Und ich dachte, wir wären ein Innovationsland. Vergisses. Jetzt wollte die EU das mit Verordnungen aushebeln. „Gute Idee“, dachte ich mir, „is die EU ja doch zu was gut“ ;->. Naja was passiert? Wieder nix. Fehlanzeige. „Die Autoindustrie hat sich durchgesetzt“, heißt es. Neulich habe ich im Radio von einem KFZ-Meister gehört, der seinen Audi A2 so umgebaut hat, daß er mit 2l/100km PFLANZENÖL auskommt. Und ich denke nur „Hallo? Wieso geht sowas nicht in Serie?“. Das Volk macht da brav mit und bläßt ins Horn der Autoindustrie. Da geht man eher wegen hohen Spritpreisen, jedoch nicht wegen den Spritfressern auf die Straße. Es ist Bequemlichkeit. Man müßte dann ja auf so Schnickschnack wie ner Klimaanlage verzichten (diese hat der KFZ-Meister aus dem A2 entfernt, weil sie zu schwer ist und Sprit braucht). Das geht aber noch weiter. Viele Leute schimpfen auf die Autoindustrie, aber sobald es ans eigene Leder geht, machen sie nen Rückzieher. „Neeh, die 300€ für nen Pflanznölumbau sind mir zu teuer, das fahre ich ja niemals rein“, oder es wird argumentiert, daß man da noch nen mehr oder weniger sperrigen Tank, der sabbern könnte, im Kofferraum hat. Ich habe nichts dagegen, wenn man bewußt sagt „Ja, ich blase CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Luft und übernehme dafür die Verantwortung“, aber wer sagt das schon? Man versteckt sich lieber hinter der Pseudounwissenheit oder argumentiert, daß „es ja eh nix bringt, wenn einer das macht“.

Die Autoindustrie wiederum kommt mit dem Totschlagargument „Arbeitsplätze“. Liebe Leute! Ich denke, wenn man in Deutschland keinen Profit machen könnte, dann wären diese Arbeitsplätze sowieso schon längst weg. Ich denke, es sichert Arbeitsplätze, wenn man mal innovativ handelt und ENDLICH mal die Spritsparautos aus der Schublade holt.

Nein, stattdessen sollen lieber die guten alten KKWs am Netz bleiben. Wir sinds ja gewöhnt, es ist bequem. Man muß nix ändern.

Aber die Bequemlichkeit zieht sich bis auf „den kleinen Mann“ fort. Josha hat ja mal von Fair-Trade-Produkten gepostet und darüber gebloggt, inwieweit man Fair-Trade-Produkte überhaupt als Kindergroßziehender bezahlen kann. Ich finde es wichtig, daß man sich Gedanken darüber macht, was man von wem komsumiert.

Last but not least nerven mich öfter Menschen, deren „PC abgestürzt“ ist. Mittlerweile sag ich nur noch, daß sie es mal mit Linux versuchen sollten. In Zeiten von Ubuntu ist die Schwierigkeit nun wirklich kein Problem mehr. Nein, man ist ja Windows gewohnt, will keine Umstellung und kauft sich dann lieber einen neuen PC, weil der alte ja das neueste Windows nicht verträgt. Da wird also Geld
ausgegeben, das man auch woanders ausgeben könnte.

Sicher, ich bin auch hie und da bequem und da sicher nicht perfekt, dann bin ich aber dankbar für jeden tritt in den Hintern ;-).

Bequemlichkeit siegt anscheinend und vermutlich geht deswegen alles in Arsch. Jesus bleibt. Zum Glück!

Das Ende vom Kgr Bayern?

Ich war ja gestern schon etwas baff, als ich in den Nachrichten hörte, daß King Eddi im September abtritt. Ich, der ich über 29 Jahre in Bayern gelebt und noch nie CSU gewählt habe, empfand das bayerische System als nie wirklich demokratisch, obwohls nach außen freilich so aussieht. Die Partei hat immer Recht (*sing*) und als Oppositionsdenkender galt man sowieso als Rebell (vorallem wenn der Opa im Dorf noch im CSU-Vorstand war).

Ich erlebte die Ära Strauß, dann Streibl und, last but not least, Stoiber. Irgendwie schien alles alles prima von oben herab gergelt zu sein. Die CSU-Spitze bestimmte die neuen Kandidaten und das Volk wählte brav alles mit. In Bayern lief bisher doch alles – wie geschmiert ;-).
Doch was ist jetzt los? Demokratie innerhalb der CSU? Gibts das? Manche hielten das für einen schlechten Scherz, sowas hats ja noch nie gegeben, oder? Naja, vielleicht kommt jetzt durch die CSU-Demokratie das Ende des Kgr. Bayern und Bayern wird dann doch auch faktisch eine Republik? *Kopfkratz*

Seltsame Gedanken eines wirtschaftspolitischen Flüchlings in der hessischen Republik *G*