Digitalindustrie: Ihr habts verkackt!

Gerade in der Digitalwirtschaft erscheint mir das Wettbewerbsprinzip, das ja in unserem Wirtschaftssystem so großgeschrieben wird, für nichtig und es zeigt ein Gesicht des Kapitalismus, das eben Wettbewerb am liebsten abstellen würde. Der Kapitalist ist nicht an Wettbewerb interessiert, sondern schlicht und ergreifend nur an der effizientesten Vermehrung seines Kapitals. Dann wird eben notfalls Kapital in den Markt gesteckt, sodaß er so verzerrt wird, daß es keinen Wettbewerb mehr gibt. Paradebeispiel: Micro$oft, das mit schlechter Software einen Markt eroberte und seinen Wirtschaftsmachtbereich mit Kapital (also in dem Fall Geld) so erweiterte, daß von den Kunden noch mehr Geld erpreßt wurde. So sehe ich das.
Es „gewann“ also nicht das beste System, sondern das schlechteste, weil eben Kapital und (damit) Macht dahinter stand. Das war bis vor 20 Jahren auch noch nicht so ein großes Problem, denn die Rechner waren meistens offline.

Bis dahin ging es „nur“ um Geld und Marktmacht. Die Leute arrangierten sich mit einem Windows, das auf ihre Kisten oft mit allen möglichen unnützen und ausbremsenden Gadgets draufgerotzt wurde. In den 90ern war es u.a. normal, sein Windows alle halbe Jahre neu aufzusetzen. Absurd. 1999 entdeckte man bei einem Windows-Update einen wohl nicht gelöschten Kommentar. Der hieß „NSA-Key“. Ja, das war noch im letzten Jahrtausend! Es wurde rumorakelt, was das bedeuten soll und im Grunde ist es klar: Die NSA kann auf Windows-Systeme zugreifen. Eigentlich ist, spätestens seit Edward Snowden genau das bestätigte, klar, daß es nun nicht mehr nur im Geld und Macht geht, sondern um Würde. Die Würde eines jeden Kunden, der diese Produkte benutzt.

Spätestens seit Edward Snowden mißtraue ich jeglicher Software, die nicht quelloffen ist. Mit Ausnahmen: AVM (FRitz!Box) und SailfishOS (Jolla). Was diese beiden verbindet ist zumindest der Umstand, das deren Geräte über 7 Jahre (oder mehr) noch mit Updates versorgt werden. Und AVM zeigte, das sie auf Sicherheitslücken schnell reagieren können – und wollen! Das ist Kundenfreundlichkeit und schafft einfach Vertrauen. Das 2013 herausgekommene Jolla Smartphone, das inzwischen meine Tochter benutzt, bekommt bis heute System-Updates. Der größte Teil des Systems ist jedoch quelloffen. Doch es enthält eben auch propritäre Anteile.

Aber was geschieht abseits dieser „Nische“ ? Menschen kaufen sich ein Smartphone, vollgestopft mit geschlossener (propritärer) Software, die man nichtmal deinstallieren kann und bekommen vielleicht 2-3 Jahre noch Systemupdates vom Hersteller dafür. Sie kaufen sich also einen Computer, mit Kamera(s), Mikrofon(e), GPS-Empfänger, etc, der mit einer undurchsichtigen Software eines datengefräßigem, typisch kapitalistischem Konzerns betrieben wird. Da ist es eigentlich schon egal, ob das Google oder Apfel ist. Und dann installiert sich der Kunde auch noch Whatsapp vom Facebook-Konzern darauf, ebenfalls eine Kapitalistendatenkrake, die einen nachweislich Dreck auf ihre Kunden gibt, denn sie haben ja die Marktmacht, weils „jeder“ benutzt, weswegen „jeder“ zu deren Mist gezwungen wird, der mit denen kommunizieren will, die ebenfalls deren Dreck benutzen. Aber das ist deren Geschäftsmodell. Das gehört zum Wettbewerb.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, heißt es so schön in Artikel 1 Grundgesetz. Ist das wirklich so? Wenn ich mir vorstelle, daß Menschen sich milliardenfach deren Konzerne ausliefern, wird mir schlecht. In meinen Augen geben sie ihre Würde, ihren persönlichen Artikel 1 GG, bei jenen Konzernen ab. Für ein paar bunte Apps. Für „kostenlose“ Kommunikation oder „kostenlose“ Spiele. Ich habe zB die AGB von Whatsapp überflogen. Ergebnis: „Nein, das geht garnicht“. Es geht nicht. Sowas von garnicht. Und dankend sage ich diesem Konzern ins Gesicht: „Behaltet euern Scheiß!“ Meine Würde ist mir wichtiger als eure Software. Das gilt übrigens auch für die Google-Dienste, die im Mastodon so schön treffend „Goolag“ genannt werden. Die Google-Dienste sind auf nahezu jedem käuflichen Android-Smartphone erstmal fest installiert und können nicht gelöscht werden. Auch das ist in meinen Augen unwürdig, denn: Du darfst viel Geld für dein Smartphone ausgeben, es benutzen , aber (erstmal) nicht besitzen. Das gilt im Besonderen für Apple-Jünger.

Zähle ich das alles zusammen, kann ich zusammenfassend sagen, daß die Digitalindustrie es weitgegend verkackt hat. Sicherheitstechnisch, vom Verhalten gegenüber der Kunden bis hin zum Ausspähen. Schlimm ist, daß sich die meisten damit arrangieren. Dieses Arrangieren mit diesem System nervt mich, vorallem, weil der Staat feststellt, daß es die meisten Bürger ja willfährig tun – und damit ebenfalls Datenansprüche stellt. Damit werde ich in einen Topf mit den (gefühlt?) 99% der normalem Kunden geworfen. Das kotzt mich an. Es ist sicher nicht ganz vergleichbar, aber in meinen Augen geschieht da Unrecht, das normal geworden ist und mit dem sich die meisten eben arrangieren. Nein, man wird nicht eingesperrt, wenn man etwas dagegen sagt oder sich diesem System entzieht (wie auch immer geartet). Aber man wird eben ausgegrenzt und schon schief angesehen, wenn man das Grundgesetz (vorallem für sich selbst) ernstnimmt und darauf pocht. Und es tut gut, zu spüren, daß man nicht alleine dasteht.

Dennoch: Die Politik schläft da. Seit Jahren. Jahrzehnten. Offenen Auges. Es geht nicht nur um die Würde unserer Gesellschaft, es geht auch um Industriespionage. Aber gleichzeitig wird über die Vorherrschaft von US-Konzernen auf diesem Gebiet massiv gejammert. Dabei gibt es eine europäische Antwort auf das Sillicon Valley: Open Source. Linux. Quelloffene Software, mit deren Lizenzen man zwar kein Geld verdienen kann, aber eben durch Arbeit (Support), deren Software nachweisbar effizienter ist, zumindest wenn es um Betriebssysteme geht.
Als Angela Merkels Handy von der NSA abgehört wurde, hätte sie ein Zeichen setzen können und mal bei Jolla anrufen können. Jolla ist eine europäische Firma. Hat sie aber nicht. Lieber doch irgendwas von einem Großkonzern.

Noch kann man Smartphones weitgehend so und unkompliziert von deren Herstellern entsperren lassen, um quelloffene Betriebssysteme zu installieren. Huawei hat das vor knapp 2 Jahren abgestellt – und gleichzeitig rechenstarke Smartphones zu Dumpingpreisen verkauft. Für mich sind das chinesische Überwachungsstationen. Und was der chinesische Staat von unserem Artikel 1GG hält, kann man dort ja gut erkennen. Aber der deutsche Kunde sieht nur das Billige und Geiz ist ja angeblich geil. Ich finde es abstoßend. Wir sind heute dabei, unsere Würde, unseren Artikel 1GG zu beerdigen, wenn wir unsere Würde nicht einfordern. Nicht nur beim Staat, sondern bei den Konzernen. Bei allen Softwareherstellern. Und wer da nicht mitmacht, sollte eben beim Kauf geächtet werden. So funktioniert Marktwirtschaft und Wettbewerb. Dumm nur, daß kaum einer bereit ist, für seine Würde (etwas) Geld auszugeben.
Und jeder Kunde sollte sich beim Kauf fragen, wieviel ihm die eigene Würde wert ist. Sich jegliche AGBs durchlesen, deren Software installiert wird. Das Abnicken und Häkchensetzen ist nämlich juristisch nichts anderes als das Unterschreiben eines Vertrages. Das Problem ist nur, daß der Kunde das Verletzen der eigenen Würde (noch) nicht merkt. Ich fürchte, wenn er es merkt, ist es zu spät – und unsere Freiheit Vergangenheit.

Verstörende Zeit – Rauher Ton und Unversöhnlichkeit

Zur Unversöhnlichkeit neige ich auch, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die pro-AfD eingestellt sind. Die Argumente von ihnen sind dabei verständlich. Meist geht es um schlechte Bezahlung, daß man vom eigenen Job nicht (mehr) leben kann, geschweige denn sich eine Existenz aufbauen kann. Verstehe ich. Die Problematik verstehe ich. Ich verstehe sogar, daß viele Deutschen offenbar ein Identitätsproblem haben, wenn sie an Ausländer denken. Es sind Ängste, die die AfD bedient und anspricht. Existenzängste, egal ob gerechtfertigt oder nicht. Die AfD bedient sie, während die restliche „etablierte“ Politik auf diesem Ohr taub zu sein scheint.
Ängste bedienen auch die Grünen, es sind ebenfalls Existenzängste, da geht es nicht nur um Deutschland, sondern gleich um unseren Planeten.

Die einen spielen das mit den Ausländern runter, die anderen zweifeln den Klimawandel gar an. Und die Mitte, so scheint es, jene, die mal vernünftig waren, teilen sich dabei in die eine oder andere Richtung auf. Wenn ich sage, daß Flüchtlinge sich nach unseren – und nicht deren – Regeln zu halten haben, bin ich gleich ein Nazi, wenn ich sage, daß wir klimapolitisch so nicht weitermachen können, bin ich ein Grüner.

Aber was denn nun? Mir fehlt die regulierende, ausgleichende Mitte, vorallem politisch, die das eine und das andere eingesteht – und auch danach handelt und nicht nur Lippenbekenntnisse macht. Dabei kommt es mir so vor als wollte man von „ganz oben“ mit Geld (und damit per Facebook & Co mit Meinungsmache, Meinung kann man ja, das weiß man, heute einfach kaufen!) unsere Gesellschaft genau so aufspalten, um von einer ganz anderen Problematik abzulenken.

Ja, wir haben (noch) die sog. „Leitmedien“, deren aber immer weniger Glauben geschenkt wird. Zum Teil, das muß ich auch mal sagen, zurecht. Aber stattdessen irgendwelchen vornehmlich österreichischen selbsternannten „Wahrheitssagern“ hinterherzulaufen, die auch noch mit jenen Leuten (zB Strache) in enger Verbindung stehen, die auf Recht und Gesetz scheißen, lügen, betrügen und intrigieren, das geht mir einfach nicht in den Kopf. Da wollen Leute offenbar diversen Führern blind und unreflektiert hinterherlaufen und schalten dabei das eigene Gehirn ab. Ich glaube, das meint die Bibel dabei mit „Verblendung“.
Und diejenigen, die sich dabei an den Kopf tippen, die wollen jene Kräfte, von denen der Müll ausgeht, am liebsten in KZs stecken. Auch das kam heraus. Aber auch das wird schlicht ignoriert bzw. als „Lügenpresse“ abgetan. Aber ich tippe mir an den Kopf. Und ich weiß, kommen diese Leute an die Macht, wird unsere Demokratie und der Rechtsstaat so demontiert, daß ich im KZ lande. Davon gehe ich mittlerweile aus. Opposition wird von diesen Leuten nicht geduldet.

Nun habe ich gehört, daß die Linken ja wohl mindestens genauso schlimm wären. Möglich. Ich habe darüber auch gepostet und ein langer Arm reicht dabei offensichtlich bis in die SPD rein. Dennoch: SPD und Grüne waren schonmal an der Macht. Und sie haben die Demokratie nicht abgebaut und es gibt keine KZs von ihnen. Die Nazis dagegen schon und ihr Führer hat genau das in „Mein Kampf“ angekündigt. Die AfD mit hat mit Höcke auch einen, der ein Buch geschrieben hat, in dem er beschreibt, was er tun will, wenn er an die Macht kommt. Man sollte das lesen und ihn danach beurteilen. Auszüge habe ich gelesen und mir wurde schlecht.
Und wer nun Rechts- und Linksextremismus aufwägen will: Seit 1990 haben wir, je nachdem, wie man zählt, zwischen 169 und 198 Tote durch rechtsextremistischer Gewalt in Deutschland, über Tötungen von Links habe ich keine Angabe außer der Aussage von Sascha Lobo („4-6“) gefunden. Schaut man in den Bericht des Verfassungsschutzes, der aus meiner Sicht eher die Rechten vor der Verfassung „schützt“ (also im Spektrum eher rechts steht), ist die Anzahl der Delikte von rechts etwas 3 Mal höher als von links. Das sind die Zahlen. Aber klar, nun kommen Aussagen wie „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ – dem ich nur entgegnen kann „glaube lieber die Lügen deiner österreichischen Freunde.“ – und damit bin ich wieder unversöhnlich. Oder?

Zurück zur Anfangsproblematik: Schlechte Bezahlung, man kann kaum noch eine eigene Existenz aufbauen, geschweige dann Kinder anständig großziehen. Was hat die AfD davon eigentlich in ihrem Programm stehen? Und wieviel davon hat – immerhin – die SPD umgesetzt? Mindestlohn, nun auch die Rente für alle? Die AfD tut immer so als gingen alle Probleme von den Ausländern aus, die ja alles Geld kriegen, was uns fehlt. Stimmt das wirklich? Ich bezweifel das. Die Bankenkrise war vor der Flüchtlingskrise und da hatten wir plötzlich Geld. Viel Geld. Ein viel viel vielfaches von dem, was die Flüchtlinge kosten. Kam dabei irgendwas von der AfD? Ich hab nix gehört. Inzwischen sind – immerhin – 300000 der Flüchtlingen in Lohn und Brot, heißt, sie zahlen in die Sozialsysteme ein.
Wenn man eine bessere Bezahlung möchte, dann sollte man die Linken wählen, und nicht die Rechten. Die AfD ist wirtschaftlich-programmatisch nichts anderes als eine neoliberale Partei, die dabei noch die Pfründe derer sichern will, denen es heute schon gut geht – auf kosten der „kleinen“. So nüchtern sehe ich das. Aber glaubt weiter den selbsternannten „Wahrheitssagern“, die sog. „christliche Traditionen“ sichern wollen. Die Nazis waren alles andere als christlich, das waren im Grunde Esoteriker, die Odin & Co hinterherliefen und „alte Germanische Traditionen“ aufleben ließen.

Ich hätte da mal einen Vorschlag

Ich beobachte seit Jahren, daß sich die Politik gerade für (Groß-)Städter engagiert. Beispiel „Mietendeckel“. Der Aufschrei seitens der Vermieter muß da natürlich groß sein und ich bin mir ehrlichgesagt nicht sicher, ob sie nicht auch Recht haben. Es ist ein Eingriff des Staates auf die Wirtschaft, die in dem Punkt nicht mehr frei ist. Von den Maßnahmen sollen „die kleinen“ profitieren. Und das natürlich in Gebieten, in denen die Mieten (stark) ansteigen.


Aber was ist mit der Landbevölkerung? Ich beobachte inzwischen seit Jahrzehnten, wie die Bauern zunehmend in die Zange genommen werden: Die Preise für die Lebensmittelerzeugung steigen, die letztlich diktierten Verkaufspreise fallen. Nun könnten wir sagen „okay, dann lassen wir den deutschen Bauernstand eben sterben, der Markt soll es regeln“. Für mich eine furchtbare Zukunft. Warum?
Bauern hören auf und die Lebensmittelerzeugung fällt in die Hände von Großkonzernen. Vielleicht dürfen Bauern dann als Leibeigene für eben diese noch arbeiten, nachdem sie Haus und Hof verloren haben. Die Macht der Erzeugung liegt dann jedoch in den Händen von Konzernen. Und die kann dann Preise diktieren. Freier Markt existiert dann genausowenig wie in der Micro$oft-dominierten PC-Branche. Nur müssen wir dann den Dreck letztlich futtern. Weil es dann keine Alternativen mehr gibt.
Die Illusiun des „freien Marktes“ verblendet da viele und lustigerweise reagiert die Politik genau da, wo sie eben am meisten Stimmen sammeln kann: In den Ballungszentren. Gegen Millionen Berliner können ein paar Bauern einfach nicht anstinken – Trotzdem essen die Millionen Berliner aber die Lebensmittel, die von den paar tausend Bauern erzeugt werden.

So, nun mein Vorschlag: Nachdem es ja einen Mindestlohn gibt, sollten wir dann nicht auch dafür sorgen, daß Bauern für ihre Erzeugnisse einen Mindestabnahmepreis bekommen? So richtig gesetzlich verankert? Milch: 50¢t/Liter, etc. pp ? Wenn schon so viel an den Bauern herumreguliert wird, gerade, was aberwitzige Umweltauflagen angeht, dann sollten wir endlich den Bauern geregelte Preise garantieren. Und ich glaube tief und fest, es würde der breiten Masse sicherlich nicht sehr wehtun. Deren Handy müßte dann halt ein paar Jahre länger halten. Die Grüngroßstädter müßten vielleicht dann auch mal mit dem Rad statt mit dem SUV zum Biomarkt fahren. Achso. Ja: „Bio“ wird gerade intensiv konzernisiert.

Aber ganz ganz ehrlich: Es wird keinen jucken. Man wird das Bauernsterben mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen. Dann wird halt einfach mehr importiert, das heißt,wir nehmen Nahrung von denen noch weg, die gerade sowieso schon kaum etwas haben. Neue Flüchtlingsströme sind die Folge. Und die braune Masse hat dann wieder was zum schimpfen.

SPD in Berlin: Von mir aus macht APO!

Ich hatte ja über die Schwangerschaftsberatungsstelle geschrieben, die in Berlin geschlossen werden soll.

Nun bekam ich eine E-Mail vom Betreiber, in der steht, daß die Deligierten der Berliner SPD einstimmig dafür gestimmt haben, daß diese Beratungsstelle geschlossen werden soll.

Die 17200 Unterschriften gegen einen solchen Antrag blieben ungehört, unreflektiert wurde da aus meiner Sicht einfach für ein paar, sorry, Größstädterlinksidioten und deren lebensfeindlichen, faschistoiden Ansichten, gestimmt.

Da gibt es Menschen, die helfen sollen, die sich allein aus Spenden finanzieren. Hinter welchem Ofen muß ich denn vorgekrochen sein, um genau so etwas zu torpedieren und es zu vernichten versuchen? Nur, weil sie anderer Ansichten im Punkt Abtreibung (=lebensfeindlich) sind? Das, liebe Leute, und ganz genau das, ist Faschismus!

Wer für so etwas stimmt, und dazu noch einstimmig, gehört nicht in ein Parlament, sondern soll von mir aus in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Aber da ist ja die SPD ohnehin schon auf einen guten Weg.

Linksfaschismus

Abtreibung birgt immer Konfliktpotenzial. Es ist emotional, was auch normal ist. Kaum eine Frau will wirklich abtreiben, behaupte ich mal, wenn sie es doch tut, dann aus Nöten und Zwängen heraus.

Frauen in diesen Nöten zu begegnen, scheint für Linksfaschisten jedoch ein Akt der Aggression zu sein. Es geht um „Pro Femina„, eine Schwangerschaftsberatungsstelle, deren Ziel es ist, Frauen zu helfen, um ihre Kinder auszutragen.

Die berliner Beratungsstelle wurde am Wochenende um den 5.10.2019 von Linksfaschisten verwüstet. Deren Post bei Indymedia behauptet, daß recherchiert wurde, daß „Pro Femina“ auf deren Internetseite lügt und nahmen sich das Recht heraus, dort einzubrechen und zu verwüsten. Das ist eine Straftat. Da gibt es nichts zu deuten.

Weiterhin werden einfach Dinge behauptet, die auf von „Pro-Femina“ schlichtweg zerlegt wurden. Es ist Faschismus, andersdenkende einzuschüchtern, deren Einrichtungen zu verwüsten und obendrein Lügen über sie zu verbreiten, darin unterscheidet sich das NULL vom Hakenkreuz. Was kommt als nächstes? Frauen umzubringen, die sich für ihr Baby entschieden haben, nur, weil es euch nicht in den Kram paßt?

Ich lehne Faschismus ab – egal ob von rechts oder links. Denn Faschismus ist das Gegenteil von Freiheit. Denkt mal darüber nach!

Offenbar gibt es noch einen politischen Arm, der sich in der SPD befindet. Die Beratungsstelle soll nun nämlich von der Politik her geschlossen werden. Es gibt eine Petition dagegen, die an den Landesverband der Berliner SPD geht.

Zeitgeist: Instant

Es ist ja schon seit Jahrzehnten der Trend hin zum Schnelleren. Die Gesellschaft beschleunigt, man produziert immer mehr in immer kürzerer Zeit. Und man will sich nicht mehr die Zeit für Dinge nehmen, für man sich früher einfach Zeit nehmen mußte: PCs zum Beispiel. Man mußte vieles einrichten. Das dauerte oft mal eine ganze Nacht lang.

Das will man heute nicht mehr. Alles muß schnell, schnell, instant und vorallem einfach sein. Letzteres kann ich verstehen. Aber zu welchem Preis? Heute kauft man sich ein Handy. Da ist schon vieles drin, was man braucht. Das Installieren von Whatsapp dauert im Normalfall nur noch Sekunden und *zack* schon sind alle aus dem Adreßbuch automatisch in deiner Whatsappliste (dein Adreßbuch wird dafür natürlich hochgeladen). Der Preis dafür ist klar: Deine Privatsphäre. Ich will nun nicht weiter auf das „ich hab ja nix zu verbergen“-Geschwätz oder das noch unsinnigere „Die können dich eh überwachen“-Gelaber eingehen. Es ist in meinen Augen nichts weiter als eine saudumme Ausrede, um sich bloß nicht damit befassen zu müssen.

Ich habe schon in den 1990er Jahren gechattet, hatte, sozusagen damals schon einen Instant-Messenger, wenn man es genau nimmt: IRC, danach kam ICQ und mit dem ICQ kam Jabber (XMPP) auf. Aber: Man mußte sich ein paar Minuten damit befassen, ehe es losging. Heute dürfen es nur noch Sekunden sein. Alles andere wäre ja nicht mehr zeitgemäß, oder, anders gesagt zeitgeistkonform. Mir ist egal, was der Zeitgeist mir sagt – ich benutze nur das, was ich für mich und vor meinem Gewissen verantworten kann. Wenn Menschen mit mir zu tun haben wollen, installieren sie sich halt Telegram oder, noch besser, Jabber oder schreiben mir eine gute alte Email (die, das muß man allerdings wissen, unverschlüsselt kein Brief, sondern eine Postkarte ist!).

Ich sehe zu allererst den Preis, den man für „Instant“ bezahlt. Die AGBs, die man sich da antun muß. Wobei es bei den meisten schon reicht, sie zu überfliegen, um bei mir einen Brechreiz auszulösen. Da denke ich dann „meinen die das ernst?“ – Sicher! Das nennt sich Kapitalismus: Möglichst viel mit möglichst wenig aufwand heraussaugen. Und Daten=Geld. Auch das ist klar. Aber selbst zum AGBs lesen ist man heute nicht mehr bereit. „Es machen doch alle so“, sagt man dann entschuldigend. Mir kommt dabei – vom Prinzip her – immer der Gedanke der Gesellschaft in der Nazizeit: 1938 waren auch „alle“ Nazis. Und? War es richtig? NEIN! Auch wenn „alle“ dabeiwaren und „alle“ mitgemacht haben. Im Grunde ist es in meinen Augen heute ganz genauso. Es ist schlichtweg saudumm, einen Vertrag zu unterschreiben (indem man an den AGBs ein Häckchen macht), ohne ihn zu kennen oder gar verstanden zu haben. Aber unsere heutige Instant-Gesellschaft ist genau so drauf: „Schnell abnicken, wird schon nicht so schlimm sein, damit es weitergeht“. Der Preis hierfür ist aus meiner Sicht heute noch gar nicht absehbar – oder man liest eben einfach mal die Offenbarung durch.

Inzwischen wird man ja auch zu bequem, mit Geld zu bezahlen. Also mit Bargeld. Es abzuheben, herumzuschleppen, damit zu bezahlen, Geld herauszubekommen. Das scheint alles unnütz Zeit zu kosten und Zeit ist ja Geld, ne? Daß aber mit jedem elektronischem „einfachen“ Zahlungssystem auch jede Zahlung erfaßt wird und gespeichert werden kann und man selbst damit nochmal gläserner wird, das scheint egal. Dieselben Pseudoargumente wie oben. Ich bezahle nachwievor gerne – und ja ich gebe zu, nicht nur – mit Bargeld. Aber meistens schon. In Frankreich wird man schon angeschaut als käme man von einem anderen Stern, wenn man das macht. Mir egal. Ich tue das, was ich für richtig halte. Schlimm wird es dann, wenn es garnicht mehr geht. In China muß man sich eine App aufs Handy installieren (wahrscheinlich wird es dann zu einer chinesischen Überwachungsstation), mit der man ausschliueßlich bezahlen kann. Bargeld gibt es in weiten Teilen längst nicht mehr. Es gruselt mich, wenn ich sowas erfahre. Es fühlt sich freiheitsberaubend an. Und genau dieses Gefühl fehlt bei den meisten heute völlig. Nichts wird da hinterfragt. Man ist blind, oder, wie die Bibel sagt, geblendet.

„Denk doch nicht so negativ über die Menschen“, bekam ich am Samstag gesagt. Es fällt mir in diesen Tagen echt schwer. In Zeiten zunehmender argloser Vernetzung aller möglichen Geräte von der Waschmaschine bis hin zum Auto wird so gut wie nicht darüber diskutiert, was es für unsere Freiheit bedeutet. Dafür ist alles „instant“, schneller, noch schneller. Ich sehe da vorne einen Abgrund und bremse, oder versuche es. Nein, ich muß nicht bei allem mitmachen, aber man wird zunehmend deswegen unter Druck gesetzt. Und genau das geht mit mehr und mehr auf die Nerven.
Ein Beispiel: Die Schule meiner Tochter verteilt ihren Vertretungsplan nicht über die eigene Webseite, sondern über einen Drittanbieter, dessen App fürs Handy zwar kostenlos ist, aber die Google Dienste braucht. Genau die will ich aber aus Datenschutzgründen auf meinem Gerät nicht haben. Mir bleibt also nur der Weg, über die Drittanbieter-Webseite zu gehen und dort das entsprechende PDF der Schule anzuschauen. Technisch gesehen könnte man das auch – paßwortgeschützt – über die eigene Webseite machen. Ich habe nun mal den Drittanbieter ein Feedback über meine Lage geschrieben. Ob was zurückkommt, ist fraglich. So wie ich das verstehe, wird sofort automatisch ein neu von der Schule hochgeladenes Dokument auf die entsprechenden Handys verteilt. Instant.

„Generation Offenbarung 13“

Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der die Computertechnik so langsam ihren Weg in die Haushalte bahnte. Mein Vater hatte schon früh einen ZX81, ein Computer, den man damals für ich glaube 130DM kaufen konnte. Anfang der 1980er Jahre war das ein Schnäppchen. Ein paar Jahre später kam der erste PC und dann tat sich gefühlt erstmal wenig. 15 Jahre später wurden die PCs vernetzt und damit kamen auch die ersten Angriffe.

Dennoch wuchs ich in einem Umfeld auf, in dem Technik zumindest auch kritisiert wurde. Die Regierung Schmidt nutzte die Technik, um RAF-Terroristen ausfindig zu machen, indem sie diverse Register computergestützt durchforsten ließ. Damals, vor >40 Jahren, wurde das schon kritisch hinterfragt. Aber es diente ja offenbar einem guten Zweck.

1987 kam die Volkzählung in der Bundesrepublik. Ein Aufschrei ging durchs Volk. Man hatte Angst, zB aufgrund von Religioniszugehörigkeit in eine Schublade gesteckt zu werden. Ja und dann kam der Mauerfall und man regte sich – bis heute – über die STASI und ihre Überwachungsmethoden auf. Zurecht.

Ich habe mich 1995 zu Jesus bekehrt. Schnell bekam man Mythen und Fabeln erzählt, über die Endzeit und ja, man kann vieles auch in der Offenbarung nachlesen. Man kann nachlesen, daß man irgendwann nicht mehr mit Bargeld bezahlen kann. Die Bibel sagt etwas von einem „Malzeichen“. Naja, der alte Johannes, der die Offenbarung niedergeschrieben hat, war eben kein Techie, woher auch, er beschrieb es in den Worten eines Mannes aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.

„Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, dass man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt;  und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666“ (Offenbarung 16-18 nach Elberfelder Übersetzung)

Ich interpretiere dieses Malzeichen als einen Chip, den man irgendwann praktischerweise in die Hand oder Stirn geschoben bekommt. Damit identifziert man sich, damit bezahlt man dann. Und damit wird man richtig gläsern, den diesen Chip kann man nicht ausschalten. Schon länger existieren die sog. „RFID-Chips„, die man heute schon in Kreditkarten und diversen anderen Karten einbaut. Nur kann man sie noch in eine Schatulle packen, wo sie inaktiv bleiben. Im oder am Körper ist das nicht mehr möglich.

Aber es ist so praktisch. Oder? So bequem. Ich habe mich lange lange gefragt, wie die Menschheit es schaffen wird, in eine Lage zu kommen, wie in Offenbarung 13 beschrieben. Wie sie so doof sein kann, freiwillig Bargeld abzuschaffen. Der technische Weg ist nun klar. Und die Menschen tappen hinterher. Technikgläubig. Und aus purer Bequemlichkeit.

Ich habe mich oft und viel über Micro$oft ausgelassen. Über diesen unsäglichen Konzern mit seinem Pseudo-OS. Warum er so mächtig werden konnte? Ich behaupte, aus Bequemlichkeit. Anfangs mußte man sich noch mit dem System befassen, das man benutzte. Bei Windows mußte man das noch bis über die Jahrtausendwende tun. Aber es war eben schon auf den meisten gekauften PC vorgerotzt (mir fällt kein anderes Wort dafür ein). Einschalten und benutzen, ein halbes Jahr lang, bis man es neu aufsetzen mußte. Ja, so war das vor 20 Jahren. Man arrangierte sich damit, lebte damit und man wurde oft auch dazu gezwungen. Dennoch: 99% aller User benutzten es halt. 1999 wurde der NSA-Key bekann, Snowden bestätigte ihn 2013. Und? Konsequenzen? Nein. Keine. Nada. Null. NSA-Horch&Guck aufm PC und keinen juckts.

Man verdrängt es – schon aus Bequemlichkeit. Man will es nicht wahrhaben. Wie die 3 Affen: Nix sehen, nix hören und bloß nix sagen, jedenfalls nicht die, die was zu sagen hätten, nein, die was sagen müßten.

Vor ein paar Monaten unterhielt ich mich mit 2 Teenagern aus meiner Gemeinde. Über Smartphones. Ich begreife bis heute nicht, warum man für eine chinesische Überwachungsstation überhaupt Geld bezahlt. Für eine Nichtchinesische sogar absurd viel. Und wie unreflektiert der User damit umgeht, stattdessen schon fast Tränen der Freude ins Auge schießen, wenn er über die geilen Funktionen seines Handys erzählt. Es ist schlichtweg egal, daß afrikanische Kinder aus Erdminen die Erze dafür kratzen und dabei tagtäglich draufgehen weil sie lebendig begraben werden. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Sie können einfach nicht verstehen, warum ich kein Whatsapp haben will. Also, Leute, ich wurde dazu erzogen, jeden Vertrag, den ich unterschreibe, vorher durchzulesen, zu prüfen und erst *DANACH* setze ich meine Unterschrift – respektive mein Häkchen unterm „Ok“ der AGB! Und verdammtnochmal, das *KANN* ich eben bei Whatsapp nicht, weil es mir den Magen dabei umdreht! Weil ich dabei das Gefühl habe, meinen persönlichen Artikel 1 Grundgesetz, meine Würde, dem Facebook-Konzern in den Rachen zu schmeißen. Aber es ist ja kostenlos und wir haben ja nix zu verbergen, ne?

Doch! Und das nennt sich „Privatsphäre“, etwas, was heute anscheinend ein Luxus ist, den man sich aufgrund von „kostenloser“ Software nicht mehr gönnen darf. Sind wir schon soweit gekommen? Anscheinend ja. Offenbarung 13 rückt unaufhörlich näher – weil wir, unsere Gesellschaft, das so will und sich nicht über sowas wie Privatsphäre schert – und schon garnicht um die ach so geliebte und gelobte Demokratie. Das geht in meinen Augen nämlich miteinander einher, aber das begreift man eben nicht: Freiheit, Privatsphäre und Demokratie gehören zusammen!
Wie ich darauf komme? Frage Menschen, die in der DDR bespitzelt wurden. Die mußten aufpassen, wo sie was sagten. Sie konnten sich nicht einfach und frei äußern, WEIL sie bespitzelt wurden – was sie allerdings auch recht schnell merkten. Sie landeten nämlich schneller in den Knast als sie gucken konnten. Das ist heute anders. Ja. Man wird bespitzelt, aber man merkt es nicht – noch nicht. Wird es einem mal klar, schränkt man seine Freiheit von selbst ein.

Nun wird der Ruf nach Bargeldabschaffung immer lauter. Es würde zuviel kosten. Und man würde sowieso nur noch per Karte oder im Internet bezahlen. Wir Deutschen hinken – zum Glück – diesem Trend hinterher. Es gibt aber schon Landstriche, in denen es kaum noch Bargeld gibt. Was passiert? Wir machen uns einmal mehr von Computertechnik abhängig. Und wem gehört die? Werden wir dadurch vielleicht erpreßbar? Schon seit Jahren kursieren diverse Würmer, Viren, und hastdunichtgesehen, die private Festplatten verschlüsseln und Daten vernichten. In meinen Augen machen wir uns mit fortschreitender Technisierung von einer zunehmend unsicheren Technik abhängig, die mit jedem voranschreiten unsicherer wird. Es geht um Wachstum um jeden Preis – und Sicherheit kostet nur Geld. Schon jetzt sieht man es an allen Ecken und Enden. Fast täglich lese ich, daß irgendwas irgendwo gehacked, geleakt wurde, daß persönliche Daten („Ich hab nix zu verbergen“) im Netz feilgeboten werden.

Am Ende werden den Menschen die Hände gebunden sein, weil sie sich unreflektiert und aus Bequemlichkeit abhängig machte. Weil sie wegsah, untätig war. Ich weiß nicht, ob ich das noch so erleben werde. Ich hoffe ja, irgendwie nicht.

Die mächtigen Politiker wollen keine Demokratie

Ich hatte das Video von Rezo auf Youtube ganz angesehen. Da ist ein junger Mann, der sich hinstellt und hauptsächlich auf die CDU eindrischt und mit dieser Partei ins Gericht geht. Er behauptet, die Wahrheit zu sagen und gibt recht transparent an, wo er was her hat und warum er was behauptet. Klar, er bewertet Fakten, leitet vieles ab und benutzt es, um auf die CDU rumzuhacken. Okay, das kann man machen, auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht besonders „fair“ erscheint. Aber was in der Politik ist schon fair, wenn die SPD in NRW über eine Holding zahlreiche Zeitungen quasi hält…? In Wirklichkeit verhielt sich die Union nicht fair gegenüber ihren Wählern, wie er darstellte – und wie ich es auch am eigenen Leib von einem CDU-MdB erfahren mußte (ich lag in seinen Augen einer Verschwörungstheorie auf…).

Die Union wollte ein Gegenvideo machen, was wohl grandios gescheitert war, oder einfach nur schlecht? So schlecht, daß es freiwillig zurückgezogen wurde? Ich weiß es nicht, ich kenne es auch nicht, anscheinend haben die Parteifunktionäre selbst erkannt, daß sie damit nicht gegen Rezo ankommen. Immerhin wollen sie mit ihm sprechen, was ich für eine bessere Idee halte. Dialog ist in der Politik immer gut.

Aber genau den will man seitens der Politik einschränken. Es wirkt auf mich, daß Rezo, weil er „eine demokratisch legitimierte Partei der Mitte zerstören“ wollte, mundtot gemacht werden soll.

Meine Meinung dazu: Wir, die Menschen der Mitte, waren doch viel zu brav die ganze Zeit und haben der herrschenden Politikkaste viel zu nett zu erklären versucht, was sie (falsch) machen und was man ändern muß. Von Demonstrationen gegen Vorratsdatenspeicherung bis hin zu „Friday for future“ verhall(t)en ungehört und die Politik sitzt und saß es aus.
Es wurde und wird abgewiegelt und man wollte uns erklären, warum es so und so nicht geht. In meinen Augen baute sich die Politik über Jahrzehnte einen riesigen Saustall auf, der ihnen bei solchen Aktionen wie der von Rezo einfach mal um die Ohren gehauen wird.

Das Berufspolitikertum, das wir heute ganz oft in Berlin (gefühlt) vorfinden, macht im Grunde nur noch eines: Show. Hauptsache lächeln, grinsen und mit Worthülsen um sich werfen. Und die Fakten? Scheinen egal. Damit meine ich nicht nur die Union, sondern ziemlich alle Parteien, wie sie in den Parlamenten sitzen.
Auf der anderen Seite: Das (Wahl)Volk ist doch selbst daran Schuld. Gute Politik wie von den Piraten gemacht, interessiert nicht. Wird ignoriert und heruntergeredet. Da wählen lieber mehr Menschen die Tierschutzpartei als die Piraten die als einzige Partei in Sachen Netzpolitik, die wichtig ist, eine Ahnung haben. Julia Reda ackerte in den vergangenen Jahren sehr aktiv im Europaparlament. Die Folge: Die Piraten verlieren die Hälfte der Stimmen. Verstehen muß ich das nicht. Ich versuche es auch nicht mehr. Für mich ist es nur eines: Strunzblöd.

Das Volk wählt dann lieber die AfD, die ja noch schlimmere Schaumschläger sind als die herrschenden Politiker und in Sachen Brandstiftung die CSU um Welten überflügelt. An der Stelle hat die Union ihren Meister gefunden.
Wer mit Angst und mit bloßer Angst versucht zu argumentieren, ignoriere ich an der Stelle. Da schaue ich lieber auf die Fakten, die ja von der AfD öfters verdreht wurden. Aber klar, die wollen ja nur die Wahrheit sagen. *lächel*

Wenn sich nun Politiker dafür einsetzen wollen, daß man nichtmal mehr Fakten im Netz darlegen darf, dann sollen sie unser Grundgesetz einfach abschaffen. Das wäre dann wenigstens ehrlich. Aber welcher Politiker ist schon ehrlich? Klar, es ist ein harter Job und von außen betrachtet erscheint mir das oft wie ein Bad in der Schlangengrube. Aber es ist eben auch eine Grube, die selbst verschuldet ist.

Dabei ist es so einfach: Man muß nur der Spur des Geldes folgen und das auch können. Und dazu brauchen wir ein Lobbyregister, eine Instanz, die mal den Politikern über die Schulter schaut, warum sie für oder gegen etwas sind. Die Politiker, die wir ja erstmal bezahlen, sollen uns Rechenschaft ablegen müssen, notfalls eben mit der Offenlegung all ihrer Einkünfte. Aber nein, das will man ja nicht. Dagegen sperren sie sich und wehren sich seit Jahrzehnten. Und gerade die GroKo auf heuchlerische Weise. Dennoch sehe ich keine Alternative dazu.

Wir als Volk haben noch die Wahl. Irgendwann haben wir sie nicht mehr. Zum nächsten Europaparlament sollen alle Kleinstparteien verschwinden, auch da soll eine 5%-Klausel eingeführt werden, gerade, wenn es nach den „Etablierten“ geht. Die Berichterstattung in Europa ist bedroht. Gerade in Ungarn. Die dort regierende Partei sitzt mit der Union in einer Fraktion im EP zusammen. Wieder greift das Machtkalkül, das schwerer wiegt als eine freie Berichterstattung.

Ich könnte, wie Rezo, noch mehr aufzählen. Aber ich will nur auf eines hinaus: Wenn sich die Politik von einem Rezo so „einschüchtern“ läßt, daß sie total überfordert reagiert und reflexartig erste Stimmen gegen die vom Grundgesetz eingesetzte freie Meinungsfreiheit erhebt, dann ist das nur eines: Arm und eines Politkers nicht würdig.

Die Politik hat den Job, dem Volk zu erklären, warum sie was tut und warum sie welche Entscheidungen trifft, und dabei will das Volk immer weniger die „Arbeitslosenkeule“ hören, es wird immer weniger das Gejammer aus der brummenden Wirtschaft akzeptiert. Das Volk will endlich, daß die Politik mit dem Filz, der entstanden ist, aufräumt. Und ich, so nebenbei, will die genauen Umstände von Anis Amri wissen. Sonst erscheint mir die Farce, die bei diesem Untersuchungsausschuß abgespielt wird als Hinweis darauf, daß dieser Anschlag absichtlich zugelassen wurde, um die AfD zu stärken. Ich traue es den Zuständigen zu. Wer mauert, hat was zu verbergen und hat selbst Dreck am Stecken oder deckt jemanden, der selbst Dreck am Stecken hat.

Ich bin froh um diesen Vorstoß, weil ein junger Mann hier eine härtere Gangart gegenüber den „Etablierten“ eingeschlagen hat, sich nicht so nett oder unnett genug war, daß überhaupt auf ihn reagiert wurde. Und ich bin froh, daß ich politisch etwas tut.

ABER: Rezo hätte mehr auf die Konsequenzen des Klimaschutzes eingehen müssen. Was bedeutet es denn, wenn wir (viel) weniger CO2 in die Luft pusten dürfen? Da ist eben nicht mehr drin, daß man alle 2 Jahre ein neues Handy kauft, Konsum, wie wir ihn überhaupt kennen, wird sich völlig verändern müssen. Dieses Konsumieren und Wegwerfen muß aufhören und das muß bedeuten, daß viele Dinge, die heute günstig sind, viel viel teuerer werden. Vom Handy bis hin zur Milch, bis hin zum Fleisch. Und das erkläre mal einer Gesellschaft, die momentan zu 80% ihre Frischwurst beim Discounter kauft.

Gießautomatik mit einem Raspberry Pi

Ich habe mir überlegt, daß man ja den Garten automatisch gießen lassen könnte. Etwaige Automatiken, zeitgesteuert gibt es ja schon von der Stange. Das reicht mir aber nicht. Ich wollte das Gießen abhängig von der Feuchtigkeit des Bodens machen, etwa, daß die Automatik merkt, ob es geregnet hat, oder der Boden noch feucht genug ist. Zusätzlich wollte ich per Webinterface sehen, wie feucht es ist.

Als Hardware will ich mir ein Gardena-System verlegen. Dabei will ich (erstmal) die paar Beete, die ich habe, in 4 Segmenten unterteilen, die von entsprechend 4 Feuchtesensoren erfaßt und von 4 getrennt agierenden Schläuchen, die an 4 elektrischen Ventilen hängen, versorgt werden.

Daraus ergibt sich folgende Hardware:
– Raspberry Pi Modell B rev. 2 (lag noch rum) [32,50€ bei Reichelt]
– 32GB Micro-SD-Karte als „Festplatte“ [8,95€ bei Reichelt]
– Gehäuse [10,71€ bei Reichelt]
– 4x Relaiskarte (für die 4 Ventile) [4,90€ bei Reichelt]
– 2x Relaiskarte (um die 12V für die Ventile primär schalten zu können + 1x Reserve) [2,70€ bei Reichelt]
– Flachbandkabel + Wannenstecker [Ebay ca. 5€]
– Starkes 5V-Netzteil (hatte ich noch rumliegen) [ca. 12€]
– 12V-Netzteil [13,95€ bei Reichelt]
– 9x 10µF-Kondensatoren [Reichelt 2,25€]
– MCP3208 A/D-Wandler, 8 Kanal [Reichelt 1,99€]
– Sockel für MCP3208 [5¢t bei Reichelt]
– 2x 8pol. Federkraftklemme [2,90€ bei Reichelt]
– Lochrasterplatine [2,10€ bei Reichelt]
– 2 Feuchtraumsteckdosen für 1x 5V- und 1x extra geschaltetes 12V-Netzteil [25,40 bei Reichelt]
– „Wasseruhr“ für den Raspberry Pi [Ebay ca. 7€]
– 4x Feuchtesensor [Reichelt 21,40€]
– Gardena-Druckminderer [Ebay ca. 25€]
– 4er 12V-Ventilblock (1/2″) aus China [Ebay, ca. 13€]
– 4x Feuchtraumabzweigdose als Gehäuse für die Feuchtesensoren [2,76€ bei Reichelt]
– 1x weitere Feuchtraumabzweigdose für die Verdrahtung [0,60€ bei Reichelt]
– Sicherheitsventil direkt am Wasserhahn (Aquastop) [32€ bei Ebay]
– Ventilblock 4x12V [13€ bei Ebay aus China]


Feuchtesensor:

Ich suchte länger nach einem probaten Feuchtesensor. Schnell fand ich heraus, daß ich einen kapazitiven haben möchte, da der nicht direkt mit dem Boden verbunden sein muß. Die Alternative wäre ein resistiver, bei dem jedoch das Elektrodenmaterial in den Boden und somit auch ins Gemüse gelangt (Korrosion), was ich tunlichst nicht will. Ich fand zunächst einen bei Ramser als Bausatz, doch der funktionierte nicht so, wie ich mir das vorstellte. Schließlich fand ich den bei Reichelt, der mir eine Spannung zwischen 1,4V (nasse Erde bzw. Wasserglas) und 2,8V (trocken) liefert. Als Eingangsspannung genügen ihm die 5V, die auch den Raspberry Pi versorgen.

Platine Löten

Im Grunde müssen die Feuchtesensoren mit dem Raspberry Pi mit Daten versorgen, damit der wiederum die Ventile (Relais) schalten kann. Ich habe mir dazu eine „I/O-Platine“ auf einer Laborkarte zusammengelötet. In der Mitte befindet sich der Wannenstecker, mit dem die Karte per Flachbandkabel mit dem Raspberry Pi verbunden wird.
Da die Eingänge analog sind, müssen sie erst mit einem MCP3208 digitalisiert werden. Jeder Eingang sowie die Versorgungs- und Referenzspannung müssen mit je einem Kondensator versehen werden, da sonst die Spannungen zu sehr „wackeln“. Der MCP3208 „spricht“ per SPI-Bus (GPIO 7, [8], 9, 10, 11) mit dem Raspberry Pi.
Als Schalt-Ausgänge für die Relais benutze ich die 8 GPIOs (14, 15, 17, 18, 23, 24, 25 und 27). Ja, 2 davon benutze ich (noch?) garnicht. Als Eingang für die „Wasseruhr“ benutze ich den verbleibenden GPIO 22. Dazu muß man UART (an GPIO 14 und 15) und PWM (GPIO 18) abschalten.

I/O-Platine: Links die GPIO-Ausgänge, rechts die Analog-Eingänge
Platine von unten

Der MCP3208 sieht vor, getrennte Grounds („Erden“) für den Analog- und Digital-Bereich zu haben, was ich jedoch zusammengeschaltet habe. Als Referenz- und Versorgungsspannung (ebenfalls zusammengelegt) bekommt er die 3,3V vom Raspberry Pi.
Ich habe den MCP3208 nicht an CE0, sondern CE1 (GPIO7/ Pin26) angeschlossen. Normalerweise müßte man das Analogsignal noch mit Potentiometer herunterteilen, da die Eingangsspannung maximal so hoch sein darf wie die Referenzspannung (3,3V). Da der Sensor jedoch maximal 2,8V liefert, verzichte ich darauf.

Skizze zur Beschaltung

Ich habe eine Abfall-Plastik-Platte weggefunden und dort die Relaiskarten, die „I/O-Karte“ und den Raspberry Pi darauf veschraubt und alles in ein Gehäuse gepackt.

Auf den Relais habe ich gleich die entsprechende GPIO-Nummer drauf geschrieben. Das USB-Kabel dient als Verlängerung zum WLAN-Stick (mit einem ZD1211-Chip drauf, der out of the Box von Raspbian unterstützt wird).

Als nächstes habe ich mal einen Feuchtesensor in eine Aufputz-Abzweigdose geklebt und getestet, wie gut das funktioniert. Der Feuchtesensor funktioniert kapazitiv, das heißt, daß auch andere Materialien außer Wasser den Wert beeinflussen, bzw. eine gewisse Feuchte „simulieren“. So sank die Maxialspannung bei trockenem Sensor wegen des Klebers von 2,8V auf etwa 2,5V.


Ich nehme dafür ein mehradriges Kabel, sodaß ich die Sensoren quasi „in Reihe“ anklemmen kann.

Eingebaut schaut der Steuerkasten dann so aus:

Steuerung eingebaut und angeschlossen

Rechts kommen (von oben) folgende Kabel in die Box:
– Feuchtesensorkabel: +5V (rot), GND (Schirmung) und die Signale der Sensoren (1=gelb, 2=weiss, 3=grün, 4=braun)
– Kabel der Wasseruhr: +5V (braun), GND (Schirmung), Signal kommt von der weißen Ader
– Buchse 5V
– Buchse 12V
– Schaltkabel 220V (Schaltet den Aqastop und das 12V-Netzteil ein)
– Kabel zum 4er-Ventilblock

Elektrik:

Die 240V gehen erstmal in die rechte Steckdose, die das 5V-Netzteil speist. Von dort aus geht es in die Verteilerdose, wo sicherheitshalber eine 400mA-Feinsicherung (träge) zwischengeschaltet ist, weil das nachgeschaltete Schaltrelais keine 16A verträgt. Das Relais schaltet zum einen die linke Steckdose (12V-Netzteil) und den Aquastop.
An einer USB-Verlängerung hängt der WLAN-Stick, womit sich der Raspberry Pi mit dem Netzwerk verbindet.

Überblick der Elektrik

Wasseruhr:

Die Wasseruhr ist im Grunde ein kleines „Mühlrädchen“ in einem Plastikmantel, das je nach Durchfluß einen Ipuls an den Raspberry Pi gibt, der das entsprechend interpretieren muß. Ich habe also mit einer 10-Gießkanne kalibriert und kam auf etwa 4200 Impulse pro 10l , also 420 Impulse pro Liter.
Ich konnte das kleine Bauteil gut im Kabelkanal unterbringen:

Wasseruhr im Kabelkanal

Das Wasser fließt vom Aquastop erstmal in den Gardena-Druckminderer (1,5Bar) und von dort aus zur Wasseruhr bis hin zum Ventilblock, der draußen angebracht ist. Als Gehäuse habe ich einen uralten KFZ-Verbandskasten improvisieren. Von der Ventilbox aus wird es dann auf die einzelnen Beete verteilt.

Ventilbox zum Verteilen des Wassers auf die Beete

Software:

Die Software habe ich bei Github mit einer kleinen Erklärung der Komponenten veröffentlicht. Wirklich schön oder elegant ist es nicht, aber zum Gießen reichts ;-).

Und tschüß, Facebook!

Manch einer wird sich wundern, daß ich überhaupt bei Facebook war. 2010, als ich mich registrierte, war es auch noch eine ganz andere Welt. Man fand wirklich alte Freunde, Menschen, die man vergessen glaubte, konnte man wieder „ausgraben“.
Aber das Klima kippte und Facebook verkam zu einem Propagandaschlachtfeld. Menschen, die meinten „die Wahrheit“ zu sagen, übernahmen Lügen, weil sie ihnen in den Kram paßten. Überführte man sie der Lüge, wurde das weitgehend ignoriert – und sie machten weiter.
Gleichzeitig zog Facebook mehr und mehr gewisse „Daumenschrauben“ an. Ich benutzte es weitgehend dafür, um mich noch mit Leuten zu chatten. Die (noch) offene Schnittstelle konnte ich auch ohne propritäre Software benutzen.
Doch anscheinend gefiel Facebook das auch nicht mehr und behauptete, ich würde meinen eigenen Account hacken. Sie wüßten nicht, ob ich wirklich ich bin, der versucht, sich da einzuloggen und ich soll doch meinen Perso einscannen und hochladen.
*Tipptipptipp*
Wer mich also jetzt noch per Chat erreichen möchte:
Jabber (meine Jabber-ID ist hosnoopy@popps.org), Telegram, Email oder auch noch öfter IRC (HoSnoopy@freenode oder auch im IRCNet)