Es geht mal wieder um die Kartellisierung unserer Lebensmittel. Selbst privat Angebautes soll durch eine EU-Richtlinie verboten werden. Der Anbau soll laut diesem Artikel strafbar werden. Erst soll das Wasser verscherbelt werden, jetzt unser Essen. Das alles im Namen einer offenbar korrupt geleiteten EU, die sich von großen Konzernen leiten lassen und dabei keinerlei Sinn für die Menschen haben!
ICH KOTZE! So. Und daß ihrs wißt: In meinen Garten kommt niemand ohne Durchsuchungsbefehl und wer es wagt, ohne meine Erlaubnis seinen Fuß draufzusetzen, bekommt eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs!
Für mich gibt es nur 2 Wege in die Zukunft der EU: Erstens sie macht so weiter und muß abgeschafft werden, zweitens, sie findet wege, auch die Menschen in solche irrwitzigen Entscheidungen miteinzubeziehen.
Kategorie: Absurdistan
Homo-Ehe
Ich verfolge ja schon eine Zeit lang hie und da verschiedene Presseartikel und Blogeinträge. Als Christ und Demokrat ist man ja scheinbar zwiegespalten, zumindest so, wie ich die Bibel interpretiere: Gott mag das nicht, um es mal höflich zu sagen, behaupte ich jetzt mal. Ich denke, es ist schwer, daran vorbei zu theologisieren. Aber ich habe auch schon von „Homo-Gemeinden“ gehört, war allerdings noch nie dort. Wie auch immer.
Als Demokrat (gerade, wenn man aus dem römisch-katholischen Mief mit diversen Regeln kommt, die einfach nicht biblisch sind) denke ich aber auch, daß jeder Mensch die freie Entscheidung dazu haben sollte, eine Homo-Verbindung einzugehen – auch wenn für mich erkennbar kein Segen Gottes darauf liegt. Viele werden sagen „Ja, aber warum hat Gott den Menschen XY als Homo gemacht?“ – Darauf kann ich keine Generalantwort geben. Ich kenne einige Menschen, die Homos sind, die Homo-Beziehungen haben und ich habe mal einen kennengelernt, der mal schwul war und mit Gottes Hilfe (nach eigenen Angaben) heute Familie (mit einer Frau) und Kinder hat. Alle Homos, die ich kennenlernte, hatten mindestens ein zerrüttetes Familieleben (meist Schwierigkeiten mit dem Vater, bzw. gar keinen Vater…), wurden also von daher wahrscheinlich verprägt. Wie ich sowas sagen kann? Naja, hinter vorgehaltener Hand gaben sie es ja auch zu. Nicht alle, aber die meisten. Ob das ein Maßstab ist, den man auf andere „anwenden“ kann, weiß ich nicht, wie gesagt, ich kann da keine Generalantwort geben, einfach, weil ich zuwenig darüber weiß und ehrlichgesagt habe ich gerade so viel zu tun, daß ich da garnicht tiefer einsteigen kann (und auch nicht will). Ich beobachte außerdem, daß Homo-Beziehungen im Allgemeinen nicht so haltbar sind wie Hetero-Beziehungen. „Bis daß der Tod scheidet“ kenne ich da überhaupt nicht. Aber vielleicht liegt das auch nur an meinem dahingehend beschränkten Horizont.
Wenn man jetzt von Staatlicher Seite aus Homos „gleichstellt“ (was auch immer das heißen soll…), ist das im Grunde nur die Umsetzung unserer Freiheit – oder die Freiheit, die Gott uns zugesteht. Das heißt für mich aber nicht, daß Gott das wohlwollend abnickt, sondern, daß er jedem Menschen die Freiheit zugsteht, getrennt von ihm zu tun und zu lassen, was Mensch will. Es ist außerdem ein Spiegel unserer Gesellschaft, die mir ganz ganz oft an anderen Punkten ihre Verlogenheit aufzeigt. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Ich denke, daß sich die Gesellschaft zunehmend von .. ich sag mal zunächst Kirche, deren Regeln und damit auch von Gottes Wort verabschiedet. Diese Freiheit hat sie und sie nimmt sie sich auch. Die Politk folgt ihr da nur, handelt entsprechend, mittlerweile ist ja dabei die Partei egal (sonst würden ihnen ja die Wähler davonlaufen…). Wohin das letztlich führt, kann man jetzt schon beobachten: Immer mehr Menschen werden zur Beziehungsunfähigkeit erzogen, Familien werden seltener, Singles werden mehr und Kinder gibts weniger und wenn, dann oft zwischen den Elternteilen. Das ist Murx und auch nicht gottgewollt.
Aber es ist „nur“ meine Meinung und ich bin gespannt, wie meine ach-so-toleranten Mitmenschen mich dafür zerpflücken wollen :).
Komische Diskussion… da gibts nun wirklich dringlicheres!!!
Seit ein paar Wochen verfolge ich die Diskussion über Homo-Ehe, Adoptionsrecht, blablabla. Kann man ja machen, nur wird dem viel zu viel Augenmerk geschenkt, finde ich. Laut Wikipedia gibt es in Deutschland in gut geschätzt 1,3% Homosexuelle. Ich nehme mal an, daß es sich darum um Erwachsene Menschen handelt. Pro Jahr werden in etwa 4000 Kinder adoptiert. Würde man jetzt – das wäre ja nur gerecht – den Anteil auf die Homosexuellen herunterbrechen, wären das im Jahr, na sagen wir mal 50 Adoptionen, um die so heftig gestritten wird.
„Jahaa! Es geht doch ums Prinzip!“, höre ich dabei oft. Okay, dann möchte ich dem mal entgegenwerfen, daß heutzutage weit mehr Kinder und Jugendliche in Satanistenzirkeln gequält, abgerichtet und getötet werden. Nicht selten Babys, die, weil auch niemand etwas von der Schwangerschaft davor mitbekommen hat, auch nirgends registriert waren. Für die offiziellen staatlichen Stellen gibts die einfach nicht, und damit haben sie auch kein Problem damit. Es reagiert niemand. Es wird, glaube ich auch aktiv vieles unter der Decke gehalten, aber das, was zum Vorschein kommt, ist dafür umso heftiger:
Viele, die das lesen, werden jetzt sagen „Ja, das sind ja wenige Ausnahmen“ – Ich bin auch aus eigener, unmittelbarer Erfahrung davon überzeugt, daß das, was hier berichtet wird, viel viel häufiger vorkommt, als „man“ so denkt. Man erahnt nicht, daß sich so etwas mitten in Deutschland abspielt.
Kinderbetreuungspolytick
Seit wir Kinder haben, bekommen wir mit, wie wenig Betreuungsmöglichkeiten es gibt. Noch in Kranichstein sagte man zu uns „oh, da wohnen Sie ja kinderbetreuungstechnisch in der Diaspora“. Immerhin zahlt die Stadt Darmstadt pro Tagesmutterstunde einen kräftigen Zuschuß. Fast pünktlich zum Kindergarten zogen wir dann nach Ober-Ramstadt. Die Kindergartenbetreuung war im Sommer 2011 viel besser, Salome bekam mit ihren 2 1/2 Jahren einen KiTa-Platz in der KiTa „Eiche“. Das war noch bevor viele in unser Baugebiet (MIAG-Gelände) gezogen sind.
Salome kam also problemlos unter. Bei Jonathan schaut das ganz anders aus. Momentan zahlen wir monatlich ca. 500€ für 3 Tage pro Woche Betreuung unseres Sohnes. Viel Geld, und anders als in Darmstadt bekommen wir dabei keinen Zuschuß. Die Betreuung ist auch noch in Darmstadt, weil es keine freien Plätze in Ober-Ramstadt gibt. Zugute kommt uns, daß eine Tagesmutter von dort in Ober-Ramstadt wohnt und unseren Sohn holen und zT auch bringen kann.
Von Nachbarn habe ich erfahren, daß bei Neuausweisungen von Baugebieten in Weiterstadt immer auch gleich Konzepte für die Mehr-Kinderbetreuung erarbeitet werden. In Ober-Ramstadt passierte das, laut der Leiterin der KiTa, nie, auch nicht beim MIAG-Gelände mit ca. 170 neuen Wohneinheiten. Das sagte jedenfalls die Leiterin der KiTa Eiche. Sie sagte mir auch am Telefon, daß es 100 Neuanmeldungen gibt, dagegen nur 24 (neue) freie Plätze.
Im Zuge einer Befragung der Piratenpartei habe ich direkt von der Stadt Daten erfragt. Es sollen 40 neue Krippenplätze entstehen, was bei weitem nicht ausreicht. Von den 40 neuen Plätzen sollen 20 auch erst frühestens 2014 kommen. Das heißt im Klartext, daß es mindestens 3 bis 4 Mal mehr Bedarf als Angebot gibt, was auch auf keinerlei Konzept hinweist.
Sicher, wir könnten einen Platz einklagen, dann bekommen wir – vielleicht oder wahrscheinlich? – einen Platz in einem Stadtteil 3-5km weiter.
Ober-Ramstadt, „Stadt der Grautöne Farben“. Da ist es logisch, daß es in einem Neubaugebiet zwar ein sog. „Farbkonzept„, aber keines zur Kinderbetreuung gibt.
Pferdefleisch…äh…SKANDAL??
Es ist schon komisch, wie unterschiedlich die Medien auf unterschiedliche Sachen reagieren. Derzeit geht es darum, daß man Pferdefleisch in Rinderhack, bzw. in Lasagne etc. gefunden hat. Und ich denk mir nur: „Na und?“ Erstens: Wer schmeckt das raus und zweitens: Was ist daran so schlimm? Schlimmer fände ich, wenn stattdessen Gefügelhack drinnen wäre, weil ich dann Wiesenhof-Dreck fressen muß. Aber hey, gegen einen Gaul… läßt sich ja nix sagen, finde ich. Pferde werden kaum bis garnicht in Massentierhaltung als Fleischproduzenten gezüchtet, so schlimm kann das Fleisch also garnicht sein. Ganz anders bei Geflügel, das im industriellen Maßstab hochgezogen wird. Aber gut. Ich frage mich dann immer, ob die Medien nicht mal wieder etwas wegblenden wollen. So habe ich zB eine Reportage über Amazon gesehen. Amazon, ein Internetversandgigant, bei dem ich auch gerne eingekauft habe, stellt Arbeiter zu unwürdigen Bedingungen ein. Das kann und ich ich nich weiter unterstützen, also kauf ich bei dem Saftladen einfach nimmer ein, bis sich dort was geändert hat.
Die Rechnung, bitte, HSE!
Mit unserem Grundstückskaufvertrag haben wir ja auch einen Kebelvertrag mit der HSE aufgedrückt bekommen, der uns verpflichtet, 10 Jahre lang Wärme von einem (angeblich) „CO2-neutralen“ Heizwerk abzunehmen. In Wirklichkeit sehe ich derzeit an der Stelle ein „Hot Mobile“, mit einem Blechkamin, das aus Gas (gelbes Rohr, was reingeht) Warmwasser macht.
Die horränden Kosten tragen wir und gerade habe ich mal ausgerechnet, was uns das pro Megawattstunden (MWh) so kostet:
Grundgebühr netto: 10,21€ pro KW max. Heizleistung (wir haben da 6 KW angegeben), macht also 61,26€ netto bzw. 72,90€ Brutto. Pro Monat. Und da haben wir noch keine Wärme abgenommen.
Tatsächliche Kosten pro MWh Wärme liegen bei brutto 102,90€. Wir haben im letzten Jahr 7MWh Wärme gebraucht.
Rechne ich das zusammen, komme ich nun fürs letzte Jahr auf 878,80€ Grundgebühr und 729,30€ Wärmekosten. Macht also zusammen 1599,10€ für die Wärme insgesamt (wir zahlten pro Monat 150€ Abschlag nur für die Wärme, von daher kriegen wir noch was raus). Breche ich das nun insgesamt auf die Wärme runter, komme ich auf einen Betrag von 228,44€ pro MWh Wärme!!! Also für den Preis kann ich fast auch mit Strom heizen.
Zum Vergleich: Für einen Raummeter Holz bezahle ich momentan 90€, fix und fertig gesägt undso. Der hat im optimalen Fall 2MWh und damit zahle ich für die HSE-Wärme ca. 5 Mal soviel wie fürs Holz. Da sind die paar Euro für den Schornsteinfeger eher witzig.
Gut, immerhin haben wir für die „Heizung aus regenerativer Energie“ (geplant ist da ein Holzpelletheizwerk) einen günstigen KfW-Kredit über 50000€ bekommen, aber ganz ehrlich: Das, was wir da sparen, ist weniger als das, was wir der HSE für die nächsten Jahre in den Rachen werfen. Ich fühle mich für von der HSE für ihren achsotollen, schöngerechneten Prospekt für die Nahwärme geneppt.
Entweder 2021 sinkt der Preis dafür rapide, oder ich heize ab da komplett mit Holz. Is ja auch regenerativ.
Achso, ja, wer jetzt denkt, daß wir dafür ja keine eigene Heizung anschaffen mußten, dem sei gesagt, daß wir über 9000€ für die Leitungen und die Übergabestation bezahlt haben.
Steinbrück und der Fraß der Medien(konzerne)
Ich finde es schon fast belustigend, wie die Medien (allen voran der Springerverlag) nach Steinbrücks Kanzlerkandidatur über ihn herfielen. Im Nachhinein wie ich finde wegen nix. Ich finde es außerdem belustigend, wie die Medien andere Politiker mit mehr Dreck am Stecken relativ dazu gesehen in Ruhe lassen (von dem Skandal um Steuerprüfer in Hessen hört man ja garnix mehr?).
Man mag ja über Steinbrück denken was man will – für mich zählen da in erster Linie Taten. Als er 2009 als Finanzminister abgewählt wurde, wurde er gefragt, ob er sich ein Pöstchen in der Finanzindustrie (komisches Wort, bzw…) suchen will. Seine Antwort darauf: „Das gehört sich nicht.“ und er ging eben nicht dahin, auch wenn er sich andere Jobs suchte, über die man diskutieren kann. Sein Vorstoß, daß der Kanzler mehr Geld verdienen sollte, teile ich übrigens, von mir aus sollten alle Politker in Verantwortung (viel) mehr Geld bekommen. Verglichen mit den Gehälter der sog. „Topmanager“ ist das Kanzlergehalt ein Witz. Man darf allerdings nicht vergessen, daß viele Politiker diverse Nebeneinkünfte haben, die mit einer Verquickung mit der Wirtschaft zusammenhängt und genau da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Wenn ein Politiker in Verantwortung mehr Geld vom Staat (also von uns) bekommt, dann kann man im Gegenzug auch verlangen, daß er dann ausschließlich für den Staat arbeitet. Das hieße dann allerdings auch, daß viele der 4000 (!!!) Lobbyisten, die sich um Bundestagsabgeordnete bemühen, ihren Job verlieren würden.
Diese Tage gab die Bundesregierung zu, daß der Axel-Springer-Verlag schon 2009 anfing, wegen des sog. „Leistungsschutzrechts“ Lobbyarbeit zu leisten. Für mich ist das eine Riesensauerei.
Steinbrück stellt sich zwar nicht direkt dagegen, aber er sagt zumindest, daß er dafür ist, daß jeder Abgeordnete alle seine Einkünfte offenlegen muß. Ob er das auch wirklich so meint, weiß ich nicht.
Ich halte nach den ganzen Geschehnissen die Medien(konzerne) für tief verlogen und bin dagegen, daß sie mehr Rechte bekommen sollen. Unabhängig sind die meisten davon jedenfalls nicht – egal, ob links- oder rechtsorientiert.
Meinungsfreiheit – Ist das überhaupt noch erwünscht?
Ich spreche hierbei weniger die Politik, mehr die Menschen, also, die Gesellschaft an sich an und ich frage mich, wo die Reise hingeht. Regelmäßig kann man auf diversen Fernsehkanälen sehen, wie schlimm die Nazizeit war mit dem anscheinend gewünschten Gefühl, daß wir es heute ja so viel besser haben. Das stimmt auch. Aber das, was wir haben, droht mehr und mehr wegzubröckeln. Ich meine hier die Gesellschaft, die Medien, die diverse Meinungen regelrecht in die Gehirne der Menschen einprügeln möchte, wogegen ich mich vehement widersetze. Ich hinterfrage heute alles und das, was ich nicht verstehe, kann ich dann auch so stehenlassen, ohne mir blind eine Meinung darüber anzueignen. Früher war das eher normal und keine Schande, zu sagen „ich habe mich damit noch nicht beschäftigt“.
Dennoch habe ich zu verschiedenen Themen eine absolute Meinung. Eine Meinung, die im Kontext unserer Gesellschaft unerwünscht bis abstoßend ist. Mich nervt unheimlich, daß es heute kaum noch absolute Wahrheiten gibt, es gibt nur noch individuelle, nach dem Motto „was für Y richtig ist, ist für X eben falsch, das ist auch okay so, denn X ist nicht Y.“ Das stimmt sicher in vielen Punkten auch, aber eben nicht in allen. Wenn X dem Y eines über die Rübe haut, dann ist das absolut gesehen falsch und X muß sich dafür verantworten.
In Frankreich gehen Hunderttausende auf die Straßen, um gegen die sog. „Homo-Ehe“ zu demonstrieren. Die Regierung juckt das nicht, gibt aber vor, demokratisch zu sein, sagt aber sinngemäß und überspitzt gesagt „der Pöbel der Straße interessiert mich nicht.“ Da denke ich dann, daß eben diese Machthaber in Frankreich nicht wirklich Demokraten sind. Aber gut, George W. Bush und Putin sind ja angeblich auch Demokraten *lach*. Soviel zur Politik.
In der medialen Gesellschaft wird man oft für absolute (unbequeme) Meinungen angegriffen, wenn sie nicht ins Konzept des Zeitgeistes passen. Wer Abtreibung mit Mord gleichsetzt, wird stark angegriffen, genauso, wer sagt, daß Homosexualität nicht gottgewollt und damit Sünde ist. Nicht mit erhobenen Zeigefinger im Sinne von „ich bin besser“, sondern einfach als Interpretation der Bibel. Ich erlebe zunehmend Gegenwind, wenn ich zu diesen Themen meine Meinung äußere. Als ich 1995 in Zwickau anfing zu studieren, erlebte ich gelebte Toleranz unter den Menschen. 5 Jahre nach der Wiedervereinigung war anscheinend noch der Wunsch nach echter Freiheit in den Köpfen vorhanden. Ich durfte meine Meinung sagen und haben, zu allen Möglichen Themen und es war okay! Man hat mich so stehenlassen, man hat höflich mit mir diskutiert, ohne, daß man versuchte, mich „niederzureden“. Irgendwie verschwindet das heute mehr und mehr und das finde ich schade.
Mehr und mehr erlebe ich außerdem noch die Pseudoargumentation, daß man ja in einer demokratischen Gesellschaft seine Meinung für sich behalten sollte. Bullshit! Demokratie baut doch auf Meinungsfreiheit auf und die endet damit, wenn man versucht, sie hinter vorgehaltener Hand zu „verbieten“.
Mehr und mehr erlebe ich, daß die Menschen, die vorgeben, tolerant zu sein, diejenigen sind, die am intolerantesten auf meine absoluten Meinungen reagieren. Sachlichkeit spielt dabei nur noch eine untergeordnete Rolle.
Spiele ich den Gedanken weiter, wird unsere Gesellschaft zunehmend idealistisch und die Ideale lehnen sich nicht an der Bibel an. Das hatten wir schonmal und man kann es heute auf allen Möglichen Fernsehkanälen anschauen.
„Staade Zeit“ 2012
Dezember, naßkalt, Schnee schon weg,
ich stapfe durch den feuchten Dreck,
sehe Menschen hastig kaufen,
und wirr in der Gegend herumlaufen.
Den Mayas ist die Zeit ausgegangen,
die Welt verspürt mal wieder ein Verlangen,
unterzugeh’n
und sich nicht mehr zu dreh’n.
Konsum, Hektik, wo man hinschaut,
viele kaufen bis zum Bornout,
um sich dann zu freuen,
oder das ganze mal wieder zu bereuen.
Dieses Jahr gibt’s Keinachten
weil die Welt vorher untergeht
und sich das Leben vieler darum dreht.
Ich würde Weihnachten am liebsten schlachten,
um den Sinn davon „neu“ auszurichten
– um Konsumnachten zu vernichten.
Doch dies bleibt ein frommer Wunsch,
so hebe ich meine Tasse voller Punsch
und sage „leckt mich am Arsch, ich mach da nicht mit“,
und stapfe weiter, Schritt für Schritt.
Jesus hat die Welt auf sich genommen,
um dich zu retten,
wetten,
darauf bist du nicht gekommen?
Bananenrepublik Hessen
Ich witzel ja gerne über das zentralistische Königreich Bayern mit der allumfassenden Macht der CSU. Heute aber muß ich über unsere Bananenrepublik was sagen.
Was war passiert? Also, Steuerfahnder (Plural!) hatten wohl festgestellt, daß diverse sog. „höherrangige Leute“ Steuern hinterziehen. Das ist zwar scheiße, aber noch nicht besonders schlimm. Schlimm ist, daß sie augenscheinlich Kontakte zur Politik haben, und dafür sorgten, daß die zuständigen Beamten, also, Steuerfahnder (immernoch Plural!), außer Gefecht gesetzt wurden. 2007/2008 wurde also ein hanebüchenes psychiatrisches Gutatchten erstellt, daß den Fahndern „unheilbare ‚paranoid-querulatorische‘ Störungen“ attestierte (schon die Ausdrucksweise ist voll geil, oder?).
Laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau wurde genau dieses „Gut“achten widerlegt. Die Steuerfahnder seien voll dienstfähig, heißt es da. Der Artikel ist jedenfalls interessant zu lesen und ich bin gespannt, wie das da weitergeht. Erstmal gibt es eine Klage gegen das Land Hessen, worin die zwangszufrühpensionierten Steuerfahner ihre Einkommens- und Pensionsausfälle geltend machen wollen.