Piratenpartei Darmstadt

Anfangs habe ich sie, muß ich gestehen, nicht wirklich ernstgenommen. Ich dachte zuerst, es wäre sowas ähnliches die wie APPD, aber für mich ist sie mittlerweile eine ernsthafte und hoffentlich auch bald für alle ernstzunehmende Alternative zum Nichtwählen.
Gestern war ich bei einem Treffen der Piraten in Darmstadt. Wir waren ca. 25 Leute und es ging um an sich trockene Themen stuktureller Art. Aber gleichzeitig bemühen sie sich um Basisdemokratie und nehmen alle, eben auch nicht-Mitglieder ernst. Ein bischen kam ich mir so vor wie im „MAK“ (Mitarbeiterkreis) der Jesus Freaks Darmstadt, nur, daß es bei den Piraten zumindest gestern friedlicher zuging.
Während einer (Raucher)Pause habe ich mit ein paar Leuten geredet, übrigens aus allen Schichten und Altersklassen, sofern man das bei 25 Leuten sagen kann. Es fanden sich Studenten, Angestellte, aber auch Selbstständige ein. Alle sehr frustriert von den sog. „etablierten Parteien“, die, wie ich, eine Alternative zum Nichtwählen suchen oder gefunden haben.

piratenpartei

Wer jetzt denkt, dort gehe es anarchisch zu, oder sehr chaotisch, der denkt falsch. Die Gesprächsrunde lief sehr geordnet ab und es gab bei manchen Streitpunkten eine klare Ansage, zB, wenn man über etwas disktutiert, was man ohnehin nicht ändern kann (zB die Bundes-Satzung der Piratenpartei).
Ich fand es irgendwo spannend, gerade, wenn mehr oder weniger fremde Menschen wegen einer gemeinsamen Vision zusammensitzen und etwas bewegen (wollen).

Ich denke, gerade in unserer heutigen zeit, in der sich so viel verändert, in einer Zeit, in der schizophren die „etablierte Politik“ die 60 Jahre unseres Grundgesetzes feiern und gleichzeitig drauf pissen, geht es um viel. Noch nie in der Geschichte der BRD wurde die Politik so oft vom Bundesverfassungsgericht gerügt wie in den letzten Monaten. Und noch nie in der Geschichte der BRD wurde das unverhohlen mit einem Änderungswunsch (oder -Androhung? der (machthabenden) Politiker quittiert.

Ich möchte in 20 Jahren meiner Tochter nicht sagen müssen, daß ich heute geschlafen habe und durch Nichtwählen im Grunde die Machtverhältnisse abgenickt habe. Aber ich habe auch die Nase gestrich voll, weil ich mich nunmal verarscht fühle. Vielleicht werde ich dann auch politisch aktiver, aber bis zum Bundeskanzler will ich es nicht bringen *grins*

6 Wochen Elternzeit (+ Urlaub) sind vorbei

Wie das immer so ist: Die Zeit verging recht schnell. Die letzten 2 1/2 Wochen waren wir in Penzberg, das ist auf der südlichen Weißtwursthemisphäre, also in Oberbayern ;-). Dort hatten wir ein Ferienhaus, bzw. wir paßten auf das Haus der Cousine meiner Frau auf. Und auch auf deren 14jährige Tochter, Marie.
Wir besuchten ein paar Leute in München, u.a. Brigitte und meinen Onkel und besorgten uns eigens dazu eine grüne Feinstaubplakette (die ich für bürokratischen Blödsinn hoch 5 halte).

Außerdem fuhren wir recht viel mit Fahrräder + Baby im Anhänger herum. Gleich die erste Tour über Benediktbeuern nach Kochel am See. Danach war ich schon etwas gerädert. Einkäufe erledigte ich auch mitm Rad (+Anhänger, wenn nötig), was Marie ziemlich stange fand. Aber gut, wegen 2km schmeiß ich doch keinen Diesel an.

zwiesel

Wir machten auch zwei Bergtouren, soweit das eben mit der Kleinen möglich war. Wir waren auf dem Blomberg bzw. Zwiesel und auch noch auf dem Karwendel, Deutschlands zweithöchste Bergstation. Wenn das Wetter gut ist, ist es wirklich herrlich dort.

Marie und ihre Freundin Raffi unterhielten uns zum Teil auch herrlich. Vorallem, wenn es um Raffis Pferd (Pony?) „Obelix“ ging, der angeblich alles zammfrißt, was er findet und eine Menge Unsinn im Kopf hat. Tatsächlich ist er eines Morgens mal von der Koppel ausgebüchst und hinterließ im Garten tiefe Spuren.  Einen Nachmittag sind wir zu einer Stelle der Loisach geradelt und die beiden Mädels hingeritten. Die Loisach war zwar kalt, aber die  Mädels sind mit ihren Pferden reingegangen. Irgendwie ist es dort schon idyllisch, vergleicht man es mit anderen Gegenden in Deutschland.

Jetzt sind wir wieder in der hessischen Republik angekommen und verließen das Königreich Bayern, welches auf der südlichen  Weißwursthemisphäre liegt.

Sola 2009

Sola bedeutet „Sommerlager“ und dieses Jahr waren wir, Dank „Werner“, dem Wohnwagen, dabei. Im Gegensatz zu den Zelten war das natürlich ein Palast, der sogar eine Gasheizung hat, aber mit einem Baby geht es eben nicht anders. Es kamen 112 Teilnehmer (im Alter von 13-16 Jahren), ca 40 Mitarbeiter und dieses Jahr stand das Sola unter dem Motto „Formel 1 – Leben in der Königsklasse“.

geruest

Dazu wurden ein paar bessere Seifenkisten genommen und 5 Teams (Ferrari, Toyota, Renault, Mercedes und BMW) mußten die dann noch verschönern, zB mit Spoiler, Fahrersitz undso. Also die Teenies hatten gut zu tun ;). Das ganze wurde dann auch in großen Veranstaltungen geistlich weiter thematisiert. Sehr gut, wie ich fand, auch wenn ich das Lagerlied furchtbar fand ;-). Die Inputs waren insgesamt sehr geil, vorallem der über (Internet)Pornografie. Es waren wohl viele nachdenklich darüber geworden, sagten jedenfalls die Zeltbetreuer. Es gab dann auch noch einen Entscheidungsabend, wo sich doch einige bekehrten, oder „neu“ mit Jesus anfangen wollten. Toll 🙂

Zwischendrin gabs noch ein Qualifying und am Ende ein Rennen. Seifenkisten wurden von 3 Leuten angeschoben.

rennooh

Für mich persönlich war es die erste christliche Freizeit ohne, daß ich irgendwie leitend tätig war, entsprechend gechillt war es für mich auch. Ich habe das wirklich genossen :). Wir waren für das Gebetszelt (mit)verantwortlich, das wir gestaltet haben. Bei den (freiwilligen) Gebetszeiten stellte sich auch immerwieder heraus, daß mein Liedgut recht inkompatibel zu dem der Teenies war :-}. Mein „Fire and Rain“ kam jedenfalls nicht so gut an :-D.

gebetszelt

Ich fands auch Klasse, daß der Fabian „Fish“ gekommen ist, dessen Job war jedoch nur phasenweise gechillt. 🙂

fish

Salome war aber der absolute Star auf dem Sola. Immer, wenn sie rumgetragen wurde, kamen die Leute an und herzten sie :).

salometheresa

Es waren schöne 8 Tage, irgendwo außerhaln der „Zivilisation“, eben ohne Medien, ohne „die Welt da daußen“. Es ist für mich erstaunlich, wie sich dabei die Gedanken ändern und man für verschiedene Dinge andere Sichtweisen bekommt.

Jo, jetzt bin ich wieder in der Zivilisation, wo es Medien, wame Duschen und WCs gibt.

Les jours francais – oderso

Nachdem uns mal wieder ein Campinggefährt (Knaus Wohnwagen, Erstzulassung 06/78) „zugeflogen“ ist, den wir uns für ganz billich ausleihen konnten, wollte ich doch mal sehen, ob man mit dem Touran auch mit Wohnwagen pölenderweise rumfahren kann.

knauspassat

Am Freitag, den 3.7. fuhren wir also los. A5 -> A67 -> A6 -> A61 -> A65 uuuund die Ladekontrolleuchte geht an. Juhu. Also fuhren wir nach Mutterstadt rein, auf der Suche nach einem Parkplatz für unser ca. 11m langes Gespann. Nach 5km wurde ich bei Lidl fündig und rief – schon fast traditionell – den ADAC an. Der kam auch nach einer knappen Stunde. Im pfälzer Dialekt erklärt er mir erstmal, daß die Riemenscheibe samt Riemen weg ist und die Lichtmaschine blau angelaufen wäre. Diagnose: Lichtmaschine hin. Jetzt dachte ich, daß eine Lichtmaschine für einen 1,9l TDI jetzt nicht so das Problem wäre – aber denkste! Der ADAC-Mann verschwinder wieder und rief den nächsten an – der dann mit LKW und Anhängerkupplung für den Wohnwagen kommen sollte und verschwand wieder. Und so standen wir in der Mutter aller Städte auf einem Lidl-Parkplatz, der inzwischen verwaist war. Da kam der nächste ACAC-Mann, mit LKW. Der mußte aber sofort wieder weiter, einen Unfall zusammenkehren, er schickte uns seinen Kollegen. Ich fühlte mich wie in einer Wüste, in einem Knaus Passat, vor mir weht der Wind so ein Pflanzengewöll vorbei. Das lief in meinem inneren Kopf ab. Dann kam bei einsetzender Dämmerung der 3. Mann vorbei. Der schleppte uns dann nach Speyer ab, dort soll, Gerüchten zufolge, ein Campingplatz sein. Und siehe da – den gabs auch, direkt neben dem Technikmuseum, dort, wo die Deutschen den russischen… ääh.. sowjetischen Weltraumoldtimer ausgestellt haben. Doch der Weg dorthin war fast romantisch, wie man so den Knaus Passat Wohnwagen samt Touran im Sonnenuntergang durch den Rückspiegel sehen konnte.

Samstag, 4.7. Ich rief pünktlich um 8.00Uhr bei der Werkstatt an, bei der der Touran hingeschleppt wurde. Wie befohlen, vom letzten ADAC-Mann. Aber da war keiner. Um 9Uhr erreichte ich schließlich den Mechaniker. Der erzählte mir, daß die Lichtmaschine ok zu sein schein, aber daß im Riemenrad ein „Freilauf ähnlich wie in einem Fahrrad“ wäre, und wenn der kaputt geht, schraubt sich die Riemenscheibe ab. Aha! In meinem inneren Auge sehe ich einen verzweifelten BWL-Studenten, der Mitte der 90er Jahre eine Diplomarbeit bei VW schreiben soll und nicht weiß, worüber genau. Ein Kollege kommt vorbei und sagt zu ihm im Scherz „Hey, du bist doch während deines Studiums so viel Fahrrad gefahren, bau doch konstruktiv-destruktiv einen Fahrradfreilauf ins Riemenrad“ – gesagt getan… Die sehr netten und mitfühlenden Campingplatzmitbewohner erzählten mir einerseits die abscheulichsten Geschichten über kaputte Zylinderköpfe, explodierende Motoren und und und. Und einer sagte nur „früher lief die Lichtmaschine einfach mit, und wenn man den Motor ausgemacth hat, ging auch die Lichtmaschine aus. Gut. Nichtsdestotrotz holte ich gegen 13Uhr den Touran ab und wir fuhren weiter gen‘ Frankreich.

Die erste Station war ein Supermarche kurz hinter der Grenze, wo ich meinen DIESEL-Tank erstmal für 93,3¢/l vollaufen ließ :D. Danach gings weiter, über die frz. A35/A4 über die Vogesen und dann in die Vogesen hinein, nach Celles de Plaine. Ein idyllisch gelegener Campingplatz in einem schönen Tal, mit Schwimmbad und Electricite. Das Manko dabei war, daß die dort ansässigen Steckdosen eben FRANZÖSISCH waren und dort paßte mein EURO-Stecker nicht, auch nicht mein dt. Stecker. Also mußten wir eine Nacht ohne 230V auskommen. Erst am nächten Tag bekam ich dann einen Frankreich-Euro-Adapter. Seisdrum

Sonntag, 5.7. Ich suchte morgens nach einem Bäcker, latschte grad aus dem Campingplatz raus und sah ein Auto. „Boulangerie“ stand drauf und ein Typ lief mit diversen Baguettes herum. Ich fragte ihn im vmtl. grammatikalisch korrekten Französisch, ob die Möglichkeit besteht, ein Baquette zu kaufen. Der schaute mich an, zuerst verwundert, dann schaute er hinter mich, wahrscheinlich auf der Suche nach einem UFO, denn nur außerirdische.. äh französische würde so ne blöde Frage stellen. „Mais bien sur“, sagte er und so latschte ich mit 2 Baguettes wieder richtung Wohnwagen. Aber sonst machten wir an dem Tag NIX. 😉

Montag, 6.7. Wir fuhren auf den Donnon, das ist ein Berg, 1008m hoch, den wir bestiegen 🙂 Danach guckten wir uns Obernai an und besuchten obligatorisch einen Supermarche.

Dienstag, 7.7. Das Wetter wurde zunehmend schlecht und wir fuhren nach Langatte bei Sarrebourg, ins Centre de peut- ääh bien-etre. Theresa wollte sich ein Kirchenfenster in Sarrebourg anschauen, das irgendwie von einem berühmten Künstler zusammengeklebt wurde, vornehmlich von innen, aber die Kirche hatte aus unerfindlichen Gründen zu. Und so fuhren wir wieder unverrichteter (ausgenommen Supermarche) Dinge wieder nach Wohnwagenhausen.Der Campingplatz dort ist ganz anders als der in Celles de Plaine. Es campierten dort vornehmlich Dauercamper, die unterschiedlich ausgestattet bzw. ausgsehen haben. Als ich an einem ein rotes Lauflicht sah, wurde mir klar, daß es sich um Außerirdische handeln muß. Wie kommt man auf die blöde Idee, sich als Dauercamper in einem feststehenden, modrigen Wohnwagen auf einem Campingplatz einzunisten? Es müssen Außerirdische sein. Ich suchte den Bäcker, der um das Lauflichtanwesen herumschleicht und seine Baguettes an den Mann…ääh.. Außerirdischen bringen möchte.

Mittwoch, 8.7. Wir fuhren zu einer romanischen Kirche, in der man in der Krpyta allerhand Knochen anschauen kann. Auf dem Weg zurück waren wir noch auf einem Chateau auf einem Hügel. Von dort konnte man über die Rheinebene hinweg zum Schwarzwald sehen. Toll. 🙂

Donnerstag, 9.7. Nachdem wir samt Wohnwagen ganz viel Kram auf nem Supermarche eingekauft und ich den DIESEL-Tank vollgemacht hatte, fuhren wir nach Fort Simserhof, ca. 60km nördlich Sarrebourg. Das ist ein Posten der Maginot-Linie gewesen. Da sind wir etwas rumgelaufen und sind danach wieder nach Darmstadt gefahren. 😀

Gottes Ansagen an mich

Irgendwie wurde es in den letzten Monaten ziemlich still um mich. Und Gott schien mir nichts mitteilen zu wollen. Und so wurschtelte ich so vor mich hin. Vielleicht sagte auch Gott die ganze Zeit etwas, nur hab ich das nicht registriert, ich weiß es nicht. Jedenfalls sagte er irgendwie zwei Dinge zu mir. Wenn Gott zu mir spricht, dann meist durch Worte, die mich schon fast „durchbohren“, von denen ich mich tief getroffen fühle.

Ich habe mich ja neulich etwas im Blogg ausgekotzt. Manchmal muß ich eben mal Dampf ablassen. Das, was ich so rausgekotzt hatte, was allerdings nicht gegen die Menschen persönlich gemeint, sondern eher so gegen „den Geist dieser Welt“, der mich einfach auch öfter ankotzt, wenn ich so sehe, wie Menschen dadurch zerstört werden und ich so garnichts dagegen tun kann. Und genau da hat mich Gott getroffen, als ich eines morgens auf dem Blogg von Martin Dreyer folgende Überschrift las: „Es ist okay, du brauchst nicht mehr kämpfen„. Übertragen auf mich heißt das, daß ich aufhören soll, darum zu kämpfen, dass Menschen Jesus kennenlernen und mit ihm gehen. Ich soll diese Menschen (innerlich) loslassen. Vielleicht fühle ich mich auch an manchen schuldig und damit muß ich (mit Gott) fertigwerden.

Als nächstes kam ein Gebet am Sonntag in der Gemeinde. Jemand betete, dass Gott „die Menschen von den gefährlichen Plätzen“ holen soll, oder so ähnlich. Wieder hat es mich, zunächst verstandesmäßig irritierend, getroffen. Nach weiterem Nachdenken war mir klar, daß ich die „Ostfront“ verlassen soll. Und seit gestern habe ich das auf meiner HP dort offiziell gemacht.

Good bye, farewall and Amen.

Jammern und Nichtwählen geht nicht

Heute ist mir ein Eintrag auf Abgeordnetenwatch „zugeflattert“. Und irgendwie sagt er das, was ich schon länger befürchte: Daß viele der Parlamentarier in ihrer „eigenen Welt“ leben und garnicht mehr mitkriegen, was „da draußen“ so abgeht.

Ich denke aber auch, daß die Politikverdrossenheit in diesem unsrerem Lande, so berechtigt wie sie auch zu sein scheint, keinen weiterbringt. Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl war unterirdisch. „Meine eine Stimme kann ja nix verändern“, höre bzw. lese ich oft. Aber das stimmt so nicht. Jeder, der nicht wählen geht, unterschreibt damit ein Wahlergebnis, das er nicht haben möchte, ja, er unterschreibt damit auch, daß die Politiker in Amt und würden kommen, die man im Grunde garnicht dort haben möchte.

Es ist die Mindestverantwortung eines jeden Demokraten, wählen zu gehen. Auch wenn man nur zwischen Pest, Cholera und Splitterpartei wählen kann. Man überlege sich nur, wenn sich die 58% Nichtwähler 10 Splitterparteien herausgesucht hätten. Dann würden plötzlich einige völlig unbekannte, ungekaufte und frische Politiker auftauchen.

Übrigens: Die Piratenpartei (ich hab sie nicht gewählt und kenne deren Programm nicht, aber es ist eine Splitterpartei) hat in Schweden den Einzug ins Europaparlament geschafft.

Trotz(dem)

Ich bin ja im Grunde ein Mensch, der gerne mit Menschen zu tun hat. In den letzten Monaten, ja, vielleicht auch Jahren hat sich das irgendwie verändert. Ich fühle mich auf jeden Fall schneller angegriffen als früher, wenn diverse Leute „antichristliche Dinge“ sagen. Aber das liegt wohl auch daran, daß sie zT einfach Recht haben. Aber ich denke, es ist falsch, menschliches Versagen als „Werk Gottes“ zu werten. Aber es ist natürlich so schön einfach, denn dann ist Gott einfach Schuld und man fühlt sich als durchaus sündiger Mensch einfach mal besser damit. Ich ertappe  mich phasenweise selbst in solchen Denkmustern.

Ich merke derzeit sehr stark, wie stark „diese Welt“ einfach ist, mit all ihren Strömungen und (Binsen)Weisheiten. Gefühlt denke ich oft, mich rechtfertigen zu müssen, daß ich gläubig bin. Dabei vermisse ich oft Menschen, die ich am Anfang meines Studiums und Glaubens in Zwickau kennenlernte, die mich als gläubiger Christ (und manchmal auch Spinner) stehen ließen, ohne mich anzugreifen.

Ich habe natürlich immer die Wahl, Menschen ernstzunehmen, oder gewisse Dinge als „geistlichen Angriff“ zu werten und damit einfach alles zu ignorieren. Und tatsächlich war es bei Menschen, die ich kennelernte, die okkult belastet waren, schlichtweg das beste, was ich machen konnte. „Wessen Geist ich hab, dessen Lied ich sing“, dachte ich dabei oft und konnte so ein „Du Wichser“ oder ein „ich hasse dich“ auch richtig einsortieren. Aber das waren auch heftige Kräfte, die da an den entsprechenden Menschen zerrten.

Ich merke vorallem, daß ich mich von Menschen indirekt stark angegriffen fühle, denen ich vor Jahren bei den Jesus Freaks nahestand, und die inzwischen, ich sag mal „anders glauben als ich“, aber zB Gemeinden schon fast inbrünstig ablehnen. Ich gehe den Menschen zunehmend deswegen aus dem Weg.

Ich bin in einer Gemeinde, und ich bin es gerne, es gibt mir was, dabei zu sein. Und ich glaube auch, daß Gemeinden von Gott nicht umsonst eingesetzt wurden, sondern, daß es den Menschen etwas bringt.

Ich verändere mal den Eingangssatz von den Jesus Freaks etwas auf mich:

Als Jesus Freak behaupte ich, dass, trotz massiver Fehler bei Leitern, kranker Manipulation, Versuchen von Gehirnwäsche, wie ich sie erlebte, und all dem pseudo-religiösen Getue, hinter der Sache mit Jesus etwas Wahres und sehr Phantastisches steckt!

Um ehrlich zu sein glaube ich sogar, dass es nichts besseres auf dieser Welt gibt, als mit Jesus zu leben. Die Beziehung zu Ihm ist der Sinn des Lebens! Dabei geht es nicht um Religion oder irgendwelche Weisheiten und Lebensregeln, sondern vielmehr um eine persönliche Beziehung zum Schöpfer dieser Welt. Jesus hat als Sohn Gottes auf dieser Erde gelebt. Er ist für meine Schuld am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden und ist der Einzige, der heute die Mauer zwischen uns und Gott einreißen kann. Jesus ist der Weg zu Gott.

Daran glaube ich und dafür stehe ich eben auch gerade  – mit allen Konsequenzen. Wenn die Konsequenz die ist, daß ich dafür abgelehnt werde, dan ist es eben so. Wenn die Konsequenz die ist, als „starrsinnig“ oder „naiv“ gewertet zu werden, dann ist das eben so. Wenn ich um meines Glaubens willen gehasst werde, dann ist es eben so. Wenn ich die Wege mancher Menschen nicht mehr  mittragen und damit -gehen kann, dann ist es eben so.

AEG (ÖKO) Lavamat

Es ist schon witzig. Als wir vor gut 10 Jahren heirateten, bekamen wir die (alte) Waschmaschine von Theresas Oma, die damals recht frisch nach Bad Brückenau gezogen war. Es war eine AEG Öko Lavamat, gefühltes Baujahr Ende 80er Jahr. Diese leistete zuerst in Leipzig, dann in Würzburg in der WG gute Dienste, auch wenn sie aufgrund eines defekten Teperatursensors einmal die Wäsche meines WG-Genossen gnadenlos gekocht  und den Keller in eine Sauna verwandelt hatte. Nachdem sie 2003 entgültig die Grätsche machte, bekamen wir eine „neue“, baugleiche Waschmaschine, die ein Theologe, der in Bad Brückenau lebte und dort starb, hinterließ. Diese leistete 5 Jahre treue Dienste, bis sie vorletzte Woche diesen quittierte. Und, was soll ich sagen ? Wir bekamen schon wieder eine Waschmaschine geschenkt. Viel neuer. Aber: Es ist eine AEG Lavamat. Das „Öko“ fehlt diesmal, wobei ich glaube, daß die neue viel mehr „öko“ ist als die alten 🙂

aeg

Segnung von Salome :)

Gestern war ja tolles Wetter. Und wir ließen unsere Kleine in der Gemeinde, zusammen mit 3 weiteren Babys, segnen. Dazu kamen unsre Eltern, Geschwister, und meine Cousine. Die Segnung an sich war schön, auch die Predigt dazu. Salome hat den Trubel ganz gut weggesteckt.

Zusammen mit den Angehörigen von zwei der drei restlichen Babys grillten wir ungefähr 2 Schweine und 1 Kuh, oderso :), es war jedenfalls_viel_ Fleisch und traditionell hatten wir viel zu viel Grillage als notwendig. Aber Dank Kühltechnik ist das ja kein Problem. *grins*

Nachdem wir die gefühlt in der Größenordnung 10² Teller mit der Superhighperformanceblitzschnellindustriespülmaschine gesäubert haben, fuhren wir zu uns, um dort noch auf der Terasse Kaffee zu trinken.

Wir, d.h. Salome, bekamen wieder viiiiiiiiiele Geschenke. Dankeschön! 🙂

Kapitalismus vs. Sozialismus

Die Tage ist meine Schwester zu Besuch. Irgendwie kamen wir auf das Thema „Kapitalismus“. Meine Schwester meinte, daß der Kapitalismus nur deswegen in der Welt so gut funktioniert, weil er dem „fleischlichen  Menschen“ am ehesten entspricht. Im Grunde ist es ein guter Ansatz, schaut man mal nach, was „die Früchte des Fleisches“ so sind.

Galater 5,19-21:

Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen.“

Schaue ich mir die Gründe der Finanzkrise an, dann liegen sie in meinen Augen an Ausschweifungen, Eifersucht und damit auch Feindschaften und Streit, basierend auf Parteiungen und Selbstsüchteleien einzelner Manager. Also im Grunde wollten ein paar hoch hinaus, nicht wenige um jesen Preis (zB Betrug),  und sind dabei eben gescheitert und abgestürzt. Daß eben diese „hohen Herren“ nicht selten noch diverse berauschende Partys feierten, ist hinlänglich bekannt.

Gut, es geht im Grunde aber nicht nur um die „hohen Herren“, sondern es geht beim „kleinen Mann“ ja schon los, wenn er das Finanzamt bescheißen will. Ich will also nicht verurteilen, sondern ich behaupte, daß der Kapitalismus der „menschlichen Natur“ sehr entspricht. Auch wenn ich Deutschland offiziell „Eigentum verpflichtet“. Außerdem ruiniert der Kapitalismus in Reinstform unsere Umwelt. Aber zum Glück gibts dagegen ein paar regelnde Gesetze.

Der Sozialismus hingegen nimmt einfach an, daß der Mensch in sich gut ist. Das ist er aber nicht, sonst würde ja der Kapitalismus nicht so gut funktionieren. Außerdem haben die Sozialistischen Länder versucht, den Kommunismus ohne Gott aufzubauen. Ein Vorhaben, das grandios gescheitert ist.

Der Kommunismus ist keine Erfindung von Marx, Engels & Co, den gabs schon in der „Urgemeinde“. Dort gaben die Menschen ihren Überfluß bzw. ihre Habe jedoch freiwillig ab, nicht gezwungenermaßen. In der Apostelgeschichte wird erzählt, wie viele Menschen ihre Sachen verkauften, um damit den Armen zu helfen.

Vielleicht funktioniert der Sozialismus ja doch, aber eben nicht ohne, sondern nur mit Gott? 😉