Mein Eipott :)

Vor ein paar Monaten habe ich mir einen gebrauchten Ipod bei Ebay für billig Geld ersteigert. Ich wollte einen alten haben, damit ich darauf ohne Probleme Rockbox laufen lassen kann. Zum einen möchte ich auch unter anderem ogg-vorbis-files abspielen lassen, zum anderen empfinde ich die original-Apfel-Firmare gruselig.

Gesagt, getan, ich hab mir das Installationsprogramm runtergeladen, alles raufgespielt, lief auch (erstmal) einwandfrei.

Dann plötzlich konnte ich einige Files nicht mehr abspielen. Vom Eipott runterziehen ging auch nicht, der Linux-Kernel meldete fehlerhafte Sektoren. „Scheiße“, dachte ich mir und untersuchte das Ding mal genauer. Mit fdisk schaute ich mir mal die Partitionstabelle an. Dabei kam ein sehr sehr merkwürdiger Fehler auf: „Partition endet nicht an einer Sektorgrenze“. Auch drumherum kamen seltsame Meldungen. Also hab ich erstmal alles runtergehauen, den gesamten Eipott einem Blocktest („überprüfe mal den ganzen Flashspeicher aufm Eipott“) unterzogen: Ergebnis: Keine Fehler. Auch ein Blocktest, der mit einem bestimmten Muster schrieb und das geschrieben wieder abruft, fand keinen Fehler. Natürlich war so auch die alte, seltsam angelegte Partitionstabelle hinüber. Aber ich habe eine neue angelegt, die original-Apfel-Firmware draufgeorgelt und auch die Rockbox neu aufgespielt. Jetzt geht er wieder.

*Kopfkratz*

Mein Eindruck von Wirtschaft und Finanzen

Ich hatte mal während meines Grundstudiums BWL. Das fand ich so furchtbar, weil unverständlich, daß ich nach 2 Wochen nich mehr hingegangen bin, dafür aber einen Tag vor der Prüfung mit einer Freundin 8 Stunden lang gelernt habe. Zum Glück war die Prüfung nur ein Witz, weil die meisten Fragen durch „multiple joice“ zu beantworten war. Ich las mir die Fragen durch, überlegte nach meinem Empfinden die logischen Antworten und kreuzte  genau das Gegenteil an. Ergebnis: Ich bekam eine 3. Immerhin. Ich will damit sagen: Ich scheine von dem ganzen Zeug nichts kapiert zu haben.

Doch wenn ich mal logisch nachdenke, schaut es für mich doch folgendermaßen aus:

1) Es gibt nur endlich viel Geld. Geld vermehrt sich nicht einfach so, es sei denn es wird mehr Geld gedruckt, aber damit verliert es unterm Strich um das Mehrgedruckte wieder an Wert.

2) Jeder, der Geld verdient, muß dafür etwas leisten. Ein Fabrikarbeiter produziert etwas und bekommt dafür Geld, ein Bänker tut eine Dienstleistung und bekommt dafür Geld.

3) Damit der ganze Wirtschaftsapparat funktioniert, braucht man viele Dienstleister, die das Verwalten. Also sind eigentlich die Bänker für den Rest da.

4) Geld bedeutet Macht. Das sieht man an Korruption, aber auch daran, daß viele Banken ungeniert nach der Krise so weitermachen wie vorher – und sich das offensichtlich leisten können.

Ich habe den Eindruck, daß der ganze Klimbim des Finanzsektors mittlerweile sehr undurchsichtig geworden ist. Mein Nachbar ist Bänker (kein Bankster :D), er erzählte mir von einem Computer (der stand glaube ich nicht in seiner Bank), dem man mit bestimmten Algorythmen gefüttert hat und so bestimmte Zertifikate ge- und verkauft hat. Vor der Krise „verdiente“ dieser Computer richtig Geld. Also allein durch Spekulation. Für mich schaut es so aus als würde der Computer nur Geld aus dem Pool abzapfen, in dem viele Menschen, die wirklich Geld verdienen, eingezahlt haben (mal ganz vereinfacht für dumme Ingenieure wie mich gesagt :)). In der Finanzkrise hat er dann freilich Verluste gemacht. Aber wirklich dafür etwas geleistet hat er meiner Meinung nach nicht.

Viele Finanzangebote von Banken sind in einem undurchsichtigen Banksterchinesisch beschrieben, und nicht selten so verklausuliert, daß man als Kunde keine Ahnung hat. Viele lassen sich den Schrott leider doch andrehen. Ja, sicher, „selbst Schuld“, kann man da sagen.

Banken machen heute oft wieder Gewinn, die sie dann an ihre (meist hochpositionierten) Angestellten auszahlen, während viele Sparer sich (wahrscheinlich oft zurecht) betrogen fühlen. Dabei sind doch die Sparer irrwitzigerweise diejenigen, die das System unterstütz(t)en.

Logisch (und rein theoretisch!) gesehen müßte man weltweit den Finanzsektor auf das wesentliche zurückfahren: Nämlich auf die grundlegenden Aufgaben, nämlich der Verwaltung von Geld. Gewinne von Banken sollten (zu einem großen Teil) an die Sparer ausgezahlt werden, denn es ist doch eigentlich deren Geld, das arbeitet (zumindest sagt das so manche Werbung).

Freilich ist das Utopie, denn man bekommt sicher nicht die Finanzmafia weltweit unter einem Hut, und schon garnicht, wenn es um deren Demontage geht. Aber eines ist doch klar: Geld=Macht und Macht=Geld. Man sollte also sehr genau nachschauen, wo man sein Geld anlegt, und welche Dinge dahinterstecken. Natürlich bekommt man für Finanzprodukte mehr Prozente, die letztlich mit dem Geld funktionierende Firmen aufkaufen, splitten und mit hohen Gewinnen auf kurze Zeit wieder verkaufen, mit dem Ergebnis, daß Menschen ihren Job verlieren. Also, daß ein zB Konsortium zielstrebig einen Betrieb mit einer Entwicklungsabteilung aufkauft, die (nur kostende) Entwicklungsabteilung absplittet und dichtmacht, während der Produktionsteil „gewinnbringend“ weiterverkauft wird. Solche Methoden gehören verboten, das ist eine widerliche Heuschreckenmentalität, die dahintersteckt. Aber mit Sicherheit wird das, was dahintersteckt, in einem solchen Banksterchinesisch geschrieben, daß man es als Normalverbraucher nicht mehr wahrnimmt. Leider fallen viele Kunden sabbernd auf die dicken Prozentzahlen herein. Trotzdem sollte man da nachbohren, wie diese dicken Prozente zustandekommen. Denn von nix kommt nix.

Naja das sind nur ein paar lose Gedanken eines finanz- und wirtschaftsblinden Ingenieurs, der sich diese Welt mit Logik zu erschließen versucht O:-).

Zu hohe Maßstäbe?

Die Tage habe ich mich öfters mit Ex-Jesus-Freaks unterhalten. Sowohl welche in Darmstadt als auch Leute, die bei den JF-Brückenau dabei waren, zum Teil dort zum Glauben kamen, sich taufen ließen. Die meisten haben heute nur noch wenig bis nichts mehr mit Jesus, mit Glauben, am Hut.

Mich macht es zum einen traurig, zum anderen hinterfrag(t)e ich mich. Das letzte Jahrzehnt war bei mir sehr geprägt von Jesus Freaks Aktivitäten. Ich hatte mich vielen Menschen zu tun, viele meinten sogar, daß ich etwas besonderes an mir habe – obwohl die, die das sagten, nicht gläubig waren. Dennoch scheint davon nicht mehr viel davon übriggeblieben zu sein.

Als ich mich 1995 taufen ließ, war mir klar, daß ich bei Jesus bleiben will, ohne, daß ich das zwingend mit einer Gemeinde(„mitgliedschaft“) gekoppelt hätte. Ich ging meinen Weg mit Jesus und ging erst 1 1/2 Jahre später fest zu einer Gemeinde. Ich ging davon aus, daß jeder Mensch das irgendwie auch so praktizieren könnte. Anscheinend habe ich mich da geirrt und Gemeinde ist für den Glauben der meisten wichtiger als zB für meinen.

Die Menschen, die sich bei den Freaks taufen ließen, fühlten sich in den jeweiligen Gruppen sauwohl, und tatsächlich waren die Gruppen phasenweise „Kuschelclubs“ auf ihre Weise. Aber nichts ist für ewig, schon garnicht, wenn es um „Gemeinde“ oder „Gemeinschaft“ geht. Wie in jeder anderen Gruppe, ja, Beziehung,  gibt es irgendwann Knatsch, den man einfach bewältigen muß – oder man flieht, wie auch immer das dann gelagert ist.

Schon fast krampfhaft machten wir uns als Leiterbei den JF-DA Gedanken, wie man die Atmosphäre in der Gruppe verbessern könnte, aber letztlich half wirklich nur Gebet. Es war schon irre, wie die „auf und ab“s in der Gruppe am Gebetsverhalten gekoppelt war. Oft genug beteten wir Leiter in Darmstadt aus purer Hilflosigkeit. In Bad Brückenau lief es solange gut, bis die regelmäßigen Gebete abbebbten und durch direkte Krisen „ausgetauscht“ wurden. Vielleicht liege ich da jetzt falsch, korrigiert mich da bitte. Jedenfalls rutschten wir in eine Krise, die zB den Umzug nach Weichersbach nachsichzog.

Viele Menschen fühlten sich bei uns wohl, aber übersahen anscheinend, daß es in erster Linie um Jesus geht, nicht um einen geistlichen Kuschelclub. Die Maßstäbe, die wir in den Punkt setzten, waren immens hoch und suchen anscheinend noch ihresgleichen – zumindest in den Köpfen. Und freilich kann kaum bis keine Gemeinde diesem Maßstab standhalten (was, denke ich, auch gut so ist).

Gemeinde ist kein Nest, in das man sich setzt und es sich gutgehen läßt, Gemeinde hat einen klaren Auftrag, der an jedem, der sich darin befindet, gerichtet ist. Jeder hat die Wahl, diesen Auftrag anzunehmen, oder sich um sich selbst (und sein Wohlbefinden) zu kreisen.

Man wird sensibel für das, womit man sich beschäftigt – Und desensibillisiert sich gegenüber dem, was man ignoriert.

Christian Loonatics ;-)

Heute habe ich meinen Rockbox-IPOD neu gefüttert und bin dabei auf ein uraltes MP3 aus den 90ern gestoßen. Saugeil 🙂

Für mich ein guter Ohrwurm, aber ich fürchte, meiner Frau gehe ich damit auf den Geist O:-).

Was mit der Sache jetzt an sich nix zu tun hat: Martin bat mich, auf die Wahl des goldenen, silbernen und bronzenen Webfishes hinzuweisen, wo man (auch) für die Volxbibel stimmen kann.

Innerer Frieden

Es ist schon geil, wenn man den über eine Sache hat. Wir hatten bis vor 2 Wochen eine Kinderfrau, die, praktischerweise zu uns kam und sich um Salome und die Nachbarstochter Helena gekümmert hat. Meine Frau arbeitet mittl. 2 Tage pro Woche an der FCSD und legte sich ihre Tage so, daß die Kinderfrau auch kommen kann. Jetzt hatte die aber was verpeilt und konnte genau an diesen Tagen nicht mehr. Und jetzt finde mal jmd, der mal so eben da kommen kann oder eine Tagesmutter. Wir haben darüber gebetet und ich hatte da schon die Ruhe weg, irgendwie berührte mich das Thema garnicht mehr, da ich wußte, daß Gott da eingreifen würde.

Derzeit können wir das provisorisch überbrücken, aber das ist eben nur provisorisch. Seit ein paar Tagen haben wir recht sicher einen Platz bei einer Tagesmutter, und jetzt eröffnete der Chef meiner Frau, daß nach den Osterferien ein neuer Lehrer eingestellt und daher der Stundenplan geändert wird. Das bedeutete also, die Kinderfrau könnte wieder kommen, oder wir nehmen doch die Tagesmutter? Jetzt haben wir 2 eventuelle Lösungen.

Danke, Jesus *G*

Machs gut, Miele G560, danke für die 29 Jahre treuen Dienst.

Gestern wollte ich unsere Spülmaschine anschmeißen, doch die Tiptronic versagte ihren Dienst. Sie konnte nur noch das Programm 7 – „Teller wärmen“ aufrufen.

Ich suchte bei der Elektronik noch noch einer etwaigen kalten Lötstelle oder einen anderen sichtbaren Defekt, fand aber nichts. Also hat anscheinend ein elektronisches Bauteil seinen Dienst quittiert, nach ca. 29 Jahren, 4 Wohnungen (davon eine 4-Mann-WG), fuhr ich sie zu ihrer letzten Ruhestätte, dem Wertstoffhof.
Heute habe ich – natürlich wieder eine Miele – für 210€ bei Azur geholt.

Blöd, daß ich verrafft habe, die alte zu knipsen. Nuju, immerhin haben wir jetzt an der Stelle auch einen Aquastop.

Diascanner läuft unter Linux ;)

Soderla. Ich habe den alten Epson Filmscan 200 von meinem Vater abgerippt (der hat jetzt ein Highendgerät). Und weil Epson und sane den Scanner nicht oder unzureichend unterstützt, habe ich mir Vuescan gekauft (für die Windows-Besserwisser: Es gibt für das Gerät auch keinen XP-Treiber mehr).

Da meine alten Dias meistens dick sind, haperts etwas mit der Schärfe, popelt man das Dia raus, klappts aber ganz gut.

Das Bild entstand vor einem Jesus Freaks Gottesdienst auf dem Christival 1996 in Dresden. Und nein, dieses Dia habe ich nicht rausgepopelt 😉

1x quer durch die Republik ;)

Wir haben nach 2 1/2 Jahren mal wieder Juli(ane) in Leipzig besucht. Es war schön, mal wieder in der „alten Heimat“ gewesen zu sein, und zu sehen, wieviel sich in den letzten Jahren verändert hat.Wir haben auch Claudia, Theresas ehemalige WG-Genossin, getroffen.

Wie die letzten Jahre kamen wir bei Julis Eltern im Haus unter, was sehr schön und trotz Kleinkind unkompliziert war.

Wir genossen die ersten warmen Sonnenstrahlen nach dem Winter und selbst Juli genoss zuvor und danach den Regen, weil es eben kein Schnee war.

Juli hat sich, finde ich, kaum verändert, außer, daß sie jetzt keine Studentin mehr ist 😉 (aber noch so aussieht :D). Sie hat uns versprochen, uns demnächst mal zu besuchen. Ich freu mich drauf *g*.

Den letzten Tag waren wir noch schnell am „Cosi“ (Cospudener See), im Süden von Leipzig.

Auf dem Weg dorthin wurden wir freundlich von einem Lieferwagenfahrer darauf hingewiesen, daß wir vorne rechts einen Platten haben. Der nächste Reifenhändler war direkt neben dem Parkplatz, wo wir sowieso parken wollten, und der Reifen konnte sogar repariert werden. Juli nannte es „Luxuspanne“, weil es im Grunde garnicht aufgehalten hat. Die Reperatur kostete gut 20€ ;-), incl. Montage und Wuchten.

Nach Langendorf (zu meinen Eltern) brauchten wir dann auch nur 2 1/2 Stunden (B2/A38/A9/A4/A71/B286/B287).Pöl Ahoj! 🙂