Das mit dem Sterben ;-)

Ich habe ja in Fulda über dieses ähnliche Thema gepredigt und dabei einige Dinge angerissen, worum es beim „Fleisch“, bw. dessen sterben, so alles geht.

Doch einen Gedanken greife ich nochmal auf, weil er mich nicht losläßt. Der Mensch neigt oft dazu, sich aufzuopfern, meistens, damit er hinterher vor sich selbst und/oder anderen vermeintlich besser dasteht. Diese Denkweise habe ich, zumindest theoretisch, schon immer abgelehnt. Bei den JF-Darmstadt kassierte ich dafür auch harsche Kritik, als ich noch in der Leitung war. Ich sagte mir immer „Jesus ist Chef und wenn er das ist, dann sorgt er auch für entsprechende Kapazitäten, falls wir Dinge (zB Seelsorge) umsetzen sollten“. Auch wenn ich mir das im Kopf immer sagte, so handelte ich phasenweise anders und fiel teilweise nach Seelsorgegesprächen gegen 4 Uhr morgens unter der Woche ins Bett (Dieses Beispiel ist nicht wirklich repräsentativ in dem Zusammenhang, aber ich hab grad kein anderes ;)). Manche Situationen sind eben schwer, auszuhalten, man möchte etwas tun, es fällt eben schwer, loszulassen.

Läßt man (Menschen) los, kriecht in einem die Angst hoch, daß es schiefgehen könnte. Gerade als Leiter läuft man in Gefahr, so zu denken und vorallem, Dienst vor Gott bzw. Dienst vor Ehe zu stellen, was fatale Auswirkungen hat. Wer aus einer Angst heraus handelt, der handelt automatisch nicht mehr im Glauben. Das Gegenteil von Glaube ist, denke ich heute, nicht „Unglaube“, sondern Angst.

Wenn man nun nicht gerade Leiter ist, sondern irgendwie ein Schäfchen in einer Gemeinde, vielleicht vollgestopft mit Verletzungen, die man garnicht loslassen will, bzw. wo es schwerfällt, handelt man auch oft aus einer Angst heraus. Man befindet sich in einer Opferrolle, an die man sich so schön gewöhnt hat. Man wurde verletzt, Schuld sind immer die anderen und vor sich selbst steht man stets als vermeintlich besserer Mensch da. Ich glaube nicht, daß vielen Menschen, die so geprägt sind, deren Verhalten bewußt ist, dennoch können sie gerade in Gemeinden wahre Kotzbrocken sein, übrigens genauso wie übereifrige, ängstliche Leiter ;-).

So oder so gilt es doch, die (eigene Versagens-)Angst, Verletzungen, eben Dinge, die uns doch am Leben hindern, abzulegen und im Glauben annehmen, daß wir, so wie wir sind, geliebt sind. Ich glaube, der erste Schritt in diese Richtung ist eine bewußte Entscheidung.

„…damit meine Angst immer mehr vergeht und Ehrfurcht bleibt!“ *g*

[audio:2010-09-22-Obadja-Ehrfurcht.mp3]

Ohne Tod keine Auferstehung, das ist doch logisch, oder? Das Alte muß erst vergehen, damit neues werden kann.

„Meine“ Predigt bei den Freaks in Fulda

Es war wie so oft, wenn ich predigte. Ich stupfel irgendwas zusammen und wundere mich danach, daß Leute auf mich zukamen und sich bei mir bedankten.

Mir wurde gemailt, daß sich die Leute gegen 20 Uhr zum gemeinsamen Abhängen treffen. Der eigentliche Gottesdienst geht dann um 20:45 los. Als ich gegn 20:15 ankam, wurde gerade aufgeschlossen. Nach und nach trudelten die Leute ein. Die meisten kannte ich nicht, ein paar aber schon.

Ich mich fast die ganze Zeit mit Eva unterhalten. Unterbrochen wurden von einem Knilch, der reinkam, sich an die Drums setzte und erstmal auf diese eingedroschen hat, daß man sein eigenes Wort nicht mehr hören (geschweige den verstehen) konnte. Dann gings los. Lobpreis mit Klampfe. 3 Freaks kamen nicht dazu, sie diskutierten lieber draußen über wichtigeres. Aber egal, es geht nicht um andere, es geht um Jesus.

Meine Predigt drehte sich um Gehorsam, Furcht des Herrn und die Notwendigkeit des Todes des eigenen Egos (bzw. Fleisch). Dennoch wichen meine Worte an vielen Stellen zumindest gefühlt von dem weit ab, was ich aufgeschrieben hatte. Danach gabs eine Kurze Diskussionsrunde. Inzwischen waren auch die 3 von draußen drinnen und diskutierten zT mit.

Viele bedankten sich für die Predigt, einer fragte nach dem Text. Ich hab ihm mein „Manuskript“ gegeben. Anscheinend hat „meine“ Predigt oft gepaßt wie die Faust aufs Auge.

Es ist schön, von Jesus gebraucht zu werden. Danke Jesus! 🙂

Ach du liebe Zeit! Liebe Medien….!!!!

..als ich heute im Morgenmagazin von der geplanten Koranverbrennung in Florida hörte, brach ich in schallendem Lachen aus. Christen tun allermeistens nichts weiter als beten, vielleicht verteilen sie hie und da mal ein paar Traktate (ich zähle die Zeugen Jehovas und Mormonen nicht dazu). In vielen Ländern werden sie dafür eingesperrt. Tausend-, vielleicht sogar millionenfach. Da kräht kein Hahn danach. Wozu auch, sind ja nur Christen….

Und jetzt, wo ein Pastor in einer 50-Seelen-Gemeinde zu einer Koranverbrennung aufruft, macht ihr so ein Faß auf? Gehts noch?

Islamisten verbrennen über den halben Erdball Flaggen der Staaten der westlichen Welt, demonstrieren zu Millionen gegen den „bösen Westen“. Das ist dann aber in den Augen der Medien deren gutes Recht. Wir haben ja Meinungsfreiheit. Äh, nein, „die Christen“ natürlich nicht, diese rückständigen Evolutinsgegner mit ihren mittelalterlichen Ansichten gefährden ja unsere Freiheit und Demokratie.

Das hat in meinen Augen nichts, aber auch garnichts mit gutem Journalismus zu tun. Ihr habt doch echt eins an der Klatsche. So. *Kopfschüttel*

Übrigens: Ihr macht die Koranverbrennung erst so richtig publik, ist euch das bewußt? Ich denke, das hättet ihr besser totgeschwiegen (im Ggs zur Verfolgung von Christen weltweit).

Vom Ohr- zum Herzwurm

Hach, da hat Obadja ein echt tolles Lied gemacht. Lobe den Herrn! Ich gehe mal davon aus, daß es für die Jungs von Obadja okay ist, wenn ich dieses mp3 hier zum Download anbiete, da sie selbst ihr neues Album „We will face“ (kostenlos) zum Download anbieten. Dank euch dafür! 🙂

[Audio:2010-09-Obadja-Lobe_den_Herrn.mp3]

Das Lied geistert seit gestern in meinem Kopf herum und begeistert mein Herz. Nein, eigentlich nicht dieses Lied, sondern der, der dahintersteht.

Danke Jesus!

Lobe den Herrn 🙂

Bauträger

Es ist ja abzusehen, daß unsere 3-Zimmer-Wohnung allmählich zu eng wird. Dazu kommen noch diverse Querelen der oberen NachbarInnen, von denen ab und an mal ein Schrei auf uns niederprasselt (natürlich wegen den Kindern, alles andere glaub ich nicht). Auf die unlösbare Situation (Familienleben vs. Sanatorium mit Ruhe) will ich jetzt nicht weiter eingehen. Es war jedoch die Nachbarin, die gerne mal runterschreit, die uns den <ironic> höflichen Tip </ironic> gegeben hat, uns doch ein freistehendes Haus zu suchen (wo wir dann soviel Krach machen können und uns ausbreiten können, wie wir wollen). Genau das haben wir uns überlegt, Gelder überschlagen und befunden, daß wir uns das sogar leisten können. Ich muß dabei ein bischen an Psalm 23,5 („Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“) denken :D. Dazu bekommen wir noch Unterstützung aus der Verwandtschaft, sodaß das Projekt nächstes Jahr losgehen kann.

Jetzt haben wir jedoch das „Problem“, oder die Qual der Wahl der Bauträger.  Die meisten Anbieter bauen mit sog. Vollwärmeschutz, das heißt, daß das Haus so ne Art Kondom übergezogen kriegt, damit die Wärme, aber leider auch die Feuchtigkeit drinnenbleibt. Abhilfe soll da ein Belüftungssystem schaffen. Soweit ich das mitkriege, gibt es dazu aber keine Langzeitstudien.

Alternativ gibt es ein Anbieter, der mit 36,5cm Dämmziegel mauert, damit den Dämmwert einer 17,5er Mauer+Kondom erreicht, der jedoch etwas teurer ist.

Wir „jonglieren“ nicht nur mit Bauträgern, sondern auch mit Unsummen an Geldern. Aber die Zinsen sind ja derzeit sauniedrig, und die Inflation arbeitet ab dann für uns :D.

Nix für schwache Nerven: Autokauf per Internet

Als am 16.4. diesen Jahres unser Auto seinen Geist aufgab, hätten wir nicht gedacht, daß es fast 4 Monate braucht, bis wir wieder ein neues haben würden. Und hier die Geschichte dazu:

Wir schauten uns nach einer Alternative um, schauten auf diverse Internetangebote und waren auch beim Renaulthändler. Relativ schnell war klar, daß wir uns einen Dacia Logan MCV holen würden. Wir fuhren einen 75PS-Wagen probeund waren recht zufrieden damit. Ich wollte jedoch, wenn, eine größere Maschine. Dann wollten wir noch dies und das und *schwupps* waren wir bei knapp 13000€. Theresa traf dann im Intnernet auf Auto Zeltner in Maring-Noviand, also quasi an der Mosel. Der importiert direkt und ist viel billiger.

Gut, am 3. Mai bestellten wir den Wagen und es kam auch sofort eine Bestätigung zurück. Er war ähnlich teuer wie der von Renault, nur hatte er allerhand Extras, außerdem fährt er mit Gas (LPG). Ende Mai bekam ich einen Anruf, daß, wie versprochen, der Wagen Mitte Juni geliefert werden wird. Er rief mich verdattert zurück, daß ich ja einen Wagen mit Anhängerkupplung und Gasumbau bestellt hätte, was so nicht geht. Ich rotierte und fand heraus, daß die Firma Rameder für diesen Wagen eine Anhängerkupplung herstellt, die auch mit Gasumbau betrieben werden kann. Ich rief bei Auto Zeltner an und sagte, daß der Wagen wie geplant nur ohne Anhängerkupplung geliefert werden soll. Der Bearbeiter bestätigte mir dies per Mail und ging daraufhin in den Urlaub.

Anfang Juni mailte ich hin, wann ich den Wagen abholen könne. „Nächste Woche“, so die Antwort. Eine Woche später rief ich an. „Nächste Woche“, so die Antwort. So ging das bis Anfang Juli. Da war dann der Bearbeiter wieder da und der erzählte mir etwas von einer Mehrwertsteuererhöhung in Rumänien und weil der Wagen ja erstmal von einem Händler in Rumänien gekauft wurde, gabs bei der Anzahlung Kuddelmuddel und der Wagen durfte nicht ausgeliefert werden.

Da mir von ihm versichert wurde, daß der Wagen WIRKLICH kommt, und ich nicht mit 12520€ Bargeld im Rucksack Zug fahren wollte, überwiesen wir das Geld für den Wagen, so, wie es in der Rechnung stand. Der Wagen kam nicht eine Woche drauf. Inzwischen waren wir im Urlaub, zufällig in der Nähe von Maring-Noviand. Dort kreuzten wir dann auf, nach unzähligen Telefonaten und Vertröstungen.

Zunächst schauten wir uns verdutzt um, denn das im Internet angezeigte tolle Autohaus existiert zwar, aber war verschlossen und auch mit Zaun und Tor verriegelt. Nebendran war ein Fliesengeschäft, dort fragten wir nach Auto Zeltner. Der deutete zu einem wirklich abgeranzten Bürocontainer. „Da sind die drin.“, meinte er. Wir schluckten. Dort haben wir also gerade 12520€ versenkt? Immerhin waren alle, mit denen ich bis dahin telefoniert hatte, anwesend. Ich sagte wer ich bin und verlangte einen Termin, wann der Wagen geliefert wird. Auf meine Frage, wieso sie nicht im Haus nebendran wären kam nur die Antwort „Wir ziehen hoffentlich Ende des Jahres ein, da ist noch Bauphase.“ Aha. Naja, auch wenns mir Wurst war: Im Haus standen Tische, Stühle und man sah auch einen großen Röhenmonitor.

Und wann sollte der Wagen geliefert werden?  Wer ahnt es? Na? „Nächste Woche, allerspätestens“ Dies lies ich mit schriftlich geben. Und tatsächlich wurde der Wagen im einwandfreien Zustand am 22.7. bei meinen Schwiegereltern in Bad Brückenau abgeliefert. Ich holte mir Übergangskennzeichen, da ja die Papiere noch nicht da waren. „Die brauchen, wenns gut läuft, 3 Tage.“, sagte der Chef. Es wären dann COC-Papiere, kein deutscher Fahrzeugbrief, meinte er noch und daß ich wahrscheinlich dann mit dem Wagen vorfahren müsse, weil die Zulassungsmenschen die Fahrzeuggestellnummer vergleichen müssen.

Als die 5-Tages-Kennzeichen abliefen stellte ich den Wagen auf dem Parkplatz der Zulassungsstelle ab. Erneut telefonierte ich mit dem Laden. Wann kommen die Papiere? Na? „Nächste Woche.“  *narv* Ich rief also letzte Woche an, was mit den Papieren wäre. „Ja, die Papiere sind da, aber wir beauftragen eine Firma, die daraus einen dt. Fahrzeugbrief macht“, sagte der Chef, „Am Montag haben wir sie und schicken sie sofort weiter.“ Aha. Also einmal mehr „Nächste Woche“. Ich telefonierte indessen 2x mit der Zulassungsstelle, ob es ok ist, wenn der Wagen noch ein paar Tage mit den abgelaufenen Übergangskennzeichen stehen könne. Dies war zum Glück kein Problem.

Gestern kam der Fahrzeugbrief und heute wurde er endlich zugelassen, nachdem er 2 Wochen vor der Zulassungsstelle stand.

Bestellt: 3. Mai, Liefertermin mündlich: Mitte Juni, schriftlich: „ca. Juni 2010“, tatsächliche Lieferung: 22.7., Papiere kamen am 10.8.

Es ist ein echter Rumäne, mit Pünktlichkeit hat ers nich so, der Wagen *grinz*

Manchmal muß man sich bewußt Gott(es Gemeinde) aussetzen

Seit einem guten Jahr sind wir zwar in Mitglied einer Gemeinde, aber dafür hatte ich kaum noch Aktionen mit Jesus am Start. Das liegt zum einen daran, daß Gott mich von Dingen zurückgepfiffen hat, zum anderen, daß eben keine neuen Aktionen dazugekommen sind. Aber müssen es immer Aktionen sein? Eigentlich nicht, dennoch spüre ich, daß ich in den letzten Wochen vor mich hingedümpelt bin, was den Glauben angeht.

Da unsere Gemeinde gerade Sommerpause macht, höre ich mir ein paar Predigten von Gert Hoinle an, bei denen ich merke, daß sie in mir Dinge aufwerfen, die durch allerlei Verletzungen und bösen Dingen, die mir passiert sind, verschütt gegangen, ja, vergraben worden sind, irgendwo.

Klar glaube ich, daß Gott heilt, aber .. mal ehrlich, auch, wenn ich (Glaubenswürstchen) dafür bete?
Sicher, es passierte schon manchmal, daß sofort tatsächlich Heilung kam, aber … Und da kommt der Unglaube an vielen Stellen hoch. Es gibt Dinge, bei denen habe ich große Zuversicht und Glauben, aber wenn ich zurückschaue, dann ist die Anzahl der „Dinge des Unglaubens“ ziemlich angewachsen.

Nach dem Zusammenbruch der Jesus Freaks in Darmstadt schloß ich mich bewußt einer Gemeinde an, weil ich nicht vom Glauben abfallen wollte. Obwohl ich vorher glaubte, daß ich – rein theoretisch – keine Gemeinde brauche, so muß ich meine Meinung an der Stelle korrigieren – und damit einen ziemlichen Rattenschwanz, der diese Meinung hinterherzieht. Aber gut, Gott sei Dank kann ich mich ja korrigieren lassen.

Das heißt jetzt nicht, daß ich einen „Guru“ habe, dem ich blindlinks nachfolge. Darum geht es auch garnicht. Es geht darum, daß man sich einer Gemeinde/Gemeinschaft aussetzt, bewußt aussetzt und daß es eben gut sein kann, daß Menschen (oft unbewußt) Dinge in dir ansprechen, von denen du weißt, daß sie im Argen liegen. Ich meine dabei nichtmal zwingend Predigten, aber dennoch Worte, deren Grundlage aus dem Wort Gottes kommen.

Bleiben diese Dinge aus, verkümmert mein Glaube und ich schätze, ich würde ihn auf diesem Weg binnen Monate, vielleicht Jahre, völlig an den Nagel hängen. Vielleicht bleibt noch eine fromme Hülse übrig, was in meinen Augen dann aber wirklich erbärmlich wäre.

Meine Korrekturen kommen meistens (aber nicht immer) durch Predigten. Man muß natürlich dann auch dazu bereit sein, dies an sich heranzulassen. Für mich war dies eine bewußte Willensentscheidung. Und ich will aus meinem Glaubenswürstchendasein herauswachsen :).

Urlaub :D

Juhu! Endlich sind wir im Urlaub. Dazu schippern wir mit unserem Eigenheim auf  2 1/2 Rädern durch die Republik und sind in Saarburg auf einem 5-Sterne-Campingplatz angekommen, der fast ausschließlich von Holländern bevölkert ist. Wir sind sogar ohne ADAC dort angekommen.

Da ich die Anleitung zum Aufbau des Vorzeltes vergessen hatte, standen wir erst sehr belämmert vor den vielen Stangen und dem Überwurf. Da ringsum Holländer waren, bekamen wir von einem Nachbarn fachkundige Hilfe. Nach ca. 30 Minuten stand das Zelt – ob es richtig so aufgebaut wurde, werden wir erst erfahren, wenn wir wieder zu Hause sind.

Weil ich mir keinen Urlaub ohne ADAC vorstellen kann, hab ich aus Versehen (ehrlich!) den Autoschlüssel in den abgeschlossenen Passat meiner Schwiegereltern eingesperrt. Der ADAC kam und hat fachkundig binnen gefühlten 3 Minuten den Passat aufgemacht bekommen. Wer das mal live gesehen hat, der findet es lächerlich, sein Auto überhaupt noch abzuschließen. Das ganze ging ohne Schäden am Auto über die Bühne. Der Mann sagte mir, daß er im Schnitt 2 Autos am Tag aufmachen muß 🙂

Die Hitze macht mir irgendwie zu schaffen und ich stehe oft neben mir. Ich hoffe, es geht jetzt damit wieder aufwärts. Immerhin funnktioniert der Kühlschrank einwandfrei.

Wir fuhren die folgenden Tage mit den Rädern im Saartal umher bzw. hingen im Campingplatzschwimmbad ab. Wir waren auch mal an der Mosel, in Luxemburg und Metz, haben ein paar leckere Dinge aus Frankreich mitgebracht.

Nach einer Woche Landal in Saarburg gings weiter. An den Laacher See, der auf der ADAC-Karte als „Geheimtip“ gehandelt wird. Der einzige Campingplatz dort ist ziemlich deutsch: Strenge, enge Regeln, man wird beim Anmelden aufgerufen, es wird einem eine Parzelle zugewiesen, in die auch unser Wohnwagen mit seinen stolzen 6,08m Gesamtlänge reinpaßt. Man wird überhäuft mit Regeln, Verbotsschildern und zum duschen gibts für 50ct/3min Duschchips. Beim Spülen gibts Warmwasser nur auf Knopfdruck. Wir machten uns über den Platz einfach nur lustig.

Da wir genau gegenüber vom Klo einquartiert wurden, hatte Salome allerhand Leute zum flirten. Sie spielte viel mit der Eingangstüre und watschelte im Eingangsbereich hin und her. Im klaren See hatte sie ihren Spaß. Das Wasser war warm und das Wetter heiß bis zum letzten Tag, an dem wir vorsorglich unser Vorzelt schonmal einlegten.

Da fuhren wir nochmal schnell nach Köln, fuhren „Bimmelbahn“ und am nächsten Tag gings bei Regenschauern nach Hause. 😀

Die Gauckelei um Wulff

Hachja. Das war gestern ein Spektakel, diese Bundespräsidentenwahl. Und irgendwo auch ein Kasperltheater. Auch wenn Wulff letztlich 3 Anläufe brauchte, so wurde er doch gegen den Willen des Volkes (laut Umfragen) Bundespräsident. Das heißt, daß sich die meisten Wahlfrauen und -Männer sich einen Dreck um die Meinung des Volkes scheren und stattdessen nach Parteipolitik handeln. Auch wenn Rot-Grün mit Gauck einen richtig guten Mann aufstellte, den das Volk gut fände, so war das allenfalls ein glücklicher „Zufall“, daß hier die Rot-Grüne Minderheit den Präsidenten wählte, den das Volk auch wollte. Hätten sie jemand anders aufgestellt, wäre ihnen vmtl. der Wille des Volkes auch egal gewesen.

Die Linken hätten die Chance gehabt, bereits im ersten Wahlgang Gauck zum Präsidenten zu machen. Aber sie sind es vielen ihrer Wählern natürlich schuldig, bloß nicht den ehemaligen Chefinquisator der DDR zu wählen. Und so verhalfen letztlich die Linken Wulff zu seinem Amt.

Hätte sich der Großteil der Wahlmeute gestern gegen diverser Parteipolitik entschlossen, was in meinen Augen demokratisch gewesen wäre, hieße der neue Präsident Joachim Gauck. Aber demokratisches Verständnis kann man von Politikern ja nicht erwarten, denn dazu wäre Rückgrat nötig.

„Das Rückgrat ist ein Organ, das in der Politik eher hinderlich ist.“, sagt schon Erwin Pelzig.

P.S.: Kristin, dein Wortspiel hat mir so gefallen, daß ich es einfach „klauen“ mußte 😉