Die deutsche Politik scheint mir ratlos…

…oder sie denkt in alternativlosen Bahnen. Irgendwie lese ich seit Jahren, daß sich die Poilitik darüber beklagt, daß es in Europa (oder Deutschland) keinen großen Konzern à la Micro$oft oder Google gibt. Allesamt sind US-amerikanisch und diktieren quasi „den Markt“, der ja alles von selbst regeln soll (haha!). Die Politk scheint immernoch in den Bahnen zu denken, daß man in Europa einen großen Konzern braucht, der Google & Co etwas entgegenstellt, eine Konkurrenz darstellt. Das ist in meinen Augen altbacken und selbst die derzeit führenden Konzerne lagern immer mehr auf Open Source aus, egal, ob Mircro$ofts .net oder Google Android – beides ist heute im Grunde quelloffen. Nur Apple ist (noch?) ein weitgehend in sich geschlossenes propritäres System, auch wenn dessen MacOsX nach eigenen Angaben ein „vollwertiges Unix“ ist.
Die Europäische Antwort auf jene US-Konzerne kann nur Open Source heißen und so heißt sie auch. „Wir“ Europäer haben Linux und man sieht schon an seltsam gelenkter Politik, daß die US-Konzerne Schiß davor haben, daß es sich noch weiter durchsetzt (in meinen Augen ist das letztlich ein Angriff auf quelloffene Lösungen, der allein im Interesse propritärer Anbieter ist!). Auch der Angriff auf LiMux, der Migration der Münchner Verwaltung von Windows auf Linux, der ohne echte Fakten geschieht, sagt mir, daß irgendwo Lobbyisten sitzen, die unseren Vertretern einfach Scheiße erzählen – die auch noch geglaubt wird, vielleicht sogar gegen einen Obulus (Schmiergeld), aber beweisen kann ich das freilich nicht.


Wahrscheinlich sagen die Konzern-Lobbyisten, daß man mit Open Source kein Geld verdienen kann und vielleicht flüstern sie unseren Vertetern ein, daß Open Source unsicher ist, weil es ja offen, also, für jeden einsehbar ist. Tatsächlich hat Open Source einfach keine große Lobby, aber das war’s dann auch schon und unsere Politiker sollten sich an der Stelle ganz genau fragen, wen sie vertreten. Warum lagert Micro$oft sonst sein ganzes .net aus? Weil es damit besser von vielen Leuten gepflegt wird – damit besser funktioniert und obendrein noch auf mehr Plattformen läuft.
Mit Open Source kann man sehr wohl Geld verdienen, nur eben nicht mit Patenten (irrwitzig, wenn man überlegt, daß Micro$oft mal versucht hat, sich den Prozentbalken patentieren zu lassen…), sondern mit Dienstleistung, also ganz normaler Arbeit. Und ja, das ist total unamerikanisch, jedenfalls macht mir das den Eindruck.
Natürlich würde mit Open Source der Datenschutz auch besser funktionieren, weil der normale Benutzer damit Werkzeuge in die Hand bekäme, die auch funktionieren und eben keine vorprogrammierte und -gekaute „Black Box“, von der man nich weiß/nachvollziehen kann, was sie noch so alles unbemerkt „nach Hause“ funkt. Will die Politik das etwa deshalb nicht, um den Geheimdiensten leichter den Zugang zu „unseren“ (haha! Wir haben sie zwar gekauft, aber…) Geräten zu ermöglichen? Uih, spätestens jetzt wird mir die Politik sagen, daß ich einer Verschwörungstheorie aufliege, wobei… nein, eigentlich nicht, ich denke nur konsequent das weiter, was ich bisher so alles über NSA, Android, Micro$oft & Co gelesen habe, nur die Politik scheint ihre Augen genau davor zu verschließen und wirft denen vor, die dabei klaren Verstand zu behalten scheinen vor, „Verschwörungstheoretiker“ zu sein – übrigens sagte man mir das damals auch, als ich berichtete, daß Windows seit der Version 95b einen sog. „NSA-Key“ enthält… 🙂
Also, liebe Politiker, wenn Sie weiter an Open Source herumsägen, sägen sie damit die Chance ab, in Europa eine echte Alternative zum US-amerikanischen Konzernsystem zu etablieren und ermöglichen eben jenen Konzernen, deren Macht Sie oft so kritisieren, noch fester Fuß in Europa zu fassen. Bedenken Sie das!

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