2006

Dieses Jahr war einiges los. Ich lernte Menschen kennen, und vielleicht konnte ich hie und da helfen, daß Katastrophen nicht eingetreten sind.

Und doch gabs hie und da welche, die erste zweifelsohne die ungerechtfertigte Abwatschung meiner Frau in den Lehrproben, entweder durch Unfähigkeit oder Karrieresucht der Prüfer bzw. eine der Prüfer. Fehler seitens der Prüfer wurden zwar zugegeben, aber änderten freilich nichts an der (miserablen und ungerechtfertigten) Note. Zitat: „Tja, da hammse eben Pech gehabt“. Mein Kommentar dazu: „Schönen Dank, sucht euch andere Blödel, die für euch arbeiten“. Resultat: Hessen hat einen wirtschaftspolitischen Flüchtling mehr ;-). Für die Zukunft sollte man sich eines merken, wenn man in Bayern Lehrer werden will: Bloß nicht zeigen, daß man einen eigenen Kopf hat, immer brav duckmäusern und das richtige Parteibuch kann gute Hilfe leisten. Bayern will also keine guten Lehrer, sondern nur gute Beamte, die ihr Maul halten und keine Probleme bereiten, etwa, indem sie Kritik äußern. So einfach kann man sich Kritik vom Hals halten. Ein Trost: Meine Frau arbeitet jetzt zu recht guten Bedingungen an einer Privatschule und bekommt mehr Geld für weniger Kilometerpendelei. Dazu hat sie auch noch „lebenslänglich“ dord bekommen ;-).
Das Jahr verlief danach ruhiger. Wir beendeten unsere Kilometermaterielschlacht und das traurige Kapitel einer Fehlinvestition (Peugeot 205). Immerhin lag es nicht am Pölen, denn außer am Motor ging alles außenrum kaputt. Jetzt haben wir eine noble Karre, mit deren Abmaße ich noch nicht wirklich zurechtkomme. Und wir haben wieder ein schickes KG-Kennzeichen.
Was mich noch sehr berührt hat ist die Erhaltung, vielleicht sogar aus meiner Sicht Intensivierung von der Freundschaft zur Prinzessin *G*. Und doch habe ich oft das Gefühl, „nicht genug zu geben“, ein Gefühl, daß sich ziemlich oft habe. Ich bin froh, daß sie da ist, vorallem, weil ich Kritik, Ratschläge von außen gut „gebrauchen“ kann. Ich fühle auch Rückhalt, was mir ziemlich gut tut.

Mit meiner Frau hatte ich 2 schöne Urlaube, einen davon noch zusammen mit einem befreundeten Päärchen. Wir sahen einen Hymer auf polnischen Straßen Piruetten drehen! Die Zeit war echt wichtig, auch länger mal mit meiner Frau alleine zu sein. Die Zeit muß man sich wirklich nehmen. Ein Punkt, den ich dies Jahr neu erkannt/gelernt habe. Trotzdem hat meine Frau enorm viel zu tun, was sich auch auf die gemeinsame Zeit auswirkt. Trotzdem ist es wundervoll, mit ihr zusammenzusein, zusammenzuleben, halt verheiratet zu sein.

Es gab zum ersten Mal eine Freaks-Freizeit ohne Streß. Es wurde nichts geplant, naja, sogut wie nichts und es war ein schönes, warmes, chilliges, siffiges Wochenende, bei dem 4 Leute sich taufen ließen. Hallelujah! 🙂 Ich war danach zwar physisch im Eimer, aber innerlich erholt. Sonst war das, wenn, dann umgekehrt. 🙂
Davor durfte ich erleben, wie Jesus eine Freundin von mir dezent umkrempelte. Es war beeindruckend und ich war sehr erstaunt. Ich hoffe, der lose gewordene Kontakt wird wieder intensiver, denn ich vermisse die Mail- und Chatgespräche ;-).

Bei den JF-BRK war die Main Post zu besuch und schrieb einen Artikel. Seit der Zeit habe ich auch eine kleine Schwester „bekommen“ ;-). Und dazu habe ich noch weitere Leuchten „dazubekommen“. In meinen Augen eine totale Bereicherung ;-).
Vom Gothic-Chat habe ich mich stark zurückgezogen. Was zuviel ist, ist zuviel. Dennoch sind mir viele Leute im ICQ oder Jabber geblieben. Manchmal muß man sich schon die Frage stellen, ob und inwieweit man eingreifen muß (etwa bei Suizd“androhungen“). Ich habe vergeben, wo ich zu Unrecht angegriffen wurde, und ich konnte so neue Brücken schlagen. Viele Bekanntschaften sind allerdings durch meinen Rückzug auch auf der Strecke geblieben, was mir Leid tut. Aber besser so als auszubrennen.

Meine Kleine und Große sind nachwievor noch da, wobei auch da der Kontakt zurückgegangen ist. Meine Große orientiert sich mehr in ihrer oberbayerischen Heimat und so haben wir fast nur noch ICQ-Kontakt. Es ist schön, zu sehen, wie sie durchs Leben geht, auch wenn da Bruchlandungen dazugehören. Meine Kleine sehe ich vielleicht alle 2-3 Monate mal und es ist immerwieder toll. Sie hat seit >1 Jahr einen Freund und dadurch schrumpft freilich auch der Kontakt. Trotzdem bekam ich dadurch schon irgendwo Lust auf eigene Kinder ;-).
Nach 5 Jahren habe ich die JF-DA mehr oder weniger verlassen. Ich merke, daß ich mich da nicht mehr zu Hause fühle. Trotzdem bin ich hin und wieder mal dort. Wie es in Darmstadt weitergeht, kann ich garnicht sagen. Ich bin in Sachen Vergebung weitergekommen und es tut gut, loszulassen. Allerdings schließe ich dadurch auch mehr und mehr damit ab.
A propos Darmstadt. Seit Oktober studiert eine junge Frau in Darmstadt, mit der ich mich angefreundet habe. Ich möchte darüber nicht allzuviel verlieren, aber wir mögen uns und sind „theologisch“ wohl auch recht ähnlich. Mal sehen, wie das 2007 weitergeht ;-).
Unser Hauskreis existiert nachwievor noch, fast 3 jahre schon (wow :-D). In einer Gothic-Kneipe wurde eine Frau „aufgelesen“, die hin und wieder vorbeikommt *grinz*.

Die GSI steht nachwievor, trotzdem daß ich dort im Jahre 2006 allerhand Wasserstoff in die Luft pusten ließ :-D. Es wird neues entwickelt und  2007 soll viel gemacht werden. Ich bin nicht mehr ganz so „alleine“ und dadurch kann man  endlich auch mal was weiterentwickeln. Ich habe einen spanischen Kollegen dazubekommen. Er ist 30 Jahre alt und ein lustiger Vogel :->. Ich „wohne“ seit Sommer in einem Container (also in der GSI) und bin da meistens alleine, aber nicht einsam. Eine Freundin schickte mir Bilder, damit es etwas bunter ist. Außerdem ging meine Webcam in Betrieb.

Da kommt mir die Galle hoch!

Wenn ich sowas hier lese. Warum? Weil die Industrie schon anno 2000 so gejammert hatte und ich mit meinem guten Ingenieur-Diplom 1/2 Jahr arbeitslos war. Mit „qualifiziert“ meinen die Herren anscheinend „nicht �lter als 20 Jahre mit mindestens 30 Jahre Berufserfahrung“. Ich hatte ca. 40 Bewerbungen geschrieben, hatte 15 Vorstellungsgespr�che und danach h�tte ich beinahe als System-Admin in einer Klitsche angefangen, damit ich �berhaupt noch irgendwo untergekommen bin. Gott sei Dank hat sich dann die GSI meiner erbarmt.
Da kann man noch so viele Ingenieure absolvieren lassen – Wenn die Wirtschaft nur die Creme de la Creme einstellen will und sich damit dagegen wehren, Ingenieure einzustellen, die eben noch keine Berufserfahrung haben, wirds freilich nix!

*Kopfsch�ttel*

Freundschaft, „Liebe“ und Respekt

Josha hat gestern einen Post über Respekt getippt. Ich stimme mit der Definition überein. Ich bin jemand, der gerne Menschen kennenlernt und dabei nicht selten lieb gewinnt. Manchmal entstehen dadurch Freundschaften. Und manchmal passiert es, daß sich diese Freundschaften „auflösen“. Wo ich früher für diese Freundschaften gekämpft habe, lasse ich das heute – aus Respekt meines Gegenübers. Wenn einer eine solche Entscheidung trifft, dann muß ich das respektieren bzw. ich kann ihm meine Liebe dadurch mehr zeigen, indem ich ihn in seiner Entscheidung respektiere anstatt für eine Freundschaft zu kämpfen.
Kämpfe ich, so tue ich das doch nur aus purem Egoismus und außerdem respektiere ich den anderen in seiner Entscheidung so überhaupt nicht.

Aufräumen, Vergeben, Grenzen verteidigen

Wie man an meinem vorletzten Bloggeintrag erkennen kann, bin ich gerade dabei, mit dem Thema „JF-DA 2005“ abzuschlie�en. Nun, es ist nicht nur 2005, sondern 2001-2005, knappe 5 Jahre.
Wenn ich mit beteiligten dar�ber chatte, kommt wohl h�ufig eine gewisse Bitterkeit an. Ich f�hle mich da mi�verstanden. Ich bin sicherlich sehr hart an Stellen geworden, an denen ich viel zu lange weich war. Momentan sehe ich das so. Vieles hat mich �ber Jahre angefressen und vor dem erneuten anfressen versuche ich mich nun eben auf ungewohnt harte Art und Weise zu sch�tzen.
Auch merke ich, da� ich nicht mehr so blau�ugig auf Menschen zugehe und ihnen vertraue, wie vor 6 Jahren. Dazu wurde mein Vertrauen eben zu oft mi�braucht. Das ist ebenfalls eine Schutzreaktion.
Wenn ich mir das so ansehe, dann empfinde ich diese Schutzmechanismen als Errungenschaft, als etwas, was ich in den Jahren zuvor h�ufig an anderen bewundert habe und selbst nie hinbekam. Endlich kann ich das und ich denke nicht, da� ich dabei auf negative Art „dichtmache“.
Seit knapp 2 Wochen ist mir klar, da� ich in Sachen „Vergebung“ aktiver werden mu�. Und tats�chlich haben wir im Hauskreis und bei den JF-BRK dar�ber geredet und gebetet, was saugut getan hat. Ich merke, da� ich dabei vorw�rts komme. Und damit klappts auch mit dem Loslassen besser. Dabei sage ich allerdings auch, da� vergeben nicht erneut vertrauen bedeutet. Ich sch�tze mich als eine Person ein, die immernoch leicht vertraut, aber die es gelernt hat, da Grenzen zu ziehen – und zu verteidigen (etwa wenn mein Vetrauen mehrmals mi�braucht wurde).
Es ist sch�n, loslassen zu k�nnen und die Ketten durchs�gen zu k�nnen, die einem am Vorw�rtskommen behindern. Zum einen geh�rt dabei anderen zu vergeben, vorallem aber mir selbst, was ja bekanntlich schwieriger ist, als anderen zu vergeben ;). Was beim Selbst-Vergeben auch dazugeh�rt ist die Abwehr von sich einschleichenden Selbstvorw�rfen, die u.a. durch Anklage von Au�en als Kackfrucht aufgehen k�nnen.
An der Stelle danke ich allen, die mir sozusagen „bescheinigten“, da� ich mir keine Vorw�rfe zu machen brauche. Es fiel mir anfangs schwer, das anzunehmen, aber es wird auch da zunehmend besser.
Dennoch verfalle ich da sozusagen schnell in eine aggressive Verteidigungsposition. Aber das wird sich, so denke ich stark, in den n�chsten Wochen legen.
Danke an alle, die f�r mich beten!
sofx

Papst: „Moslemgott=Christengott“

Manometer. Ich dachte gestern bei dem Bericht im Heute-Joural echt, ich h�re nicht richtig.
Ich kann zwar niemandem beweisen, da� Jesus der einzig wahre Gott ist, aber man kann sehr wohl beweisen, da� der Gott der Bibel und der des Koran sehr verschieden sind (zB fehlt im Koran die Gnade v�llig).
Und nachdem die Kirche (bzw. der Vatikan) fr�her Leute f�r dieselbe bzw �hnliche �u�erungen angez�ndet haben, m��te man das doch in letzter Konsequenz auch vom Papst verlangen? *Kopfkratz*
Ich habe nichts gegen Moslems, um das klarzustellen, ich wehre mich lediglich gegen die Aussage, da� Allah und Jahwe ein und derselbe Gott sein soll. W�re dem so, dann w�re Gott schiozophren und das glaube ich halt nicht ;-).
sofx

JF – Leiter – Verantwortung

Heute hatte ich in der GSI Besuch. Wir redeten �ber Glauben und es kam heftig r�ber, wie sehr die JF-Bewegung abgelehnt wird, weil dort extrem manipuliert wird. Nun, auf Darmstadt bezogen kann ich das best�tigen, auf JFI eigentlich nicht (ich kann zu den Massenveranstaltungen aufm Freakstock nichts sagen, weil ich das letzte Mal 2000 dort war). Mir tuts weh und sehr Leid, was passiert ist, vorallem, wieviel Bitterkeit diese Schei�e erzeugt hat.
Seit ein paar Tagen, und heute besonders, frage ich mich immerwieder, wo der Punkt war, ab dem es schieflief. Ein sicher entscheidendes (Zwischen)ergebnis liegt darin, da� es einfach viel zu fr�h Leiter gab. Leiter, die sich „f�r die Gruppe verantwortlich“ f�hlten. Genau da ist der Hase im Pfeffer:
Ich glaube immernoch, da� man als Mensch eine freie Entscheidungsfreiheit hat, also, grunds�tzlich. Und dazu geh�rt eben auch, da� man sich dazu entscheiden kann, (weiterhin) ein beschissenes Leben zu f�hren. Man kann da als Leiter seine Meinung sagen, aber ver�ndern kann man niemanden.
Zum anderen wurde von der Gruppe erwartet, da� man sich, wenn man sich schon Leiter schimpft, gef�lligst auch einsetzt. Am besten zu 120%, wobei ich mir 80% zugemutet habe, wof�r ich zum Teil angegriffen wurde.
Dennoch hatte ich als Leiter den empfundenen Erwartungsdruck der Gruppe. Es kam selten jemand, der sagte „hey, la� mich dies oder das regeln“, man bekam allenfalls Kritik an den Kopf genagelt.
W�re ich heute Leiter einer Gruppe, so w�rde ich mich maximal zu 70% einsetzen, dadurch konsequent diverse „Aufgaben“ eben nicht l�sen und damit den Mut zur L�cke haben. Wenn damit jemand nicht zurechtk�me, w�re es nicht (mehr) mein Problem. Klafft dann dadurch eine L�cke, dann k�nnen sich andere aus der Gruppe �berlegen, diese zu f�llen, oder sie klafft eben weiter. Klaffts dann an immer mehr Stellen, so w�re das nicht mein Problem, sondern das der Gruppe. An der Stelle sei gesagt, da� man das klarstellen mu�, also, da� dabei Gruppenkommunikation wichtig ist und da� es dabei wichtig ist, wer denn welche L�cke schlie�en m�chte. Bei Seelsorgedingern sollte man extrem vorsichtig sein, weil da die Gefahr der Manipulation gro� ist.
Man mu� wohl manchmal so ne Gruppe harsch auflaufen lassen, um selbst als Leiter nicht auszubrennen – das ist mein Fazit bisher. Manchmal klappts aber auch so, ohne Auflaufen. Und meistens sind die sogenannten „Aufgaben“ garnicht so wichtig, wie man denkt.
Die gr��te Verantwortung eines jeden Christen, egal, ob Leiter oder nicht, liegt in meinen Augen darin, ein ehrliches Leben zu f�hren. Damit meine ich, sein eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen und dieses eigene Leben als Vorbild vorzuleben. Die Leute k�nnen hin- oder auch wegschauen und sich �berlegen, ob oder was an dem Vorgelebten anders, vielleicht besser ist – und evtl. ihre Konsequenzen daraus ziehen.
Mit der H�lle Drohen, sei es noch so „vorsichtig“ (oder sollte ich an der Stelle „manipulativ“ sagen?) lehne ich entschieden ab. Ein Statement w�rde ich dazu nur noch geben, wenn ich gefragt werde und meine Antwort als Ich-Botschaft geben.
SOFX