Ja krass, Hallelujah

Schon länger kommt zu den Jesus Freaks Darmstadt S., die was permanente, rasende Kopfschmerzen litt. Ich habe überlegt, was ich da tun kann und nach einem Gespräch mit F. aus W. *G* kam ich drauf, sie mal mit nach Neustadt/W. zum Helmut Ziegler zu schleppen. Ich holte S. irgendwo im Odenwald ab, kamen 25min später als geplant bei F. aus W. an, und waren insgesamt 15min zu spät in Neustadt. S. lief immer raus, weil der Lobpreis (Schall) ihr nur noch weitere, heftigere Kopfschmerzen bereitete.
Die Predigt war gut, danach hat Helmut für S. gebetet. Davor ließ er sie aufstehen, ihre Brille abnehmen, klopfte ihren Rücken ab und betete für Wirbelsäule, Bandscheiben und dafür, daß sich alles entspannen soll. S. plumpste nach 5Sekunden (oderso) Gebet auch schon um. Ich fing sie auf und Helmut betete noch ein bischen für sie, dann betete er noch dafür, daß sich das linke Bein verlängert und salbte sie mit Öl. S. blieb erstmal, ruhend im Geist, liegen. Nach 10-15min stand sie wieder auf – ohne Kopfschmerzen! Das einzige, was sie noch merkte, waren die heftigen Schmerzmittel, ihre Aussprache war nicht so optimal :-).
F. aus W. wollte auch für sich beten lassen und traute sich nicht so recht, aber Helmut betete auch für ihn und salbte ihn. F. aus W. freute sich wie ein Kind, das gerade ein Autogramm von seinem Fußballidol bekommen hatte, oderso.
Naja, jetzt isses nach 1 und ich geh ins Bett.

Die Schwingungen im Fisch

Heute habe ich mal ausnahmsweise nicht allein in der GSI gegessen, sondern mich an einen Tisch gesetzt, so schon ein paar Leute saßen. Freitags gibt es immer Fisch in der GSI, den ich kategorisch ablehne, weil mir 1) kein Fisch schmeckt und 2) ich irgendwie glaube, daß im Kantinenfisch alles andere als Fisch drin ist (eher Sägemehl mit Fischaroma oder sowas). Ich holte mir also ne Ladung Schupfnudelpfanne mit nem Klatsch Ketchup (nach irgendwas muß das Essen ja schmecken ;-)). Am Tisch saß eine Frau, die mit ihrer Gabel in ihrem Fisch rumstocherte und irgendwie meinte, daß der Fisch „seltsame Schwingungen hätte“. Was auch immer die Frau meinte, ich wandte ein, daß es weniger an den Schwingungen, sondern mehr an der Chemie läge, die da drin ist. Ich mampfte meine Schupfnudeln, während die Frau Gramm für Gramm den Fisch säzierte und dann doch aß. Als ich mir dann den Salat zu Gemüte führen wollte, guckte ich rein, sah, daß ein Großteil der Blätter schon braun angefärbt waren und meinte: „ich möcht net wissen, was für Schwingungen in meinem Salat sind“. Der Salat machte den Eindruck als hätten sie alles, was grad nicht unter die Rubrik „Küchenabfälle“ fiel, die Woche über gesammelt und dann in Salatschälchen gekippt, Salatsoße drüber und ferddich! 🙂 Ich dachte nur „Ach, scheiß nein Mais, hab ja für gebetet“ und hab das Schälchen leergefuttert. Die Frau mit dem Fisch, der aufgrund seiner negativen Schwingungen mit ca. -5Hz geschwungen haben muß, fühlte sich aber glaube ich verarscht.
Fazit: Esoteriker sind halt doch n komisches Volk 🙂

Kommunikationsprobleme HTTP vs. SMTP

Seit ich nach meiner Pause bei den Freaks wieder dabei bin, versuche ich, mich doch ein bischen mehr abzugrenzen als vorher, also ich versuche Sachen nicht mehr so an mich heranzulassen, die mich vorher belastet haben. Aber bislang dachte ich, daß trotzdem mit den meisten Leuten, incl. den Mädchen dort kommunizieren kann. Aber es kommen dann doch Beschwerden darüber, daß ich an ihnen vorbeirede oder ich merke, daß ich verstehe, was sie meinen.
Ein Kumpel, Informatiker, hat es so ausgedrückt: Hosnoopy taugliches Talk Protokoll versteht kein seltsames Mädchen talk Protokoll, und umgekehrt.
Natürlich will ich daran was ändern, und manchmal versuche ich, ein verkapptes, völlig unausgereiftes emuliertes seltsames Mädchen talk Protokoll. Wobei SMTP mein ESMTP noch weniger zu verstehen scheint als mein HTTP, weil ESMTP aus meinem Kopf kommt und HTTP ausm Bauch raus.
Aber jetzt mal ernsthaft. Ich will da ne Lösung bekommen und ich merke mal wieder, daß das einzige, was hilft, beten ist und daß nur Jesus mir dabei helfen kann. Vielleicht pflanzt er mit ein (E)SMTP in mein Herz rein, sodaß es mit der Kommunikation wieder klappt. Vielleicht kann der eine oder andere da für mich beten. Danke.

Fahrerei und Schabernack, Donau und der Odenwald

Gestern war ich mit nem Kumpel, seiner Schwester, deren Freundin, nem Kumpel von ihm, $MAMA (*grins*) und C. in Heidelberg, auf Filmfestival, bzw. dessen Eröffnung. Da wir mehr als 5 waren, mußten wir mit 2 Autos fahren und da nur 2 Autos da waren, mußten wir uns aufteilen. Ich habe mich bereitwillig und mutig ins Auto von $MAMA gesetzt, C. saß aufm Beifahrersitz und ich saß entsprechend in dem 3-Türer hinten. Die beiden Frauen unterhielten sich und mir wurde zusehens langweilig. Aber ich hatte ne Menge Jesus-Freaks-Darmstadt-Flyer (Postkartenformat), womit ich ein bischen die hinteren Fenster zugepflastert habe. Ich glaube, $MAMA hat nix gemerkt, jedenfalls hat sie sich nix anmerken lassen. Da $MAMA für einige Leute beängstigend fährt, hatte F. (aus W. *g*) die Idee, ein Vater unser auszudrucken und das dann auf die Beifahrersonnenblende innen reinzukleben. Ich hab das etwas anders gemacht: Ich habe ein anderes Gebet zur Lebensübergabe an Jesus auf DIN A5 ausgedruckt, das 3x gefaltet und mit der Überschrift „Falls Sie gerade Angst haben und Jesus nicht kennen….“ versehen. Die Überschrift sieht man, und dann kann man den Rest bei Bedarf ausklappen. Das ganze hab ich dann später unbemerkt reinleben können :).

Gut, wir sind also nach Heidelberg gefahren, gingen da in den Kinosaal, wo dann ganz offiziell mit ein bischen Prominenz und Ansprachen das Festival eröffnet wurde. Ganz nett fand ich die bissigen Worte über die Musikindustrie (wo der Mensch recht hat, hat er recht).

Dann der FIlm: „Donau“. Eine schöne Story über ein paar Leute, die von Wien aus die Donau abwärts bis ins schwaze Meer. Eindrucksvolle Filmaufnahmen hat man gesehen, schöne Landschaftsaufnahmen, aber auch eine vom Krieg zerstörte Brücke in Novi Sad (Serbien). Die einzelnen Schicksale der Menschen auf dem Boot, die zT zwischendrin mitgenommen wurden, waren auch nicht uninteressant.

Danach sind wir wieder nach Reichenbach gefahren, wo ich dann auch übernachtet habe. Ich habe schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Ich wachte auf, schaute aus dem Fenster und sah dann, wie der Nebel aufstieg und mir fiel auf, daß es absolut ruhig war und hab das total genossen.

Da ich von T. gelernt habe, daß man $MAMAs damit necken kann, indem man ihre Küchenschubladen vertauscht, habe ich das gleich mal ausprobiert. Mal schauen, wieviel Humor sie hat.

Mein Hut !

…der steht mir gut!
Als ich noch Präsi(dent) Langedöffer Hut Club war, trug ich in der Anfangszeit einen schönen Hut mir großer Krempe. Einziger Schönheitsfehler war, daß man damit keinen Kopfhörer (für Walkman) aufsetzen konnte. Dieser Hut ging aber aufgrund von alkohlischen Mixgetränken (Asbach-Cola) bzw. Bier, das aus diesem Hut getrunken wurde, kaputt.
Seit März habe ich wieder einen schönen Hut mir großer Krempe. Die meisten finden, daß ich damit unmöglich aussehe. Aber ich sehe das anders, außerdem bin ich gerade in dem Punkt sehr freiheitsliebend und -lebend. Meiner Meinung nach sieht Karl von Lagerfeld (auch) scheiße aus, über Geschmack kann man bekanntlich eben nicht streiten. Diese Woche habe ich mir einen Kopfhörer gekauft, dessen Bügel nicht über den Kopf, sondern um das Genick herum geht. Toll, damit kann ich Hut aufsetzen UND (man geht ja mit der Zeit) mp3s hören.
Die Strömungseigenschaften des Hutes lassen sogar zu, daß er beim Radfahren (und ich fahre nicht langsam!) nicht herunterfällt. Ich bin einigermaßen begeistert. 🙂

Adoptiert? *hihi*

Das hat mich ja dann doch irgendwie gerührt. Ich war gestern bei nem Kumpel, und weil das Auto zur Zeit meine Frau hat, bin ich mit der Bahn und mit dem Rad dort hingefahren. Wenn ich dann mal dort bin, halte ich auch gern mal ein Schwätzchen mit seiner Mutter. Ich mag sie halt. Aber sie machte sich dann doch Sorgen darüber, ob ich denn auch noch rechtzeitig am Bahnhof ankomme (ich habe mir ca. 15min für angeblich, wahrscheinlich weniger als 8km Zeit genommen, bergab, aber mit Dynamo).
Heute sagte sie mir per SMS, daß sie sich tatsächlich Sorgen machte. Sowas ist mir schon ca. 13 Jahre nicht mehr passiert. Vor 13 Jahren bin ich alle 2 Wochen bei egal welchem Wetter (rekordmäßig -14°C) zu einem Gottesdienst gefahren, einfache Strecke 22km etwa und meine Mutter machte sich damals schnell keine Sorgen mehr.
Naja, jedenfalls schmeichelt mir das ein wenig, muß ich ja zugeben, zum Glück bin ich aber schon groß und $MAMA kann mir nichts mehr verbieten *breitgrins*. Doch, das Leben ist toll.. 🙂

Der ganz normale JF-Wahnsinnsalltag? – Mittwoch, 22.10.2003

Der Tag begann ganz normal. Ich bin in die GSI gegangen. Ich war vom Vorabend etwas groggy, weil ich das mit dem TeamSpeak nicht lassen konnte. Ich hab das mit U. ausprobiert und es wurde sehr spät. Also war ich an sich schon müde.
Als ich Feierabend machen wollte, traf ich A. noch im JF-Chat. Ich kannte sie bis dato nur ausm Chat und beschloß, sie mal (da ja eh Schulferien sind) Abends mit zum Gottesdienst zu nehmen. Sie sagte, wo sie wohnt und ich holte die Anfahrts-Info bei map24.de. Nur leider versagte die kläglich. Nach 1h in Frankfurt und einem Blick innem richtigen Stadtplan kam ich dann an. Ich packte A. ein, wir fuhren zu den Katabomben (JF-Räume in Darmstadt) und beteten dort, zusammen mit B., für den Abend.
Der GoDi war recht gut, ich durfte Lobpreis machen, was dann in einem experimentellen Klangdiseaster endete *grins*. Danach wieder in die Katabomben, wir rauchten Wasserpfeife und A. mußte um 0 Uhr wieder zu Hause sein. M. machte um 23:35 Uhr noch seine Wasserpfeife an und ich mußte den auch noch nach Hause bringen. Also nahm er seine Wasserpfeife grad mit ins Auto. Bei 180km/h auf der Autobahn bemerkte M., daß das wohl „die schnellste Wasserpfeife der Welt“ wäre ;-).
Wir brachten A. nach Hause, dann fuhr ich M. nach Hause und schließlich lag ich, nachdem ich noch meine Wäsche aufgehängt habe, um 1 Uhr im Bett.
Auf der Heimfahrt betete ich noch, daß Gott mir in einem Punkt ne Antwort geben soll. Als ich nach Hause kam, entdeckte ich, daß mein Telefonstecker draußen war. Ich hatte mein lautes Telefon dran, das anscheinend zuviel geläutet hatte. Und ich überlegte noch, ob ich nicht den Stecker draußen lassen soll, aber Gott sagte mir, daß ich ihn reinstecken soll.
Kaum lag ich 2min im Bett und war am wegschlummern, bimmelte es. S. am Telefon, sie hat rasende Kopfschmerzen und konnte nicht mehr nach Hause fahren und fragte, ob ich ihr helfen kann. Sie stand vor den Katabomben. Ich also nochmal los, hab sie in den Katabomben auf ne Matratze gelegt und wir fingen an zu reden. Durch sie bekam ich die Antwort, um die ich zuvor noch gebetet habe. Krass, und das ohne, daß sie es (zunächst) wußte.
Gegen 3.45 lag ich schließlich in meinem Bett.
Gestern setzte ich mein Telefon nach 2 Gesprächen außer Gefecht, weil ich endlich schlafen wollte 🙂

Oh heavy…happy day!

Ich habe letzte Woche ganz großen Mist gebaut. Und das, weil ich von S. etwas in den falschen Hals bekommen habe. Ich hab S. gemailt und hatte diese Mail ziemlich anders in Erinnerung. Jedenfalls habe ich diese Mail ausgedruckt in unseren Räumen gefunden und war ziemlich über mich selbst geschockt. Ich hab S. zuerst ne SMS geschrieben, daß ich da Mist gebaut habe und mich bei nächster Gelegenheit bei ihm entschuldigt.
Ich hadere bei sowas sehr mit mir selbst und frage mich und Gott dann, ob ich im Leitungsteam noch richtig bin und außerdem haderte ich mit der Situation, weil wir nur 3 Leute sind, die alle 3 bis Anschlag irgendwie ausgelastet sind. Ich betete darüber und 5 Minuten später signalisierte B., daß er ins Leitungsteam will. Ich war platt.
Dazu hatten wir als Jesus Freaks das erste mal einen Gottesdienst in einer Kirche, im Rahmen der Jugendkirche, einem Event, das ein paar Tage geht. Ich sollte predigen und vorher gabs ein Theateranspiel von uns, davor wiederum Lobpreis.
Ich kam bei der Kirche an und die nächste Erleichterung kam, als S. meinen Entschuldigung akzeptierte. Trotzdem war ich sehr aufgeregt und zitterte. Keine Ahnung warum, denn eigentlich waren nicht so viel mehr in der Kirche als sonst in der Krone, wo wir normalerweise Gottesdienst hatten.
Dann ging der Lobpreis los und wir Freaks machten das so wie immer: ein wenig hüpfen, Arme hoch reißen und mitgröhlen. Die Teenies in der Kirche schauten uns an als wären wir Aliens. Und nach dem ersten Lied klatschten sie vorsichtig. Eigentlich war das richtig niedlich.
Dann kam das Theaterstück, es war gut und ich dachte nur, daß ich den GoDi mit meiner Predigt eigentlich nur noch verschlechtern kann und war umso mehr aufgeregt.
Aber als ich erstmal anfing, legte sich die Aufregung. Ein paar penetrante Teens versuchten mich durch ein ständiges „PSST!“ zu stören. Aber nach der Predigt klatschten sie. Ob sie das taten, weil ich endlich fertig war, oder weil die Predigt gut war, weiß ich nicht. Ich bekam später aber von einem Mädchen ein positives Reply.
Nach unserem GoDi spielt Judy Baily (schreibt man das so?) und danach hatten wir nochmal Midnightspecial. Also bauten wir Wasserpfeife auf und machten Lobpreis. Immerhin fanden sich 5..6..7 nicht-Freaks dort ein und schauten mit, manche sangen auch mit.
Ich fiel völlig übermüdet gegen 1.30 ins Bett, weil ich noch ein paar Leute nach Hause gefahren habe.

Gottes-Dienst

Also ich bin ja Christ und als Christ glaubt man an Jesus. Für mich ist sein Geist auch wie Öl in einem Verbrennungsmotor: Wenn keins da ist läuft man trocken und irgendwann geht nichts mehr. Blöderweise wird zumindest mir das immer erst dann bewußt, wenns zu spät ist oder
frühestens dann, wenn die ersten Alarmleuchten aufblinken.
Der Gottesdienst letzte Woche jedenfalls war für mich harte Arbeit und es hat gesaugt. Warum? Weil bei uns M. ist und M. ist heroin- koks- und alkoholabhängig. Ein richtig schwieriger Druffi halt. Man merkt auch krass, daß er nicht (immer) Herr seiner selbst ist. Naja, jedenfalls schob er letzte Woche Terror und das belastete (mich) ganz schön. Mir kam es so vor als wäre es „Dienst für Gott“. Zumindest so wird das ja auch von den Meisten Menschen, wie ich meine, irrtümlich aufgefaßt.
Gestern war es nicht so. Gestern beim Lobpreis machte Gott Dienst an mir. Er baute mich auf und sein Geist füllte mich – und plötzlich lief alles wieder wie geschmiert. Gottes Dienst eben – auch an mir. Ich denke dabei an die Fußwaschung Jesu an seinen Jüngern, oder, viel krasser, seine Vergebung am Kreuz. Das war/ist ja auch ein Dienst von ihm an die Menschen, übrigens an alle Menschen.
In der Predigt wurde das nochmal auf den Punkt gebracht: Es ging um „Leidenschaft für Gott“. Gott hat Leidenschaft für jeden, nur muß man das auch annehmen (können). Mir wurde das gestern ziemlich bewußt. Auch, daß Lobpreis nichts mit Zwang zu tun haben muß, sondern mit Spaß und Party.
Warum hat man gerne Party? Auch, damit man vom Alltag abschalten kann. Und genau das wünscht sich Gott auch: Daß wir Party mit ihm haben, und von unserem Alltag abschalten können. Warum Lobpreis? Weil Gott im Lobpreis seines Volkes wohnt (das steht zumindest in der Bibel).
M. hat übrigens seinen Terror woanders gemacht, zumindest habe ich nichts davon mitbekommen. Wir haben vor dem Gottesdienst ja auch dafür gebetet.