Lukas 9,23: „Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf t�glich und folge mir nach!“ (Elberfelder �bersetzung).
Was ist da mit „verleugne sich selbst“ gemeint?
Man k�nnte zuerstmal denken, es hei�t: „So, du bist jetzt Christ, jetz pfatz deine Artbacken zamm und dann rei� was f�r den Herrn!“. Also da� man jegliche eigene Bed�rfnisse verleugnet und nur noch f�r ein Leben f�r Jesus (dr)aufgeht, am besten noch in einem christlichen Gemeindekollektiv.
Wenn ich das durchlese, dann denke ich, da� Jesus m�chte, da� wir das verleugnen, was wir denken, zu sein, also unsere „falsche Identit�t“, die wir im Laufe unseres Lebens angenommen haben, aufgedr�ckt bekommen haben (zB eine gewisse Opferrolle, die wir meinen, spielen zu m�ssen). Erst wenn wir wissen, wie Gott uns sieht (und zwar im Herzen, soda� wir uns darauf verlassen _k�nnen_), dann werden wir geheilt, dann begegnet Gott uns auch in unseren Bed�rfnissen. Und dann schmei�en wir auch unsere Pers�nlichkeitsprothesen weg – weil wir in Gott eine („neue“) Pers�nlichkeit bekommen haben.
Selbstverleugung als Leugnung der eigenen Lebensl�ge?
Ich bin leider des Urtextlichen nicht m�chtig, w�rde mich mal interessieren, was da steht. 🙂
sofx
Autor: uli
Hoffnung in Zukunft – oder nur Probleme?
Meine Eltern wurden 1948 geboren. In dieser Zeit stelle ich mir Deutschland in weiten Teilen als Tr�mmerfeld vor. Gut, auf dem Dorf war das anders, trotzdem wurden in Langendorf 1948 (ich glaube) so viele Kinder geboren wie danach nicht mehr. Hatten die Menschen damals (auch) mehr Hoffnung in die Zukunft? Dachten sie vielleicht „es kann ja nur besser werden“ ? oder hatten sie gar keine Zeit �ber so etwas nachzudenken?
Als ich im Kindergarten war, bedrohten uns die Sowjets mit SS20-Raketen. Ich lernte, da� in ein paar Minuten alles zuende sein kann – und das schon im Kindergarten. Trotzdem hatten zumindest damals die Menschen noch Hoffnung in die Zukunft – und in dem Punkt zurecht.
Schon seit Jahrzehnten jammert man rum, da� man in diese d�stere Welt keine Kinder mehr setzen sollte. Richtig ist, da� die Probleme anders geworden sind, aber sind sie gr��er?
Wir waren neulich bei einem Renten-Geldanlagen-Menschen, der uns gleich sagte, da� er unsere Generation bemitleidet, weil wir keine Rente mehr kriegen. Ein Bekannter jammert, da� man doch heutzutage keine Sicherheit mehr hat und somit garnix mehr aufbauen kann.
Ich stelle mir dabei die Frage, was man denn da noch aufbauen mu�? Die Bev�lkerung in Deutschland geht zur�ck, die Anzahl der Rentner steigt. Das ist richtig. Richtig ist auch, da� du, wenn du Kinder hast, finanziell angearscht bist. Ich will die Probleme nicht verschweigen.
Dennoch halte ich die Probleme f�r l�sbarer als vor 60 Jahren, als Deutschland kaputtgeschossen, ettliche (arbeitsf�hige) M�nner tot waren und Fl�chtlinge das Wohnungsproblem noch zus�tzlich versch�rtften.
Mal ehrlich – gehts uns nicht gut? Gehts uns vielleicht zu gut, da� wir es uns leisten k�nnen, so rumzujammern?
Oder nehme ich jetzt da meinen Mund zu voll bzw. ich gehe zu stark von mir aus…? Vielleicht sollten wir die Probleme mehr als Herausforderung sehen.
Hoffnung sehe ich durch den Bev�lkerungsr�ckgang zB auf dem Arbeitsmarkt. Manche Wirtschaftsoptimisten sprechen von Vollbesch�ftigung in 20 Jahren. Es wird angenommen, da� sich der Bev�lkerungsknick in 1-2 Jahren sp�rbar auf dem Lehrstellenmarkt auswirkt – positiv!
Ich mu� nen Kumpel an der Stelle zitieren, der mal sagte: „Betrachtest du dein Leben durch die Klobrille, siehst du freilich nur Schei�e“ (seinen genauen Wortlaut wei� ich jetzt nicht mehr *G*)
Ich habe nicht ohne Grund Hoffnung, ich glaube, da� Gott uns segnen will und da� er es �fter tut und getan hat, als wir denken: Deutschland wurde aufgebaut („Wirtschaftswunder“) und die atomare Bedrohung ist mit dem eisernen Vorhang verschwunden. Ist das nix?
sofx
Familyblogg
Mein Bruder bloggt jetzt auch *G* Saucool *G*
Der Bus macht nicht mehr *töfftöfftöff*
Rutsch nach Sekte
Am Sonntag habe ich von einer Freundin einen „Aufatmen„-Artikel gelesen. Thema „Programmiert zur Superchristin“ (schon 2 1/2 Jahre alt). Dabei geht es um eine Frau, die in einer Gemeinde war, in der die Leitung quasi uneingeschr�nkte Obrigkeit war. Gott sei Dank hat der Artikel ein Happy End.
Vieles, was ich gelesen habe, kam mir sehr bekannt vor, auch wenn es im Artikel um einiges heftiger war. Ich bin schockiert dar�ber, wie schnell sowas passieren kann. „Uns kann sowas doch niemalsnicht passieren“, dachte ich. Und ich dachte falsch, und mit mir noch andere, nehme ich mal an. Ich war viel zu sehr von meiner Gemeinde �berzeugt, und bin damit zu lange blind gewesen.
Ich hoffe, ich habe vom letzten Jahr gelernt und bin f�r �hnliche Entwicklungen sensibler geworden. Wie k�nnen sich Menschen vor so etwas sch�tzen? Doch nur, indem sie m�ndige, selbstst�ndige J�nger Jesu werden und keine (hahneb�chene) Theologie blind fressen m�ssen.
Opfer
Es gibt doch immerwieder Menschen, die sind geradezu dazu pr�destiniert sind, ein „Opfer“ zu sein. Man k�nnte fast meinen, sie laufen mit einem Imagin�ren Schild („OPFER“) herum. Damit meine ich, da� sie mich mit ihrer Art dazu provozieren, da� ich sie necke/“�rgere“. Schon seltsam, wenn man an sich selbst beobachten mu�, da� man das kaum noch kontrollieren kann O:-). Zum Gl�ck ist das in dem Fall nicht so schlimm, weil wir uns m�gen. Ich hoffe und denke, das bleibt auch so *G*.
…wie eine �berf�llte Stra�enbahn
Wenn ich mein Lebe so betrachte, dann erinnert es mich an eine Stra�enbahn, die �berf�llt ist. Drinnen sind Menschen und von der einen Seite dr�ngen Menschen hinein, wodurch automatisch Menschen zur anderen Seite hinausgedr�ngt werden. Ich habe nur 24Stunden pro Tag und damit eben auch nur begrenzt Zeit, mich mit Menschen zu befassen, bzw. die Anzahl derer, mit denen ich mich befassen kann, ist begrenzt.
„Schade“, denke ich dabei oft, weil ich viele Menschen mehr oder weniger links liegen lassen mu�, die sicherlich interessant w�ren, kennenzulernen.
Und ja, es gibt Menschen, die ihren festen Sitzplatz in der Stra�enbahn (meine Frau mit Ehering „angekettet“ :-D) haben und es gibt auch welche, die einfach nicht in meine Richtung mitfahren wollen und daher freiwillig aussteigen. Manche im Schlechten, aber ich denke, die meisten im Guten. Oft hinterlassen die, die gehen, auch L�cken, die nur schwer von anderen ausgef�llt werden k�nnen. Dennoch ist es wichtig, sie loszulassen und die L�cke wird, auch wenn sie bleibt, kleiner, weil Teile davon von anderen Menschen besetzt werden. L��t man die Leute nicht los, dann kann �berhaupt kein Teil davon wiederbesetzt werden, weil man dadurch die L�cke freih�lt, als w�rde man darauf warten, da� der Mensch wieder zur�ckkommt. Aber das ist meist utopisch.
Ich bin sehr dankbar f�r jeden Menschen, den ich begleiten durfte, und f�r jeden, der „geblieben“ ist.
Das mag jetzt ein wenig wehm�tig „klingen“, aber in Wirklichkeit bin ich froh �ber die Abwechslung. Ich habe h�chstens Angst, die Priorit�ten dabei falsch zu setzen, da� ich Menschen dadurch auf b�se Art und Weise verliere.
sofx
Stre�minderung
Mal wieder wurde mir bewu�t, da� ich zuviel gechattet habe. Irgendwie stre�te mich vieles – mehr unterschwellig als da� ich es so registriert h�tte. Ich war die letzten Tage nur noch selten im MFC, und wenn, dann nur, um mal eben meine /m’s zu lesen. Ich denke, ich werde mich so zur�ckgezogen halten, was den MFC angeht. Es wurde mir doch zuviel, da� sofort nach meinem Auftreten haufenweise Leute auf mich „einst�rzten“. Ich merke, da� mir das Nicht-Chatten, sozusagen die Ruhe, die damit einkehrt, gut tut.
Diejenigen, die mehr mit mir zu tun haben, erreichen mich sowieso im ICQ/MSN/Jabber.
sofx
Mode verstehe ich nicht
Ich fahre jeden Tag Fahrrad. Und dabei wetzen sich meine Jeans am Hintern gerne durch. Mag sein, da� das modern ist, aber ich finde es an“gesichts“ kalter Luft unpraktisch.
Als ich mir 1993 mein Motorrad kaufte, n�hte die Freundin von dem, der mir das Teil verkloppt hat, Lederflicken hinten drauf. Und ich fand, da� das garnicht so schlecht aussieht. Das hat sich bis 2006 auch nicht ge�ndert. Also �berlege ich, mir auch solche Flicken auf die Jeans n�hen zu lassen. Theresa standen alle Haare zu Berge, sie sagt, es sieht Schei�e aus. Ich verneinte das mit dem Hinweis, da� ich es 1993 schonmal gesehen habe. „Uli, das war 1993!“ sagte sie. Ich so: „na und? was 1993 gut aussah, schaut 2006 auch noch gut aus.“

Ich m�chte dazu mal hinweisen, da� in den 80er Jahren Menschen in schrecklich-neonbuten Leggins rumgelaufen sind. Es sah schei�e aus, aber man trugs, weils „modern“ war. Wenn etwas beschissen aussieht, zieh ichs nicht an, selbst wenns noch so modern ist. Wenn ich etwas f�r sch�n erachte, und es ist gerade nicht modern, dann juckt mich letzteres so �berhaupt nicht. *Kopfsch�ttel*
Zu den Lederflicken mu� ich allerdings gestehen, da� ich nicht bedacht habe, da� man die Hosen dann nimmer waschen kann, also, nur noch Handw�sche. Aber trotzdem werde ich, denke ich, mal bei so nem N�h-Menschen nachfragen *G*.
Wenn Karl vom Lager f�llt, mu� ich ja nicht mitmachen, oder? *Kopfsch�ttel* Jeder Christ ein Individualist! *lach*
sofx
Wie bescheuert sind wir eigentlich in Deutschland?
Es geht um diese f�r Anfang 2007 geplante GEZ-Geb�hr f�r PCs. Es ist ja schon wirklich megakrank: Die GEZ erhebt Gef�hr auf etwas, was noch garnicht angeboten wird (Internet-TV von �ffentlich-rechtlichen Anstalten), aber es wird so argumentiert, da� die „Anlagen dazu ja vorhanden w�ren“. Ein Verbrauchersch�tzer meinte dazu sarkastisch, da� man als kinderloses Paar ja auch schonmal Kindergeld beantragen k�nnte, weil ja die „Anlagen dazu ja schon vorhanden w�ren“.
Eine gewiefte Firma bietet nun ein Tool an, das verhindern soll, da� man TV- oder Radio �ber das Internet konsumieren kann. Das Tool kostet freilich was, und wenn man nix bezahlen will, wird man mit Werbebannern bombardiert.
Also das Tool verhindert, da� man etwas nutzen k�nnte, was es noch garnicht gibt. Kann mal BITTE einer diesen absurden Mist beenden??

