We are chilldren of God, Chilldren mit 2 „l“ !

Ich habe darüber vor ner knappen Woche gepredigt und auch viel erzählt, wie Gott mich die letzten Tage/Wochen verändert. Ich finde an Stellen Stolz, wo ich ihn nie vermutet hätte und bin zT auch geschockt darüber.

Aber ich bin wirklich dankbar für jeden Zerbruch, der mir von Gott geschenkt wird. Das schöne daran ist, daß man, wie die Bibel sagt, ‚gezüchtigt‘ wird. Und daß man sich selbst keinen abkrampfen muß, um irgendein Regelwerk einzuhalten.

Ich glaube, es ist Jesu erster Wunsch, daß wir uns chillig zu seinen Füßen setzen, und ihm zuhören bzw. ihn kennenlernen. Steht der Dienst, oder die Regeln im Vordergund, dann brennen wir aus.

In Lukas 10, 38-42 wird das recht deutlich:

Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, daß er in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Martha nahm ihn in ihr Haus auf. Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, daß sie mir helfe! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.

Meine Abhandlung zum Thema „Bauchfreitops“

Damals, in den 80ern, als Colt Sievers sich noch erhebliche Materialschlachten geliefert hatte, habe ich wohl zum ersten Mal an „Judy“ so ein Bauchfreidingens gesehen. Ich fand das als 10jähriger (oderso) schon irgendwie witzig. Ne Zeit lang liefen einige bauchfrei herum, aber das verflog dann wieder.

Erst in den letzten Monaten scheint der Trend wieder aufzuleben. Und obendrein verzieren sich die Frauen ihre Nabel noch mit Piercingringe. Meine Schwester meint, daß „es die Männer schon schweg genug“ hätten, und in der Tat fällt es schwer, von einem gepiercen Bauch wegzugucken. Wobei ich zu meinem Entschuldigung sagen muß, daß ich sowas nicht wirklich sexy finde. Ich würde glaub ich auch eine M5-Schraube durch den Nabel sehr interessant finden, am besten noch mit Kontermutter.

Ich frage mich, welchen Sinn das ganze hat. Ich meine, man kann darüber sinnieren, daß Rezession und damit Stoffknappheit herrscht, aber ich denke, einen Sinn liegt in der Kühlung: Bauch frei = Bauch kalt. Jedenfalls meistens. Und je mehr Bauch frei ist, bzw. je mehr Bauch hervorquillt, desto mehr Kühlfläche hat man und desto besser wird das Ränzchen gekühlt. Sogesehen haben diejenigen, die am meisten Bauch zwischen Hose und Top herausknören auch am besten gekühlt sind. So eine Speckschwarte könnte man ja auch durchaus als Kühlrippe ansehen.

Doch einige Fragen bleiben bei der Logik offen: 1) warum haben Männer dann kein Bauchfreitop und 2) warum sind Piercingringe dann so klein?

Ich meine, man könnte ja auch einen passivkühler eines 486ers auf einen Piercingring löten, das würde die Kühlung noch effektiver gestalten.

Und ich baupte ferner, daß Karl noch nicht so tief vom Lager gefallen ist, daß er Männerbauchfreitops entworfen hat, oder er hat sie entworfen und die Männer hielten das für kompletten Blödsinn, sodaß niemand sowas kaufte. Ich würde mir jedenfalls nicht sowas kaufen, was nix halbes uns nix ganzes ist 🙂

Gesellschaft für schlechte Information

Also ich arbeite ja in der GSI. Und dort bin ich für das „interne Gastarget“ am Experimentierspeicherring zuständig. Vor ca. 10-15 Jahren entwickelte mein Vorgänger ein System, wo man auch brennbare Gase (zB Wasserstoff) als Gastarget benutzen kann. Damit man die Halle mit eben diesen Gasen nicht in die Luft jagt, gibts ein Sicherheitssystem, wozu auch eine Vakuumpumpe direkt am Auspuff gehört, die sich an der Hallenwand befindet. Von eben dieser Pumpe wußte ich bis heute noch nichts, da ich bei meiner Einführung gesagt bekommen habe, daß der Auspuff von einem Zentralen Absaugsystem fürs gesamte Vakuum abgepumpt wird. Naja, so kann man sich irren. Seit 3 Jahren tuckert das Pümpchen nun schon ohne Aufsicht vor sich hin *grins*. Naja, jetzt habe ich wieder ein Pümpchen mehr zum kraulen. 🙂

Das Leben ist toll

Sofx

Willow Freak – Leitertreffen der Jesus Freaks International

Theresa und ich kamen erst am Freitag an, als das Treffen schon im vollen Gange war. Aber wir kamen genau rechtzeitig zum Essen, das übrigens durchweg sehr lecker war.

Danach freute ich mich, daß ich einige wiedergesehen habe, aber andererseits gabs auch sehr viele neue Gesichter. Ich finde das toll, weil es nicht so den Eindruck einer eingeschworenen Gesellschaft macht. Jesus Freaks sind eine Bewegung, keine Denomination, wie einer auf dem Treffen predigte und eine Bewegung bewegt sich halt, auch in der Besetzung :-).

Man lernt neue Leute kennen, vertieft bereits bestehende Verbindungen und vorallem merkt man auch deutlich, daß die Leute von der JFI-Gesamtleitung eben nicht abgehoben sind. Ein Mädchen aus unserer Gruppe hat ja schließlich auch unseren “Bereichsleiter“ aus dem “Ä-Team“ (A-Team=geistige Leitung von JFI) versucht, Manieren beizubringen („Man sagt guten Tag, wenn man sich sieht, haste das nich gelernt?“). Sehr geil :-)!

Trotzdem haben sie auch (geistige) Autorität, das steht außer Frage. Und das wird auch nicht irgendwie untergraben oder da rebelliert auch keiner dagegen. Zumindest konnte ich das nicht beobachten.

Am letzten Gottesdienst, es wurde mal wieder aufgerufen, daß man Eindrücke auch sagen soll, kamen viele Eindrücke. Und ich traute meinen Augen nicht, als ich jemanden von meiner JF-Gruppe da vorne stehen sah. Und ausgerechnet der, der vorher am meisten gegen Bilder und Eindrücke wetterte. Da wußte ich, daß es von Gott kommen _mußte_ 🙂

Wir sind dann am Sonntag schön gemütlich in 3.5h von Willowfreakhausen (bei Gotha) nach WÜrzburg mit unsrem 50PS-2-Tonner getuckert. Und das zuerst übern Rennsteig, dann auf der Werratalautobahn (B19). Endlich konnte ich es den Sonntagsfahrern mal heimzahlen: SIE fuhren mal HINTER mir :-), zumindest meistens… es gibt ja immer Exoten, die fahren _noch_ langsamer… Trotzdem wars n gechilltes fahren.

Hess. Kongo

Ich hab n Kumpel, der hat ne Ex-Freundin, mit der ich mich vor Wochen im ICQ unterhalten habe. Sie ist (betont) kein Christ und mit solchen Leuten kappel ich mich ja gerne, aber nicht so, daß ich ihnen auf die Nerven gehen will, oder gleich als „Bekehrer“ dastehen will. Zumal ich bei ihr auch Fragen antwortete und ich ihr hoffentlich kein Gespräch aufdrückte (man korrigiere mich an der Stelle, wenn nicht stimmt!). Ich sage auch jedesmal im voraus, daß man mir sagen soll, wenns langt, weil ich Schwierigkeiten habe, da Grenzen zu erkennen bzw. einzuhalten.

Okay, über diese (Ex-)Freundin lernte ich N. kennen. Sie hat eine recht düstere Homepage, also, für mich als Christ ja eigentlich ein gefundenes Fressen. Nein, zum Glück nicht im Sinne von „Uj, ein Bekehrungsopfer“ *g*. Es wäre ja schlimm, wenn _ich_ die Leute bekehren würde. Über diese N. lernte ich wiederum P. kennen, mit dem ich gestern einen Treffpunkt in Heppenheim ausgemacht habe.

Achso, ja, „hess. Kongo“, weil das ganze lt. meinem English-Hessisch-Dictionary in the „area in the south of Darmstadt“ passierte bzw. so übersetzt wurde *g*.

Okay, ich hab vor der Fahrt noch schnell meine Mortification-CD in den Wechsler geworfen, nach dem Motto „den Griechen ein Grieche, den Juden ein Jude, den Metalern ein Metaler“ (oderso). Dabei bemerkte ich, daß ich die CD doppelt habe, weil ich die wohl irgendwann mal zuviel gebrannt habe.

Ich fuhr da an die Aral-Tanke hin, und erkannte P. an Hand seines alten Motorrades, wir begrüßten uns und laberten über dies und das, während wir zunächst auf N. warteten. Irgendwann bekamen wir heraus, daß N. zu R. gegangen ist, und dort auf uns wartete (da gabs wohl ein Kommunikationsproblem). P. warnte mich vor: „Erschrecke nicht, wenn du in diese Wohung kommst“ und ich malte mir schon aus, daß da überall umgedrehte Kreuze hängen, blutrünstige Plakate an der Wand mehr oder weniger künstliche Spinnweben an der Decke…oderso.. aber die Wohnung war dann doch um einiges harmloser als vorgewarnt.

Wir saßen im Wohnzimmer, ich saß wohl auf R.“s Bett, bzw. Matratze, während sich der Rest auf diverse Sofas und Sessel verteilte. Das Zimmer war dunkel und man sah die Gesichter kaum. Aber ich erkannte N. (haha, sie war auch das einzige Mädchen im Raum) und bemerkte, daß ihre Haare so aussehen, als hätte ein Vogel sein Geschäft drauf verrichtet. Das fand sie nicht so lustig wie der Rest der Truppe da.

Dann kam ein Jungspunt, S., rein, der mich sofort an Hand meines Pullis als „heilig“ identifizierte, aber total zugekifft war, und noch was dabei hatte. Also wurde erstmal gebaut, die Bong gestopft und R. und S. gönnten sich ein paar Brösel.

Irgendwie hatte N. noch die Meerschweinchen von R. aufm Schoß, die ihre Hose dann irgendwie auch vollpinkelten…

Wir hingen gediechen ab und laberten über dies und das, lachten viel (ich stoned by Jesus, der Rest, der mitlachte, stoned by was anneres). R. hat ne tolle Lache, die total ansteckend ist und wir grinsten uns über lange Zeiträume einfach nur an. Toll. Er sagte immer „Robin Hood“ zu mir, wahrscheinlich, weil ich meinen grünen Jesus-Freaks-Pulli an hatte (mein Jesus-Terror-Force-T-Shirt, das ich drunter trug, ließ ich, diplomatisch, wie ich bin, dann doch bedeckt *g*).

P. schilderte einen „coolen Abgang“: Amoklauf in einer Kirche. Überhaupt ist er sehr antikirchlich eingestellt, aber trotzdem macht er eines der Kirche (als Institution) nach: Er wendet sich von Gott ab, bzw. will an keinen Gott glauben. Das ist einleuchtend, wenn man Gott mit Religion verwechselt.

N. redete nicht viel außer, daß sie sich gerade deplaziert fühlt und sie suchte auf ironischer Wiese das Niveau der Gespräche („Wo is das Niveau? da in der Ecke? nee, die Ecke ist nicht spitz genug“ *g*)

Aber dann irgendwann wurde es ruhig und ich merkte, daß alle (naja, S. pennte aufm Sofa und war offline) etwas von mir erwarteten. Es dauerte einigermaßen lange, bis ich herausfand, was: Sie wollten sehen, daß ich versuche, sie zu bekehren. Als ich das raffte, mußte ich herzlich lachen. Es ist toll, frei zu sein, auch vom Zwang, Leute zu bekehren. Danke, Jesus *g*. Ich habs wirklich genossen, einfach abzuhängen und zu gucken, was passiert und das noch noch mit wirklich zT wildfremden Leuten. Ich kannte N. und P. nur durch ICQ bzw. Mail, den Rest garnicht bis dato.

Gegen 0 Uhr fuhr ich dann noch N. nach Hause und konnte es mir nicht verkneifen mit Hilfe von Handbremse abzubiegen, was mit einem „Jetzt weiß ich, wie du Leute bekehrst: Du fährst mit ihnen Auto!“ von ihr quittiert wurde. Ich schenkte ihr die CD, die ich doppelt hatte und wir verabredeten, uns nochmal zu treffen, eben mal unter 4 Augen. Ich freu mich drauf.

Wieder zu Hause hielt ich erstmal ein Mitternachtsmahl (ich hatte den Tag über das Essen vergessen und wunderte mich über mein Schwindelgefühl): Brot, Blutwurst, Senf! :)rnEs war n toller Abend *hihi*

sofx

Mein Cousinchen

Am Sonntag habe ich auf einer Familienfeier mein Cousinchen mal wieder gesehen. „Cousinchen“, weil sie 12, fast 13 Jahre jünger ist als ich :-). Sie macht gerade ihren Realschulabschluß und lernte bzw. rechnete vielerlei Mathematikaufgaben durch. Ich hab mich neben sie gesetzt und ihr erstmal zugeschaut. Sie sagte zuerst, daß sie es nicht kann, dann aber, konnte sie es, zunächst ohne, später mit wenig Hilfe von mir.

Ich hab sie total gern. Das ist mir dabei wieder aufgefallen.

sofx

Die Freundschaft ist tot – es lebe die Freundschaft ?

Manchmal muß man sich Fehler eingestehen. Und ja, ich bin ein Mensch, der Fehler macht, auch bzw. gerade in Freundschaften. Und manchmal muß eine Freundschaft kaputtgehen, damit eine neue entstehen kann. Aber wie lange es dafür braucht, liegt in Gottes Hand. Ich habe mittlerweile Frieden darüber, nachdem mir Gott so einiges klargemacht hatte. Ich schreibe das nicht, um mich selbst zu maltretieren, oder mich als miesen Menschen (unter falschem Stolz) hinzustellen, sondern um zu sagen, daß ich mindestens mitschuldig an der Misere bin.

Gefühlschaos und Liebe

Gestern gings mir an sich recht gut. Bis sich der Abend nährte. Ich bin irgendwie voll eingebrochen. Der Auslöser liegt bei meiner quasi „offiziell beendeten Freundschaft“ (oder auch „Friendship on the rocks“). Es war gut und wichtig, auch, und gerade für mich, aber ich war dann doch enttäuscht von mir und fiel in mein altbekanntes Loserloch.

Da lief mir Sara übern weg und sie schaute mich einfach nur an. Sie drückte mich und ich mußte erstmal ein bischen weinen. Dann baute ich den Diaprojektor auf, hing die „Leinwand“ auf und wurde u.a. von Clarissa gefragt, wie es mir geht. Ich war brachial ehrlich und meinte sowas wie „beschissen, aber Gott paßt schon auf mich auf“. Später setzte ich mich ganz hinten hin und guckte den lobpreisenden Jesus Freaks zu. Ich machte mir Gedanken, wie ich in bessere Verfassung kommen könnte, weil wir uns ja vom Leitungsteam (LT) aus mitm Mirko (vom JFI-Ä-Kreis) noch wegen Gemeindebau unterhalten wollten. Da setzte sich Stephanie neben mich, legte ihre Hand auf meine Schulter und sagte „hey, du bist kein Loser“ (ohne, daß ich vorher mit ihr darüber geredet habe). Ich mußte schon wieder heulen. Nicht, daß mir das peinlich wäre. Wenns mir schlecht geht, dann bin ich so ehrlich und versucht nicht den guten Grinsechristen vorzugaukeln. Stephanie versuchte mich auszuquetschen, was genau mit mir los ist. Ich fand das irgendwie süß von ihr und mußte ganz unfreiwillig lachen. Noch mehr, als Mirko zu mir kam und fragte, wieviel es kostet, wenn eine 20-Watt-Lampe rund um die Uhr einen Monat lang brennt. Er hätte darüber mit seiner Frau diskutiert, und sie meint, es würde Unsummen an Geld kosten. „Sie haben massive Eheprobleme“ dachte ich ironisch und gab ihm den scherzhaften Rat, daß sie in 2 getrennte WGs ziehen sollten, dann hätten sie zumindest DAS Problem nicht mehr.

Als dann noch beim Lied Nr. 4 „Christ is here“ Mathop das „SPIRIT COME“ rausbrüllte und der halbe lobpreisende Haufen in allen möglichen Schieftonlagen mitgröhlte, mußte ich wieder unfreiwillig lachen. Ich dachte so bei mir, daß ich mich bei dem Haufen echt wohlfühle. Und ich merkte, daß ich von vielen auch als depro-Leiter angenommen wurde (bzw. die das deutlich zeigten). Clarissa betete dann noch für mich. Ich fühlte mich irgendwie total geliebt, zum einen von den Freaks, zum anderen von Gott. Trotzdem gings mir noch nicht wirklich gut.

Während des Kriegsrats im LT und Mirko haben die Freaks für uns gebetet. Ich habs insofern bemerkt, daß sich meine Verfassung deutlich verbesserte. Wir tagten bis 0:15 und danach haben Wiebke und ich noch den Ouzo geleert (für jeden war noch 1 Schluck in der Flasche ;-))

Heute gehts mir etwas besser, aber noch nicht wirklich gut.

sofx

Gemeindebastelstunde

Gestern haben sich das Leitungsteam zusammen mit Mirko und Fossi getroffen. Mirko ist Mitglied im Jesus Freaks Ä-Kreis (Ä=Ältesten oder Ärsche, das wird bewußt offen gelassen :)).

An sich wollten wir über das Streitthema „Taufe“ reden, doch recht schnell ging es um Regeln, oder Nicht-Regeln. Mein Bild von Gemeinde, das ich so im Hinterkopf hatte, basiert eben auf so wenig wie möglich Regeln. Freilich darf keiner in die Gemeinde/Community/wie auch immer wir das dann am Ende nennen, der nicht Jesus (ähnlicher werden) zum Ziel hat. Mirko malte seine „Vision“ von Gemeinde auf und ich wunderte mich, wie sehr dies meinem Bild entsprach:

vision1.gif

Jedes Gemeindemitglied richtet sich nach (der Vision der) Jesus (Freaks) in der Mitte aus. Was da genau in der Mitte ist, muß halt noch definiert werden. Als „Aufnahmevoraussetzung“ würde ich ein Gespräch mit jedem einzelnen vorschlagen, in dem man jedem einzelnen diverse Dinge nahelegt, aber eben nicht aufzwingt. Ich halte Taufe für sauwichtig, aber es soll in erster Linie eine Herzensentscheidung für Gott und nicht für die Jesus Freaks Darmstadt sein. Deswegen sollte man das freistellen, aber dafür einstehen, daß es wichtig ist. Grundsätzlich sind sich da Wiebke, Steffen und ich einig. Sam ist dagegen. rnWas ich eben nicht will ist eine Gemeinde, die sich vornehmlich abgrenzt, wo man Mitglied werden kann, wenn man bestimmte Regeln erfüllt, zB daß man getauft sein muß:

vision2.gif

Man zieht ne Grenze und aufgrund dieser Grenze kann jeder entscheiden, ob er dabeisein will, oder nicht. Dabei würde ich mich sehr unwohl fühlen, obwohl ich mit keiner Grenze ein Problem für mich haben würde. Aber das entspricht nicht meiner Vision/Vorstellung von Gemeinde.

Ich war überrascht, daß Mirko das sagte, was ich schon lange dachte und auch das hat meine Vision von Gemeinde(bau) bestätigt. Ich denke, es wird eine Entscheidung fallen müssen, die keine Kompromißlösung vom gesamten Leitungsteam ist, so sehr mich das schmerzt.

Leipzig!

Als wir am Freitag erstmals direkt über die A38 (Lepziger Südring) nach Leipzig reingefahren sind, und im Verkehrt bei 100km/h in einer 70km/h-Zone mitgeschwommen bin, wußte ich, ich bin im Osten!

Zuvor haben wir bei einer Tanke an der A9-Abfahrt Eisenberg (Nähe Jena) ne Currywurst gegessen, wo wir von einer Frau mit skurrilgesträhnten Haaren bedient wurden. Aber mir gefiels irgendwie. Und dann der Dialekt, der für mich wie Salböl in den Gehörgängen ist.

In Leipzig angekommen fuhren wir erstmal unsren Billigladen „Postenprofi“ an, wo ich mich mit Schampoo (75ct/l) und Duschgel versorgt habe. Danach haben wir uns die Wohnung angeguckt, wo wir mal gewoht hatten, angeschaut *snief*. Dann noch schnell zum Lidl und ein 12er-Magazin Rondo-Melange eingekauft.

Danach fuhren wir zu Juli(ane), einer sehr guten Freundin von uns, bei der wir übernachteten. Am ersten Abend gingen wir in die Stadt, etwas trinken.

Samstag hatte Juli zu tun und wir gingen in die Stadt, mal gucken, was denn noch steht, was abgerissen wurde, bzw. neu aufgebaut ;-). Theresa und ich kauften uns dann noch Schuhe (nein, es ist dies Jahr KEIN Schaltjahr!) und danach waren wir im „Zeitgeschichtichem Forum“, ein sehr interessantes Museum, das auch noch kostenlos ist! Sehr empfehlenswert.

Am Abend waren wir zunächst mit Freunden (incl. Juli) was trinken und danach in der „Tango-Fabrik“. Aber was da fabriziert wurde, war mit Sicherheit KEIN Tango, eher Krach. Aber macht nix. Theresa und Juli verschwanden irgendwohin und ich fand sie zunächst nicht wieder. Ich betrachtete die Leute, die da rumliefen. Alle zappelten im Rhytmus des Krachs. Irgendwie wars mir zuwider, da mitzuzappeln.

Mir ist aufgefallen, daß doch relativ wenig Mädels mit Bauchfrei-Shirts rumliefen, aber daß viele, die ein Bauchfreitop hatten, einen dicken Bauch darunter hatten, der so direkt am Topende hervorquoll. Ich fand das extrem cool (ja wirklich!). Das ist ne ganz neue Variante von „Mein Bauch gehört mir“.

Völlig müde eierten wir desnachts um 2:30Uhr mit den Rädern zu Juli.

Am nächsten Tag hatten wir noch schön Frühstück mit Juli und ihren Eltern (die übrigens wirklich sehr nett sind) und dann ab nach Westen *snief*.

Leipzig ist schon ne tolle Stadt und mir ist auch wieder aufgefallen, daß ich Juli echt sehr lieb habe, trotzdem daß wir relativ wenig Kontakt haben.

sofx