Nach insgesamt 1100km sind wir an einem See bei Chojnice angekommen. Bis gestern war das Wetter noch schoen warm. Heute pissts. Und das soll so bis Dienstag gehen :(.
Auf dem Campingplatz sind ausser uns noch eine Horde Maedchen aus einem Maedchenheim der Volkssolidaritaet e.V. Poessneck. Ich brauch da wohl nichts weiter mehr dazu sagen 🙂
Polen 2006 – Goerlitz, Zielna Gora, Poznan, Torun
Wir fahren am Samstag, den 29. Juli in Bad Brueckenau los.
Nach 40km tanken wir halb, nach 50 ganz voll. Paule und Chrissy mir einem Peugeot J5, wir mit dem allbekannten VW-Schlachschiff.
Nach 480km erreichen wir Goerlitz und besuchen dort Katha und Stefan und das kleine, das noch keinen Namen hat, weil die beiden noch nicht wissen, ob sie nen Jungen oder ein Maedchen kriegen :). Wir ueberqueren die Neisse (Grenze!) zu Fuss und Paule deckt sich erstmal mit Zigaretten ein. Wir uebernachten aber auf dt. Seite.
Sonntag, 30. Juli
Nach einer unruhigen weil warmen und vorallem kurzen Nacht (wir tagten bis 2Uhr mit den 3en) verrichtet Paule erstmal auf der Grenze zur Belustigung polnischer Grenzer seine Notdurft. Nach lnaegerer (30min?) Wartezeit an der Grenze fahren wir nach Polen rein. Erste Station Zielna Gora. Nette Stadt und wir schmaggofatzen erstmal. Weiter gehts an einen nahegelegenen See (km 710). Paule packt seine Surfbrettter aus und versucht, Theresa das Surfen beizubringen. Ich vergnuege mich mit Mathilda (meiner Wasserpfeife). Der „Campingplatz“ kostet 5Eur pro Bus und bietet dafuer nichts weiter als ein See und einen Wald, in dem man Tretminen fabrizieren kann. Montag, 31. Juli
Wir gondeln nach Poznan (km 800) an einen Top-Nobel-Campingplatz, der mit 10Eur pro Bus nicht wirklich teuer war. Ich dusche, was sich wirklich rentiert. Die Stadt ist ziemlich schoen. Sehr lebhaft. Theresa und ich gucken die Stadt an und treffen uns mit den andern beiden spaeter am Abend zum Essen.
Dienstag, 1. August
Wir fahren weiter Richtung Thorn/Thorun. Auf dem Weg dorthin schauen wir uns eine urpolnische Seeinsel an. Dort wurde anscheinend der erste poln. Koenig von einem Ottonen gekroent. Man kommt dort mit einer „Faehre“ hin, sieht dort nicht allzuviel, dafuer ist der Spass auch kostenlos. Thorn (km 970) ist ne schoene Stadt, aehnlich wie Poznan auch belebt, aber doch etwas anders. Es hat mehr Mittelaltercharakter. Dort hat immerhin auch der dt. Ritteroden mal ne Filliale gehabt.
Freiheit
Stellt man „das Christliche“ (man k�nnte an der Stelle alles m�gliche einsetzen!) in den Lebensmittelpunkt, so zieht man damit klare Grenzen. Es ist einfach (Regeln zu befolgen), aber man mu� diese Grenzen verteidigen und ist dabei oft angstgetrieben, denn diese Grenzen sind das wichtigste.
Stellt man Jesus in den Mittelpunkt, so verlieren die Grenzen, sofern man sie loslassen will, ihre Macht und man wird frei. Es ist jedoch schwieriger genau das umzusetzen, weil es J�ngerschaft bedeutet. Man entwickelt eigene Gedanken anstatt vorgekautes anzunehmen.
Das ist f�r mich ein ganz wichtiger Aspekt, den ich bei den Jesus Freaks ausleben kann. Beispiel: Matth�us 17, 18: „Du sollst nicht pimpern vor der Ehe“ gibts nicht (guter Spruch, Lausi !;-)), dennoch halte ich „kein Sex vor der Ehe“ f�r gut.
Gibt es einen anderen Weg in die Freiheit als durch die J�ngerschaft Jesu?
Wenn du denkst „ich will nicht mehr..“
Es gibt Tage, da verzage ich an so vielem. Erst gehts einem gut, dann fegt ein Sturm von Hiobsbotschaften �ber mich hinweg, die mich besch�ftigen, runterziehen. Mein Arbeitskollege, der kaum �lter als ich war, ist verstorben, und noch so ein paar Dinge. Dann brauchts nicht mehr viel, um mich „kleinzukriegen“. Ich neige dann mein ganzes Leben, „das ganze Leben“ zu hinterfragen. Ich w�rde oft gerne alles hinschmei�en und frage mich gleichzeitig, was das bedeutet. Alles hinschmei�en? W�hrend ich dar�ber gr�ble, tauchen im icq oder gar per Telefon Menschen auf, mit denen man so garnicht rechnet und die gleichzeitig einem vor Augen halten, da� ich angeblich ach-so-viel erreicht habe. Verdammt, kann man nicht mal in Ruhe im Selbstmitleid versinken?
Ich bin definitiv urlaubsreif… Polen wartet!
sofx
Schwarz Rot Gold – Bremsen
Innovation wird ja in Deutschland gaanz gro� geschrieben. Eigentlich. Dennoch merke ich zunehmend eine Beklemmung, da� Innovation ausgebremst wird. Die Sache ist f�r mich ziemlich klar:
Sobald etwas entsteht, was gro�en Firmen eine Konkurrenz darstellt, wird das von politischer Seite abgew�rgt. Es gibt massenhaft Beispiele daf�r.
Schaue ich auf den Computersektor, ist mir immernoch unbegreiflich, wie sich ein schreckliches Computersystem (Intel-386-basierter Prozessor) mit einer noch gr��eren Katastrophe (Windows) durchsetzen konnte. Da kann man dem fehlendem Marketing der Konkurrenz noch die Schuld geben. Dennoch schei�t Microsoft auf Gerichtsbeschl�sse und zahlt einfach ein paar Millionen Strafe und geht in Revision. So wars zumindest in der Vergangenheit.
Beim Energiesektor wird das noch eklatanter. Es kann ja nicht sein, da� der kleine Bauer sein Pflanzen�l auf den freien Markt als Energietr�ger verkauft. Dem mu� man politisch Abhilfe schaffen. Dadurch bekommen die gro�en mal wieder die Macht. Es wurde, laut Frontal 21, ein ganzes Gesetzespaket von Hern Steinbr�ck dazu verabschiedet.
�hnliches findet man auf dem Strommarkt vor, wo BHKWs, die effizienter als Gro�kraftwerke arbeiten, von politischer Seite blockiert werden. Wieder das Prinzip: Innovation zu Gunsten der Kleinen und zu Lasten der Gro�en wird behindert!
Und ich dachte immer, da� alle Macht vom Volke ausgeht und da� die Bundestagsabgeordneten sich f�r ihre Taten verantworten m��ten. Vielen Dank daf�r!
Mein Vorschlag: Die Besetzung des Bundestages halbieren, also die H�lfte der Abgeordneten rauswerfen, die verbleibenden Abgeordneten besser bezahlen, aber daf�r verbieten, da� sie von anderen Firmen bezahlt werden.
Wenn ich auswandere, dann nach Schweden. Irgendwie scheint man da weiser mit Macht umgehen zu k�nnen. Aber Auswandern ist keine L�sung. Man sollte im Land was tun, finde ich. Aber wie?
sofx
Gnade Gottes…
Man hat sie, oder nicht. Hat man sie, wei� man, da� man sie sich nicht verdienen kann, hat man sie nicht, versucht man, sie sich zu verdienen und versteht nicht, da� man das garnicht kann.
Rh��kemp – Minimalistisch, unstressig, einfach gut!
Freitag, 21.Juli
Ich mache um 13.30 Feierabend und hole Philipp in Darmstadt ab. Wir kommen gut durch den Verkehr und damit um 15Uhr in Weichersbach an. Dort nehmen wir Jessi mit. Ihren Freund lesen wir dann ein paar km weiter auf. In Bad Br�ckenau werden noch ein paar Dinge eingeladen. Steaks und Butter (gefroren) und Marmelade, von meine Schwiegermutter gratis 😉
Danach gehen wir beim Aldi noch einkaufen. M�sli, Milch, Grillkohle, etc. pp. Gegen 17Uhr kommen wir in Langendorf an. Meike wartete schon auf mich. W�hrend Jessi und Andi mit Meike zum Zeltplatz laufen, kaufe ich mit Philipp Bier, Schorle und Colamix ein. Bei meinen Eltern laden wir dann noch 4 B�nke und einen Tisch ein. Der Zeltplatz ist gleichzeitig noch Liegewiese f�r die, die dort (aus dem Dort) in der Saale baden. Ich fuhr mit dem Campingbus drauf, was erstmal auf Murren bei den jungen Leuten st��t („�y du d�ffsd da ganned drauffahr! des is verbodn!“ – „Ich hab die Erlaubnis dazu“, sagte ich). Schlie�lich konnte ich dann noch drauffahren. Schnell legen sich die Spannungen, als ich meine Shisha aufbaute und die Leute midz�ll (=dran ziehen) lasse.
Dann klingelt das Handy. 5 Leute aus Bad Br�ckenau verpa�ten ihren Anschlu�zug in Gem�nden am Main (24km). Der n�chste Zug f�hrt 2h sp�ter, 21Uhr… Vielen Dank, dt. Bahn! Mein Vater holt die 5 ab und kn�rte sie irgendwie ins Auto ;-). Es trudeln allm�hlich die Leute ein. Marcel und „Buffer“ aus Fulda, „Becksbier“ kam mit Yasi und Martin aus W�rzburg und Ingo brachte meine Cousine Lisa mit. Dann m�ssen ja endlich die Zelte aufgebaut werden. Schlie�lich gehts gegen 22Uhr (?) mit dem Gottesdienst los. Yasi, Nancy, Doro und Hanna lassen sich taufen. Martin „predigt“ und ein paar der Jungen Leute, die unmittelbar daneben ihren Hauptschulabschlu� feiern, waren auch dabei. 2 Ministranten aus Machtilshausen (2km entfernt) singen begeistert mit. Aber es m�ssen deutsche Texte sein, weil sie das mit dem Englischen nicht so gut draufhaben :). Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir etwa 15 Jesus Freaks aus Bad Br�ckenau, Fulda, sowie ein paar verprengte aus Unterfranken *G*.
Nach dem Gottesdienst wird gefeiert und gegrillt. Die Ex-Hauptsch�ler belagern den Bus, vor dem die Shisha steht und am Ende r�ume ich ein paar leere Sangriaflaschen aus meinem Bus. Aber nicht so schlimm. Wir grillen und ich unterhalte mich erstmals mit „Wildo“ *G*, die aus Sulzthal kommt. Au�erdem gabs noch einige gute Gespr�che mit den Leuten, die ihren Abschlu� feiern. ZB was genau Jesus Freaks (nicht!) sind. 🙂 Ich falle gegen 3.30Uhr ins den Bus. Zu erw�hnen ist noch die grauenhafte „Musik“, die die Abschl��ler mit einer kleinen Anlage abspielen. Ich konnte mich nur f�r ca. 20min mit Morphia durchsetzen…
Samstag, 22. Juli
Ich wache gegen 8Uhr auf, und es wird Fr�hst�ck organisiert. Eine Bestelliste wird spontan von 3 (?) Leuten erstellt und die gegen zum B�cker. Wir essen gechillt unter der Br�cke. Ein paar Ex-Hauptsch�ler kamen im Lauf des Tages zum Baden. „Ihr seid chiller“ sagen sie sofort zu uns. Der Tag wird mit rumlaufen, Einzelgespr�chen, Planschen, etc. pp verbracht. Dann kommen die 4 Wollbacher (die 3 M�dels von ihnen sagten ab). Sam und Katha (ein frischverm�hltes Paar aus ehem. Fulda, jetzt Kassel) machen eine Wunschliste, was jeder f�r den Wochenendrest so braucht und kaufen in Hammelburg ein. Sp�ter, Mittag, kochen Marcel und Ingo die 10 Spaghettifertigpackungen auf den 2 Gasflammen im Bus. Witzig 🙂 Sehr spartanisch. Aber es funktioniert. Es werden auch alle satt. Andi und Jessi sp�len den Kladeradatsch. Doro macht Thema. Es geht um „sein Leben loslassen“, eben „Kontrolle“ abgeben, was mit einer anschaulichen Geschichte untermalt wird. Abends grillen wir wieder, wieder fast ohne Geschirr (Steak auf Brot, Ketchup drauf, fertig!). Mit Martin hatte ich ein langes Gespr�ch �ber alte Kriegsverletzungen von der Westfront, dasselbe (ohne Westfront) mit Yasi. Es ist angenehm, wenn man Zeit f�reinander hat und nicht von h� nach hott hetzend zwischendrin ein Gespr�ch f�hrt. Das genie�e ich sehr. Trotz heftigen Gewitters ist der Abend sch�n, w�hrend des Platzregens sind die meisten unter der Br�cke, einige genie�en es, sich vom warmen Regen duschen zu lassen. Toll 🙂 Sp�ter in der Nacht konnte ich mit Lisa reden, direkt am Stauwehr und kurz danach fiel ich totm�de in den Bus.
Sonntag, 23. Juli
Ein paar Fliegen wecken mich. *Nerv* Ich stehe auf und sehe, wie sich Philipp aus Yasis Scho� in den Schlaf gerollt hat. S�� :-). Wir fr�hst�cken und feierten noch ein bischen Jesus. Heiner erz�hlte was �ber seine Generation und ich gebe meinen Senf dazu, allerdings kommt so gut wie nichts von dem r�ber, was ich sagen wollte. Dann haben wir Abendmahl und r�umen auf. Es lief superglatt, ich wurde st�ndig gefragt, wer was wo aufr�umen kann. Dann verabschieden wir uns und ich werde mit Dankbarkeit �berh�uft. Es hat allen gut gefallen und ich fahre auch kaum gestre�t, aber sehr wohl �bern�chtigt nach Darmstadt zur�ck, wo ich Jessi, Andi und Philipp auf dem Weg nach Hause rauslasse. Ich r�ume den Bus aus, und habe meine rentabelste Dusche seit Ewigkeiten :-).
Insgesamt ne gelungene Sache. Ob nun „wenig geistlich r�berkam“ oder nicht, kann ich nicht sagen, ist aber auch relativ Latte. Meiner Meinung nach sollten wir als Christen leben, eben vorleben und das taten wir auch brav *G*. Ich hatte meinen Spa�, ich geno� das Unkomplizierte (zB da� es niemanden st�rt, da� keine Dusche da ist oder da� kaum aufwendig gekocht wurde, etc. pp). N�chstes Jahr gerne wieder! 🙂 ….und wer will sich dann taufen lassen? 😉
sofx
36�C
Es steht die Luft im B�ro
Ich trinke viel und geh selten aufs Klo
Ich mutier zum Durchlauferhitzer
oder zum Oberschwitzer?
Die PC’s heizen auf die Luft,
ich tr�ume da von ’ner kalten Gruft.
Ich kann kaum Atmen vor lauter Hitze,
Ich schwitz aus jeder Ritze.
Die Br�he l�uft mir herunter,
ich werd m�de und nicht munter,
Eine Wolke, dunkel ganz dahinten?
Nein, sie tut schnell wieder verschwinden.
Petrus, dreh die Heizung ab
sonst schwitz ich mich noch ins Grab
Wasser str�mt in meinem Mund
und kommt aus der Dr�sen Schlund.
Doch der erhoffte K�lteeffekt
schon ansatzweise verreckt.
denn viel Wasser ist in der Luft
und keines mehr dorthinein verpufft.
Diese Hitze
wie ich schwitze
so ’n Schei�
dieser Schwei�
Das n�chste Mal wieder in Prosa… oderso
Warum so ne Angst?
Ich habe heute einen sch�nen Eintrag gelesen. Und vieles kommt mir so bekannt vor. Ich frage mich, wieso sich so viele Christen von ihren �ngsten so einsch�chtern lassen, anstatt mal frei zu leben.
Tsatsikirezept
1 Gurke + 2 x 250g Quark + 2 Knoblauch….
….die Gurke kann man auch weglassen, die schmeckt man sowieso nicht.
sofx