Wie ist es wirklich?

Schon seit je her wurde das Volk versuchsweise für dumm verkauft, oder anders gesagt, das Volk wurde dummgehalten, damit es manipulierbar ist. Zu Luthers Zeiten war das schon so. Die römische Kirche verkaufte etwas als „Wahrheit“, was in Wahrheit Lüge war, sie hatte ihre eigene, ganz eigene Bibelinterpretation. Die Katholische Kirche hat das bis heute – den Katechismus. Die Message dahinter deute ich so: „Du kleiner Mann bist zu dumm, die Bibel zu versehen, also sagen wir dir genau, was da drinsteht und zwar so, daß du das auch verstehst.“ Tatsächlich sind viele Dinge im Katechismus gut erklärt, dennoch steht da in meinen Augen eine Menge Unsinn drin.
Ich bin betrübt darüber, wieviele Mythen, Lügen und Legenden sich um den „christlichen Glauben“ aufgebaut haben, auch wenn ich das verstandesmäßig nachvollziehen kann. Ich fühle mich manchmal an einem Pranger und mir werden als Christ Dinge vorgeworfen, die ich auch nicht teile, wenn es zB heißt, daß „die Christen“ in Uganda durchgesetzt haben (sollen), daß Homosexuelle gesteinigt werden sollen/dürfen. Ich kann die Grundintention dahinter verstehen (Homosexualität ist in meinen Augen Sünde), dennoch kann man, glaube ich, nichts verbieten, was dem freien Willen des Menschen zusteht. Ich bin davon überzeugt, daß Gott das auch nicht will, sonst hätte er und ja keinen freien Willen gegeben.
Aber ich darf als Christ eine feste Meinung haben und wer das als „extremistisch“ sieht, der tut mir Leid: Wir leben nunmal in einer pluralistischen Gesellschaft (oder?), da muß ich nunmal andere Meinungen akzeptieren. Wer das nicht kann, ist nicht tolerant, so einfach sehe ich das inzwischen. Wenn ich zB sage, daß Homosexualität Sünde und Abtreibung Mord ist, dann muß mein Umfeld das aushalten (können). Ich würde jedoch nie auf die Idee kommen, Homosexuelle der Frauen, die abgetrieben haben, umzubringen, das halte ich für tiefkrank – auch wenn das versuchsweise mit alttestamentarischen Bibelstellen, aus dem Zusammenhang gerissen, „erklärt“ wird. So oder so müßte man sich damit auseinandersetzen, kritisiert man „die Christen“, die es in meinen Augen so garnicht gibt. Zum Thema „Uganda“ sollte man sich vielleicht auch mal die Gesamtentwicklung über die letzten 20 Jahre zu Gemüte führen (was ich nicht getan habe).
So ähnlich zieht sich das fort, nicht nur im Christlichen Glauben, sondern auch in der Politik (was ja früher mehr oder weniger dasselbe war).
Wir werden – zumindest gefühlt – für immer dümmer verkauft und das frappierende daran ist, daß das Volk da still mitmacht. Historisch gesehen ist der Russe der böse und der Ami der Gute. Aber ist das wirklich so? Aktuell tritt der Ami unser Grundgesetz mit Füßen, während der Russe sich in den letzten Jahrzehnten an seine Verträge gehalten hat. Wer weiß schon, warum Putin die Krim besetzt hat? Wer weiß denn, was wirklich in dem Asoziierungsabkommen mit der Ukraine steht und wer weiß schon, daß die NATO im Zuge dieses Abkommens gemeinsame Manöver mit der Ukraine auf ukrainischen Boden führt? Das sind nur ein paar einzelne Aspekte und bestimmt nicht alles und ja, bestimmt horcht und guckt der Russe bei uns auch, aber ich glaube, so gut und effektiv wie die NSA, BND & Co kann er das garnicht, weil Google, Micro$oft, Apple & Co nunmal US-Firmen sind und keine Russischen. Wo früher Zeitungen und Reporter freien Journalismus ablieferten, liefern unsere Medien heute hohle Propaganda ab, die, zugegeben, besser ist, als die plumpe russische.
Wer sich also eine Meinung bilden will, muß sich selbst umsehen und sich selbst informieren. Da genügt es nicht (mehr), die Tagesschau zu schauen. Das ist umständlich, unbequem und kostet Zeit. Ja. Aber ist es notwendig?
Genauso ist es mit allen Dingen, die uns umgeben. Die Konzerne (ja, genau die, die anscheinend unsere Politiker gekauft haben) umspülen uns mit ständig neuen Sachen, was dazu führt, daß der Kunde nicht informiert, sondern verwirrt wird. Daß trotzdem anscheinend knapp 50% der Deutschen glauben, die Werbung würde informieren, zeigt mir, daß die Werbung gut funktioniert – obwohl sie nichts anderes ist als Konzernpropaganda, die nur ein Ziel hat: Gewinnmaximierung, das muß man sich einfach mal klarmachen. Die Werbung trichtert uns ein, was wir alles brauchen, womit es uns besser geht und daß mit dem jeweiligen Produkt alles einfach sein würde. Oft ist das Gegenteil der Fall. Dazu kommt noch, daß viele Geräte heute kurzlebiger sind. Wo früher noch eine Waschmaschine Jahrzehnte hielt, fangen die Firmen an, „vernetzte Haushaltsgeräte“ anzubieten. Man muß sich doch dabei grundsätzlich eines klarmachen: Wer sein Gerät vernetzt, der setzt es direkt oder indirekt dem Internet aus. Das bedeutet, daß die jeweilige Software darauf auch gewartet werden muß, zB mit Upgrades. Und wer garantiert mir heute, daß ich in 20 Jahren noch Upgrades für meine Waschmaschine kriege? Genau, niemand, weil das Gerät schon in 5 Jahren als „veraltet“ gilt, so, wie man es heute bei Smartphones beobachten kann. Man könnte das Gerät dann auch vom Netz abklemmen, aber dann brauche ich auch kein vernetztes Haushaltsgerät. Und wozu? Nur, damit ich auf meinem (neuen) Smartphone sehen kann, wie lange die Waschmaschine noch braucht? Ich sehe den Sinn dahinter einfach nicht.
Um beim Thema „Waschmaschine“ zu bleiben: Seit einigen Jahren werden ja die ach-so-tollen energiesparenden Waschmaschinen angeboten, die natürlich auch gaaanz wenig Wasser brauchen. Daß eben diese Waschmaschinen mindestens alle 6 Monate aufgrund des wenigen Wasserdurchsatzes mit einem Spezialreiniger (ohne Wäsche) durchlaufen muß, erzählt natürlich niemand. Wieder frage ich mich, was daran ökologisch und ökonomisch für den Kunden sinnvoll sein soll. Der Kunde wird erneut verwirrt.
Ich lehne neue Techniken nicht ab, aber ich hinterfrage mehr und mehr, wozu sie eingeführt werden und komme mehr und mehr zum Schluß, daß sie den Kunden verwirren, binden, lenken sollen. Und das lehne ich zutiefst ab. Ich sehe außerdem, daß unsere gegenwärtige Gesellschaft sämtliche Errungenschaften (Freiheit, Demokratie,…) gegen bunte Apps eintauscht und sich darüber auch noch freut. Aber vielleicht muß das so sein, damit das erfüllt wird, was in der Offenbarung so drinsteht. Ich weiß, daß es so oder so für mich gut ausgeht, wäre ich kein Christ, würde ich vmtl. wahnsinnig werden. 😉

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