Einmal diagonal durch Neugrünland – mitm Rad

Ich hatte letztes Jahr die fixe Idee, mal zu Freunden bzw. unseren Patenkindern zu radeln. Heute habe ich den ersten Tag hinter mich gebracht. Ich wählte von Ober-Ramstadt aus eine Route durch den Odenwald bis an den Neckar bei Eberbach. Ich fuhr um 7:16Uhr los, in meiner Trinkflasche war Grobe Faßbrause. Es war ziemlich kühl und die Sonne ging kurz vorher auf. Das sah dann so aus:
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Ich kam ziemlich gut vorwärts, das Gersprenztal zog sich dann doch recht lange und so kam ich nach 1 1/2Stunden an den Abzweig in Richtung Waldmichelbach. Auch das ging sehr gut, und ich kam auf die B460, die ich dann bis zum Marbach-Stausee entlangfuhr.

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Der nächste Aufstieg war dann jedoch heftiger: Beerfelden. Eine Stadt aufm Odenwald, quasi. Viele Geschäfte dort stehen leer, sind zum Verkauf oder Vermieten. Ich war dann ziemlich verwirrt, weil ich nen Kaffee trinken wollte. In der Touri-Info (die aufhatte) schickte man mich zu einem Café, das ich nicht gefunden habe, dafür stieß ich auf eine Bäckerei. Die Bedienung dort war ziemlich nett und wir plauderten ein wenig. Ich bemerkte, daß ich meine Karten vergessen hatte, aber da war der Odenwald eh schon zu Ende. Der Bedienung erzählte ich mein Vorhaben und sie sagte, daß sich der Neckar „wie Kaugummi ziehen“ würde. Nundenn… In meiner Trinkflasche war ab dann Spezi, vorher hatte ich sie ausgenuckelt.

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Dann stürzte ich fast schon runter, mein Tacho (neu gekauft) erzählte mir was von 62km/h. Irgendwie fand ich das garnicht so schnell. Dann der Neckar. Ich fuhr erstmal die B37 entlang.

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Die Kilometerangaben am Necker sind verwirrend. Manchmal fuhr ich lat Straße 7km, aufm Tacho waren es nur 3km und umgekehrt. Das Spezi war alle und ich kippte dann Malzbier rein. In Neckarzimmern machte ich erstmal Mittag.

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Dort trank einer ein Spezi und gab mir den Rat, die Neckarseite zu wechseln, weil man da besser radeln könnte. Danke für den Tip. Dennoch zog sich der Neckar wirklich, gegen 14 Uhr erreichte ich Bad Wimpfen.

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Es ging recht zügig an Neckarsulm (besteht das eigentlich nur aus AUDI?) vorbei und ich fuhr quasi an Heilbronn vorbei, jedenfalls habe ich von der Stadt selbst kaum war mitbekommen. Ich war überrascht, wie nahe Lauffen ist. Doch in Lauffen hörte der Neckar-Radweg irgendwie auf, ich hatte mich verfahren, verließ das Neckartal auf der B27 und dachte „ganz verkehrt ist es nicht“.

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Das war ein bisschen blöd, weil da viele Autos fuhren und ich nicht immer auf einem seitlichen Weg ausweichen konnte. In Lauffen selbst sah ich mir großem Schrecken ein Radfahrschild „Ludwigsburg 42km“. Ich weiß nicht, wie man das hinkriegt, aber der Neckar scheint sich echt krass zu schlängeln. Ich gurkte querdurch. Eine Straße war gesperrt, die ich fuhr, ich konnte das Fahrrad an der Baustelle vorbei über seitliches Gras schieben :). Auch Ludwigsburg verwirrte mich radfahrtechnisch, da scheint ja garnichts ausgeschildert zu sein, aber ich fand kurz nach Ortsausgang einen Weg, der neben der Straße führte. Dann konnte ich nach Aldingen abbiegen. Das hörte sich für mich gut an und ehe ich mich versah, war ich wieder am Neckar und kam so an Stuttgarter Randbezirke. Es ging auch erstmal ganz gut am Neckar entlang, bis sich der Radweg in Bad Cannstadt irgendwie „auflöste“. Ich fuhr dann Landstraße weiter und kam nach Obertürkheim. Der Stern winkte.

Gegen 19Uhr kam ich in Esslingen an. 189km gefahren. Morgen gehts weiter, laut Google sinds morgen 101km, laut Google wären es heute 170km gewesen. Nunja 🙂

Ich bin bei meinem ehem. WG-Genossen, der mich dann auch zum Kroaten eingeladen hat. Dankeschön dafür :). Heute Nacht werde ich sicher guuut schlafen.

2. Tag. Es ging gemütlich los. Wir haben gut gefrühstückt und so gings um 9:36 wieder auf den Drahtesel. Es war wieder mehrere Male vewirrend, nach und durch Plochingen zu kommen, aber es lief dann. Ich gondelte den Neckar weiter hoch, bis ich die Lauter-Mündung erreichte.

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Dann wurde es steiler, ich schaltete einen Gang runter. Es schnörkelte sich durch Kirchheim unter Teck (bis ich mal begriffen habe, daß Teck kein Fluß sondern eine Burg ist!). Es zog sich zäh, aber immerhin war der Radweg klar, auch wenn er oft im Zickzack verlief.

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Gegen 12Uhr erreichte ich dann Oberlenningen. Dort machte ich in der Bahnhofsgaststätte Mittag. Es war eine witzlige Spellunke mit einem netten Wirt. Er schob eine Dr. Oetker-Pizza in den Ofen und gab mir sogar noch etwas Süßzeug aus ;-).

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Weiter gings, es wurde steiler, der Radweg endete und ich mußte auf der B465 weiterfahren. Die sollte sich die Alb seeeeehr lange hochschlängeln, war allerdings nicht so steil wie befürchtet (7%).

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Nach 20 Minuten war der Spuk jedoch vorbei und ich war oben. Die Alb an sich ist relativ langweilig. Ich brauchte ca. 1 1/2 Stunden um sie zu überqueren und stand dann am Albabstieg.

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Mit Spitze 67km/h (11% Gefälle) bin ich dann die Alb runtergeschossen und war in Schelklingen. Der Rest war dann relativ langweilig. Es ging bergab, ich kaufte in Ehingen mein Bahnticket für Sonntag nach Hause und kam nach insgesamt 307km in Biberach an.

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Und hier nochmal die Käffer:

Ober-Ramstadt – Hahn – Groß-Biberau – Brensbach – Nieder-Kainsbach – Gerprenz – Unter-Ostern – Erzbach – Hiltersklingen – Hüttenthal – Hetzbach – Beerfelden – Gammelsbach – Eberbach – Lindach – Zwingenberg – Neckargerach – Binau – Neckarelz – Neckarzimmern – Hassmersheim – Neckarmühlbach – Heinsheim – Bad Wimpfen – Neckarsulm – Heilbronn – Nordheim – Lauffen – Kirchheim – Gemmrigheim – Besigheim – Ingersheim – Ludwigsburg – Mühlhausen – Bad Canstatt – Untertürkheim – Obertürkheim – Mettingen – Esslingen.

Esslingen – Oberesslingen – Altbach – Plochingen – Wendlingen – Ötlingen – Kirchheim – Dettingen – Owen – Unterlenningen – Oberlenningen – Gutenberg – Feldstetten – Heroldstatt – Ingstetten – Schelklingen – Allmendingen – Ehingen – Weisel – Sontheim – Ingerkingen – Schemmerhofen – Warthausen – Biberach.

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