Pate – Oder Wegbegleiter

Als Kathrin, eine Freundin noch aus zwickauer Studienzeiten, anfragte, ob wir die Patenschaft für ihre Kinder (Floriane, 5 und Nathalie, 13) übernehmen wollen, war ich ziemlich überrascht und bin bis heute noch ziemlich gerührt. Kathrin habe ich 1996 kennengelernt und wenn ich das richtig mitgeschnitten habe, bin ich dran „Schuld“, daß sie mit meinem Studienkollegen Michael zusammengekommen ist O:-). Mit Kathrin und noch einem Freund gründete ich 1997 die erste Jesus Freaks Gruppe in Zwickau und abgesehen davon erlebten wir allerhand (ich sag nur „Quax, Altöl und Katzenallergie“ :>).
Kathrin beeindruckt(e) mich in vielerlei Hinsicht, lernte ich sie doch kennen, als sie mit ihrem Glauben neu anfing. Sie wuchs in einer Brüdergemeinde auf und brachte von dort ziemlich viele und heftige Verletzungen mit. Doch sie überwand sie, zumindest viele davon und es ist immerwieder schön, das zu sehen. Besonders genieße ich diesen leicht schwarzen, stichelnden Humor, den sie an den Tag legt und der sich mit meinem manchmal schön hochschaukelt *g*.
Kathrin lernte ende 1997 ihren heutigen Mann kennen und ein Jahr später war sie schwanger, was ich jedoch bis kurz vor der Geburt nicht mitbekam. Kathrins damals beste Freundin kündigte die Freundschaft, weil sie unverheiratet schwanger wurde. Ich empfand das schlichtweg scheinheilig und übel und machte Kathrin klar, daß ich nicht so ticke, auch wenn ihr Weg nicht optimal verlief (diese „Freundin“ ließ sich vor ein paar Jahren übrigens scheiden). 2002 (2003?) heiratete sie („Jetzt ist das offiziell, was schon die ganze Zeit Fakt ist“, mailte sie mir). Inzwischen wohnt sie in einem Reihenendhaus, hat noch ein Kind bekommen und ist in ihrer Baptistengemeinde engagiert. Ich hatte sie in den letzten 10 Jahren ein paar Mal besucht, bzw. wir haben einmal zusammen Urlaub gemacht. Nathalie war damals noch keine 3 Jahre alt und bekam Mittelohrentzündung. Ich weiß garnicht mehr, wie es dazu kam, aber ich errinnere mich noch, daß die kleine meine Hand eine Zeit lang ganz fest gehalten hatte und dabei keinen Mucks machte. Erst 3 Jahre später sah ich sie wieder. Sie mochte mich irgendwie, und ich sie auch, ich hab sie rumgeworfen und sie saß länger auf meinem Schoß. Michael kommentierte das mit „Mach dir doch selbst ein Kind. Du weißt doch wie das geht“ *g*. 2009 besuchten wir sie mal kurz mit Salome und lernten bei der Gelegenheit auch Floriane kennen. Im Januar besuchten wir sie noch einmal auf dem Weg zu unsrem Winterurlaubsort.
Kathrin hatte Theresa und mich gefragt, aber mit 2 Kindern mal eben binnen 24 Stunden 640km fahren und dann noch anderswo übernachten, das wollten wir uns nicht antun, also blieb Theresa mit den Kindern zu Hause. Ich fuhr also am Samstag los, rief vorher noch an, ob ich mit Schlafsack und LuMa anrücken soll, oder nicht. Mit Kathrin kann man solche Details ja sehr schnell klären und man umgeht dabei diverse Höflichkeitsfloskeln. „Soll ich die LuMa mitnehmen?“ -„Ja, ne, ja äh…“ – „Also ja!“ “ – „Ja!“ *G*. Also packte ich meine 1,90×1,40-LuMa aufgepumpt in den Dacia (wozu habe ich nen Kombi…) und fuhr am Samstag um 15:10 los. 320km, eine Pinkelpause und einen Tankstop bzw. 3:20h später kam ich dann an. Zum Glück war es noch hell, denn sie wohnen in einer Art Wohngebietslabyrinth in Biberach/Riß. Kathrins Eltern und Bruder kamen später, ihre Schwiegermutter war schon da. Die Hütte war also voll 😉 und ich war dann froh bis beeindruckt, daß ich trotzdem einen Raum zum pennen für mich alleine hatte :D. Der Gottesdienst war ziemlich vorbereitet, ich mußte im Grunde nur dekorativ rumstehen und (mit)beten, was aber eigentlich egal war. Der Pastor griff statt dem Begriff eines „Paten“ den Begriff „Wegbegleiter“ auf, wofür ich gerne bereit bin. Kathrin muß ja in etwa wissen, was das bei mir bedeuten kann :>. Kathrin ist es wichtig, daß Leute da sind, die für ihre Kinder beten. Das werd ich auch tun! Ich habe mich sehr darüber gefreut, daß Nathalie mich nach dem Gottesdienst zunehmend gepiesakt hat. Ständig ist sie mir von hinten in die Knie gefahren und grinste mich mit einer diebischen Freude danach an, besonders, wenn ich besonders tief dabei abgesackt bin. Ich hab sie dann zurückgepiesakt, bzw. griff im rechten Moment ihren Fuß, sodaß sie ein paar Meter auf einem Bein rumhüpfen mußte (HAHA! :D). Ich hoffe und gehe davon aus, daß ich sie alle öfter sehe als mal alle Schaltjahre. Nathalie kann uns gerne auch mal alleine per Zug (Ulm->Ober-Ramstadt: 2:53h, 2x in Darmstadt umsteigen) besuchen, oderso, würde mich jedenfalls sehr freuen *g*. Außerdem wollen sie uns Ende Mai besuchen kommen *JUCHU!!*.

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