Religiösität – (m)ein Erklärungsversuch

Nachdem ich im Piratenchat aus meiner Sicht versuchsweise zurechtgewiesen wurde, daß ich mit dem Begriff „Religion“ bzw. „Religiösität“ nicht so umgehen könne, wie ich will, wollte ich hierzu (m)einen Definitionsversuch wagen. Vorweg möchte ich jedoch zwei Dinge sagen. Erstens gibt es laut Wikipedia keine eindeutige Definition, zweitens will ich niemanden damit angreifen oder etwas unterstellen.

Religion (lat: religio, wörtlich „Rück-Bindung“) bezeichnet eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene des Glaubens an eine „andere Welt“ der Gottheiten oder der Spiritualität, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen.“ (Wikipedia).

Ich würde es noch ausdehnen, bzw. verallgemeinern: „Religion ist der Versuch des Menschen, sein (Seelen)Heil zu erreichen.“ Vielleicht ist dieser Spruch zu einfach, aber ich versuche schon immer, Dinge möglichst einfach zu machen bzw. zu sehen.

Jetzt muß man sich fragen, was mit (Seelen)Heil gemeint ist. Für die, die an eine Seele glauben, heißt das wohl zum großen Teil, daß man sich Gesetzen/Gesetzmäßigkeiten unterordnen, die von einer religiösen Gemeinschaft vertreten werden. Sie versuchen, „bessere Menschen“ zu werden, und legen ihren Fokus meist auf Moral oder Sexualität. Zum kleinen Teil komme ich später.

Für die anderen, die weder an eine Seele, noch an ein höheres Wesen glauben, bedetet das meist die Suche nach Glück, oder die Suche nach Zufriedenheit. Wenn sie an etwas glauben, dann an sich, oder das, was sie sehen/anfassen können. Oft ist es auch so, daß sie andere Menschen zum Maßstab nehmen. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Pop-Idol für Teenies oder dem Auto des Nachbarn oder des Kollegen handelt. Mensch will einfach gut/besser dastehen, und hebt für sich den einen oder anderen Punkt hervor, jedenfalls meine ich das sehr oft zu beobachten.
Religiösität hat für mich also primär nichts mit Glauben zu tun. Ich würde es oft sogar als „Slalom um den christlichen Glauben herum“ bezeichnen. Christen sollten eigentlich befreit von Religion sein, und auch so leben. Voraussetzung dazu ist, sich Jesus Christus voll anzuvertrauen, ihm sein Leben ganz zu geben. Das hört sich wiederum religiös an, weil es danach riecht, daß man sich, wie oben beschrieben, diversen Gesetzen unterzuordnen hat.

Doch darum geht es Jesus nicht, auch wenn er hie und da klar Stellung zu Dingen bezieht (Sündendefinition). Es ist der Geist Jesu, der Christen Jesus ähnicher macht, nicht die Menschen, bzw. die Anstrengung der Menschen selbst.
Bei den Christen kommt der Gott zu den Menschen – nicht umgekehrt. Also sollten Christen auch nicht religiös, also, gesetzlich sein.

Fairerweise muß ich zugeben, daß mir das nicht besonders gut gelinkt. Aber wenigstens weiß ich, daß ich in dieser Richtung nicht weitergehen will.

10 Gedanken zu „Religiösität – (m)ein Erklärungsversuch“

  1. „Es ist der Geist Jesu, der Christen Jesus ähnicher macht..!!“

    Da bin ich schon lange am suchen und ausprobieren!

    Allerdings nicht mehr bei oder mit anderen Menschen, das hat nämlich auf die Dauer nie funktioniert! Und ich weiß bis heute nicht warum?!

    Es scheint wohl eine „Wunschvorstellung“ vom mir zu sein..?!

    Doch „träumen“ darf man doch ja auch mal…?!

  2. Das kommt davon weil Religiosität auch so geozentrisch und antropozentrisch ist!

    Solche Leute dürfen (vor allem nachts) nie nach oben gucken, sonst kriegt das Weltbild Risse!

  3. Neee! ganz und gar nicht mein Weltbild ist dafür groß genug!

    Jedenfalls sehr viel größer als die Religion samt Gottesbild anderer!

    Wieso muß Gottes Größe einen gleich erschlagen..???

    …..Ihr habt aber auch so einen gewaltätigen Gott..?!!

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