Jesus Freaks

Als ich 1995 zu den Jesus Freaks gestoßen bin, war das noch eine völlig andere Truppe als heute. Ich denke, das ist auch normal so, in 13 Jahren verändert sich sehr viel. Es war ein relativ unorganisierter Haufen, als wir 1997 in Zwickau angefangen hatten, uns „Jesus Freaks“ zu nennen, bekamen wir ca. 1/2 Jahr später mal Post von der Regioleitung. Bis dato wußte ich nicht, daß es sowas überhaupt gibt ;-). Aber wir waren eben auch spontaner, leidenschaftlicher, mit dem Preis eines gewissen Chaos, ja, das muß ich zugeben.

Hie und da bekam wir von anderen Christen auch harsche Kritik. „Jesus Freaks sind die Christen, die nicht erwachsen werden wollen“, hörte ich hie und da. Und leider stimmt(e) das bei vielen Freaks auch. Ich denke, der optimale Weg ist, kindlich zu bleiben und das Kindische abzulegen, ich denke auch, daß viele diesen Weg versuch(t)en zu gehen und es schwierig ist, „kindisches“ von „kindlichem“ zu trennen.

Das Chaos wurde in den letzten Jahren ziemlich eingedämmt, viele Gruppen wurden Gemeinden, ja, sogar e.V.’s mit ganz normalen Leitern/Pastoren/Ältesten. Und in vielen Gemeinden ist das auch gut so. Mein Eindruck ist jedoch, daß diese Leidenschaft und Spontanität dabei vielerorts auf der Strecke geblieben ist. Es wird immer heftiger und öfter über Regeln diskutiert, ein Unding in meinen Augen. Ich denke, wer nicht an Jesus interessiert ist, geht von alleine, sofern die Gruppe an sich Jesus wirklich in den Mittelpunkt stellt (und zB Lobpreis macht/machen läßt, auch wenn es schief klingt und sich um Jesus und nicht um seine eigenen Probleme kreist).

Mir ist das am Freitag aufgefallen. Wir haben uns relativ spontan getroffen, und einfach das gemacht, worauf wir Bock hatten: Jesus zu feiern, Lieder zu singen, und das ohne jeglichen „Formalismus“. Mein Eindruck ist, daß, je organisierter eine Gemeinde ist, desto mehr spricht man darüber, zu beten, als es einfach (an den entsprechenden Orten) zu tun.

Mir wurde am Freitag eindrücklich klar, daß ich ein Jesus Freak bin, daß ich es liebe, mit irgendwelchen Fremden in Kontakt zu treten, für sie zu beten und mit ihnen über Glaubensfragen zu sprechen. Nein, ich will niemanden bekehren, das ist wahrlich nicht mein Job, aber ich glaube, Jesus war dabei und er ist es, der bekehrt (sofern das erwünscht ist).

Und meinetwegen darf der Fish dabei auch eine rauchen *lach*, solange er das mit seinem Glauben vereinbaren kann *grunz*.

Ein Gedanke zu „Jesus Freaks“

  1. Darf ich dann auch Shisha rauchen? Und und und und verrückte sachen machen wie leute ärgern und so???

    BITTE BITTE BITTE *lach*

    NE mal ernsthaft, jesus freaks die sie heute sind, zumindest in münchen, sind für mich keine Jesus Freaks mehr. Vielleicht bin ich nicht mehr in der Gemeinde, aber im Herzen werde ich immer Jesus Freak sein, weil für mich andere Werte und Normen wichtig sind, als das was bei den Freaks als wichtig angesehn wird.

    Ich kann das nicht mehr mittragen, das was so vor sich geht. Aber ich muss zu deinem Blog eintrag nichts mehr hinzufügen. Wir sind uns was das angeht einer meinung.

    SOFX Bri

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