Gut gemacht, Helmut!

Seit Jahren bin ich schon ein Fan „meines Altkanzlers“. Nein, nicht der Dicke, sondern Helmut Schmidt, der für mein Empfinden mit seinen knapp 90 Jahren noch sehr klar im Kopf ist und in seinem Hohem Alter noch viel für Deutschland tut, auch wenn das nicht so auffällt.
Er macht wohl auch nicht so viel Wirbel um seine Arbeit, um seine Person wie andere, linke Politiker. Bei Politikern schaue ich erstmal auf das, was sie geleistet haben. Nun, Lafontaine war, meine ich ein guter Ministerpräsident, allerdings hat er als Finanzminister versagt, so ähnlich wie sein Kollege Gysi an anderer Stelle versagt hatte. Dennoch sind beide sehr gute Redner. Und da hat Helmut einfach nur Recht. Nur hätte er es vielleicht so formulieren müssen: „Lafontaine ist ein genauso guter Schwätzer wie Adolf Hitler“, dann hätte es vielleicht besser (wohl auch zu seinem Stil ;-)) gepaßt, aber das sind ja nur Feinheiten 🙂

6 Gedanken zu „Gut gemacht, Helmut!“

  1. Ist ein „guter Schwätzer“ ein guter Politiker? Was macht für dich einen „guten Politiker aus“ ?
    ich meine das jetzt nicht vorwurfsvoll, sondern frage einfach nur nach deiner Meinung.

    zu. Hrn. H. S. muss ich sagen: Wenn ich etwas gehört oder gelesen habe, was der Mensch tut oder getan hat, so ziehe ich auch meinen Hut. Im Gegensatz dazu stehen seine Kollegen Ulla Schmidt, Gregor Gysi, Lafontaine und Trittin. Um es mal nicht nur auf das Linke Lager zu beziehen, sondern generell auszuweiten, wäre da noch Beckstein + Vorgänger, Koch und Konsorten genannt. Über’s Braune Lager muss ich jetzt glaub ich nicht reden.

    Meine Meinung zu meiner selbst gestellten Frage:

    Ein „guter Politiker“ muss nicht nur ein guter Redner sein (dieses Feature gehört aber sicher dazu) sondern er muss ein Rückrat haben und zu dem stehen was er sagt – was zu dem auch noch sinnvoll (Vergleich mit Hitler, da der hier ja eh schon kam) und länger, als die nächste Wahlperiode hält und nicht reiner Aktionismus (alla Trittin z. B. ) ist. Das ist der Grund, warum ich von o. g. Politikern echt enttäuscht bin. Frau Ypsilanti erhält z. B. meinen Respekt, auch wenn ich nicht damit einverstanden bin, was im Endeffekt draus wurde. Vor E. v. W. und J. Rau oder Herrn Köhler ziehe ich ebenfalls den Hut.

    Nun lassen wir mal den ganzen Schnaddalaratz mit „christlich + Politik“ in Bezug auf CDU/CSU aus dem Spiel. Mir ist das „egal“, wer regiert. Gott sagte: Er setzt ein und er stellt aus. Damit akzeptiere ich das, was gewählt wurde- egal erst mal, wie gewählt wurde und wie die Personen dahin gekommen sind.

    Jetzt muss ich wieder wählen und ich könnte wieder kotzen. Keiner hat n Plan und jeder haut sich die Fresse mit dem anderen ein. Politik ist ein schmutziges Geschäft und für mich einfach nur frustrierend. Die einen schreien „Umweltschutz“ und lassen die Ökonomie total aus dem Blickfeld – was damit totalen Schwachsinn macht, die anderen verkaufen Ökonomie als „Umweltschutz“. Was natürlich gleich viiiel besser ist. Ich könnt kotzen. Warum hocken sie sich nicht mal vernbünftig zusammen udn suchen ne gescheite Lösung? Man muss davon ausgehen, das der Energiebedarf steigt, die leute zum sparen erzogen werden müssen. Gleichzeitig bringt es nix, den Bedarf zu decken, in dem man im Ausland einkauft etc. p.p.p.p.p.p.p.p. Oder oder oder…

    Joar…

    Also Politiker: Macht endlich mal euren scheiß Job und tut das, wofür ihr bezahlt werdet – und das nicht zu knapp.

  2. Helmut Schmidt hat sich bei mir zuletzt dadurch disqualifiziert, wie er mit seinem Gesetzesverstoß (Rauchen) umgegangen ist. In meinen Augen nicht zu entschuldigen.

    Und Lafontaine geht gar nicht. „Gut reden können“ ist bei mir was ganz anderes. „Gut Lügen können“ triffts bei dem wie bei kaum einem anderen Politiker. Der Mann soll erst mal seine Vergangenheit mit der Sasi offenlegen.

  3. Er muß gut Reden können, aber es darf eben nicht nur dabei bleiben. Die, die wirklich arbeiten, können dies leider nicht so oft so gut verkaufen. Helmut Schmidt macht eben nicht viel Wirbel um seine Person, was ihn für mich sympatisch macht. Was ich noch an ihm mag ist, daß er frei (und damit oft undiplomatisch) sagt, was er denkt (zu verlieren hat er sowieso nichts).
    Für Bayern wäre ein Regierungswechsel schon deswegen gut, um wieder etwas mehr Demokratie ins Land zu bringen: Der Filz, der seit 50 Jahren am wuchern ist, behindert diese nämlich in meinen Augen beträchtlich. Für die Bayernwahl würde mir die Wahl nicht schwerfallen: Alles außer schwarz und gelb (und dunkelrot und braun) 🙂 Aber ich bin seit ich wählen darf, das erste Mal nicht mehr in Bayern wahlberechtigt.

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