Auch dafür sind Freunde da…

Jeder Mensch lebt, glaube ich, irgendwo in seinem eigenen Saft. Je mehr der Kontakt zur Außenwelt fehlt, desto mehr läuft man in Gefahr, daß einem Scheuklappen wachsen. Man sieht immer mehr nur seine Sicht der Dinge und alles außenrum erscheint „böse“.

Mir ging das in den letzten Monaten so, daß auch aufgrund von Dingen, die mich belasteten, meine Scheuklappen gewachsen sind. Ich bemerkt meistens selbst nicht, daß es mir mies geht, erst, wenn es mir sozusagen entweder um die Ohren fliegt, oder wenn Liebe diese Klappen umgeht oder durch sie hindurchströmt (was letztlich angenehmer ist). Doch dann muß ich die Klappen selbst demontieren.

Diese Tage hatte ich mit einem sehr guten Freund nach ca. 1 Jahr effektiver Funkstille ein sehr gutes Gespräch und mir ist aufgefallen, wie sehr doch der Wurm in Kommunikation stecken kann. Um dem zu entgehen, muß man den Menschen kennenlernen – und man muß sich selbst auch kennenlernen lassen. Ich vergleiche das mit einer Kommunikations-Protokoll-Offenlegung eines Chat-System (wie zB ICQ). Nur oft ist das ganz schön kompliziert, weil man glaubt, den anderen in dem Punkt schon längst zu kennen und man sich nicht mehr die Mühe machen will, da etwas nachzubessern – oder einfach garnicht den Gedanken daran hat ;).

Und doch fand ich es unheimlich schön und interessant und es hat saugut getan. Und ein klares „ich hab dich lieb“ (*grins*) war ein echtes Sahnehäupchen :-D.

Ich habe gemerkt, daß mir ein (liebevoller) Seitenhieb, auch wenn er anfangs unbequem erscheint, saugut getan hat. Und ich bin dankbar dafür, daß sich ein Freund dafür echt ins Zeug gelegt hat.

Danke!

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