Beziehung

Vor einiger Zeit hatte ich eine Diskussion mit einer Freundin, die dadurch ausgelöst wurde, daß ich sagte, daß ich ohne Jesus keine Beziehung führen kann. Sie sagte nur „woher willst du das wissen, du hast es doch mit deiner Frau nie ohne Jesus probiert“. Das stimmt schon. Ich hatte es aber vorher ohne Jesus bei anderen Mädels probiert und scheiterte dabei. Es steht also „Aussage gegen Aussage“ irgendwo, wenn man penibel ist.  Ich hatte keinen Bock mehr, auf eigene Faust zu suchen, und legte es in Gottes Hand, die ich bis dato noch garnicht wirklich kannte… aber ich spürte/wußte, daß ich keine andere Wahl habe. Entweder ich gebe mich weiter mit „Beziehungsalmosen“ zufrieden, oder ich ändere ganz grundsätzlich was an meiner „Strategie“. Die Strategie war „den ganzen Kram in die Hand Gottes zu legen und zu gucken, was passiert“. Ich lernte Theresa kennen und wußte tief drinnen, daß es paßt. Das sind mittlerweile über 12 Jahre her. Seit gut 8 Jahren sind wir verheiratet, Hallelujah :-D.

In den letzten Wochen gingen viele Beziehungen zu Bruch, die immerhin über ein paar Jahre gingen. Ich wurde so oft von den Beteiligten gefragt, was ich ihnen raten könnte. Klar kann ich vordergründig Tips geben a la „die und er mögen dies und das“, aber letztendlich fehlt den Leuten die „Sicherheit“, daß sie mit ihrem Partner auf ewig leben können. Die Sicherheit machen sie oft an Gefühlen fest, wobei ich Gefühle als Maß aller Dinge für sehr problematisch halte, vorallem in Beziehungen, so schwankend, wie sie oft sind.

Daher kann ich nur raten, daß die Leute Jesus kennenlernen sollten um so zu einer gewissen „Sicherheit“ zu gelangen. Mehr kann ich dazu im Grunde nicht sagen. So arm das klingen mag.

SofX

4 Gedanken zu „Beziehung“

  1. Sorry, aber wenn ich das an Gefühlen ausmach, was ne Beziehung ausmacht, dann weis ich nicht ob man für immer eine Beziehung eingehen kann.

    eine Beziehung für immer einhalten zu können, heißt für mich, Kompromisse ein gehen. Es kann nicht immer alles glatt laufen. Klar gibt es Streit/Knatsch. Wie es immer gibt. Ich finde eine Wohngemeinschaft, eine sehr gute Möglichkeit, zu lernen, wie es in in einer Beziehung mal abgehen wird. Es gibt höhen und es gibt Tiefen. Es gibt Streit und es gibt Versöhnung. Manche müssen etwas opfern, andere müssen etwas verlangen.

    In letzter Zeit, bekomme ich immer ärger wenn ich den Lieblings Spruch zitiere, den Morti mal gesagt hat: „man kann erst eine Beziehung eingehen, wenn die Beziehung zu Gott stimmt und man sein eigenes Leben allein auf die Reihe bekommt“
    Wobei ich den Satz ziemlich geil finde. Denn ich kann erst eine Beziehung eingehen, mich in eine Beziehung investieren, wenn ich mein Leben allein auf die Reihe bekomme.

    Ich hab oft gemotzt warum alle anderen ne Beziehung haben, nur ich nicht. Im nachhinein ist es mir klar. Ich musste erst so ne krasse Beziehung zu meinem Papa haben, um mich in eine Beziehung zu investieren.

    erst kommt die Beziehung zu Gott — dann die Beziehung zu einem Menschen.

  2. @bri

    ich finde den Satz auch richtig und gut. Allerdings finde ich, dass er nicht allein stehen kann. Wenn man den Satz

    “man kann erst eine Beziehung eingehen, wenn die Beziehung zu Gott stimmt und man sein eigenes Leben allein auf die Reihe bekommt”

    genau betrachtet, kommen mir Fragen:

    – was heißt es „sein Leben auf die Reihe bekommen“ ? Sprich: In welcher Detailstufe? Welche Bedeutung hat das „allein“?

    Ich stelle diese Fragen in Hinblick dessen, dass ich weiß, das ich nicht perfekt bin. Zum Beispiel weiß ich, das ich ohne Jesus mein Leben nicht (und hier heißt es niemals) auf die Reihe bringe -> ich bin in gewisser Weise immer abhängig. Wenn ich eine Beziehung mit einer Frauhabe, verlasse ich mich zu einem gewissen Teil auch auf sie und mach mich evtl. abhängig. Bleibt nur die Frage: wie weit?

    ich denke nicht, dass es auf diese Fragen eine Pauschalantwort (wie diesen Satz) gibt. Wie sagte Jocky gestern: Es gibt 2 Zeitalter. In dem einen ist das Gesetz. (Mach das so und so und so und dann so). Das andere ist das Zeitalter der Gnade. Ich finde es genau so Gnade, wenn eine Beziehung hält – es ist nicht selbstverständlich (ich sehe es zumindest nicht als selbstverständlich).

  3. @Martin :

    Das allein ist damit gemeint, wenn du etwas in einer anderen Person suchst. Sei es liebe, sei es Geborgenheit,.. dann wirst du deine Erwartungen in die Person immer mehr steigern. Du wirst immer mehr von ihr erwarten und sie wird es dir nicht geben können.
    Auf kurz oder lang wird es nicht gut gehen.

    Genauso ist es, wenn du dich von einer Person abhängig machst. wenn du sagst, du kannst ohne der Person nicht leben. Dann kannst du dein Leben nicht selbst auf die Reihe bekommen.

    Erst muss die Beziehung zu unserem Vater stimmen dann Die zu der Person.

    Ein Guter Freund hat mal zu mir gesagt.
    Sein leben ist eine Monarchie.

    Erst kommt Gott (die beziehung zu ihm)
    Dann kommt der Partner
    und dann kommen Freunde und co.

    Weist du, erst wen du wirklich ne Beziehung zu Papa hast, wenn da alles gut läuft, wenn du da dich voll und ganz verlassen kannst und dich fallen lassen kannst und du immer weiter in die Beziehung zu ihm gehst, dann kannst du dich auf das zweite Konzentrieren. Aber nicht vergessen, das es 1 auch noch gibt.
    Sprich wie oft machst du Stille zeit, wie oft Redest du mit Papa, Wie sieht es mit deiner Berufung aus,…
    Erst wenn das stimmt, wenn du da eingewachsen bist, wenn du dich da investiert hast, kann erst eine Beziehung folgen.

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