Gottesbilder

Heute war ich in Kelsterbach in einer Baptistengemeinde. War ganz schön. Mir gefällt es, wenn Menschen sich nicht auf ihre Vorstellungen von Gott versteifen, bzw. diese (bis aufs Blut) zu verteidigen versuchen, sondern einfach andere Einstellungen akzeptieren.

Ich bezeichne dieses Versteifen bzw. Verteidigen gerne als „Religiösitat“, aber es ist in Wirklichkeit nur ein Teil von „Religiösitat“ (in meinen Augen).

Aber ich denke, die Vorstellungen sind total nichtig und unwichtig, vorallem, wenn man weiß, wer man als Christ ist. Wenn man einfach weiß, daß man zu Gott gehört und geliebt ist, also eine gute Verbindung zu Gott hat.

Von außen betrachtet erscheint das sehr strange. Wie sagte lt. Prediger ein nichtchristlicher Kneipier: (ich hoffe, ich zitiere ihn da richtig): „Christen machen ihre eigene Vorstellung von Gott und verehren diese. Das ist Selbstbetrug“. Ich muß ein „viele“ ganz an den Anfang des Satzes stellen, denn es sind Gott sei Dank nicht alle.

Ich finde es schade, wie sich diese Menschen in ihrer Freiheit einschränken und damit ein seltsames Bild auf Jesus werfen. Aber verurteilen kann ich sie auch nicht dafür. Ich bin selbst religiös über Jahre (katholisch, dann außerhalb der Kirche) unterwegs gewesen.

Aber dieses, ich sag mal Weltbildverteidigen finde ich gerade oft unter Nichtchristen. Es ist halt auch einfach, sich zu belügen, Wahrheiten nicht einzugestehen und so weiterzumachen wie bisher, es ist bequem und man muß nix ändern.

Aber zurück zu Christen. Vielleicht möchte Gott dewegen nicht, daß wir uns ein Bild von ihm machen?

Hm.. nur ein paar Gedanken zum Sonntag…abend 🙂

sofx

3 Gedanken zu „Gottesbilder“

  1. Wirklich sehr interessant das alles!

    Kommt mir irgendwie sehr bekannt vor!

    Das krampfhafte Festhalten zeigt mir irgendwie eine Art „Alibi“ für die sonst vorhandene „geistige Hilflosigkeit“ oder ist es gar eine Art Unmündigkeit??!

    Darüber habe ich mich schon auf meinem Blog ausgelassen!
    (*G*)
    michasite.blogspot.com

  2. Ja, ich weiß nich wo, vielleicht aufm BuJu, hab auch schon ne Predigt übers Bild machen gehört…
    Wenn wir uns ein Bild von Gott machen, egal ob im Kopf oder auf Papier, dann grenzen wir Gott ein, wir machen ihn uns greifbar, können ihn erfassen.
    Dadurch dass wir ein Bild machen, können wir sagen „das ist Gott“, was eben nicht wahr ist.
    Aber Mensch möchte gerne alles wissen und verstehen – also ist so eine feste Vorstellung was schönes, nur schränken wir damit nicht auch Gottes Wirken in unserem Leben ein?
    Sofx 🙂 Frauke

  3. Gute Gedanken wie oft hier 🙂 ! Und feines neues Blogoutfit (lädt deutlich schneller als vorher…)

    Auf einer englischen Webpage habe ich heute morgen einen Artikel über Gottesbild(er) gelesen:
    http://www.christianwomenonline.net/blog.html
    Den besten Satz fand ich (übersetzt): „Beim Zeichnen gibt es eine wichtige Regel, die besagt: Zeichne, was Du siehst und nicht, was Du glaubst, wie etwas aussehen sollte.“
    War für mich ein toller Vergleich zum Gottesbild. Wenn ich alles über Bord werfe, was ich mir vorstelle, wie Gott ist und das übrig bleibt, wie Gott sich mir in meinem Leben zeigt, wird Gottesbild wesentlich einfacher und gestaltet sich immer neu…

    Aber gar nicht so einfach die Übung 🙁

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