Radfahrn…

Also es ist ja schon interessant, wieviel Aufmerksamkeit diese Dopinggeschichte macht, da gibts Sondersendungen auf ARD und ZDF und ein mords Terz und es ist die Rede vom „Radsport, der in Gefahr“ sein soll.

Dabei ist die Sache doch ganz klar: Es wurde gedoped und beschissen und die einzigen, die es wirklich trifft, sind die Radfahrer selbst. Und die sind selbst dran schuld. Der Rattenschwanz hintendran sind doch nur diverse Firmen und „Sportfunktionäre“, und letztlich eben das (Dumm)Volk, das sich brav für den (passiven) Radsport interessiert.

Warum, so frage ich mich, regen sie sich so drüber auf, wenn sie sich gleichzeitig die Rennen reinziehen und samit Angriffsfläche für Radsportsponsoren bieten?

Für mich ist klar, daß ich aktiv Radfahre und das aus purem Spritsparegoismus und daß mir die Rennprofis gestohlen bleiben können – sie interessieren mich halt nicht, von mir aus können sie sich dopen bis zum Umfallen.

Gleichzeitig finde ich aber auch interessant, daß es keine Sondersendungen zum Thema „Grundgesetzumbau a la Schäuble“ gibt. Interessiert das wirklich keinen oder was ist los? Oder soll das Interesse gedämpft werden? Oder abgelenkt?

Wahrscheinlich sind die Sender auch nix anderes als Radfahrer: Nach oben buckeln, nach unten treten.

4 Gedanken zu „Radfahrn…“

  1. Zu dem Thema fällt mir die eine Predigt vom Buju ein. *hehe* da wurde das mit dem Doping auch angesprochen. Waren tolle Scherze 😉
    Ich glaub ich käme mir voll doof vor, wenn ich son rennen gewinne und dann aber eigtl weiß, dass ich das scheinbar nich ohne Doping geschafft hätte… is doch voll die Selbstverarsche.

    SOFX 🙂

  2. Nachtrag zu Schäuble: (gefunden im Web)

    Abschaffung der Privatsphäre – Bastelanleitung inside

    Das ist der Herr Schäuble. Sieht eigentlich ganz nett aus. Isser aber
    nich. Isn Verfassungsfeind. Der Herr Schäuble hat es sich nämlich in
    den Kopf gesetzt, den Bürger gläsern zu machen. Gläsern, das heißt
    nicht durchsichtig, sondern voll durchschaubar. So immer und überall.

    Haaaaalt, sagt da der BGH, Überwachungsstaat is voll Moppelkotze, so
    einfach hinterrücks abhörn geht nicht.

    Mist, denkt der Herr Schäuble, da hab ich aber nen schönen Strich
    quer durch die Rechnung gekriegt. Der muss da weg. Und wie krieg ich
    den weg? Genau. Mitm Radierer. Also wird mal fix übers Papier
    gewischt, und ruck zuck fertig ist der Entwurf der
    Grundgesetzänderung. Toll.

    Haaaaalt, schrein schon wieder die Querulanten von den
    Bürgerrechtsvereinigungen. Was du da machst, ist Beschiss, sagen sie.
    Und bauen fix Barrikaden auf.
    Macht aber nix, denkt sich der Schäuble, ich hab ja noch n Trumpf im
    Ärmel. Und der Trumpf, der heißt Koalitionspartner. Der hat dem Onkel
    Schäuble zwar heimlich auf die Schulter geklopft, hat aber keiner
    gesehn. Der will eigentlich das gleiche. Aber Streßfrei. Und drum
    gibt man nach, also wenigstens so ein bisschen. Man stellt einfach ne
    Pauke vor die Barrikaden, haut ein-, zweimal drauf und Rums Bums
    kriegt man sein Wunschkonzert. Man schlägt nämlich einen Kompromiss
    vor. Und zwar nen faulen.
    Man sagt laut „Jaaaa, aber…“ und schwupps is das Gesetz da. Der
    Herr Scheer jubelt da ganz doll, hat er doch das schlimmste
    verhindert.

    Prima, denkt sich der Herr Schäuble, hab ich ja doch noch gekriegt
    was ich wollte. Die Auflagen, die sind zwar voll Moppelkotze, aber
    schaun wir mal. Vielleicht läßt sich ja 2012 was drehen. Klappt ja
    mit der Zweckbindung von Mautdaten momentan auch ganz doll.

    Augen auf, JETZT!

  3. Schäuble und das Doping, so schließt sich der Kreis!

    gefunden bei freace.de:

    Von Saulen und Paulen
    Gehirnwäschen bei deutschen Bundesinnenministern?

    Die Wandlung vom Saulus zum Paulus – oder umgekehrt, je nach Sichtweise – scheint bei deutschen Bundesinnenministern schon fast zum Berufsbild zu gehören.

    Die Entwicklung des früheren Bundesinnenministers Otto Schily vom Strafverteidiger von Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF) zum Befürworter – und Förderer – immer neuer „Sicherheitsmaßnahmen“ und Grundrechtseinschränkungen ist in diesem Zusammenhang sicherlich schon fast legendär zu nennen. Aber auch der derzeit amtierende Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ist seinen ehemals geäußerten Ansichten keineswegs noch in allen Punkten treu.

    Schäuble will nun den „Kampf gegen kriminelle Netzwerke, die das Doping organisieren“ aufnehmen. Eine Formulierung, die den Eindruck erweckt, das Doping von Sportlern wäre geradezu „von oben“, durch mafiöse Strukturen, organisiert. Bisher ist aber kein „westlicher“ Sportler vor die Kameras getreten, um davon zu berichten, wie er sich über seine plötzliche, unerklärliche Leistungssteigerung gewundert und erst viel später herausgefunden habe, daß er heimlich von der „Doping-Mafia“ mit den entsprechenden Wirkstoffen „behandelt“ worden war.

    Für diesen „Kampf“ hält Schäuble – wie könnte es anders sein – einmal mehr auch die Telephonüberwachung für nötig, wie er in den „Tagesthemen“ sagte. Warum auch sollten ausgerechnet Sportler neben Politikern die einzige Personengruppe in Deutschland sein, die von den Folgen des immer weiter umsichgreifenden, von Schäuble wie auch seinem Vorgänger Schily so vehement betriebenen Überwachungsstaates ausgenommen bleibt?

    Vor fast genau 30 Jahren, am 28. September 1977 hatte Schäuble, damals noch Staatssekretär im Bundesinnenministerium, bei einer Anhörung im Bundestag allerdings noch eine ganz andere Sichtweise auf die „medikamentöse Leistungssteigerung“ von Sportlern.

    „Wir wollen diese Mittel [Dopingsubstanzen] nur sehr eingeschränkt und nur unter der absolut verantwortlichen Kontrolle der Sportmediziner einsetzen , weil es offenbar Disziplinen gibt, in denen heute ohne den Einsatz dieser Mittel der leistungssportliche Wettbewerb in der Weltkonkurrenz nicht mehr mitgehalten werden kann“, sagte er damals.

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