Konzil der JF-Region Hessen

Das letzte Wochenende hatten wir ein Konzil, also eine Art Familienzusammenkunft, in dem wir über die Eigenschaften, Charakteristik, etc. pp. der JF-Bewegung gesprochen haben.

Ich erwartete ehrlichgesagt ein Aufeinandertreffen von vielen Meinungen mit dem Ergebnis, kein Ergebnis erzielt zu haben. Aber ich wurde eines besseren belehrt, Gott sei Dank.

Was wir festhielten war nichts, wo ich etwas dagegen hätte. Es wurden die Punkte des „6-Punkte-Plans“ hinterfragt und interessant war, daß wohl niemand etwas gegen eine Streichung des einen oder anderen Punktes hatte (dann sind wir eben nicht „schrill und laut“, bzw. es ist nicht so wichtig ;-)).

Es war eine sehr schöne, ruhige Atmosphäre und ich habe das Gefühl, daß das Konzil richtig und wichtig ist, und auch, daß wir in Hessen da ein gutes Stück weitergekommen sind.

sofx

14 Gedanken zu „Konzil der JF-Region Hessen“

  1. hm… der 6 Punkte Plan… ich denk mir halt immer noch das es eine Sichtweise ist, die halt nicht komplett ist… sobald ich Matin’s Mail addy hab, werd ich ihm mal eine solche schicken, weil ich irgendwie was nicht verstanden habe, wie er was meint. Wenn ich dann schaleuer bin, bild ich mir dann ne komplette Meinung dazu (bis jetzt ist sie halt nur Bruchstückhaft zu dem, was ich meine verstanden zu haben) 😉

  2. Naja, ich wollte nur ausdrücken, daß der 6-Punkte-Plan keine Heilige Kuh ist, sondern, daß man ihn nach 15 Jahren JF-Bewegung auch mal wieder verändern könnte. Ob das dann ein 5-, 7- oder 10-Punkte Plan wird, ist ja egal 😉

  3. „Ich erwartete ehrlichgesagt ein Aufeinandertreffen von vielen Meinungen mit dem Ergebnis, kein Ergebnis erzielt zu haben. Aber ich wurde eines besseren belehrt, Gott sei Dank.“

    Eine seltsame Erwartungshaltung Du da hast, jedenfalls kannst Du schon dankbar dafür sein, daß es anders kam!

    Denn meistens zieht man durch Erwartungen genau das an, was man möglicherweise vermeiden wollte…..!

  4. Ani: Schon, aber es paßt halt nicht auf jede JF-Gruppe.
    micky: Ich bin bei Freaks eben realistischer. Ich erinnere mich an ein Papier, das und Freaks in DA beschreiben sollte. Nur 2 DIN-A4-Seiten, aber es wurde echt viel rumdebattiert (mit dem Ergebnis, daß es von allen getragen wurde).
    Konzil heißt (für mich) nix weiter als ne Zusammenkunft von Jesus Freaks, also ner Art Femilientreffen.

  5. @hosnoopy:
    Oh, bitte ich wollte niemand zu nahe treten hier!

    Jedenfalls scheint mir das noch realistischer zu sein als das was ich sonst so im Gebiet Darmstadt so mitbekomme:

    z.B. in der JEB wenn es da in dem Cleansing Lehrgang heißt: „Alles Gott weihen!“ kann viel heißen oder auch nicht?!

    Jedenfalls bekommt man sicher einen leichten Vorgeschmack davon, wenn man eine MP3-Predigt von dort mal reinhört:
    „Heute im Gehorsam leben“
    es ist alles eigentlich so nachvollziehbar, doch im 3. Drittel kommt echt der Hammer: Gott sendet an einen selbst und an die Leiterschaft widersprüchliche Offenbarungen nur um zu testen ob man Leiterschaft achtet!!
    ECHT IRRE! Das bedeutet nicht nur im Bezug auf Gemeinde, die wollen das ganze Leben von einem unter Kontrolle bringen!!!

    Wenn das kein machthungriger Größenwahn ist, dann weiß ich auch nicht!

    Bin jedenfalls sehr sehr vorsichtig in solchen Sachen!!

  6. micky: aus dem Grund bevorzuge ich eine partizipative Leitung. Also sicherlich ist das nicht immer der Weisheit letzter Schluß, aber ich denke, daß einleuchtende Argumente besser „ziehen“, als „geistlich eingehämmerte“ à la „Gott hat mir gesagt, daß…“.
    In DA gabs ne Menge Rangelei, aber am Ende wars gut, was wir auf 2 DIN A4-Seiten bekommen hatten. Man macht etwas MIT der Gruppe/Gemeinde anstatt von oben runter was durchzudrücken. Aber wem erzähl ich das ;->

  7. @HoSnoopy:

    Wem erzählst Du das?
    Ich bin froh wenn da wenigstens einer analoge Erfahrungen macht! Also lese ich das immer wieder!
    Ich denke geistige Eingebungen sollten sich ergänzen und unterstützen zur allgemeinen Erbauung so schreibt das auch Paulus! Und nicht indem man sie in quasi-autoritärer Weise gegeneinander ausspielt! Genau das habe ich mehrfach erlebt und wer diese erwähnte JEB-Predigt hört, wird das auch erleben!
    Jedenfalls erzähle ich da nicht hergephilosophiertes…..!

  8. micky: das weiß ich, daß das nicht soo weit her ist. Ich teile deine Bibelauslegung, aber objektiv betrachtet kann mans ja so auslegen, wie man will, böse gesagt. Ich schaue halt auf die Früchte. Und die sind ganz klar: Mir ist (als Jesus Freak) Freiheit ganz wichtig und genau die verliere ich in einer Gemeinde wie in der JEB. Andersrum funktioniert so ne JEB auch viel besser, man hat weniger Chaos und die Gemeinde wächst schneller, bzw. überhaupt, weil sie ganz klar sagt, was die Vision ist.
    Nur ist mir da qualitatives Wachstum lieber als quantitatives, das verstärkt auf einen Pastor aufbaut, der die – böse gesagt – absolute Macht hat. Ob das dann schon eine Sekte ist, oder nicht, will ich nicht bewerten.

  9. @Hosnoopy:

    Vielen Dank für Deine Statements, die ich auch teile!
    Freiheit hat für mich auch die wichtige Bedeutung wie Du sie schilderst!
    Ich kann nur aus Erfahrungen für mich sprechen, dass sich Gemeinden wie die JEB in gefährliche Nähe von sektiererischen Gruppierungen sich bewegen d.h. nicht generell als Sekte zu bezeichnen wären doch diese fast absolutistische Macht bereitet mir mehr als Unbehagen, wäre nichts für mich!! (Niemals!)
    Mir ist bekannt dass es dort Leute gibt, die sich dort irgendwie geborgen fühlen und das mag ja auch Ok sein! Ob da nun wirklich weniger Chaos herrscht vermag ich nicht zu beurteilen. Was Wachstum betrifft mag das stimmen, doch denke ich da auch an ein Kommen und Gehen!
    Was einen Pastor betrifft habe ich keine Probleme mit Autorität und Verantwortlichkeit innerhalb der Gemeinde, doch im meinem persönlichen Leben sieht das auch wesentlich individueller aus und das ist mir wie Dir qualitatives Wachstum am wichtigsten, ich meine auch alles andere wäre doch nur oberflächlicher Glaube und das kann ich nicht!
    Welchen Weg im Detail und wohin ich gehen werde weiss ich auch noch nicht; jedenfalls habe ich für nächstes Jahr geplant in die Darmstädter Region zu ziehen!

  10. Ich finde, es soll mehrere Arten von Gemeinden und ihrer Führung geben: Solche, die eher „partizipativ“ geführt werden. Und andere, wo jemand autoritativ den „Führer“ macht und die Leute hinterherlaufen. Wem’s gefällt. Ich fühle mich in so einer partizipativ geführten Gemeinde wohler, aber ich weiß, dass es genug Leute gibt, die das andere für besser halten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand, ganz alleine, seine „Gemeinde“ gründet, in der er quasi automatisch der Pastor/Führer ist und alle neuen Mitglieder hinterherlaufen und das keiner jemals in Frage stellt. Es gibt genug Beispiele (zB Willow Creek) von sehr lebendigen Gemeinden, deren Existenz von _einer_ Person abhängt. Wenn einer so ein Charisma hat und Leute mitzieht und so ne Organisation auf diese Weise selber aufbaut – warum nicht?

    JF-DA hat sich aber, spätestens so ab dem 2. Jahr ungefähr, meiner Meinung nach zu so einer „partizipativen“ Gemeinde entwickelt. Jeder konnte mitmachen, alles sagen oder schweigen, gehen und kommen *ach die guten alten Zeiten*.

    Nur mal so rein theoretisch angedacht: Nehmen wir mal an, einer hat _nicht_ das notwendige Charisma und die Fähigkeit, Leute derart mitzureißen, dass er eine Gemeinde selber aufbauen kann. Aber er hat eine Vorstellung, wie Gemeinde seiner Meinung nach funktionieren muss. Kann er dann nicht einfach eine andere Gemeinde „übernehmen“? Eine Typ-Umwandlung sozusagen *fg* Quasi sich in die Leitung einklinken, Meinung beisteuern, und die andern davon überzeugen, dass es besser wäre, wenn er/sie jetzt der Visionär/Superleiter ist, wie es sie/ihn in andern Gemeinden (des obigen zweiten Typs) auch gibt. Könnte daran was schlecht sein?

    Besonders eine partizipativ geführte Gemeinde eignet sich da doch sehr für, wo jeder mitreden darf und keiner weiß wer eigentlich der Hauptleiter ist, keine Kontrollinstanzen existieren und manche noch nichtmal zwischen Freund und Mitglied unterscheiden können.

    Mir fallen natürlich einige Nachteile dieser Methode ein:
    – Erstens gehen die Mitglieder nicht ohne Grund in eine partizipative Gemeinde. Sie haben sich – bewußt oder unbewußt – für eine partizipative Gemeinde und gegen eine Superleiter-Gemeinde entschieden. Warum also eine Typumwandlung vornehmen?
    – Zweitens: Wenn der Superleiter nicht das Charisma hat, Leute selber zusammenzusuchen, die mit ihm sein Ding aufbauen, warum sollte dann die vorhandene Gemeinde ihm folgen?

    So eine „Gemeinde-Übernahme inkl. Typ-Umwandlung“ könnte also jemand versuchen, mindestens diese beiden Punkte ignoriert.

    Bevor’s jetzt zu böse wird und alte Gefühle wieder hochkochen hör ich einfach auf. Wollte eigentlich nur sagen:

    Ich möchte, dass es Gemeinden beider Sorten gibt.
    Jeder soll sich seine Lieblingsgemeinde raussuchen.

    Oder: Selber eine Gründen, die er so gestaltet wie er lustig ist. Wenn er Anhänger findet, die’s auch lustig finden, ist doch super.

    Aber nicht: Eine Gemeinde gegen den Willen vieler anderer Mitglieder „übernehmen“.

  11. Prinzipiell stimme ich überein, doch wenn man’s nötig hat den Leuten zu erzählen daß:
    Gott sendet an einen selbst und an die Leiterschaft widersprüchliche Offenbarungen nur um zu testen ob man Leiterschaft achtet!!

    Also dabei krieg ich einen Hals!!!

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