Sich Gott (nicht) nähern

Am Freitag habe ich einen Brief von jemanden von den JF-BRK bekommen. Die 19 Seiten waren intensiv zu lesen.

Ein Satz fand ich gut: „Du mußt deinem Gott nur bis zu dir selbst entgegengehen.“

Und ja, es stimmt dahingehend, daß man sich oft Gott gegenüber „sperrt“, und dabei Dinge nicht wahrhaben sind, die Fakt sind. Zum Beispiel „Gott liebt dich“. Es ist „normal“ im Christenleben geworden, so normal, daß es total selbstverständlich ist, so normal, daß man es garnicht mehr bemerkt. Warum ? Weil man selbst teilweise so in Selbstmitleid steckt, oder so sehr an eigene Probleme denkt, daß man garnicht auf die Idee kommt, mal darüber zu beten. Das ist – im Grunde – ganz schön Arm.

Der Satz sagt aber auch noch mehr aus. Man muß zB annehmen, daß man es Wert ist, von Gott geliebt zu sein. Dazu müßte man annehmen, daß man (in den Augen Gottes) wertvoll ist. Dazu müßte man seinen Selbsthaß überwinden (falls vorhanden ;-)).

Erkennt man die Liebe Gottes so, wie Claudia das Definiert, geht man Gott auch soweit entgegen, daß man Dinge ablegt, die im Weg stehen. Beim ersten Mal ist wohl das der berühmte Sprung über den eigenen Schatten, oder nicht?

sofx

8 Gedanken zu „Sich Gott (nicht) nähern“

  1. sowas tritt irgendwie immer ziemlich oft auf, und jeder redet drüber – keiner macht was. Ein Indiz dafür, das es mit der Umsetzung nicht ganz einfach ist… Vorne weg steht meistens eine Entscheidung. Manchmal ist sie Radikal und hat enorme Auswirkungen. So eine hab ich an dem Wochenende getroffen. Es geht um „auf Gott einlassen“. Wer sich auf Gott einlässt ist bereit seine Wege zu gehen – was nicht heißt, dass man weiß wohin man geht und warum. Und das ist sau schwer. Aber ohne solche Entscheidungen erfährt man nicht, was Gott mit einem vor hat.

  2. Leute! Ich kenne das und probiere es immer wieder!

    Doch mit anderen „Mitchristen“ haut es mich voll auf die
    Fr…ähem sagen wir lieber Nase!

    Also ich mache das wohl wieder ganz allein!!!

  3. Ich glaube, daß das Problem auch darin liegt, daß man mehr an sich glaubt als daran, Jesus zu brauchen. Das geht einfach gegen den eigenen Stolz . Und den müßte dabei auch als „Schatten“ überspringen….?

  4. Also jetzt muss ich doch mal negativ dagegen halten 😉
    Wie teebeutelchen so schön schreibt „beten, übern schatten springen und fertig!?!“
    Vielleicht ist das bei einigen Menschen so, aber sicherlich nicht bei allen. Ich weiß nicht weshalb und wieso, aber manche habens einfach leicht im Leben und andere nicht.
    Bei mir hat „beten, übern schatten springen und fertig!“ nicht geklappt. Vielleicht hab ichs falsch angepackt oder war noch nicht so weit oder bla bla bla, jedenfalls klappt es mit Sicherheit nicht immer und bei jedem.
    Es gibt kein Patentrezept für das große Rätsel „Leben“. Der Weg kann wohl über „Glauben“ als auch über einfachere, andere Dinge führen.
    Leider kann keiner sagen, welcher mein Weg ist, selbst ich nicht.

  5. Vielleicht geht der Weg ja nur über die Erkenntnis?
    Wenn du erkennst, daß ein Mensch dich wirklich lieb hat (ohne daß er etwas von dir (dafür) will), dann gehst du doch auch automatisch anders mit ihm um, oder nicht? Dann fällt zB vertrauen leichter.
    Wie die Erkenntnis stattfindet, ist allerdings völlig ohne „Patentrezept“, ja 🙂

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