Ist „dagegen“ sein ein Zeichen von Religi�sit�t?

Wenn man sich wehement gegen etwas wehrt, dann wirkt sich das „dagegen sein“ oft als verbindend aus. Dabei m�gen ja die Werte, die dahinterstehen, noch gut sein. Also ich beobachte an mir, da� ich gerne �ber die P�lerei rede oder davon, da� Linux das bessere Betriebssystem ist. Ich verstehe zB die Leute tats�chlich nicht, die �ber Windows jammern, sich dar�ber lauthals beschweren, aber dann so tun als g�be es keine Alternative.
In christlichen Kreisen erlebte ich am Anfang meines Glaubens viele von der kath. Kirche verletzten Christen, die wiederum gegen die kath. Kirche wetterten. Irgendwo logisch, und ja, ich hab da anfangs auch kr�ftig mitgemacht. Das ging soweit, da� behauptet wurde, da� man als Katholik kein Christ sein kann (und entsprechend wurde die Bibel dazu verbogen).
Als ich dann Jesus Freak wurde, wurde von einer Br�dergemeinde behauptet, da� Jesus Freaks vom Teufel sind, weil ja bei den Jesus Freaks Heilungen passieren und Heilungen wiederum k�nnen ja nur vom Teufel sein (ich warte bis heute auf die passende Bibelstelle ;-)).
Ich rege mich �ber diese Leute nicht mehr wirklich auf (ich will sagen: es hat sich schwer gebessert), obwohl mich das Besserwisserchristentum teilweise noch extrem nervt, das mu� ich zugeben.
Ich frage mich jedoch: „Haben sie nix besseres zu tun als gegen irgendetwas zu wettern?“ Ist es der biblische Auftrag? Ich hab davon nix in der Bibel gelesen. Da steht was von „Menschen zu J�ngern machen“, was bedeutet, da� sie dann ihre eigene Beziehung zu Jesus bekommen und damit auch m�glicherweise ihren Glauben anders leben als ich oder wie es in meinen Vorstellungen zu sein hat. Das geht gegen den eigenen Stolz, wenn das „passiert“.
„An den Fr�chten werdet ihr erkennen….“ so �hnlich stehts in der Bibel. Auch in der Volxbibel, wenn ich mich nicht irre.
Gestern kam ich auf eine Seite, in der Christen gegen die Volxbibel hetzen. Zu meiner Belustigung hatten sie dort ein Voting eingef�hrt, ob man nun f�r oder gegen die Volxbibel ist. Und zu meiner gr��eren Belustigung waren �ber 80% daf�r. Und als Gipfel wurde das Voting wegen angeblicher Manipulation eines Kenianer-Deutschen abgeschaltet. Ich mu�te schmunzeln, zumal das mit seiner Abstammung so sch�n hervorgehoben wurde. Ein reinrassiger Arier h�tte ja sowas nie getan oder? Aber als Kr�nung kann man da noch in ein Forum seinen Senf dazugeben, wobei man die bereits geschriebenen Eintr�ge nicht lesen kann. Das riecht nach Zensur. Achso, ja, das alles nat�rlich nur „zur Ehre Gottes“. 🙂
Naja ich habe mich jedenfalls am�siert und frage mich ganz ehrlich, ob diese Seite ernstgemeint ist. Schaut drauf und am�siert euch 😉
Die Frucht der Volxbibel ist, da� Menschen sich mit der Bibel und damit auch mit Jesus befassen. Das beobachte ich st�ndig, egal wo und gerade bei Menschen, die Jesus (noch) nicht kennen.
sofx

3 Gedanken zu „Ist „dagegen“ sein ein Zeichen von Religi�sit�t?“

  1. Menno..jetzt is der comment schon wieder l�nger geworden… ich schau mal ob ich k�rzer fassen kann, was ich dazu sagen wollt… ich trag das dann um…

    Hm… manchmal hab ich echt das Gef�hl das „gegen etwas Wettern“ irgendwie was menschliches ist. Ich denk da grad so an die �rzte… „ich bin dagegen, denn ihr seid daf�r…bla..“ Ich stelle das LEIDER auch immer wieder an mir selber fest, wo ich sachen oberfl�chlich behandel oder �ber einen kamm schere oder einfach nicht bereit bin zu lernen. Es ist mir in der letzten Zeit oft passiert, dass, ohne das ich es wollte, ich jemand oder Sachen schlecht gemacht habe, schon in meiner Vorstellung, indem ich gesagt hab: hey das kannst du doch nicht so machen, oder hey das ist mies weil so und so… und das nur, weil ich einfach nicht in der Lage war, den andern dort, wo er mit seiner Meinung steht, auch stehen zu lassen. ich finde z. B. die Kath. Kirche auch nicht grad bewundernswert, und h�tte sicher vieles, wo ich sagen w�rde „hey und das glaubt ihr wirklich ?? Nicht im Ernst…“ Aber dann muss ich mir die Frage stellen lassen: Was meinte Paulus mit dem Satz „Pr�ft aber alles und das Gute behaltet.“ 1. Thess. 5,21

    Weil l�ngst nicht alles ist an der kath. Kirche schlecht. Da m�sste man in der Geschichte nachsehen, wo das eigentliche Poblem liegt. Warum, wie was ist. Und wo die Fehler gemacht wurden. (zum Beispiel, um irgendwelchen tollen oberen Leuten in den Arsch zu kriechen…)

    Ich stelle fest: es ist super schwer, sich eine Meinung zu machen und diese dann nicht als „einzige“ L�sung aussehn zu lassen, schon vor sich selber. Sondern lernbereit zu sein.

    Wenn einem was nicht gef�llt, kann man es ja sein lassen (z.B. Volxbibel lesen). Wenn se dir nicht gef�llt, nimm halt eine andere her. Aber zu sagen, ohne sie vielleicht sogar gelesen zu haben, das ist generell falsch, ist sicher ein undiskutabeler Punkt. Weil dann ist es nur „seine“ Meinung �berst�lpen, und nicht sachlich diskutieren.

    Ich denke, Jesus ist ein radikaler Typ. Sehr radikal. F�r manch einen vielleicht zu radikal. Das Ding ist, was manche meiner Meinung nach �bershen: Jesus handelt aus Liebe und nicht um der Radikalit�t wegen.
    Zum Beispiel:
    Matth. 21,13: „Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): �Mein Haus soll ein Bethaus hei�en�; ihr aber macht eine R�uberh�hle daraus.“ oder:
    Off, 3,14:

    „14 Und dem Engel der Gemeinde in „Laodizea“ schreibe: Das sagt, der Amen hei�t, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Sch�pfung Gottes: 15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm w�rest! 16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“

    Jesus sucht Nachfolger, die ihn kompromisslos lieben. Aber Nachfolge f�ngt bei einem selber an, wie Gemeinde auch. Nicht beim anderen. Und das ist irgendwie der Punkt.

    Und da ist das Problem der Wetterei. Ich kann auf vieles schimpfen, doch fang ich nicht jetzt bei mir an, wird sich nichts �ndern.

    So. ran an die Arbeit maddin 🙂

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