Gottes-Dienst

Also ich bin ja Christ und als Christ glaubt man an Jesus. Für mich ist sein Geist auch wie Öl in einem Verbrennungsmotor: Wenn keins da ist läuft man trocken und irgendwann geht nichts mehr. Blöderweise wird zumindest mir das immer erst dann bewußt, wenns zu spät ist oder
frühestens dann, wenn die ersten Alarmleuchten aufblinken.
Der Gottesdienst letzte Woche jedenfalls war für mich harte Arbeit und es hat gesaugt. Warum? Weil bei uns M. ist und M. ist heroin- koks- und alkoholabhängig. Ein richtig schwieriger Druffi halt. Man merkt auch krass, daß er nicht (immer) Herr seiner selbst ist. Naja, jedenfalls schob er letzte Woche Terror und das belastete (mich) ganz schön. Mir kam es so vor als wäre es „Dienst für Gott“. Zumindest so wird das ja auch von den Meisten Menschen, wie ich meine, irrtümlich aufgefaßt.
Gestern war es nicht so. Gestern beim Lobpreis machte Gott Dienst an mir. Er baute mich auf und sein Geist füllte mich – und plötzlich lief alles wieder wie geschmiert. Gottes Dienst eben – auch an mir. Ich denke dabei an die Fußwaschung Jesu an seinen Jüngern, oder, viel krasser, seine Vergebung am Kreuz. Das war/ist ja auch ein Dienst von ihm an die Menschen, übrigens an alle Menschen.
In der Predigt wurde das nochmal auf den Punkt gebracht: Es ging um „Leidenschaft für Gott“. Gott hat Leidenschaft für jeden, nur muß man das auch annehmen (können). Mir wurde das gestern ziemlich bewußt. Auch, daß Lobpreis nichts mit Zwang zu tun haben muß, sondern mit Spaß und Party.
Warum hat man gerne Party? Auch, damit man vom Alltag abschalten kann. Und genau das wünscht sich Gott auch: Daß wir Party mit ihm haben, und von unserem Alltag abschalten können. Warum Lobpreis? Weil Gott im Lobpreis seines Volkes wohnt (das steht zumindest in der Bibel).
M. hat übrigens seinen Terror woanders gemacht, zumindest habe ich nichts davon mitbekommen. Wir haben vor dem Gottesdienst ja auch dafür gebetet.

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