Kreuzwiese 2003 – Ein echtes Erlebnis

Der Abend begann an sich recht beklemmend. Irgendwie wollte so recht kein Gebet vorm GoDi in Gang kommen, die letzten 2 Wasserpfeifen vom Abend vorher bei Benni meldeten sich zu Wort und ich war auch insgesamt schlichtweg müde. Aber für ein paar Minuten beteten wir.

Dann in der Krone. Full House. Full of Frontliners, which are having service on our holy crown! (für alle Nicht-Englisch-Sprechenden: Volles Haus. Voll von Front-Soldaten, die sich irgendwie in unsre heilige Krone verirrt haben… oderso. Danach waren aber wir dran. Mist. Kabel fürn Diaprojektor vergessen. Toby fährt nomma in die Räume, holt Kabel, da fiel Matthias ein, daß keine Liedzettel da sind und daß er ohne net spielen kann. Also nomma Toby angerufen und ich hab inzwischen mal unkonventionell mit der Predigt angefangen. Hilfe, war ich müde. Ich predigte und hatte echt zeitweise dein Eindruck, neben mir zu stehen und mich beim predigen zuzuhören. Da ich aber nichtmehr so recht wußte, was ich da predigte, gab mir Eva den Tip, mir die Aufnahme nomma reinzuzuiehn (Danke!).

Nachm GoDi, als ich meine Bluesharp geblasen hatte, trafen wir uns zum sortiern in den Katabomben (Räumen). Chrissy meckerte, weils unklar war, wies weitergeht, woraufhin sie Rüffel von mir kassierte (nomma sorry!). Aber nach ein paar Dönern brachen wir doch auf:

Zur Kreuzwiese. Wir fuhren gegen 23:15 los und kamen ca. 23:30 dort an. Wir erwarteten min. 20 Lagerfeuer, viele Brüllwürfel, viele alkoholisierte Leichen, Kiffer und eben so das, was man sich unter einem jugendlichem Haudichzuereignis so vorstellt. Aber was fanden wir vor ? eine armseelige „Feuerstelle“, wo eine besoffene Magda irgendwas lustig erzählte. Ich machte erstmal Lobpreis. Chrissy, Rice und Matthias kamen mit einer Flasche (aha!) Absinth nach. Die Flasche ging rum, nur muß es doch irgendwie zeitlich elliptisch an Matthias öfter angehalten haben. Gegen 1:15 jedenfalls fand Matthias sein erstes “Bekehrungsopfer“ für den Abend: Phillip, der irgendwann im Juli vorbeikommen will. Gegen 1:30 drehte Matthias ab und rannte erstmal über die Kreuzwiese und ich mußte erstmal unsren Lobpreisleiter suchen, er könnte ja sonstwo hingefallen sein. Gegen 2:00 mahnte Stefan an, daß er nach Hause will. Der arme Kerl (*For_he“s a jolly good fellow, for he“s jolly good fellow – and so say all of us!*) mußte jedoch noch 2 1/2 Stunden warten, bis er losfahren konnte. Naja, bei Matthias gings dann mehr und mehr ab, ich fiel manchmal ins Gras, Gott sei Dank (wem denn sonst?) biß er nicht in dasselbe. Für mich sah es so aus als würde sein Hirn einen Reset vornehmen. Aber Chrissy und ich hieften ihn immer wieder hoch. Dann rannte er mal wieder und wir suchten und alles ging von vorn los. Er traf an einer bis dato ungesehenen Feurstelle einen Jean (wie Chrissy richtig bemerkte“wie Jeans nur ohne s“), den er auch versuchte zu bekehren. Interessant wie Matthias sich dann urplötzlich so zusammenreißen konnte, um die Leute für Jesus anzusprechen. Ich weiß nicht wie es Stefan ging, aber Chrissy und ich wars bestimmt nicht peinlich. Matthias hatte dann ab und an die Klampfe in der Hand und sang mit 2 Akkorden irgendwas über Phillip und daß er unser neues Mitglied ist und später irgendwas übers Leitungsteam. Dann – so gegen 3:30 begannen wir den Abstieg in Richtung Auto. Matthias lobte, daß wir ja so lieb zu ihm wären und daß er sowas noch nie erlebt hätte und Chrissy (*For_she“s a a jolly good fellow, for she“s jolly good fellow – and so say all of us!*) kümmerte sich rührend um ihn. Heldenhaft setzte sie ihr Leben ein, um ihn dem Steilhang herunterzubuchsieren. Sie meinte hernach, daß sie ihn ja doch nur an der Kaputze festgehalten hat – von oben sah das aber viel heldenhafter aus! Aufm weiteren Weg meinte Matthias dann, daß er kotzen müsse. Chrissy hielt ihm das Köpfchen, während er reiherte und hinter meinte er: „Schmeckt ja wie Mensa!“ Jetzt wissen wir auch, was Matthias da rausgekotzt hat 🙂 Aber damit wars noch lange nicht getan. Er mußte noch mehrmals seiner Magenluft Duckausgleich gönnen und göckte an ein paar weiteren Mauern. Aber Chrissy hielt ihm weiterhin tapfer das Köpfchen (ich hätte irgendwann sicherlich ihm aufm Kopf gereihert). Naja, dann hieften wir Mattias in Chrissys Corsa und Stefan fuhr los. Zu niedlich, wie Chrissy sich um ihn auf ihrer Rücksitzbank kümmerte. Matthias patschte Stefan noch kumpelhaft auf die Schulter. In der Wormser Str. angekommen eierten Chrissy und ich, vom Absinth, der fast leer ist, bedröhnt, zu mir in die Wohnung, um Pfefferminztee und Brot zu holen. Draußen hielt Stefan dem Matthias das Köpfchen, wärhrend dieser Chrissys Auto gerade nicht vollreiherte. Ich war gegen 4:18 zu Hause und der restliche Troß auf mehr oder weniger nüchternen Leuten fuhr gegen 4:24 weiter. Ich verabschiedete mich von Matthias gemäß Röm 16,16, 1.Kor 16,20, 2.Kor 13,12, 1.Thess 5,26 und 1.Petr 5,14. *GRINS*

Ich fands endgeil, auch wenn auf erstem Anschein sich keiner bekehrt hat *fg*

cu & sofx

Uli

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