Elektrik geht schleppend voran

Soderla, Das Haus ist äußerlich ziemlich fertig, jetzt kommt der Innenausbau. Damit verbunden die Elektrik, die wir selbst machen wollen. Schon Anfang Juli habe ich mir eine Schlitzfräsel, besser gesagt Mauernutfräse, ausgeliehen. Das ist eine Flex mit 2 Scheiben und weil das so sehr staubt, hat sie einen Anschluß für einen Staubsaugerschlauch, der den Dreck dann wegsaugen soll. Tatsächlich sah das dann aber so aus, daß der Filter des Saugers nach ca. 3-4m Mauernutfräsen dicht war und ich ihn draußen ausklopfen mußte. Nachdem ich 2 parallel verlaufende Schlitze in die Wand geschnitten hatte, konnte ich daraus mit dem Bohrhammer relativ schöne Schlitze herausklopfen. Ohne die Fräse hätte ich vermutlich erheblichen Schaden ins Mauerwerk geklopft, vorallem an den relativ filigranen Außenwänden (zwar 36,5cm stark, aber mit vielen kleinen Luftkammern versehen).

Gleichzeitig entdeckte ich, daß die Küchen- und eine Kellerwand mit 17cm statt, wie im Plan vorgesehen, 11,5cm Wänden versehen wurden, was bedeutet, daß wir in der Küche und im Keller etwas weniger Fläche haben werden. Im Keller empfinde ich das eher als Vorteil, da ich dann in der „Werkstatt“ mehr Krach machen kann und nicht so viel davon nach außen geht, in der Küche waren wir froh, daß sie noch nicht geplant war. Die Gründe für die größere Wandstärke liegen – angeblich – in der Statik, aber über Buschfunk habe ich erfahren, daß die 11,5er Steine für eine gewisse Zeit nicht mehr lieferbar waren und so wurde wahrscheinlich auf 17er Steine zurückgegriffen. Klingt ein bischen nach DDR („Material ausgegangen“) ;-), seisdrum.

Seit 4 Tagen bin ich nun am Eingipsen von den Dosen und den Leerrohren. Das geht sehr schleppend voran. Keller ist fertig (waren ja nur 2 Räume unter Putz, der Rest ist aufputz verlegt), die Unterverteiler samt Zuführungen sind gesetzt und verlegt, sowie ein paar Dosen im EG. Ich habe Muskelkater, vorallem, weil ein 5x10mm²-Kabel extrem widerspenstig ist, gerade zum Verlegen. Diese Woche arbeite ich noch in der GSI, ab nächste Woche bin ich wieder jeden Tag am werkeln und hoffe, nach der 2. Augustwoche mit dem Kladeradatsch fertig zu sein. Mein Vater kommt als Verstärkung in der 2. Augustwoche noch dazu. Juchu.

Mein Schwiegervater hat sich vor 2 Wochen unser Wohnzimmer angeschaut und vorgeschlagen, eine Wand um eine Steinlänge zu verlängern, damit wir dort den Ofen hinstellen können. Das haben wir auch veranlaßt, kostet allerdings 270€. Dafür hätte ich das auch selbst gemacht, wahrscheinlich aber krummer ;).

Letzte Woche kamen fast alle Fenster und eine provisorische Bautüre dazu, sodaß das Haus nun abschließbar ist. Das ist praktisch, weil ich jetzt mit dem Fahrrad bzw. Zug zur Baustelle fahren kann, während meine Frau über das Auto verfügen kann. Ich muß nicht mehr so viel mitnehmen. Am Samstag wollte ich den vermeintlichen 20:59-Zug nach Darmstadt nehmen, übersah jedoch, daß es den garnicht gibt, was ich erst 30min später feststellte. Also rauchte ich in aller Ruhe eine Zigarre und nahm den letzten Zug, der um 21:59Uhr abfährt, nach Darmstadt. Immerhin weiß ich jetzt Bescheid ;).

Ein Gedanke zu „Elektrik geht schleppend voran“

  1. Ich muss dir mal unsere Wohnung zeigen (wenn du mal in München sein solltest, komm mal vorbei…) – Ich habe den Eindruck, dass der einzige (Fach-)arbeiter, zu der wusste, was er tat, der Fliesenleger war. Die Türen sehen aus wie selbst bemalt, die Elektrik nicht sauber angeschlossen, es wurde nicht (sauber) abgeklebt… und so weiter… Ich wette, ich hätte es selber genauso, wenn nicht besser hinbekommen… 🙂 (nur wurde ich nicht dafür bezahlt…)

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