Vom Ohr- zum Herzwurm

Hach, da hat Obadja ein echt tolles Lied gemacht. Lobe den Herrn! Ich gehe mal davon aus, daß es für die Jungs von Obadja okay ist, wenn ich dieses mp3 hier zum Download anbiete, da sie selbst ihr neues Album „We will face“ (kostenlos) zum Download anbieten. Dank euch dafür! 🙂

[Audio:2010-09-Obadja-Lobe_den_Herrn.mp3]

Das Lied geistert seit gestern in meinem Kopf herum und begeistert mein Herz. Nein, eigentlich nicht dieses Lied, sondern der, der dahintersteht.

Danke Jesus!

Lobe den Herrn 🙂

13 Gedanken zu „Vom Ohr- zum Herzwurm“

  1. Hey Uli.
    Das Lied is aber schon recht alt. Gibts das jetzt erst auf cd?
    Ich liebe dieses Lied! Es hat mich damals dazu gebracht endlich aus all der Scheiße raus zu kommen! Danke fürs posten. Weckt wunderbare Erinnerungen und eine Droße Dankbarkeit Gott gegenüber!

  2. Doro: Ich habs hier zum ersten Mal gehört. Kann sein, daß es aufm Freakstock 2008 gespielt wurde. Ich finds auch toll 😀 Ich weiß auch nicht, seit wann man die „CD“ downloaden kann, ich habs erst gestern erfahren :]

  3. oh mann… das war grad genau richtig…. heul
    Scheiß Ohnmacht, Scheiß Angst, Scheiß Ungerechtigkeit, Scheiß Fehlbarkeit…
    Aber dennoch, das ist es, wenn das ist dann ist es alles Wert.

    Lobe den HERRn mein ganzes Leben.

  4. Ich bin fürchterlich neidisch auf euch.

    Dieses Lied ist schlicht scheiße in allen Belangen, und das sage ich nicht, weil ich mit Jesus-Lobpreisungen nichts am Hut habe – immerhin sind die Texte der genialen Bach-Kantaten noch ne ganze Ecke schlimmer -, sondern weil ich studierter Musiker bin und schon so manches gehört und gespielt habe. Die Komposition ist geradezu dümmlich – gewollt, aber nicht gekonnt. Kein Feuer, kein Höhepunkt, einfach nur Geschrammel. Und die Darbietung ist noch schlimmer; es klingt so, als hätten die Musiker bereits 2-3 Weizenbier intus. Kein Volumen in der Stimme, kein Ausdruck, keine Tonsicherheit, kein Garnichts. Ein klarer Kandidat für den „Not my job“-award.

    Neidisch bin ich deshalb, weil ich auch so ein einfaches Leben haben will. Wer sowas gut findet, hat – so glaube ich – keine Probleme. Ich will auch keine Probleme.

  5. highlund: Manchmal könnte ich dich einfach nur knutschen :-}.

    „Neidisch bin ich deshalb, weil ich auch so ein einfaches Leben haben will. Wer sowas gut findet, hat – so glaube ich – keine Probleme. Ich will auch keine Probleme.“

    Naja, vielleicht liegt dein Problem genau darin? *duck* 😀

    SofX

  6. ein sehr guter song ganz allgemein.
    wer meiner meinung nach, nach dem konzert,
    von der mainstage (hauptbühne) klettert,
    um dann mit großen müllzangen den
    vorplatz sauber zu machen, gehört
    einfach zur ganz großen geilo szene
    in der bewegung. obadja rocks!
    fetten segen! björne

  7. HoS: Äh, was? Ich kritisiere diesen verunglückten Song in Sack und Asche und beleidige dessen Hörer nach Strich und Faden, und du willst mich knutschen?

    Ja, sowas gibt’s wohl echt nur bei Jesus…

  8. 😀 Ich finde deinen Kommentar irgendwie süß. Zum einen, weil dabei hervorgeht, wie dein feines Musikerohr..äh..-ohren gelitten zu haben schienen, zum anderen, wie sehr du den lebendigen Jesus für dich ablehnst.
    Woran du glaubst, oder nicht glaubst, ist ja Gott sei Dank dir freigestellt, aber du leidest darunter. Jedenfalls habe ich das Gefühl. Nur du kannst daran etwas ändern.
    SofX

  9. HoS: Der Punkt ist doch, dass mit jedem Stückchen Erkenntnis auch mehr Verantwortung kommt, vor allen Dingen aber die Entfernung von der Geborgenheit des Zwischenhirnwesens größer wird. Und das tut nun mal weh. Wie „glücklich“ muss ein Huhn sein, das über nichts nachdenkt und immer „weiß“, was gerade zu tun ist. Religionen sind aus meiner Sicht nichts anderes als der Versuch, die schwere Bürde des Menschseins zu mildern, letztendlich sind sie aber Selbstbetrug.

    Mensch zu sein ist schwer. Es liegen aber immer noch Welten zwischen einem in einem religiös geprägten Umfeld aufgewachsenen Minderbemittelten, der immer in seinem Dorf und seinen Denkstrukturen verhaftet geblieben ist, und einem Apollo-Astronauten, der die Erde als fragiles Kügelchen vor dem schwarzen Nichts mit eigenen Augen gesehen hat.

  10. Highlund: Die Verknüpfung von Erkenntnis mit Verantwortung stimmt. (Auch) Deswegen werde ich nicht müde, zu sagen, daß Jesus tatsächlich lebt ;-). Das mit dem Zwischenhirnwesen kann ich nicht beurteilen, damit habe ich mich nicht wirklich befaßt.
    Dein „Glaubensbekenntnis“ kenne ich bereits und ich empfinde es als Hindernis zum Leben.
    Sicher ist es für manche Menschen einfacher, an einen Gott zu glauben, wenn er nie aus seinem kindsgeprägten Dorf und damit Denkmuster ausgestiegen ist. Ich bin ausgestiegen. Hätte ich es nicht getan, würde ich heute wahrscheinlich nicht mehr an Gott glauben [wollen]. Das liegt nicht an Gott, sondern an den religiösen Menschen, die, inspiriert in Religiösität, im Namen Gottes an meinem Leben schlichtweg Mist gebaut haben.
    Da mein Gott weder religiös noch daran interessiert ist, war also mein Denkmuster auf einer Lüge aufgebaut, die, Gott sei Dank, in sich zusammengestürzt ist. Das war ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Freiheit.

  11. HoS: Die Sache mit dem Zwischenhirnwesen kann ich dir ganz leicht erklären. Der Begriff stammt von Hoimar von Ditfurth, der in seinem Buch „Der Geist fiel nicht vom Himmel“ aus der Sicht eines Naturwissenschaftlers die Entwicklung von den ersten Einzellern zu komplexen Lebewesen bis hin zum Menschen nachzeichnet und erläutert. Dabei wird deutlich, dass die Trennung zwischen Mensch und Tier, die für uns ganz selbstverständlich ist, auch tatsächlich sinnvoll ist. Denn nur wir Menschen haben ein Großhirn. Tiere hingegen haben nur ein Zwischenhirn und sind somit völlig instinktgesteuert. Das bedeutet, dass bestimmte Reize bestimmte Verhaltensprogramme starten; es gibt somit keine Handlungsalternativen, kein Nachdenken oder Überdenken, kein Schuldgefühl, kein Gut und Böse, kein Richtig oder Falsch, denn es ist immer richtig, was ein Tier gerade tut. Für Tiere gibt es auch kein Gestern und kein Morgen, sondern nur ein Jetzt.

    Man mag Lebewesen, die im Vergleich zu uns Menschen derart eingeschränkt sind, bedauern. Tatsächlich aber haben sie auch einen gewaltigen Vorteil: Sie leben in einer Geborgenheit, von der wir Menschen nur träumen können. Es gibt kein Richtig oder Falsch, es gibt keine Zweifel und keine Zukunftsängste. Es mag Fluchtprogramme geben, aber zur Einsicht, dass der eigene Tod unausweichlich ist, ist ein Zwischenhirnwesen, das nur im Jetzt lebt, nicht fähig.

    Wenn man sich diesen Sachverhalt mal richtig klargemacht hat, dann stehen alle Religionen in einem ziemlich fragwürdigen Lichte da. Sie erscheinen als Ersatz für das, was uns Menschen grundsätzlich fehlt: Geborgenheit. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – dieses Zitat von Dietrich Bonhoeffer wurde in ein Lied gegossen und sofort zu einem der beliebtesten Sakro-Pop-Songs, und das kommt nicht von Ungefähr. Denn damit ist auf den Punkt gebracht, wonach der Mensch sich im Grunde sehnt. Doch nüchtern betrachtet, nach Sachlage, existiert nicht das kleinste Anzeichen dafür, dass es gute Mächte gibt, die uns den Schrecken der Sterblichkeit zu nehmen imstande wären.

    Amen.

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