Međugorje

Seit einiger Zeit bekomme ich von einer Bekannten, die ich vor ein paar Jahren im MFC kennenlernte, die sog. „Botschaften der Gottesmutter“ aus Međugorje. Anfangs habe ich mir die Botschaften durchgelesen und gedacht: „Naja, falsch ist es ja nun nicht gerade, was da steht“, allerdings fühlte es sich für mich so an als würde die „Gottesmutter“ sich in den Vordergrund stellen, weil sie eben diese Botschaften verbreitet. Ich will hier niemanden angreifen bzw. denen, die diesen Botschaften folgeleisten, den Glauben an Jesus absprechen. Ich halte es jedoch für (mich) sehr problematisch.

Theologisch bzw. biblisch gesehen ist das nicht haltbar, denn Maria spielte in der Bibel nachdem sie Jesus auf die Welt brachte, eine eher untergeordnete Rolle. Daß sie heute eine andere Rolle spielen soll, als die Bibel sagt, halte ich für sehr kritisch. Eine ganz gute biblische Zusammenfassung dazu habe ich auf einer schweizer Seite gefunden.

Die letzte Botschaft aber zeigt mir deutlich, wie von Jesus und der Bibel abgelenkt werden soll:

„Liebe Kinder!
In dieser Zeit, in der ihr auf besondere Weise betet und meine
Fürsprache sucht, rufe ich euch auf, meine lieben Kinder, betet, dass ich
euch durch eure Gebete helfen kann, damit sich so viele Herzen wie
möglich meinen Botschaften öffnen. Betet in meinen Anliegen. Ich bin bei
euch und halte vor meinem Sohn für jeden von euch Fürsprache.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“

Dazu denke ich 2 Dinge:

1) Jesus ist mein Fürsprecher, schließlich beten wir durch Jesus zu Gott und man erreicht Gott eben nur durch Jesus (zB Johannes 14,6)

2) Die sog. „Gottesmutter“ nimmt mindestens die Position eines Engels, ja eher schon einer Gottheit ein, die ihr biblisch nicht zusteht. Dadurch zieht sie Gläubige in ihren Bann und lenkt sie von Jesus ab. Welcher Katholik kann im Herzen schon zwischen „verehrung“ und „beten“ trennen? Mal ganz ehrlich? Und ist dieses „Fürsprache bei der Gottesmutter suchen“ nicht eigtl. schon ein Gebet? (Ich war zwar 19 Jahre katholisch, aber das konnte mir noch keiner schlüssig erklären)

Jetzt denken vielleicht manche „huch, jetzt geht er auf die Katholiken los“. Denen sei gesagt, daß die Erscheinungen von Međugorje von der kath. Kirche nicht anerkannt wurden. Ich kenne einige Katholiken, sogar inzwischen einen Pfarrer, der diese Botschaften ebenfalls ablehnt.

Egal, wer was irgendwie sagt: Es gilt für mich als Christ immer dasselbe: Man soll das, was gesagt wird, an Hand der Schrift prüfen (1. Thessalonicher 5,21). Die „Botschaften der Gottesmutter“ fallen aus oben genannten Gründen für mich als Botschaften Gottes durch, ihre Quelle ist nicht beim (biblischen) Gott, sondern woanders.

Ein Gedanke zu „Međugorje“

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