Gemeindebau, Angst und Salz der Erde

Wenn ich mir weite Teile von Christlichen Gemeinden anschaue, dann stelle ich immerwieder fest, da� viel darauf bedacht wird, „die eigenen Grenzen zu sichern“ und die „Sch�fchen ins trockene“ zu holen. Gemeinde funktioniert oft als „Schutzraum“, der sich „gegen die Welt“ richtet. Wenn man in der Gemeinde ist, ist alles gut, ist man drau�en, nicht. Angst macht sich oft breit. Angst des Mitglieds, auf dem rechten Weg zu sein und Angst, da� Leute die Gemeinde verlassen. Ich habs so kennengelernt, auch wenn es selten offen gesagt wurde, aber doch immer merklich mitgeschwungen ist. Bildlich ist Gemeinde oft ein Haufen Salz, der gut verpackt irgendwo in der Landschaft steht. Naja, ich �bertreibe jetzt und ich sage nicht, da� es bei jeder Gemeinde so ist.
Was passiert, wenn ich „Gemeinde“ in der Welt lebe? Wenn ich nicht mehr entscheiden kann, ob sich jemand bekehrt hat oder nicht, oder noch nicht? Wie das genau aussehen soll, wei� ich auch nicht. Es ist nur eine Idee, die mir heute so gekommen ist. Wenn ich Menschen erreiche, so, wie ich im Chat Leute erreiche, so irgendwie (ich kann von keinem behaupten, er h�tte sich bekehrt ;-))), aber nicht dar�ber urteilen kann, ob er/sie mit Jesus unterwegs ist, oder nicht…? Das macht nat�rlich unsicher. Man wei� ja nicht so genau, ob der, der grad irgendwie erz�hlt, da� er betet, zu meinem Gott betet, oder, wie ernst..?
Ich will dar�ber weder urteilen noch mich abgrenzen. Mein Christsein versuche ich unter die Menschen zu bringen, auch dort zu leben. Damit meine ich nicht das Predigen von oben runter, sondern auf gleicher H�he Freund zu sein.
Das Bild mit dem Salz der Erde erscheint mir dabei treffender, wenn man sein Christsein mehr in die Welt tr�gt und nicht sein eigenes, frommes, abgegrenztes S�ppchen kocht. Gemeinde in der Welt ist das (noch) nicht, aber ich tr�ume von so etwas. So �hnlich wie am Parkplatz in NES am Freitag 🙂
sofx

2 Gedanken zu „Gemeindebau, Angst und Salz der Erde“

  1. „Wenn ich nicht mehr entscheiden kann, ob sich jemand bekehrt hat oder nicht, oder noch nicht? Wie das genau aussehen soll, wei� ich auch nicht.“

    man lese Apostelgeschichte – ich glaube da sind ein paar wirklich gute Sachen dabei, wo man sich gut eine Scheibe, oder auch 2, von abschneiden kann… die Anf�nge der Gemeinde… und vieles l�sst sich meiner Meinung nach auch heute realisieren und ist durchaus gut!

    Ich hab mal einen Spruch geh�rt: Man ist immer nur ein Glied in der Kette. Und ob man das Anfangs- oder Endst�ck ist, ist Gottes Ding. Und das macht doch frei. Wer klopft ist Jesus und nicht eine bestimmte Person (menschlicher Form). Und hey, unser Job ist es doch, unser Leben nach Gott auszurichten und wem das Herz voll ist, dem geht der Mund �ber (so ungef�hr war doch das Zitat…)

    Be a Tool! nud ein tool in der richtigen Hand, das sich benutzen l�sst…

    also 😉 sofx! 🙂

  2. Ich denke die Grenzen zu sichern ist auf jeden Fall auch ein gutes Ding. Natuerlich hat alles 2 Seiten. In Deutschland sind ja die meisten Christen nur solche auf dem Papier. Ist mir aber noch lieber als Leute, die fundamental und Engstirnig sind. Jesus zu folgen ist nicht leicht, denn Er hat uns aufgefordert ihm zu folgen. Was das wirklich heisst definiert sich fuer jeden aufrichtigen Christ taeglich aufs neue. Mir faellt da auch Bonhoefers „Nachfolge“ dazu ein. Dieses Buch zu lesen kann ich nur jedem empfehlen. Mich hat das Christentum des 20. Jahrhundert doch meistens nur befremdet. Und ich denke aus gutem Grund. Dass ich dann doch noch zu Jesus gefunden habe ist dann eher „Zufall“.

    Ich weiss zwar nicht was Jesus Freaks fuer dich bedeutet, aber ich habe positive assoziationen. Das du dich nicht abgrenzen willst spricht fuer sich. Aber wenn du Jesus folgst wirst du zwangslaeufig ausgegrenzt.

    Wir koennen nur zu denen predigen die offen dazu sind. So hat Jesus gelehrt nicht Perlen vor die Saeue zu werfen.

    Es wuerde mich interessieren was fuer dich Gemeinde bedeutet?
    Wie weit ist deine Offenheit anders Glaeubigen ueber?
    Koenntest du dir vorstellen, dass es eine ’neueres‘ Neues Testament gibt?
    Ich wuerde mich interessieren von dir zu hoeren. Meine email ist octavee@gmx.net.
    Vergess‘ das traeumen nicht. Nur wenn wir bereit sind die Tuer aufzustossen und in neue Raeume einzudringen wird sich ein neues Leben auftun.
    Shalom
    Octavee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.