R�ckgrat

Immerwieder f�llt mir auf, da� auf Christen geschimpft wird, wenn es darum geht, finanzelle Verantwortung zu �bernehmen. Das f�ngt ganz banal damit an, da� ein christlicher T�pfer sich �ber die Zahlungsmoral seiner „Geschwister“ beschwert, die meinen, da� sie „innerhalb der Familie“ kein Geld zahlen zu m�ssen (oder so �hnlich). Aber das ist leider kein Einzelfall. Aber gerade an Hand „Finanzen“ zeigt sich anscheinend, wieviel R�ckgrat ein Mensch hat. Geht es um die Finanzierung der JF-DA-R�umlichkeiten, sehe ich ein �hnliches Bild. Wir m�ssen die R�ume bis August k�ndigen, weil uns die Kohle ausgeht. Und ich finde es traurig, da� einer, der schon l�nger nicht mehr dabei ist, seinen Zehnten zahlen mu�, damit wir keine Miesen machen. Er h�lt sein Versprechen, uns nicht h�ngen zu lassen, ein, dennoch ist es traurig angesichts der Tatsache, da� viele garnichts zahlen und dabei immer irgendwelche (in meinen Augen) Ausreden voranschieben.
Stattdessen wird lieber gejammert. �ber die eigene Situation, �ber die eigenen Finanzen, �ber dies und das. „Typisch Deutsch“ k�nnte man da sagen, aber ist das ein Grund?
Von den Finanzen zieht sich das �ber das „Gemeindeleben“ hin. Es wird gejammert und jeder scheint sich um sich selbst zu drehen. Ich nenne es „rum�hnen“ und es nervt mich nur noch. Nur noch wenige haben genug R�ckgrat auch mal aufzustehen, aus dem eigenen Loch zu krabbeln. Es nervt mich deswegen, weil ich es von Leuten zum Teil schon �ber JAHRE h�re und ja, da bin ich mit meiner Gedult am Ende (also die, die noch nich so lange dabei sind, sollten sich hier nich angesprochen f�hlen).
Wenn man sagt „ich bin eine bekennende faule Sau“ und sich gleichzeitig dar�ber beschwert, da� man seinen „Arsch nicht hochkriegt“, dann denke ich mittlerweile nur noch „sei doch einfach still oder �ndere was an deinem Verhalten“.
Wenn ich dahingehend etwas sage, dann bin ich gleich „lieblos“ oder sowas.
Ich denke, da� einige Leute mal erwachsen werden sollten, und sich nicht auf ihren Zustand ausruhen sollten. Vielleicht warten sie ja auf den Messias, der sie aus dem Loch herausholt? Oder ist es doch wie ein „depressiver Patient“, der nur ein bischen Bauchpinseln, aber keine echte Hilfe haben will? Achso, ja, ich verstehe die einzelnen ja sowieso nicht, weil es mir ja sowieso immer gut geht.
Ich bin kein Messias, ich bepinsele keine B�uche (mehr) und wenn der Zustand anh�lt, werde ich mir eine neue Gruppe/Gemeinde suchen.
sofx

11 Gedanken zu „R�ckgrat“

  1. Hi Uli,

    das Problem trifft, wie du schon bemerkt hast, nicht nur euch. Sondern viele. Ich kenne das aus meiner Gemeinde. Die Leute verdienen dort nicht schlecht. Starnberg halt… Aber darum geht’s gar nicht. Es geht doch darum: gebe ich aus dem Herzen und f�r wen geb ich? 10% sind 10% Das ist nun relativ. ob 50, 500 oder 5000 ?. Es f�llt immer schwer. Weil die Ausgaben proportional zu den Einnahmen ansteigen. Meistens. Oder h�her. Je nach dem, wie man damit umgeht.

    Ich muss mich da an meine Nase packen, der da oft gesagt hat, ja, aber…

    Das Ding ist doch mal das: Jesus will Einsatz. Er will das sein Wort jeden erreicht. Lauwarems Waser hat er noch nie gemocht. Ich hab da heut morgen Johannes, 11 45 – 57 gelesen. Die Geschichte von Maria, die einen ganzen JAHRESLOHN in Form von �l verschenkt hat. Nicht weil sie es musste, nicht, weil sie sich dazu verpflichtet f�hlte, nicht, weil es „christlich“ ist. Sondern weil sie Jesus wirklich lieb hatte. Sie hat es gern getan. Ich glaube, der eigentlich Wert dieses �ls ist uninteressant. Sondern es geht doch um den Grund, warum sie genau das �l gekauft hat.

    Einer Freundin, die ich liebe, der schenk ich auch nix 2. klassiges. Sondern das beste, was ich mir leisten kann. Wirst du sicherlich verstehn.

    Bei einer Gemeinde ist das doch dasselbe. Es m�ssen Kosten �bernommen werden. Ist bei uns genauso. (Wir haben auch bammel, die R�ume zu zahlen; wenn es so weiter geht, m�ssen wir 2007 oder so ausziehn). Die frage geht da an jeden pers�nlich: steh ich dahinter und gebe ich aus dem Herzen. Man kann da niemanden wirklich verpflichten. Jeder muss sich da an die eigene Nase packen und sich fragen, was ihm das ganze Wert ist. Zu dem Zweck der Erinnerung an genau das, hat unser Pastor Predigten gehalten, die das hauswirtschaften anbelangt. Nicht im Sinne einer Forderung, sondern zum Nachdenken. Nur wenn einer wirklich Jesus liebt und davon �berzeugt ist, das dies der richtige Platz ist f�r das geld, was er selbst von Gott geschenkt bekommt, wird er es auch gerne geben. Ist so meine Meinung.

  2. Ja, anscheinend sind derzeit die eigenen Probleme gr��er und wichtiger, oder, vielleicht gibts da auch das denken, da� ich ja als „reicher Ingenieur“ auch einfach mal mehr geben kann als meinen Zehnten? Ich zahle meinen Zehnten seit �ber 3 Jahren und ich sehe nicht ein, da� im Prinzip 3 Leute 75% des Einkommens aufbringen. Ich hatte auch Phasen, wo mir der Zehnte wehgetan hat und wo ich nicht wu�te, ob das Geld �bern Monat reicht – aber ich vertraute auf Gott und es langte immer, so irgendwie.
    Ist es fromm verpackter Egoismus, wenn man sagt, da� man im Gegensatz zu anderen keinen Zehnten zahlen kann?
    Im Prinzip hast du recht, die Konsequenz w�re doch dann, den Laden einfach dichtzumachen, oder? Wo kaum einer Einsatz bringen will, passiert auch kaum was und damit auch kaum Gemeinde?
    sofx

  3. Mich �rgert das auch.
    Weil ja laut Umfrage (von Januar?) im Prinzip genug Kohle da sein m�sste. (und daf�r m�sste nicht jeder nen Haufen Geld hinbl�ttern, sondern sich nur an sein Versprechen halten)

    Ich kann einfach nicht verstehen, dass man im Prinzip riskiert, dass drei Leute, die ihren finanziellen Kopf hinhalten in Sachen Mietvertrag, auflaufen.
    Super. Echt.
    Hallo?
    Verantwortung???

  4. Das wichtige ist halt, das jeder das selbst einsehen muss. Gott ist NICHT auf unser Geld angewiesen, oder gar davon abh�ngig. Ich denke halt, das es wichtig ist, wenn man was gibt, das aus Liebe zu tun. Nicht weil man sich verpflichtet f�hlt. Anders gesehn find ich es nicht schlimm, oder sogar ganz gut, einem mal ins Gewissen zu reden. Weil vielen f�llt’s einfach gar nchit auf. UNd viele denken wirklich, joar… ich bin da jetzt nicht gemeint. Und wo man auf die eigenen Probleme schaut, kann man durchaus mal darauf hinweisen, das Gtt nie einen im Stich l�sst. Anders herum: Ich w�rde es auch OK finden, wenn einer sagt, du ich hab da 1000? Schulden. Wenn ich jetzt noch 10%, von dem was ich verdiene abgeben muss, muss ich f�r die 10% noch nen Kredit aufnehmen. Das ist ja auch nicht Sinn und Zweck…

    Gru� Maddin

  5. nochwas: ich versteh dihc sehr gut. Weil hey, schau mal in die Apostegeschichte. Die erste Jerusalemer Gemeinde. Sau geil. Wo eine Gemeinde wirklich lebt, sind die 10% auch kein Thema mehr. Ich will auch in so ne Gemeinde. Und das Ding dabei: WIR sind Gemeinde. Ich, du, trees, jeder.

  6. Aus meiner Erfahrung mit der Begleitung depressiver Menschen w�rde ich sagen, es gibt folgende M�glichkeiten:
    1. Ertragen
    2. Sterben lassen
    3. Sich selbst abgrenzen und sein Leben leben.

    An Depressivit�t ist oft nichts zu �ndern, man kann es einfach nur ertragen, wenn man es dann kann.

    Gemeinden, die depressiv strukturiert sind, m�ssen manchmal sterben, damit die Mitglieder aus dieser Struktur heraus kommen.

    Wenn das Ma� an pers�nlichen Ertragen- k�nnen voll ist, muss man gehen, ansonsten wird man selbst depressiv und brennt aus.

    Insgesamt denke ich, dass man in einer solchen Phase Gott fragen sollte, was „dran“ ist. Vielleicht ist es gut, wenn JF DA sich aufl�sen um allen Leuten aus der Gemeinde die Chance zu geben, aus der depressiven Struktur heraus zu kommen.
    Ich sagte VIELLEICHT.
    Und wiederum vielleicht hat Gott vor, in Darmstadt bei den JF ein Wunder zu tun.
    Und dann sollte man herausfinden, welche Aufgabe man pers�nlich hat, um zu diesem Wunder etwas beizusteuern.

  7. Was f�r JF DA dran ist, wei� ich auch nicht. Wie auch. Ich kenn euch nicht mal richtig. Aber zu einem kann ich euch nur Mut machen: Fragt nach Gott. Nicht nur fragen, sondern von ihm auch was erwarten. Der Herr ist reich! Und es ist ein Klacks f�r ihn, jemanden aus der Schei�e zu holen. Er wei�, was er tut. ich sag nur soviel: „wer Bittet, dem wird gegeben….“ Gebet bewirkt viel. Hm… mal wieder Lazarus: „Wenn du hier gewesen w�rst, h�tte mein Bruder nicht sterben m�ssen“ Steht in Johannes 11,21. „Aber auch jetzt wei� ich, was immer du von Gott erbittest, wird er dir geben.“ – „Dein Bruder wird wieder auferstehn“ … „ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt,wird leben, auch wenn er stirbt“.

    Die Geschichte l�sst mich hoffen und wissen, das Gott ALLES in der Hand hat.

  8. @maze
    Ich denke, dass mit dem aus Liebe geben ist schon ganz nett…
    Aber die drei sind nun mal davon abh�ngig, dass die anderen zahlen, wie sie es versprochen haben.
    Und da finde ich eine gewisse Form von Verantwortungsgef�hl mehr als angebracht. Schlie�lich haben die drei nicht f�r sich selber die R�ume gemietet.
    Es geht darum, dass ich pers�nlich mein Wort halte. Mein Ja sei ein Ja.
    Ob ich dabei auch noch liebevoll f�hle ist zweitrangig.

  9. @trees

    Liebe ist nicht nur nett, sondern das, was uns am Leben h�lt. Warum es nur dieses eine WOrt f�r soviele unterschiedliche Arten gibt… Frag mal unsere Dudenfreunde…

    Verantwortungs ist angebracht. JA! Aber: Es geht mehr, als nur um ein Wort, das gehalten werden soll. Wenn es nur das w�re….

    Nat�rlich soll jemand, der versprochen hat was zu geben, das auch halten!

    Ich m�chte mal die Blicke auf 2 verschiedene Situationen lenken:

    Generell: Wenn ich aus Liebe gebe, gebe ich gerne. Und dann tut einem das auch nicht wirklich weh. Weil dann ist es auch gesegnet! Ich bin dann davon �berzeugt und gebe evtl. sogar mehr, als ich muss, weil mir das am Herzen liegt. Ich kann echt nur betonen: Gott will nicht unser Geld, sondern unser Herz! Er will, das wir ihm nachfolgen! (Johannes 12,26) Zu Geben (aus Liebe) geh�rt da mit dazu!

    Andere Sicht: Zahlungsverpflichtungen.

    Es ist erstmal unfair, wenn sich 90% – 100% der Kosten auf 3 Leute verteilen. Aber: die 3 Leute tun es freiwillig, oder? Wenn es aus Zwang geschieht, w�rd ich mich da ernsthaft fragen, zu welchem Zweck sie das tun. Ich sag nicht, das es nicht loebnswert ist oder so. Aber ich muss doch mal echt sagen, das man hier nach dem Hintergrund fragen sollte. Auch hier denk ich auch wieder so, das es auf JESUS ankommt. Wie sieht er das? What would Jesus do?

    Worauf ich hinaus will: Es ist der Zusammenhalt der Gemeinde gefragt! Hierzu mal als Denkansto�:
    1. Thes. 5, 12 – 15.

    UNd ganz wichtiger Punkt (viel effektier als 10% 😉 ): GEBET! Das schwei�t zusammen! Was will Gott? Redet mit ihm. Dazu kann ich euch nur echt ermutigen! Nicht aufgeben! Auch wenn es echt hart ist.

    Zu dem Punkt: Wie ist denn eure 24:1 Woche verlaufen? Hm. ich hoff die hie� 24:1 😉 Also ich mien die Gebetswoche 🙂

    @Josha: Zum Thema Depression:

    1.Beten
    2. Gott die M�glichkeit geben, zu wirken
    3. Beten

    Es mag echt sein, das einer nicht direkt helfen kann (da kann ich ein Lied von singen… und ist ja nicht so das ich vonDdepressivit�t befreit bin… eher im Gegenteil -> war ein harter Winter…) Aber doch k�nnen wir zum Vater mit unseren Geschwistern im Arm kommen nud er hilft!

  10. Noch ein Nachtrag, weil ich das grad irgendwie �berlesen hab:

    „Ob ich dabei auch noch liebevoll f�hle ist zweitrangig.“

    Es geht NICHT um ein Gef�hl, was so �ber ein kommt, wie die Masern… In der Bergpredigt redet Jesus auch nicht von einem Gef�hl, wenn er sagt: „Liebt eure Feinde!“
    Es geht da um was ganz anderes.

  11. @maze:
    Ich glaube, du verstehst mich falsch. Es ist mir egal, wieviele f�r wieviel % der Kosten aufkommen. Ich wei� auch gar nicht, wer oder wieviele in DA zahlen, und ich will es auch nicht wissen.
    Es geht mir nicht um Gerechtigkeit. Es geht mir darum: Wenn ich als Gruppe jemanden beauftrage, ein finanzielles Risiko einzugehen, dann gehe ich eine moralische Verpflichtung ein, auch daf�r meinen versprochenen Teil zu tun.
    Wenn Geld ein Kommunikationsmittel ist (Zitat Josha), was f�r eine liebevolle Haltung zeige ich meinen Geschwistern, wenn ich mich nicht an mein Wort halte???
    (PS: Zur Zeit schauts ja immerhin so aus, als w�rde keiner finanziell zu Schaden kommen – nur so als Relativierung f�r den aktuellen Fall.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert