M…echanik und M…ultimedia


Wenn ich mir so �berlege, wof�r ich/wir am meisten Geld ausgeben, dann – klar – f�r Miete und Mobilit�t. Wobei es bei der Mobilit�t haupts�chlich mechanische Dinge dreht. Der Motor braucht Sprit und ist ja schon ein kleines Wunderwerk der Mechanik. Vom Getriebe will er jetzt erst garnicht anfangen :-).
Denke ich hingegen an Multimedia, gibt man immer weniger Geld aus. Meine G�te, was hat fr�her ein Fernseher gekostet! Und wieviel Mechanik war da noch vor 30 bis 40 Jahren drin (eines meiner Kindheitshobbys war es, Sperrm�llfernseher zu zerlegen). Da gab es tats�chlich kleine Motoren, die �ber eine Ultraschallfernbedienung den Laust�rkeregler einstellten.
Oder die guten alten R�hrenradios mit den aufw�ndigen Seilzug-Kontruktionen zum Sendereinstellen.
Oder ein Videoger�t. Auch Videoger�te sind, meiner Meinung nach, kleine mechanische Wunderwerke. Habt ihr schonmal in ein Videoger�t geschaut, wie da das Videoband um den sich schnell drehenden Bildkopf wickelt? Toll. Bei der Audiosparte dominierte lange Zeit die gute alte Kassette, die, anfang der 90er Jahre von BASF „verdammt nah an der CD“ propagiert wurde (wie man „verdammt nah“ letztendlich definiert, ist wieder ne andere Sache ;-)).
Mechanik, so weit das Auge reicht. Nur wird sie durch Elektronik verdr�ngt. Zum Leidwesen meinerseits, wenn ich zB daran denke, da� mein Auto eines der letzten Modelle ist, das noch eine mechanische Einspritzpumpe hat und mir schauderts bei dem Gedanken, eines Tages in ein Auto einsteigen zu m�ssen, das mich per Chip oder gar Fingerabdruck erkennt. Wenn einer mein Auto klauen will, mu� er mir noch n Finger abschneiden? Nein, mir schauderts deswegen, weil man so auf Elektronik angewiesen ist. Ich will meine Handbremse selbst anziehen und nicht automatisch-elektronisch anziehen lassen (wer gew�hrleistet mir, da� sie nicht durch nen Elektronikfehler bei 180km/h auf der Autobahn angezogen wird??). Ich vertraue da eher nachvollziehbarer Mechanik als einer Blackbox, bei der man nicht durchblickt und auch gar keine Chance vom Hersteller dazu bekommt.
Ein Segen ist der Einzug der Elektronik jedoch bei Multimediager�ten(, denn ich komme mit einem kaputten Autoradio trotzdem noch voran :-)).
Dieses Wochenende wird die Kassette entg�ltig aus unserem Auto verschwinden. Nach 7 Jahren g�nne ich uns mal ein neues Autoradio, das ich mir f�r weniger als 100Eur bei Ebay ersteigert habe. Es hat 2 USB-Anschl�sse, und sogar eine AUX-in (soda� man doch noch Kassetten mit Hilfe eines Walkmans abspielen kann, zur Not ;-)). Bis auf ein CD-Laufwerk (das freilich auch mp3-CDs abspielen kann) gibt es keinerlei Mechanik mehr. Man kann an den USB-St�psel ein Kartenleseger�t anschlie�en und sogar ne Festplatte, ach, man entdecke die M�glichkeiten :D. Und 4x50W hats (angeblich) auch. Achso, ja, und damit die Dekadenz in unserer Gesellschaft noch schneller zunimmt, hat das Autoradio sogar noch eine Fernbedienung, damit der Mitfahrer am anderen Ende unserer Quetsch- (nicht Stretch-!) Luxuslimusine auch noch ein paar Kn�pchen dr�cken kann.
sofx

3 Gedanken zu „M…echanik und M…ultimedia“

  1. Nun, ist bei der Elektronik nicht nur eine fr�her nicht vorhandene Billigsparte dazu gekommen?
    Bei einem entsprechend teuren Ger�t bekommst du heute noch den Motor am Lautst�rkeregler.
    Ein guter Festplattenrekorder kostet genau so viel, wie seinerzeit ein guter Videorekorder. Und er hat von beidem weniger – weniger Mechanik und weniger (Gesamtmasse an) Elektronik. Alles irgendwie komprimierter.
    Und letztlich ist Elektronik f�r einen in dieser Sparte gelehrten Menschen auch nicht komplizierter, als Mechanik f�r einen wie dich. F�r in entsprechenden Gebieten nicht begabte sind wohl beides b�hmische D�rfer.

    Mechanischer Einspritzer, pah! Mein Auto hat noch einen Vergaser, den kapier sogar ich. 😉

  2. Elektronik???
    Reine Hardware wird auch immer seltener. Das schlimme ist in meinen Augen die Software. In jedem Elektronischen Ger�t ist Software ohne Ende drinn so auf Mikrocontroller.
    Die Software ist das Z�nglein an der Wage. Is schon komisch das in meiner ehemaligen Firma 95% der Entwicklungszeit ins Softwareschreiben investiert wird. Die Elektronik ist Standart und ausgereift.
    Aber Wehe wehe man hat einen Bug in der Software!!

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