Die Vertrauensfrage

Am Samstag habe ich auf dem Weg zu meinem Bruder, der Geburtstag hatte, Anna besucht. Anna ist 14 Jahre alt und ich habe die im MFC-Gothic-Chat kennengelernt. Unsere Eltern kennen sich aus chrstlichen Kreisen. Ich finde das irgendwie witzig.
Ich kam mit ihrer Mutter ins Gespr�ch. Wir haben vorallem �ber den Chat gesprochen und sie macht sich eben Sorgen um ihre Tochter, weil sie ja so „schwarz geworden“ ist. Sie fragte, ob ich mit den Eltern Kontakt aufnehmen w�rde, wenn ich denn im Chat erfahren w�rde, da� ein Teenie massive Probleme hat. Ich hab geantwortet, da� ich das bisher nur ein Mal in Betracht gezogen habe, es aber dann doch hab sein lassen, weil deren Mutter mir sowieso nicht geglaubt h�tte.
Da befinde ich mich bei dieser Frage jedoch in einer Zwickm�hle: Geh ich zu den Eltern, verspiele ich mein Vertrauen zu den Teenies, gehe ich nicht, k�nnen Teens noch tiefer abrutschen, ohne, da� es die Eltern �berhaupt mitkriegen – bis hin zum Selbstmord (ich w�rde zumindest in dem Chat nichts ausschlie�en).
Zum Gl�ck sind das bisher nur ungelegte Eier. Aber �ber die Frage denke ich seitdem nach. Ich brauche da wohl noch ne Portion Weisheit..
sofx

4 Gedanken zu „Die Vertrauensfrage“

  1. oh krasse gedanken mit denen du dich auseinanderstzen musst, uli…
    es ist eine gro�e verantwortung, die du �bernimmst wenn du dich wirklich k�mmerst, um die menschen in diesem ‚dunklen‘ chat.
    ne wirkliche antwort hab ich nicht nur ein gef�hl, wie ich mich verhalten w�rde (geboren aus meiner arbeit): bis zu einem gewissen punkt w�rde ich das vertrauen wahren und den schweren weg mitgehen. doch wenn abzusehen ist dass wirklich ernsthafte probleme zu kurzschlussreaktionen f�hren k�nnten, so w�re ein gespr�ch mit den eltern vielleicht sinnvoll…
    aber auch nur wenn die eltern �berhaupt zugang zu diesem problem ihres kindes haben k�nnten.
    ich merke w�hrend ich schreibe dass dies immer eine spontane entscheidung sein w�rde, je nach situation und nach dem was Gott mir an tips geben w�rde… also vergiss mich und h�r auf Gott *gg*
    reno

  2. Ich finde man macht es nur schlimmer wenn man mit den Eltern redet…
    …weil diese dann total �berfordert sind mit der Situation…und irgendwelche Kurzschlussreaktionen veranstalten.
    Meistens verstehen sie ihr Kind nicht, weil die Kinder vor ihren Eltern immer auf „Sonnenschein“ machen.
    Manchmal gibt es zwar Situationen in denen es nicht anders geht…
    Aber Ich pers�hnlich w�rde meine Selbstmordgedanken keinem mitteilen, weil sich dann auch keiner Vorw�rfe machen muss…das er nicht gehandelt hat…

  3. hm…heute kam im radio das ein Pfarrer sich auf das Beichtgeheimnis berufen muss (bzw. tat es in dem Fall) wenn ihm sachen anvertraut werden. In dem Fall hat jemand nem Pfarrer bei der beichte wohl n Maschinengewehr, ne Handgranate und noch ein paar nette Spielzeuge ausgeh�ndigt. Der Pfarrer hat die Sachen abgegeben, hat aber die Aussage verweigert. Find ich gut.

    Sowas ist und bleibt wohl immer so’n 2schneidiges Schwert. Ich handel da leider auch nicht immer richtig und habe da auch keine festen Regeln. Zuoft w�rd ich mir am liebsten in den Arsch bei�en. Es ist halt echt eine Vertrauensfrage. Aber ich denke mir, das beste was wirklich helfen und was bewirken kann ist und bleibt Gebet. So Fromm und bl�d es sich anh�rt. Meine Erfahrung. Der Segen ist soviel Wert. Ich wei� wie schei�e es ist, mit offenen Armen und Helferswillen daneben zu stehn und nichts, gar nichts, tun zu k�nnen.

    In diesem Sinne: Gott segne dich und das Werk deiner H�nde und f�hre und leite dich.

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