Yes, no, is clear…

Ich mußte gerade schallend lachen, als ich den Artikel in der „Zeit“ gelesen habe. Also der Seehofers Horst, der Chef von Friedrich dem kleinen und einer Partei, die als Hardliner für Überwachung vor der Wahl ihr Programm entsprechend schrieb, als dieser Horst will sich nun für „Datenschutz“ einsetzen. Ja, ne, is klar. Er erwies sich einmal mehr als „Drehhofer“, wie seine gesamte Partei auch.
Friedrich der kleine, der Typ, der 4 Jahre lang unsre Justitzministerin von der FDP (die einzige Ministerin, die in den letzten 4 Jahren was taugte, meiner Meinung nach) angriff, sie möge doch für mehr Überwachung stimmen, der regt sich jetzt auch darüber auf, daß unsere „Freunde“ und abhören.
Ich verstehe das so: Wird der gemeine Bürger überwacht, dann ist das okay und dann dürfen das auch die Amis. Zur Not wird der Bürger einfach angelogen, egal wie schlecht. Und der Bürger ist so doof, das muß man auch sagen, daß er keine Konsequenzen daraus zieht (siehe Wahl und Konsumverhalten).
Wird jedoch unsere Kanzlerin überwacht, dann geht das garnicht und es ist ein Vertrauensbruch und plötzlich ist das ein Bruch des Grundrechtes.

Das wieder verstehe sich so, daß rechtlich, oder zumindest politisch gesehen unsere Regierung zwischen „dem Bürger“ und hohen Politikern unterscheidet.

Ich als Bürger erwarte von der Politik inzwischen nichts mehr, ich weiß, ich bin der NSA politisch gesehen schutzlos ausgeliefert, von dt. Behörden oder der dt. Politik, da mache ich mir nichts mehr vor, werde ich nicht beschützt, wahrscheinlich sogar ebenfalls (versuchsweise) überwacht.

Wehren kann ich mich dagegen nur mit einem gewissen Konsumverhalten. Das bedeutet für mich schon lange, daß ich kaum noch propitäre Software auf meinem PC benutze. Das bedeutet, daß ich mir kein 08/15-Android-, Windows-, oder iPhone kaufen werde, so schön bunt die Dinger auch sind. Stattdessen liegt da mein Augenmerk auf Jolla (Sailfish) und Replicant OS (Android ohne propitäre Komponenten) kann man auf einigen Smartphone jetzt schon installieren. Ich kaufe mir kein Smart-TV, sondern benutze einen RaspberryPi (mit raspbmc) stattdessen, der an einem 08/15-LCD-TV per HDMI hängt. Ich habe gerade in den letzten Monaten gelernt, undurchsichtiger Software grundsätzlich so zu mißtrauen, um sie bestimmt nicht ins Internet zu lassen.

Dem Bürger scheint das aber zu unbequem zu sein, er redet sich ein, er hätte nichts zu verbergen und folgt schon fast blind M$ und dem geilen Geiz nach. Irgendwie so kommt mir das vor.

Er wird allerdings auch absichtlich dumm gehalten, und das mit Fleiß. Ich frage mich, ob vor 30 Jahren die Leute das auch so klaglos mitgemacht hätten. Gut, damals konnte man die atomare Bedrohung durch Raketen eher fassen als heute die Überwachung, die so gut wie keiner unmittelbar bemerkt. Das macht sie aber nicht minder gefährlich. Es geht um unser Land, unsere Freiheit, unsere Demokratie, die zu (ver)schwinden scheint. Als die Volkszählung 1987 losging, gab es gefühlt mehr Proteste als heute durch den NSA-Skandal, dabei war die Volkszählung von damals im Vegleich zu den losgelöst operierenden Geheimdiensten ein feuchter Furz, mehr nicht.

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