Die Gauckelei um Wulff

Hachja. Das war gestern ein Spektakel, diese Bundespräsidentenwahl. Und irgendwo auch ein Kasperltheater. Auch wenn Wulff letztlich 3 Anläufe brauchte, so wurde er doch gegen den Willen des Volkes (laut Umfragen) Bundespräsident. Das heißt, daß sich die meisten Wahlfrauen und -Männer sich einen Dreck um die Meinung des Volkes scheren und stattdessen nach Parteipolitik handeln. Auch wenn Rot-Grün mit Gauck einen richtig guten Mann aufstellte, den das Volk gut fände, so war das allenfalls ein glücklicher „Zufall“, daß hier die Rot-Grüne Minderheit den Präsidenten wählte, den das Volk auch wollte. Hätten sie jemand anders aufgestellt, wäre ihnen vmtl. der Wille des Volkes auch egal gewesen.

Die Linken hätten die Chance gehabt, bereits im ersten Wahlgang Gauck zum Präsidenten zu machen. Aber sie sind es vielen ihrer Wählern natürlich schuldig, bloß nicht den ehemaligen Chefinquisator der DDR zu wählen. Und so verhalfen letztlich die Linken Wulff zu seinem Amt.

Hätte sich der Großteil der Wahlmeute gestern gegen diverser Parteipolitik entschlossen, was in meinen Augen demokratisch gewesen wäre, hieße der neue Präsident Joachim Gauck. Aber demokratisches Verständnis kann man von Politikern ja nicht erwarten, denn dazu wäre Rückgrat nötig.

„Das Rückgrat ist ein Organ, das in der Politik eher hinderlich ist.“, sagt schon Erwin Pelzig.

P.S.: Kristin, dein Wortspiel hat mir so gefallen, daß ich es einfach „klauen“ mußte 😉

2 Gedanken zu „Die Gauckelei um Wulff“

  1. Achja soviele BuPräsi’s kamen erst im 3. Wahlgang durch, na und?

    Der Knackpunkt ist doch der daß diesemal wieder so ein „Merkel-Vasall“ zu neuen „Amt und Würden“ kam, um der Mutti nicht noch mehr Stress zu machen!

    Koch hat ja auch abgedankt, als er sehen mußte daß ihn die Mutti quasi in die „Ecke“ stellt, wenn er nicht nach ihrer Pfeife tanzt!

    Gauck wäre mit Abstand der geeignetste Kandidat gewesen.

    Das was die Linken da veranstaltet haben, fällt auf sie selbst zurück!

    Damit haben sie doch deutlich gezeigt daß ihnen das SED-Zeugs noch anhaftet!

    Wäre sie mal über ihren Schatten gesprungen, wie das auch denen einer aus den Grünen (Ex-DDR-Bürgerrechtler!) vorgeworfen hat?!!

    Klar kam das auch Wulff zugute!

    Der ist jedoch zu jung für dieses Amt und außer dem gehört eigentlich dieser
    „macht- und kraftlose“ Posten ersatzlos gestrichen!

    Ha wohin denn auswandern? Ist’s denn anderswo besser, ja?!

    In den USA gibt’s ja noch superheftigere Spekatakel und da geht es auch nicht immer mit „rechten“ Dingen zu, siehe Wahl von G.W. Bush!

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