Feunde, Bekannte und Glauben

Derzeit erlebe ich sau häufig, daß Menschen vom Glauben wegkommen, wobei ich nicht weiß, bzw. urteilen kann (und will!), ob sie jetzt „abgefallen“ sind, oder nicht. Es macht mich traurig. Früher fragte ich mich, ob mein Einsatz nicht „ausgereicht“ hat, heute weiß ich garnicht, was ich dazu denken soll. Es tut mir weh, aber nicht, weil ich sie vielleicht „keine Christen“ mehr sind, sondern, weil ich auch sehe, daß sie zunehmend im Unfrieden mit sich und ihrer Umwelt sind (nicht immer, aber häufig!) und darunter Leiden. Ich weiß auch nicht, ob das so viel mit Glauben zu tun hat, aber ich denke schon, daß vieles damit zusammenhängt, wobei ich da nicht unbedingt von mir ausgehen sollte..

Zum anderen kommen auch viele zum Glauben, wachsen darin und es ist schön zu sehen, wie es da „vorwärts“ geht, wenn auch mit Rückschlägen.

Ich frage mich, woran das liegt, ob man das  überhaupt an etwas festmachen kann, daß einerseits Menschen Gott finden und ihren Frieden mit ihm haben, und daß es andererseits nicht zu „funktionieren“ scheint.
Vielleicht befinde ich mich da auch als Christ/Mensch/“Apostel“ in einer entsprechend „seltsamen“ Position?

5 Gedanken zu „Feunde, Bekannte und Glauben“

  1. Manche Leute bleiben nicht einfach stehen. Sie entwickeln sich weiter. Wenn jemand „Christ“ wird, sich dann aber noch weiter entwickelt, ist das aus Sicht anderer Christen ein Rückschritt, weil er sich von Gott wieder abwendet. Aber aus der persönlichen Sicht desjenigen kann es durchaus ein Fortschritt sein.

    Mit der Beziehung zum lieben Gott ist es in manchen Punkten ziemlich ähnlich wie in einer „richtigen“ Beziehung: Am Anfang ist man total verknallt, keine Probleme, keine Sorgen. Aber in Wirklichkeit sind die Probleme, Sorgen, etc nur überdeckt durch dieses tolle Gefühl. Später wird’s dann oftmals ein Kampf. So erklär ich mir, dass frisch bekehrte Christen so glücklich wirken, später aber wieder „im Unfrieden“ leben.

  2. Wie Ihr da denkt und fühlt kann ich allzugut nachvollziehen!

    Es tritt nach einiger Zeit Euphorie so etwas wie „Ernüchterung“ ein!

    Jedenfalls würde ich mal behaupten, daß eben sehr viel mehr von uns abhängt als wir uns zunächst zugestehen!

    Das sehe ich auch ein bißchen als der Preis für die Freiheit, die ich habe! Jedenfalls würde ich den auch in einer nochsoschwierigen Welt lieber entrichten, als mich andauernd „führen“ zu lassen! Denn die lähmende Versuchung die Hände in den Schoß zu legen wäre mir einfach zu groß gerade wenn dann ernüchternde Momente kommen!

    Denn genau da läuft man Gefahr vom Glauben enttäuscht zu sein!

  3. Bei mir war es irgendwie total anders… ich hatte lange Zeit gar keine Euphorie und es ging mir auch nicht auf einmal besser, so dass ich die ganze Zeit glücklich war. In mir sind eher ein Frieden und Zufriedenheit gewachsen. In Zeiten, in denen ich mich nicht um Gott schere, wird diese Zufriedenheit allerdings ganz stark von anderen, negativen Gefühlen überdeckt… und ich merke, dass ich ohne Gott eigentlich gar nicht mehr kann… dass er mein Halt und meine Freude ist. Ich denke, dass jeder diese Phasen hat, wo er sich nicht um Gott schert, wo er Fragen stellt und andere Antworten als Gott findet… die Frage ist dann, ob man Gott weiter in sein Leben lässt, ihn sucht und findet, oder ob man eben ohne ihn weiter macht. Mancher macht es so, der andere anders… ich denke jeder möchte das beste herausholen und da kann es nun mal sein, dass die Person ihr Leben anders weitergestaltet… sei es plötzlich oder schleichend.

  4. Ich weiß nicht, ob man es daran festmachen kann. Klingt ein bischen so, daß Christen, gerade im Anfangsstadium naiv sind. Vielleicht brauchts auch ein gewisses Maß an Naivität Gott gegenüber?
    Vielleicht kostet eine bedingungslose Kapitulation Gott gegenüber auch zuviel und man will lieber selbst leben (ohne, daß man jemals erfahren hat, daß Gott einem die Freiheit wiedergibt) ?
    Ich denke nicht, daß diejenigen, die mittl. seit knapp 3 Jahren mit Jesus glücklich unterwegs sind, noch arg „naiv“ sind.
    Oder sie sind mit kleinsten Schritten schon zufrieden…? Ich weiß es nicht.
    Ein Grund ist sicher, daß sich kein Guru als Sprachrohr Gottes bei ihen aufgeführt hat und ihren Glauben verbiegen wollten. Aber ist das der Hauptgrund?

  5. Wenn Du gerade von Gurus schreibst: Habe da einem Blog vom
    „Hund Gottes“ gesehen!

    Da kommt mir ja die Galle hoch!

    Ich habe nichts gegen Hunde ich mag sie sogar sehr! Doch würde ich meine Beziehung zu Gott niemals damit vergleichen!!

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