Wieviel Dogmatismus darfs (mu� es?) denn sein? / Wieviel Zweifel?

In letzter Zeit stellen Menschen, die mir wichtig geworden sind, ihren Glauben auf den Pr�fstand. Ich denke mir, da� es wichtig ist, seinen Glauben zu hinterfragen. Kann man das �berhaupt, ohne seinen Glauben anzuzweifeln? Ich denke nicht. Wenn man anf�ngt, ziemlich dogmatisch zu glauben und keine Zweifel mehr zuzulassen, dann kommt sowas heraus wie die Kreuzz�ge. Die glaubten ja auch ziemlich dogmatisch, hinterfragten nicht (weil es b�se war?) und hatten dadurch die Gewalt eines Bulldozers. �hnlich wie islamische, fundamentale Sprengstoffterroristen, die sich an das Versprechen klammern, nach ihrem Freitod mit 70 Jungfrauen (ich hoffe, ich sag jetzt nix falsches?) die Ewigkeit verbringen zu k�nnen (woran ich �brigens nicht glaube).
Aber Zweifel machen auch Angst, weil man anf�ngt, gewisse Sicherheiten aufzugeben. Solange man in seiner „dogmatischen Burg“ sitzt, ist alles in Ordnung. Das birgt Sicherheit und Unfreiheit gleichzeitig.
Moment? Unfreiheit? Jesus macht doch frei? Das war ein Grund, wieso ich mich von der kath. Kirche distanzierte und das Suchen anfing.
Aber ich w�rde von mir auch behaupten, da� ich recht dogmatisch bin. Ein Punkt ist, da� ich glaube, da� die Bibel Gottes Wort ist. Wie gehe ich dann mit den anzuzweifelnden Bibelstellen um? Ich lasse den Zweifel im Raum stehen und hoffe, da� mir Gott das irgendwann mal erkl�rt. Und in der Tat tauchten dann in meinem Leben plausible Erkl�rungen auf, meistens, indem man gewisse W�rter im griechischen bzw. hebr�ischen Urtext liest und deren Bedeutung erfa�t. So nach dem Motto „Ach soo hat Gott das gemeint!“. Sicher hat sich vieles bislang garnicht erkl�rt, eben da bin ich dogmatisch und glaube naiv. Dennoch habe ich (f�r mich!) erkannt und erlebt, da� die Bibel in sauvielen Punkten Recht hat.
Ich kann Zweifel gut verstehen und ich hoffe und bete, da� Gott direkt eingreift und denen antwortet, die mir wichtig geworden sind. Zweifel sind irgendwo auch „gesund“, weil dadurch das abf�llt, was nicht echt ist.
sofx

31 Gedanken zu „Wieviel Dogmatismus darfs (mu� es?) denn sein? / Wieviel Zweifel?“

  1. Ich bin echt keiner, der Leute, die Zweifel haben, verdammt. Aber man muss hier auch sehr aufpassen, wie man Zweifel ansieht. Das Verharmlosen von Zweifeln ist gef�hrlich. Dass Zweifel gut sind denke ich auch nicht. Man muss das schon ernstnehmen. Nicht tabuisieren oder die Leute, die Zweifel haben fertigmachen, aber auch nicht runterspielen.Wenn man einfach mal so anf�ngt die Bibel als Wort Gottes anzuzweifeln und sich dabei noch gut f�hlt, dann ist das garantiert falsch. Es gibt gewisse Sachen, die sind einfach fest und wenn man irgendwann aus einer Laune heraus anf�ngt diese zu hinterfragen dann ist das nicht sonderlich weise.
    Ich glaube bei manchen Christen gibts so den Trend einfach >anders

  2. Es gibt aber so Dinge, wie z.B. eine Stelle aus den Spr�chen, die ich einfach absolut nicht vertreten kann. (Ich hab die Stelle gerade nicht gefunden.)
    Da steht so sinngem��, dass es deinem Kind gut tut, wenn du ihm ab und zu mal eine runterhaust, also es z�chtigst.
    Und da kann ich nicht einfach sagen: „Ja, wenns die Bibel doch sagt stimmts schon!“
    Meine Mutter hat mir ein Mal eine Ohrfeige verpasst, und das wei� ich heute noch! Es war nicht sehr sch�n und gut getan hat es mir bestimmt nicht!

  3. Nunja, ich denke, dass es schon F�lle gibt, wo man einfach mal als Elternteil ein paar Schl�ge auf den Hintern austeilen muss. Stell dir vor dein Kind ist absolut rebellisch und macht dir das Leben zur H�lle und weder gute Worte noch sonst etwas zeigen Wirkung. Was machst du dann? Schonmal die Super Nanny gesehen? Da gabs mal so ne kleine Rotznase, die hat seine Mutter bespuckt und beschimpft und seinen Vater geschlagen. Die Eltern haben sich so dumm drangestellt. Die Mutter hat ihn immer wieder gebeten ruhig zu sein und er hat sie bespuckt und beschimpft, bis sie dann in Tr�nen ausbrauch. Den eignen Vater hat er wie ein Bl�der zusammengebatscht und der hat nichts gemacht. Bei mir h�tte er das einmal gemacht und dann h�tts was gesetzt! Danach w�re das bestimmt nicht mehr passiert. Es gibt einfach Grenzen, die man dem Kind aufzeigen muss. Wenn man alles toleriert tut man dem Kind keinen Gefallen, denn dann wird es sp�ter noch mehr Probleme bekommen. Und au�erdem, wenn man sein Kind gut erzieht kommt es zumeist nie zu so einer Situation, wo man wirklich mal zuhauen muss.
    Ich kenne �brigens nen Christen aus den USA (dort herrscht eher diese „spanking“ Mentalit�t) und er meinte er h�tte als Kind �fters was draufbekommen und es h�tte ihm im Nachhinein gut getan. Ich bin auch kein wirklicher Freund davon, aber manchmal muss es sein, da bin ich �berzeugt von.
    Ich wei� ja nicht in welcher Situation du die Ohrfeige bekommen hast. War vielleicht im Affekt und garnicht wirklich angebracht. Die Bibel ruft ja keineswegs zur sinnlosen, heimischen Gewalt auf.
    Ich hab auch schonmal ne Ohrfeige bekommen, aber daran erinnere ich mich garnicht mehr richtig. Ich kann mir ja nicht alles merken. 😀
    Ich denke mit Worten kann man jemand noch viel mehr verletzen als mit einer Ohrfeige, von daher kann man nicht pauschal sagen, dass k�rperliche Z�chtigung (klingt bissl pervers das Wort Z�chtigung) unbedingt schlimmer ist.
    Die Bibel meint einfach, dass du auf deine Kinder aufpasst. Stell dir vor du kannst in die Zukunft sehen. Dein Kind hat 2 m�gliche Pfade vor sich. Wenn du ihm alles durchgehen l�sst wird es sich zum rebellischen,kleinen Kotzbrocken entwickeln und sp�ter kriminell werden. Wenn du hingegen mal zulangst und es in seine Schranken verweist wird es etwas lernen und gem��igter werden und sp�ter ein erfolgreiches Leben f�hren. Da w�rde doch jeder verantwortungsbewu�te Mensch lieber mal zulangen.Auf jeden Fall sollte man dem Kind immer auch erkl�ren warum es jetzt eins draufbekommen hat. Nie einfach nur was draufgeben ohne das zu kommentieren, sonst kann es ja nichts lernen. Und leicht f�llt das dem Elternteil sicherlich auch nicht, wenn es sein Kind schlagen muss. Aber manchmal gibts keine andere M�glichkeit als paar hintendrauf.

  4. Man kann vielleicht das in Frage stellen, was man meint verstanden zu haben, und es an der Bibel pr�fen und mit anderen Christen diskutieren.
    Aber den Glauben als solches anzuzweifeln?
    Wie geht das �berhaupt? Glaubt man dann, da� man vielleicht doch nicht glaubt?
    Und das, was Taketh dazu gesagt hat, da� man sich vielleicht f�r kl�ger als die Bibel h�lt, (ich m�chte hinzuf�gen : als Gott selbst bzw. als die Menschen, die an Gott glauben), kann ich nur unterstreichen.

  5. Ui, mir gibt mal jemand Recht. Das ist ja mal ein absolutes Novum.
    Danke Joachim. 🙂

    >Glaubt man dann, da� man vielleicht doch nicht glaubt?

    Das ist schon m�glich. Ich habe mich das auch schon gefragt. Woher wei� ich denn, ob ich wirklich glaube und nicht nur glaube zu glauben? Aber das ist ein bisschen schr�g und das kann sicherlich nicht jeder nachvollziehen.

  6. @ taketh:
    Ich bin �berzeugt davon, dass eine gute Erziehung im Normalfall ausreichend ist. Man kann dem Kind auch ohne Schl�ge Grenzen aufzeigen.
    Die Ohrfeige habe ich on miener Mutter bekommen, weil ich ihr nen Vogel gezeigt hab (an die Stirn getippt).
    Nun mag jeder sagen: Recht hat die Mutter! So einem frechen Kind geh�rt eins drauf!
    Das dumme ist nur, dass die Leute, die das mal so eben beurteilen, nicht alles sehen.
    Da wird dann in meinem Beispiel eben �bersehen, dass ich das nicht aus reiner Bosheit (oder aus Trotz oder was den Leuten da sonst noch so einf�llt, um Kinder abzustempeln) gemacht habe, sondern weil mir meine Mutter vorher einfach ohne Erkl�rung etwas veroten hat, was ich nicht nachvollziehen konnte. Das fand ich sehr ungerecht.
    Und ich bin mir sicher, dass es vielen Kindern so geht. Kinder sind etwas sehr sensibles, wage ich zu behaupten und durch Schl�ge erleidet ihre kleine, zarte Seele Br�

  7. Ich kann meinen eigenen Glauben anzweifeln, auf jeden Fall. Dem geht allerdings voraus, dass ich mich anzweifle. Und das tue ich immerzu, genau das ist auch mein Problem.
    Die Folgen daraus sind:
    – positiv: Ich hinterfrage meine Taten und meine Denkweise, das macht mich zu einem vorsichtigen Menschen, der nicht rechthaberisch ist.
    – negativ: Ich stelle alles an mir in Frage, ich wei� deshalb nicht mal, wer ich eigentlich bin und was ich will.
    Ich frage st�ndig nach dem „warum?“. Und es gibt im Umfeld des Menschen wirklich viele Faktoren, die ihn beeinflussen. Ich wei� deshalb nie, ob ich denn jetzt blo� so bin oder etwas blo� deshalb will, weil ich so beeinflusst wurde (durch Sozialisation).
    Also wei� ich auch nicht, ob ich blo� glaube, weil ich z.B. so erzogen wurde oder aus eigener �berzeugung oder weil Gott mir den Glauben schenkt.
    Leider kann man sowas nicht beweisen, lediglich vermuten. Deshalb zweifle ich st�ndig und immer an allem.
    Ich pers�nlich finde, dass die negativen Folgen schwerer wiegen. Ich sehne mich ja auch, wie alle Menschen, nach Sicherheit. Diese kann ich aber nur erlangen, wenn ich mich festlege. Das wiederum verbietet mir allerdings meine Art, alles zu hinterfragen.
    Ich lebe also in einem st�ndigen Konflikt zwischen: „Ich will Sicherheit“ und „Ich will mich nicht festlegen“.
    Das ist ganz sch�n schlimm, aber ich sch�tze mit dem Alter werde ich mich festlegen, weil ich irgendwann erkennen werde, dass ich ohne Festlegungen auf Dauer nicht bestehen kann, da ich nicht die Kraft habe, in ewiger Unsicherheit zu leben.

  8. Zum Gl�ck bedeutet sich in Sachen Glauben festlegen nicht, da� man zwangsl�ufig seine Lebensweise festlegt. Es sei denn man glaubt zB an einen b�sen, zornigen, st�ndig-eins-draufhauenden Gott. Diesen Gott hat mir die kath. Kirche gelehrt und ich hab ihn f�r mich als „Leistungsg�tzen“ enttarnt und ad Acta gelegt.
    Ich hinterfrage mich auch st�ndig, werfe mich an denselben Stellen nach Jahren immerwieder auf und denke mir jedesmal „warum bin ich so bl�d und stehe schon wieder an derselben Stelle?“. Wenn ich an einen Gott glaube, der mich liebt, dann mu� ich das ja nicht zwangsl�ufig auf andere Menschen projizieren und an denen ausleben. Zumindest nicht so, da� es ihnen unangehm erscheint. Man mu� ja Gott sei Dank garnix und ich hinterfrage alles, was ich vermeindlich f�r Gott tue, ob ich es tue, um ihm gefallen zu wollen (also etwas bei ihm zu „verdienen“) oder ob ich es tue, weil ich Jesus liebe und aus Freude an ihm.
    Ergo mu� ich ja erstmal Freude f�r ihn empfinden und wenn ich die nicht habe, sollte ich, wenn schon, daran „arbeiten“ ..��h.. lassen! 🙂
    Ich mu�, wenn ich mich festlege, meinen Glauben nicht verteidigen. Ich kann andere Meinungen durchaus so stehen lassen. Letztlich kann keiner beweisen, ob es Gott gibt, oder ob es Gott nicht gibt. Bleibt nur �brig, da� man sich da glaubend festlegt. Weder Evolution noch Sch�pfungstheorie sind bewiesen (obwohl oft gesagt wird, da� die Evolutionstheorie bewiesen w�re).
    Festlegen gibt da m�glicherweise Sicherheit, weil es ein „Glaubensschritt“ ist, der zu individuellen „Beweisen“ f�hren k�nnte. Bei mir ist es so, ob man das �bertragen kann, wei� ich nicht.
    sofx

  9. Ich will aber erst individuelle Beweise und mich DANN festlegen. Ich will mich einfach nicht auf etwas festlegen, von dem ich nicht f�r mich wei�, dass es wahr ist.
    Ich glaube, Uli, wir verfolgen unterschiedliche Interessen. Dir ist Jesus am wichtigsten, mir ist die Wahrheit am wichtigsten.
    Wenn nun aber Jesus die Wahrheit ist, wie er ja von sich behauptet, ist er mir auch am wichtigsten.
    Allerdings m�chte ich eben genau das von ihm selbst erfahren, dass er die Wahrheit ist. Behaupten kann das ja jeder von sich.

  10. @tuilin

    Ich denke diese Ohrfeige war wohl eher affektiv. Deine Mutter hat sich wohl ziemlich ge�rgert und dann ist ihr die Hand ausgerutscht. Das kann sicherlich mal passieren, schlie�lich sind wir alle nur Menschen und reagieren manchmal etwas �ber. Ich w�rde sagen normalerweise gibts bei Jungs wohl eher Gr�nde mal ein Paar draufzugeben, weil die sicherlich mehr anstellen als M�dchen im vergleichbaren Alter. Ich wei� auch garnicht, ob man diesen Bibelvers immer direkt mit k�rperlicher Gewalteinwirkung interpretieren muss. Man kann ein Kind auch anders z�chtigen. Bin mir da wie gesagt nicht ganz sicher. Ich denke auch nicht,dass du dich als Elternteil nur wegen dieses Verses dazu zwingen musst dein Kind zu schlagen, wenn es etwas angestellt hast. Wenn dir das absolut nicht liegt dann musst du das ja nicht tun. Viel wichtiger ist meiner Meinung nach einfach, dass man dem Kind nicht alles durchgehen l�sst. Wenn mich mein Kind zum Beispiel anl�gen w�rde dann w�rde mich das ziemlich aufregen, weil L�gen einfach widerlich ist. Und da w�rde ich dann schon durchgreifen, damit das Kind auch checkt: „Aha, das war nicht so gut…“ Ich denke drauf kommts an. Ich glaube schon, dass man ein Kind pr�gen kann. Wenn man ihm alles durchgehen l�sst wirkt sich das negativ aus, keine Frage.

    Zu deinen anderen Gedanken, die ja ziemlich tiefgr�ndig sind.[Respekt 😉 ]

    Ich denke jeder hinterfragt sich mal. Der eine mehr, der andere weniger. Das ist ansich garnicht mal negativ. Schlie�lich will man ja ehrlich zu sich selbst sein. Besonders in christlichen Familien kann es sehr gut sein, dass sich die Kinder irgendwann fragen, warum sie glauben. Glauben sie jetzt weil sie glauben wollen, oder weil sie so erzogen wurden? Das ist absolut nachvollziehbar. Ich w�rde mich sicherlich dasselbe fragen. Aber im Grunde genommen ist es doch egal, warum du glaubst. Angenommen du bist zum Glauben gekommen, weil deine Eltern Christen sind und dir das vorgelebt haben, dann freu dich. Oder gehts dir mehr um die Echtheit deines Glaubens? Ich stelle mir auch ab und zu die Frage warum ich eigentlich glaube. Bin ich vielleicht einfach „naiver“ und eher zug�nglich f�r solches Zeug? W�rde ich heute vielleicht an Aliens glauben, wenn ich nicht an Gott glauben w�rde? Keine Ahnung, aber ich bin froh, dass ich an Gott glaub und nicht in irgendeine falsche Richtung abgebogen bin. Diese Gedanken kann man wirklich ewig weiterspinnen aber sie f�hren zu nichts. Ich denk da auch oft dr�ber nach und manchmal denk ich jetzt ist die Sache endlich gekl�rt und genug durchgedacht worden und irgendwann taucht derselbe Gedanke aber wieder auf und dann gehts von vorne los. Das bringt im Grunde genommen garnichts, aber deswegen kann man das nicht so einfach abstellen. Von daher kann ich schon nachvollziehen, was du dir so f�r Gedanken machst.

    >Also wei� ich auch nicht, ob ich blo� glaube, weil ich z.B. so erzogen wurde oder aus eigener �berzeugung oder weil Gott mir den Glauben schenkt.Ich sehne mich ja auch, wie alle Menschen, nach Sicherheit. Diese kann ich aber nur erlangen, wenn ich mich festlege. Das wiederum verbietet mir allerdings meine Art, alles zu hinterfragen.

  11. @ snoopy

    >Ich mu�, wenn ich mich festlege, meinen Glauben nicht verteidigen. Ich kann andere Meinungen durchaus so stehen lassen. Letztlich kann keiner beweisen, ob es Gott gibt, oder ob es Gott nicht gibt.

  12. Ich meinte mit „Ich wei� nicht, ob ich nur glaube, weil ich erzogen wurde“ nicht Religion, sondern einzig und allein den Glauben, dass es einen Gott gibt. Und das kanns chon anerzogen sein. Wenn dein Umfeld davon ausgeht, dass es einen Gott gibt und du damit aufw�chst, ist es schwer, wirklich zu glauben, dass es keinen Gott gibt, da es schon ein selbstverst�ndlicher Teil deines Lebens ist.

    Ich habe keine Angst, meinen Glauben zu verlieren oder Jesus.
    Ich habe lediglich Angst, die Wahrheit nicht zu finden bzw. zu verfehlen. Das ist das Einzige, was mir wichtig ist!
    Und ich sehe meine Zweifel sehr positiv, nur m�chte ich nicht ewig in diesem Zustand verweilen, da er schon ziemlich viel Kraft raubt. Die Zweifel zecken meinen Glauben an, auf jeden Fall, aber ich bin ja auf der Suche nach der Wahrheit und die kann ich nur durch Zweifel finden. Zweifeln bedeuten f�r mich Suchen. Sie sind nicht destruktiv.
    Naiv glauben, also aufh�ren zu hinterfragen, k�nnte beinhalten, dass ich mich selbst bel�ge und mich damit abfinde. Das will ich auf gar keinen Fall!

  13. Das hei�t also, wenn dir Gott nicht irgendwie begegnet dann folgerst du daraus, dass es Gott eben nicht gibt, richtig?
    Du kannst aber unm�glich wissen, dass es Gott nicht gibt. Niemand kann Gott falsifizieren. Deswegen wird Unsicherheit immer bleiben, selbst wenn du nicht mehr an Gott glauben solltest. Du kannst dann nie sagen, dass du jetzt die >Wahrheit

  14. Taketh: Ich kann sehr wohl sagen, da� ich Gott erlebe und er sich damit f�r mich f�hl- und sichtbar in meinem Leben manifestiert hat. Oder wars der Kraft-Pipi, der vor 2 Jahren in NW ein Wunder tat? Helmut Ziegler wars sicher nicht.
    Vergessen wir so schnell Gottes Werke oder wieso fangen wir an, Gottes Werke, die wir als solche Erkannt haben, zu zerreden?
    Ich rede jetzt nicht von der Art „Gottes Werke“, die als Rechenschaft f�r gewisse _Taten_ mi�braucht werden.
    Gott wird zu unserer Auferbauung, damit wir betankt werden, undsoweiter. Man kann sau oft Gott wegdiskutieren und sagen „Naja, das ist auch psychisch erkl�rbar“.
    Wenn Gott dich heute an die Hand packen w�rde, und sagen w�rde „geh zu den Prostituierten und schenk denen je eine Rose von mir“, w�rdest du es dann einfach tun oder w�rdest du sagen „das ist eh nur ne bl�de Idee aus meinem Hirn und das mache ich nicht“. Herausfinden wirst du es wahrscheinlich erst, wenn du es getan hast, zB an Hand der Reaktion der beschenkten Frauen. Freilich sollte man sein Hirn dabei einschalten. Aber mal ehrlich – wer von uns hatte nich schon solche �hnlichen Gedanken und hat sie verworfen? Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, da� ich, wenn ich sowas mal einfach gemacht habe, Segen empfunden habe. Und auch da wieder: Einbildung? Vielleicht, vielleicht auch nicht.
    Vielleicht sollten wir treu im Kleinen sein?
    Claudia: nunja, ich gebe dir recht, da� du nach der Wahrheit suchst und ich sie in Jesus gefunden habe. Ich hab irgendwann Jesus mit Wahrheit gleichgesetzt. Ob das nun stimmt, wird dir Jesus auch nicht beweisen k�nnen. Was machst du, wenn der Teufel vor dir steht und sagt „ich bin die Wahrheit“? Glaubst du ihm dann, nur, weil er es sagte? Oder hab ich da was falsch verstanden? *Kopfkratz* weil eigentlich dachte ich ja, da� du keinem mehr naiv hinterherlaufen will, der von sich behauptet, die Wahrheit f�r sich gepachtet zu haben (die er garnicht hat!).
    ofF 😀

  15. >Taketh: Ich kann sehr wohl sagen, da� ich Gott erlebe und er sich damit f�r mich f�hl- und sichtbar in meinem Leben manifestiert hat. Oder wars der Kraft-Pipi, der vor 2 Jahren in NW ein Wunder tat? Helmut Ziegler wars sicher nicht.Vergessen wir so schnell Gottes Werke oder wieso fangen wir an, Gottes Werke, die wir als solche Erkannt haben, zu zerreden?Wenn Gott dich heute an die Hand packen w�rde, und sagen w�rde „geh zu den Prostituierten und schenk denen je eine Rose von mir“, w�rdest du es dann einfach tun oder w�rdest du sagen „das ist eh nur ne bl�de Idee aus meinem Hirn und das mache ich nicht“.

  16. Taketh: Thomas mu�te ja auch erstmal in diese Wunden fassen. Er h�tte ja sagen k�nnen „Jesus, die Wunden sehn get�rkt aus, sowas lang ich nich an, darauf la� ich mich nicht ein“.
    Meinst du ich bin mir nicht dabei bl�d vorgekommen, als ich das erste Mal geboten habe oder als ich das erste mal f�r jemanden um Heilung gebeten habe (was �brigens erst 1x „funktioniert“ hat)?
    Es geht nicht um 500Eur, die du jmd gibst, sondern in dem Fall um eine Rose, die vielleicht 50ct gekostet hat. Und ich denke, es geht einfach darum, seinen inneren Schweinehund dazuzu bewegen, sich auf so „komische Aktionen“ einzulassen. Wenn Gott mir sagen w�rde, ich soll einem Penner 500Eur geben, und ich w�re mir dessen nicht 100% sicher, dann w�rd ich dem Penner 5Eur geben und nachfragen, ob die beiden Nuller ernstgemeint waren und mich da dann (hoffentlich) korrigieren lassen. 🙂
    Aber der wahre Grund, bei sowas zu kneifen, ist bei mir nicht das Geld, sondern die Faulheit.
    sofx

  17. @ taketh: Wenn mir Gott nicht irgendwie begegnet, sage ich nihct, dass es Gott nicht gibt. Is mir schon klar dass man das ebenso wenig beweisen kann, wie man beweisen kann, dass es Gott gibt.
    @ Uli: Nein nat�rlich w�rde ich dem Teufel nicht hinterherrennen, wenn er von sich behaupten w�rde, er sei die Wahrheit. Ich glaub du hast was missverstanden. 🙂
    Ich renne eben niemandem hinterher, der von sich SAGT, die Wahrheit zu sein. Sonst w�rde ich mich ja auf die Worte von Jesus verlassen.
    Ich will auch keine allgemein g�ltigen Beweise wie ein gro�er Geldregen oder eine Feuers�ule oder ne Massenheilung.
    Ich m�chte lediglich von Gott eine gewisse Sicherheit bekommen, er soll sich mir PERS�NLICH offenbaren. Wie er das anstellen soll, wei� ich nicht. Aber das kann ja nicht so schwer sein, wenn er es bei anderen Christen ja auch hinbekommt.
    Irgendwie finde ich, dass ich ein gewisses Recht darauf habe, zu wissen, wem ich mein Leben widme und meine Liebe schenke. So!

  18. Claudia: Ich geb dir Recht! *grins*
    Und soll ich dir was sagen? Ich hab dich sauuulieb und freu mich voll an dir. *smile*
    Ich werd Gott nerven, da� sich da was r�hrt.
    Ich krieg langsam n Knoten ins Hirn von der ganzen Bloggerei �ber die Zweifel. 🙂

  19. Hat Thomas wirklich seine H�nde in die Wunden gelegt? Ich glaub das steht garnicht in der Bibel. So wie ich es sehe hat er direkt nach Jesus‘ Aufforderung geglaubt, weil er gesehen hat, dass es stimmt. Ist aber auch egal.

    Bei mir w�re der Grund wohl eher Schiss, weil ich auf so Aktionen nicht so stehe vor allem nicht, wenn man allein sowas machen muss. Da w��te ich garnicht wie ich mich anstellen soll und was ich sagen soll. Angenommen der Andere freut sich total dann ist ja alles gut, aber was ist, wenn er sich garnicht freut und garnichts von Gott wissen will? Was dann? Geht man dann einfach oder wie verh�lt man sich? Ich hab in verschiedenen Foren schon paarmal versucht mich mit Ungl�ubigen zu unterhalten und am Ende hat es zu nichts gef�hrt. Meistens hats noch Streit gegeben, weil sie sich �ber Gott lustig gemacht haben und das hat mich dann aufgeregt und letztendlich haben sie sich dann noch in ihrem Denken best�tigt gef�hlt.
    Ich denke wenn sowas nicht von Gott gewollt ist dann wirds auch nichts. Ich hatte mal nen Nachbar, der war vielleicht so um die 70. War immer sehr freundlich. Und irgendwann war dann offensichtlich, dass er krank ist. Und ich wollte dann mal r�bergehen und ihm was von Gott erz�hlen, keine Ahnung woher die Idee kam. Mein Bruder hats mir dann aber ausgeredet. Ich bin dann r�bergegangen und hab nur gefragt wies ihm geht und ob ich ihm irgendwie helfen kann. Vielleicht w�re das voll in die Hose gegangen. Er war sowieso bissl kurz angebunden und stand nur an der T�r und da fang ich ja nicht an von wegen: „Gott liebt Sie.“ Der h�tte mir vielleicht die T�r vor der Nase zugedonnert. Ich hab ihm dann sp�ter 2 Traktate mit der Post geschickt, ohne Absender. Irgendwann starb er dann. Angenommen er hat das Erste kurzerhand zerrissen hatte er nochmal ne zweite Chance. Hoffentlich hat er sichs mal angesehen.

  20. Taketh: Du lebst st�ndig in Angst bzw. aus ner Angst heraus. Angst zu versagen, Angst was falschzumachen, Angst, eins aufs Maul zu kriegen, Angst, vielleicht doch nicht in den Himmel zu kommen.
    Und diese Angst scheint dich voll zu leiten. Das ist kein Vorwurf, das denke ich mir nur, wenn ich deine Zeilen lese.
    Es leben viel zu viele Christen in Angst und Schrecken. Zu Luthers Zeiten haben sie Geld aus der Angst der Menschen gesch�pft, aber zum Gl�ck sind diese d�steren Zeiten vorbei.
    Heute haben wir eine Bibel, die wir lesen k�nnen, in der steht, da� du geliebt bist. Die damalige Kirche versuchte genau das zu vertuschen, deswegen gingen sie ja so gegen Luther, der es wagte, das Wort Gottes f�rs Volk �berhaupt erst zug�nglich zu machen.
    Glaubst du, da� Gott dich liebt oder glaubst du das nicht? Sellst du dich drauf oder willst du dir immernoch ein paar Pluspunkte bei Gott verdienen? Hab keine Angst, denn wir haben Gnadenzeit.

  21. @ snoopy

    Du hast das schon richtig erkannt, ich bin mir dessen ja auch selbst bewu�t, aber das bringt mir nicht gro� was. Zum Beispiel h�ngt ja alles vom Glauben an. Solange du glaubst bist du drin, wenn du nicht mehr glaubst bist du aus dem Spiel. Und das finde ich ziemlich bedr�ckend. Das hei�t also du musst zusehen, dass du bis zum Ende durchh�lst, denn sonst wars das. Bei dem Gedanken kommt bei mir keine besonders gute Stimmung auf. Andere denken dar�ber vielleicht garnicht nach oder sehen das viel gelassener, ich aber nicht. Das ist irgendwie schon eine saum��ige Belastung.

  22. Wie w�rs dann mal mit einer grunds�tzlichen �nderung deiner Einstellung dazu? Oder traust du dich nicht, weil du Angst hast, dadurch deinen Glauben zu verlieren?
    Glauben hei�t _nicht_ verkrampfen und verkrampfen hei�t nicht glauben.
    Der Glaube an Jesus macht doch frei? Und unter Freiheit verstehe ich auch, da� man sich nicht verkrampft.
    sofx

  23. Ich glaube nicht, dass das was ist, was ich einfach so �ndern kann. Wenn ich einfach nur meine Einstellung �ndern m�sste und dann w�re das Problem behoben dann w�re es ja ziemlich einfach, ist es aber nicht. Da kannst du genauso gut zu nem Klaustrophobiker sagen: „Hey! �nder doch einfach mal deine Einstellung, damit du keine Angst mehr vor engen R�umen hast.“

    So funktioniert es nicht.

  24. Hab ich die wirklich? Wie solln das gehen? Glaubst du wenn ich w�hlen k�nnte w�re ich nicht lieber auch anders? Es gibt aber Dinge die sind einfach so und die kann man nicht �ndern, selbst wenn man will. Oder glaubst du Thomas hat es zum Beispiel genossen, dass er so pessimistisch war? Ich denke nicht, dass ihm das Spa� gemacht hat. Er war halt so. Wenn man durch Pr�gung,Erfahrungen oder �u�ere Einfl�sse so geworden ist, dann kann man das nicht einfach revidieren.

  25. Du stellst dir das viel zu einfach vor. Soll ich jetzt einen auf Strahlemann machen? Bringt das was? Oder soll ich jetzt mit der rosaroten Brille rumrennen und das sagen, was ich nicht denke? Das sind Sachen die bekommst du nicht einfach so weg, das geht garnicht.

  26. Ich behaupte, da� es sinnvoll ist, von deinem Weg der Bitterkeit wegzukommen. Ich sage nicht, da� es einfach ist und auch nicht, da� es von jetzt auf pl�tzlich geht.
    Es stellt sich dabei vmtl. auch die Frage, ob du dein Gottesbild �berpr�fst und ggf. �ber Bord wirfst und dir n neues geben l��t. Auch das ist nicht einfach, aber doch befreiend.

  27. Dann m�sste ich aber schon ganz genau wissen, dass das Neue dann auch stimmt. Ich denk mir ja nicht einfach maln neues Gottesbild aus, was mir besser passt und �bernehme das dann.

  28. Au�erdem ist es doch so. Angenommen ein Christ f�llt vom Glauben ab dann ist er nicht besser dran als ein Ungl�ubiger. Gott liebt die Ungl�ubigen ja auch und dennoch kommen sie in die H�lle.

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